Engere Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung – eine Herausforderung für die Geriatrie

Veröffentlicht am 06.04.2011 11:22 von Uwe H. Sattler

Pressemitteilung 05-2011 (06.04.2011)

Fachausschuss Betriebswirtschaft des Bundesverbandes Geriatrie e.V. beriet über innovative Modelle der geriatrischen Versorgung

Aktuelle Herausforderungen in der geriatrischen Versorgung standen im Mittelpunkt der jüngsten Tagung des Fachausschusses Betriebswirtschaft des Bundesverbandes Geriatrie e.V. in Osnabrück. Neben verschiedenen Aspekten der klinischen Versorgung älterer Patienten, den Konsequenzen gesetzgeberischer Vorgaben und der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für die Geriatrie – insbesondere des DRG-Systems – diskutierten die Teilnehmer Tendenzen und Strategien in der geriatrischen Versorgung. So wird sich die Geriatrie als „Schnittstelle“ zwischen Versorgung durch niedergelassene Geriater, teilstationärer und stationärer Betreuung aktiv in die aktuelle gesetzgeberische Debatte um die Versorgungsgestaltung einbringen. Hinsichtlich des Vergütungssystems wurde unter anderem die Einrichtung einer Schiedsstelle für den Reha-Bereich durch den Gesetzgeber diskutiert.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Diskussion um Effizienz im Gesundheitssystem und bessere Versorgung sowie der Vorbereitung des neuen „GKV-Versorgungsgesetzes“ sprachen sich die Teilnehmer für eine engere Verzahnung von stationärer und ambulanter geriatrischer Versorgung aus. Auf der Tagung wurden entsprechende Projekte aus verschiedenen Bundesländern vorgestellt und deren Übertragbarkeit in die Regelversorgung diskutiert. „Mit der Verzahnung wird einerseits eine fachgerechte Versorgung älterer Patienten sichergestellt“, erklärte Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Verbands. „Zugleich werden die vorhandenen Ressourcen im Interesse der Patienten und der Allgemeinheit effizient genutzt.“

Weiterer Schwerpunkt der Beratungen war die Qualitätssicherung in der geriatrischen Versorgung. Mit dem Qualitätssiegel Geriatrie hat der Bundesverband dazu ein fundiertes und bewährtes Instrument an der Hand, über dessen praktische Umsetzung in Osnabrück diskutiert wurde. Erörtert wurde zudem, wie sich das Qualitätssiegel und das derzeit vom Gesetzgeber unter Mitwirkung des Bundesverbands erarbeitete Qualitätssicherungsinstrument QS-Reha Geriatrie ergänzen können. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) das Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen des Bundesverbandes Geriatrie e.V. als fachspezifisches Qualitätsmanagementverfahren anerkannt. „Mit diesem speziell auf geriatrische Rehabilitationseinrichtungen zugeschnittenen ‚Zertifikat‘ wird es den Einrichtungen ermöglicht, die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Kriterien nachzuweisen und zugleich die Versorgungsqualität permanent und konsequent weiterzuentwickeln“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie e.V., Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje.

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