Fachkräftepotenzial behinderter Menschen

Veröffentlicht am 07.11.2012 15:37 von Redaktion RehaNews24

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, im Gespräch mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, im Arbeitszimmer

Hubert Hüppe bei einem aktuellen Gespräch mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über behindertenpolitische Themen im Bundeskanzleramt - Quelle: Bundesregierung, Guido Bergmann

Berlin 6.11.2012. Die Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Viele Unternehmen hatten in der Vergangenheit Menschen mit Behinderung oft nicht im Blick. Deshalb will der Behindertenbeauftragte mit der in diesem Jahr gestarteten Konferenzreihe ‚Unternehmen inklusive Arbeit‘ Betriebe informieren, für eine Beschäftigung behinderter Menschen gewinnen und einen Austausch über Beschäftigungshemmnisse ermöglichen. „Zu den Beschäftigungshemmnissen gehören vor allem unflexible Unterstützungsleistungen. Diese sind entweder an Einrichtungen gebunden oder setzen bürokratische Hürden für Betriebe“, betonte Hubert Hüppe im Gespräch mit der Bundeskanzlerin. Oft werde von den Betrieben etwa verlangt, dass sie das Angebot abbilden sollen, das in den Einrichtungen vorgehalten wird. Dies sei aber regelmäßig weder notwendig noch sinnvoll, um Menschen mit Behinderung erfolgreich auszubilden und zu beschäftigen. Stattdessen sei ein Budget für Ausbildung und Arbeit erforderlich, so Hüppe.
Die Bundeskanzlerin begrüßte die Initiative des Behindertenbeauftragten. „Auf der Konferenzreihe erfahren Unternehmen anhand konkreter Beispiele, wie Menschen mit Behinderung erfolgreich im Betrieb eingebunden werden können. Die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist eine Chance, auch für den Betrieb“, erklärte die Bundeskanzlerin. Menschen mit Behinderung sollten stärker selbst bestimmen, wo und wie sie ausgebildet werden und arbeiten.

Weitere Gesprächsthemen waren unter anderem die Situation von Kindern und Jugendlichen, die insbesondere in den 50er bis 70er Jahren in Heimen der Behindertenhilfe misshandelt wurden, und die politische Teilhabe behinderter Menschen.

Kontakt:

Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Mauerstraße 53
10117 Berlin
Tel.: 030 18 527 2723
E-Mail: presse@behindertenbeauftragter.de
www.behindertenbeauftragter.de

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