Gesunde Bewegung statt Schonung: Beim Neutrauchburger Wochenendseminar dreht sich alles um die richtige Bewegung

Veröffentlicht am 19.10.2012 12:39 von Claudia Beltz

Neutrauchburg – Gesunde Bewegung statt Schonung – dafür tragen die rund 70 Übungsleiterinnen und – leiter Sorge, die am Wochenende aus allen Teilen der Bundesrepublik zu einer Fortbildung nach Neutrauchburg gekommen sind. Zu Hause leiten sie Herzsportgruppen und bieten Rückenschulkurse an –  in Neutrauchburg haben sie sich beim 33.  Wochenendseminar für Bewegungstherapie theoretisch und praktisch mit aktuellen Therapieansätzen, Erfahrungen sowie Ideen für den sportlichen Alltag auseinandergesetzt und so ihre Übungsleiterlizenzen entsprechend verlängert.

„Unsere Erfahrung ist es, dass Körper und Geist gleichermaßen in Bewegung gebracht werden müssen, um nachhaltig gesundheitliche Besserung oder Stabilität zu erreichen“, so Wolf-Dieter Fischer und Dieter Beh, Leitung des Therapeutischen Bewegungszentrums Neutrauchburg. Diesen Wechsel von Gesundheit und Krankheit im Zusammenhang mit dem individuellen Erkrankungsbefund, dem eigenen Lebensstil und den zugehörigen Umweltfaktoren haben die Referenten in zahlreichen Vorträgen, verteilt auf zwei Tage, den Gästen vermittelt. „Praxisbeispiele helfen, im Übungsalltag die Teilnehmer in den Sportgruppen immer aufs Neue zu motivieren und ideenreich zum Lebensstilwechsel anzuhalten“, so Fischer weiter.

Jedes Jahr kommen Übungsleiter aus allen Bundesländern nach Neutrauchburg, um von der großen Erfahrung der Mitarbeiter des Bewegungszentrums bei der Umsetzung des biosozialen Denk- und Bewegungsmodells im Rehabilitationssport zu profitieren. Die Nachsorge liegt den Neutrauchburger Sportwissenschaftlern und Therapeuten dabei besonders am Herzen:  Der Verlust von Bewegungsfreiheit und Beweglichkeit hat mehr oder weniger große Einschränkungen zur Folge. Dies kann bedeuten, viel Selbstständigkeit im Alltag einzubüßen, liebgewordene Freizeitaktivitäten nicht mehr im gewohnten Maß ausüben zu können und soziale Kontakte zu verlieren. Wenn, wie so oft, Schmerzen hinzukommen, kann dies zusätzlich ein großes Defizit an Lebensqualität bedeuten.

Denn erst Bewegung ermöglicht das aktive Erreichen der persönlichen Lebensziele. Auch wenn es schwer fällt: Gesunde Bewegung statt Schonung heißt die Devise. Oft braucht ein kranker Bewegungsapparat gerade keine Ruhe, sondern fortlaufende, vielfältige Bewegung. In einer Gruppe von „Gleichgesinnten“ fällt dies leichter und macht auch Spaß mit Sport und Spiel. Reha-Sport wirkt mit den Mitteln des Sports auf den Patienten ein, um Ausdauer, Koordination, Flexibilität und Kraft zu stärken. Somit kann der Erfolg vorangegangener oder begleitender physiotherapeutischer Maßnahmen, gesichert und darüber hinaus gesteigert werden.

Reha-Sport dient aber auch als Hilfe zur Selbsthilfe, insbesondere um die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit und eine Motivation zu einem regelmäßigen Bewegungstraining zu fördern. Er ist selbstverständlich auch zur Prävention geeignet und kann grundsätzlich bei jeder Art von körperlichen Beeinträchtigungen für alle Menschen jeden Alters in Betracht kommen: bei chronischen Rückenschmerzen, Wirbelsäulen- und Haltungsschäden, Nachbehandlung von Unfallfolgen, Nachbehandlung von Operationen, bei Herzerkrankung etc. Die regelmäßige Auffrischung der Übungsleiterkenntnisse und Rückenschul-Ausbildung durch erfahrene Praktiker hält Fischer für notwendig – „Deshalb engagieren sich unsere Kollegen am Wochenende, um ihr Wissen weiterzugeben“, hebt Fischer hervor.

Bildunterschrift

Referent Martin Schley aus Stuttgart, Dieter Beh und Wolf-Dieter Fischer im Gespräch zum Zusammenhang von Sport – und Bewegungstherapie mit der aktuellen Psychotherapieforschung.

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Claudia Beltz

Claudia Beltz
Waldburg-Zeil Kliniken
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