Fit für die Zukunft! – Parlamentarischer Abend der Berufsförderungswerke

Veröffentlicht am 03.07.2015 16:55 von Ellen Krüger

Am 30. Juni 2015 fand der Parlamentarische Abend der Berufsförderungswerke (BFW) und ihres Bundesverbandes statt. Unter der Schirmherrschaft des Bun­destagsabgeordneten Max Straubinger widmete sich die Veranstaltung dem Engagement der BFW und aktuellen politischen Entwicklungen.

Zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages folgten der Einladung in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft in Berlin. Insgesamt nutzten mehr als 50 Gäste die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Wirtschaft und Politik. Hand­lungs­leitend für den Parlamentarischen Abend der Berufsförderungswerke war das Motto: „Fit für die Zukunft – Wir für Menschen. Wir für Unternehmen.“ Im offiziellen Programm berichteten hochkarätige Referentinnen und Referenten aus unterschied­lichen Perspektiven über die Arbeit der Berufsförderungswerke und künftige Herausforderungen.

So verwies Ludger Peschkes, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW), in der Begrüßung auf den Beitrag der BFW zur Fachkräftesicherung. Die Absolventenzahlen sprechen für sich: „Weit mehr als 300.000 Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben bisher einen anerkannten Berufsabschluss in einem der 28 Berufsförderungswerke erworben.“ Der Vorstands­vorsitzende ging vor allem auf die stärkere Zusammenarbeit der BFW mit Unterneh­men und auf die Weiterführung des Netzwerkformats „Chefsache Inklusion“ ein.

Den eingeschlagenen Kurs bestätigte auch die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales (BMAS), Gabriele Lösekrug-Möller, in ihrem Grußwort. Sie machte deutlich, dass noch mehr Arbeitgeber Menschen mit Behinderung eine Chance geben müssten. In diesem Zusammenhang sei auch die Förderung der psychischen Gesundheit ein besonders wichtiges Zukunftsthema für das BMAS. Mit vier Berufsförderungswerken hat das Ministerium aktuell ein Projekt zur Evaluation und Weiterentwicklung von BFW-Integrationsmaßnahmen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen auf den Weg gebracht. „Das BMAS hat die Ärmel hochgekrempelt.“ unterstrich die Politikerin zum Abschluss ihres Grußwortes.

Die Sicht eines Unternehmen und BFW-Kooperationspartners beschrieb Marion Rövekamp, Vorstand Personal der DB Regio AG. In ihrem Impulsvortrag wies sie darauf hin, dass gerade das Thema leistungsgewandelte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen Bahn eine hohe Priorität besitze. Deswegen seien die BFW wichtige Partner und Kompetenzzentren für das Verkehrsunternehmen und seine leistungsgewandelten Mitarbeitenden. Marion Rövekamp sei sehr daran gelegen, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Die Bedeutung der BFW als Partner der Wirtschaft hob auch die Präsidentin des Sozialverband VdK Deutschland, Ulrike Mascher, ausdrücklich hervor: „Die BFW haben in den letzten Jahren individuelle und arbeitsmarktorientierte Förderprogramme ent­wickelt, die in Kooperation mit Betrieben durchgeführt werden.“ Für den VdK sind die BFW unverzichtbare Instrumente der beruflichen Rehabilitation und Prävention. Wünschenswert sei es, diese Kompetenzen gerade auch für kleine und mittelstän­dische Unternehmen stärker nutzbar zu machen. Es sei wichtig, die BFW auszubauen und weiter zu entwickeln. Ihre Qualität dürfe nicht den Kosten geopfert werden, so Ulrikes Maschers Fazit.

Die Qualität der BFW-Arbeit wurde im abschließenden Beispiel deutlich, in dessen Mittelpunkt die Geschichte von Marco Kormann stand: Nach der medizinischen Rehabilitation absolvierte der gelernte Fliesenleger im BFW Leipzig erfolgreich eine neue Ausbildung zum Qualitäts­fachmann. Mit seinen Leistungen in der betrieblichen Phase beim BFW-Partner Porsche konnte er Dr. Torsten Putze, Leiter der Qualitätssicherung, überzeugen. Seit wenigen Tagen hat Marco Kormann einen Anstellungsvertrag als Messtechniker im Porschewerk Leipzig und ist damit rundum glücklich.

Auch Ludger Peschkes freute sich über einen gelungenen Abend und bedankte sich beim Schirmherr und allen Mitwirkenden.

 

Über den BV BFW

Der BV BFW ist der bundesweite Zusammenschluss von 28 Berufsförderungswerken. Ihr Auftrag im Sinne des Sozialgesetzbuch IX ist es, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen die volle Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Als Kompetenznetzwerk mit ca. 100 Standorten und aktuell etwa 12.000 Plätzen bündelt der Bundesverband Know-how und langjährige Erfahrung in Prävention, Beratung, Diagnostik, Qualifizierung und Integration, um Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurück in das Erwerbsleben zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit und im Erfahrungsaustausch mit den Mitgliedern des Verbandes und den Trägern der Rehabilitation sowie mit Vertretern aus Politik, Institutionen und Verbänden.

 

Pressekontakt:

Ellen Krüger
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