Gelenkerkrankungen besser behandeln: MEDIAN Kliniken beteiligen sich an PROMISE-Projekt

Veröffentlicht am 11.12.2017 16:09 von Redaktion RehaNews24

Wiesbaden, 11.12.2017

 

Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz will Versorgungsqualität bei Hüft- und Knieendoprothesen optimieren / MEDIAN Kliniken in Wiesbaden und Bad Rappenau als stationäre Reha-Kliniken eingebunden / MEDIAN-App unterstützt die Kontrolle des Behandlungsablaufs

: Gruppenbild bei der Kick-off-Veranstaltung Anfang Dezember in Mainz mit Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Pflegevorstand Marion Hahn, dem Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstand Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz, als Initiator, Leiter und Antragsteller des PROMISE-Projektes. Links im Bild: Mitinitiator Dr. med. Johannes Schröter. Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Gruppenbild bei der Kick-off-Veranstaltung Anfang Dezember in Mainz mit Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Pflegevorstand Marion Hahn, dem Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstand Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz, als Initiator, Leiter und Antragsteller des PROMISE-Projektes. Links im Bild: Mitinitiator Dr. med. Johannes Schröter. Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Sie gehören zu den 20 häufigsten Operationen in Deutschland: Hüft- und Kniegelenkprothesen. Insgesamt 420.000 Mal wurde 2016 ein künstliches Gelenk eingesetzt. Durchschnittlich rund zwölf Tage müssen Patienten bisher warten, bis sie das Krankenhaus verlassen können. Das soll jetzt besser werden. Anfang Dezember ist dazu an der Universitätsmedizin Mainz das Projekt PROMISE (PROzessoptiMIerung durch interdisziplinäre und SEktorenübergreifende Versorgung bei Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen) gestartet worden. Sein Ziel ist es, angesichts des demographischen Wandels und steigender Fallzahlen, den kompletten Behandlungsweg zu verbessern und für einen optimierten und standardisierten Gesamtversorgungsprozess einen Best-Practice-Leitfaden zu entwickeln. Diesen sollen dann regionale und überregionale Krankenhäuser der Regelversorgung nutzen können.

Millionen-Projekt mit breiter Beteiligung

5,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds stellt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für das Forschungsvorhaben zur Verfügung. Insgesamt werden 16 Kooperationspartner und 5.000 Patienten am Projekt beteiligt sein. Initiator, Leiter und Antragsteller des Projektes ist Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz. Wichtiger Partner im Projekt sind die MEDIAN Kliniken. „Wir sind mit drei Kliniken in das Projekt eingebunden“, erklärt Dr. med. Johannes Schröter, Mitinitiator von PROMISE, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Orthopädie an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal in Wiesbaden. „Die MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik in Wiesbaden und die MEDIAN Vesalius-Klinik in Bad Rappenau sind als stationäre Reha-Kliniken eingebunden, von der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal aus werden die Aktivitäten bei MEDIAN koordiniert. Dazu haben wir eigens zwei Drittmittel-Stellen eingerichtet.“ Wesentliche Aufgabe der Kliniken ist es, zusammen mit den operierenden Ärzten und Akuthäusern in Wiesbaden, Mainz und Bad Rappenau, den Behandlungsverlauf nach der Operation in der Reha anzupassen. „Die Patienten sollen künftig nach der OP früher mobilisiert werden, um schneller zu genesen. In der Rehabilitation wollen wir den Patienten zudem eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess zukommen lassen“, so Dr. Schröter.

Behandlung wird digital dokumentiert

Dabei wird auch eine von MEDIAN entwickelte APP zum Einsatz kommen, die die Gesamtdaten des Behandlungsverlaufs automatisiert erfassen und den Patienten via Tablet-PC oder Smartphone bei seinem Klinikaufenthalt begleiten und informieren soll. „Wir sind als Projektpartner nicht nur aufgrund unserer großen Erfahrung mit Endoprothetik-Patienten ausgewählt worden, sondern auch, weil wir in der Lage sind, das Projekt mit einer modernen digitalen Infrastruktur zu unterstützen“, so Dr. Schröter weiter. MEDIAN hat im vergangenen Jahr damit begonnen, seine Kliniken systematisch mit einem flächendeckenden W-LAN-Netz auszurüsten, um Patienten in Zukunft digital durch die Therapie zu begleiten und Behandlungsprozesse optimieren zu können.

Erste Ergebnisse sind vielversprechend

Arbeiten künftig bei PROMISE eng zusammen: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter (Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal), Dr. Thomas Frey (Projekt-Koordinator bei MEDIAN) Dr. Ulrich Betz (Leiter des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz), Birgit Ayosso (Chefärztin der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik), Theresa Liebenthal (Leiterin der Physiotherapie der der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal)

Arbeiten künftig bei PROMISE eng zusammen: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter (Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal), Dr. Thomas Frey (Projekt-Koordinator bei MEDIAN) Dr. Ulrich Betz (Leiter des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz), Birgit Ayosso (Chefärztin der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik), Theresa Liebenthal (Leiterin der Physiotherapie der der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal)

In drei Jahren – so das Ziel – sollen erste Ergebnisse von PROMISE vorliegen. An der Universitätsmedizin Mainz ist man diesbezüglich optimistisch. So konnte im Rahmen eines bereits 2015 gestarteten Programms die Verweildauer der Patienten, die eine Knieprothese erhalten hatten, von durchschnittlich 12,45 Tagen auf 7,73 Tage gesenkt werden. Auch nach dem Einsatz einer Hüftprothese verweilten die Patienten im Durchschnitt nur noch 6,5 Tage in der Klinik statt der bislang rund 11 Tage. Neben der Fortführung dieser Vorläuferstudie soll im Rahmen von PROMISE nun ein Best Practice-Leitfaden entstehen, nach dem regionale und überregionale Krankenhäuser der Regelversorgung ihre Behandlung ausrichten können. So sollen unter anderem beim Gelenkersatz neuartige schonendere chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen, um Komplikationen weitgehend zu vermeiden, die Versorgungsqualität zu verbessern und den Genesungsverlaufs deutlich zu beschleunigen.

 

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Kontakt und Nachfragen MEDIAN:

MEDIAN Rehaklinik Aukammtal
Dr. med. Johannes Schröter
Ärztlicher Direktor und Chefarzt Orthopädie
Leibnizstr. 25
65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 571 750 Fax: 0611 / 571 140
E-Mail: johannes.schroeter@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

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