Endometriosezentrum für Rehabilitation in der Röpersbergklinik Ratzeburg

Veröffentlicht am 19.02.2016 09:52 von MSEIGEL

Röpersbergklinik RatzeburgMit einer erfolgreichen Zertifizierung startet die Röpersbergklinik ins Jahr 2016 und bietet nun als drittes Endometriosezentrum für Rehabilitation in Deutschland Patientinnen ein spezielles Reha-Konzept für die zweithäufigste gutartige Unterleibserkrankung bei Frauen.

Der Fachbereich Gynäkologie der Röpersbergklinik Ratzeburg widmet sich seit über 10 Jahren unter der Leitung  von Dr. med. Kerstin Knauth einer Krankheit, die viele Frauen betrifft, aber nur schwer zu erkennen ist: Bis zur Diagnosestellung können sechs bis sieben Jahre vergehen. Die Frauen sind häufig von chronischen starken Schmerzen geplagt, die durch Ansiedelungen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter entstehen und so im Takt der zyklusbedingten Hormonschwankungen Regelblutungen am falschen Ort verursachen. Weitere Symptome können Blasen- und Darmbeschwerden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Kreislaufprobleme und ungewollte Kinderlosigkeit sein.

Endometriose ist also ein komplexes Krankheitsbild und die betroffenen Frauen brauchen eine ganzheitliche medizinische Betreuung. Um diese zu gewährleisten, stellte das Team aus Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, Diätassistenten, Krankenschwestern und Sozialarbeitern ein darauf ausgerichtetes  Rehabilitationsprogramm auf. Es wird in Kleingruppen durchgeführt und beinhaltet spezielle Angebote wie die Klangschalentherapie nach Peter Hess und ein besonderes Ernährungsangebot mit weizenreduzierter Kost. In der Röpersbergklinik absolvieren Frauen mit Endometriose unmittelbar nach einer Operation eine sogenannte Anschlussheilbehandlung oder nehmen auch später noch Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch.

Endometriosezentrum für Rehabilitation

P1160766b „Den Satz ´Endlich werde ich ernstgenommen!´ von einer Rehabilitandin zu hören, das berührt mich auch nach vielen Jahren Erfahrung als Gynäkologin noch immer“, sagt Oberärztin Dr. Kerstin Knauth. Sie weiß aus ihrer jahrelangen Erfahrung, dass die betroffenen Frauen sehr viel Unterstützung brauchen, um ihre Situation anzunehmen und mit der chronischen Krankheit leben zu können. „Denn jahrelang Schmerzen ertragen zu müssen, das belastet die Seele schwer, es macht mürbe und dünnhäutig. Es hat aber auch negative Auswirkungen auf den Körper.“ Umso mehr freut sich die Gynäkologin nun mit ihrem ganzen Team über diese erfolgreiche Zertifizierung.

Das Endometriosezentrum für Rehabilitation bildet einen Fachbereich der  Rehabilitationseinrichtung Röpersbergklinik Ratzeburg. In Deutschland gibt es derzeit nur vier dieser zertifizierten Endometriosezentren für Rehabilitation. Die Röpersbergklinik ist eine anerkannte Fachklinik für Anschlussheilbehandlungen (AHB) und Rehabilitation. Hier werden internistische, gynäkologische und urologische Tumorerkrankungen behandelt ebenso wie gutartige gynäkologische und urologische Erkrankungen.

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