Gesprächsoffensive: Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik wirbt für politische Unterstützung

Veröffentlicht am 09.04.2019 21:15 von Redaktion RehaNews24

(vl.n.r.) MdL Oliver Kehrl, Dr. Robin Roukens (Chefarzt Neurologie), Dr. Ursula Becker (Geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe) und Verwaltungsdirektor Dr. Tim Kleiber vor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht.

Nümbrecht, 09.04.2019: Kürzlich folgte MdL Oliver Kehrl (CDU) der Einladung der Klinikleitung in die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht. In der oberbergischen Klinik, die auf neurologische und orthopädische Rehabilitation spezialisiert ist, ließ er sich über Therapiemöglichkeiten für Schlaganfallbetroffene aufklären. Besonders beeindruckt zeigte sich Kehrl von den robotgestützten Therapiemaßnahmen wie z. B. dem Armeo und der Abteilung für neurologische Frührehabilitation.

Gesetze ignorieren Reha-Fachkräfte
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Austausch über die  aktuellen Herausforderungen der Reha-Branche. Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, Dr. Tim Kleiber, Verwaltungsdirektor und Dr. Robin Roukens, Chefarzt Neurologie der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik informierten Kehrl über die Benachteiligungen, die Spahns aktuelle Gesetzesvorhaben für die Reha-Branche bedeuten.

„Der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich betrifft uns alle. Deswegen begrüßen wir es sehr, dass die Politik hier endlich aktiv wird und für bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und Therapeuten sorgt. Aber warum wird die Reha dabei stets ausgeklammert?“, ärgert sich Dr. Ursula Becker. „Wir brauchen Lösungen für die gesamte Gesundheitsbranche. Stattdessen bevorzugt der Gesundheitsminister in seiner Gesetzesreform einige wenige Versorger wie Krankenhäuser oder Pflegeheime. So verschärft er den Wettbewerb noch nur zusätzlich.“ Die Leidtragenden seien die Reha-Fachkräfte – sie blieben derzeit in den Maßnahmenpaketen des Gesundheitsministeriums gänzlich unberücksichtigt. „Und dafür gibt es schlicht keinen Grund“, so Becker. „Unsere Mitarbeiter sind genauso gut ausgebildet und geben für die Patienten ebenfalls täglich ihr Bestes wie die Kollegen in anderen Einrichtungen.“

Reha-Branche bedroht
Becker befürchtet eine massive Abwerbewelle, die im schlimmsten Fall die Schließungen von Stationen und Einrichtungen zur Folge haben könnte. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik sei personell gut aufgestellt, aber blickt mit Sorge in die Zukunft. Um ihre Pflege-Mitarbeiter/innen langfristig entlasten zu können und die Versorgung der Patienten/innen sicherzustellen, knüpft die Leitung der Klinik derzeit viele Kontakte zu unterschiedlichen Ausbildungsstätten – regional wie auch ins Ausland. „Aber es gibt enorme bürokratische Hürden und die Visa-Verfahren dauern inakzeptabel lange. Hier müssen wir dringend schneller werden“, erklärt Dr. Tim Kleiber

 

Unterstützung zugesichert

Oliver Kehrl zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Klinikleitung: „Wenn Kliniken durchdachte Konzepte angehen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, sollten wir als Politiker sie in diesem Vorhaben unterstützen.“ Er versprach, den Gesundheitsausschuss im Düsseldorfer Landtag auf die Hürden, vor denen sich die Rehakliniken im Alltag gestellt sehen aufmerksam zu machen.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

Über die Gesprächsoffensive
Die Dr. Becker Klinikgruppe hat die Gesprächsoffensive „Reha-Pflege unter dem Radar“ ins Leben gerufen, um bundesweit darauf aufmerksam zu machen, dass die Reha durch die derzeitigen Gesetzesreformen des Bundesgesundheitsministeriums massiv benachteiligt wird. Die Branche befürchtet deswegen Schließungen von Stationen und Einrichtungen.
Alle Standorte der Dr. Becker Klinikgruppe sowie weitere Rehaklinikbetreiber führen seit Mitte 2018 regelmäßig Gespräche mit Bundes- und Landtagsabgeordneten, um sie über Missverhältnisse in der Gesetzgebung – zum Beispiel im neuen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) – zu informieren. Ziel der Initiative ist die Gleichstellung von Reha-Einrichtungen mit Akuthäusern, Altenpflege und ambulanter Pflege. Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter: dbkg.de/pflegemangel. Hier stehen auch kostenlose Infografiken und Factsheets all denjenigen zur Verfügung, die sich ebenfalls für die Stärkung der Reha einsetzen wollen.

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