Ein großer Schritt für onkologische Patienten: 1240 Gramm in 24 Jahren – Premiumauszeichnung für die HELIOS Klinik Bergisch-Land

Veröffentlicht am 11.01.2017 18:38 von volker.martin

Herman Mestroms Erfolge sind messbar. Als der Niederländer 1992 als Diätetiker in der HELIOS Klinik Bergisch-Land das Team der Ernährungsberatung ergänzte, verloren Patienten, denen nach einer onkologischen Erkrankung der Magen entfernt wurde, während des Reha-Aufenthaltes durchschnittlich 440 Gramm an Gewicht.

„Die Patienten möchten essen, wissen aber nicht wie und der Hosenbund wird von Tag zu Tag weiter“, sagt der 59-Jährige, der sich selbst als Coach für die Patienten bezeichnet. Seine Arbeit trägt Früchte. Bereits 1996 verließen die Patienten die onkologische Reha-Klinik ohne Gewichtsverlust. Heute gelingt es Mestrom und seinen Kolleginnen ihnen während des dreiwöchigen Aufenthaltes durchschnittlich zu 800 Gramm zusätzlichem Körpergewicht zu verhelfen. Ein kleiner Schritt für einen gesunden Menschen, ein großer Schritt für einen Menschen mit einer onkologischen Erkrankung des Magen-Darm-Traktes.

Wenn jeder Bissen im Hals stecken bleibt

„Die Ernährung ist für unsere Patienten ein entscheidender Faktor – sowohl für die Therapie, als auch für das persönliche Wohlbefinden“, sagt Klinikgeschäftsführer Dirk Rottwinkel. Erst vor wenigen Tagen erhielt die HELIOS Klinik Bergisch-Land die Premium-Auszeichnung „Essen mit gutem Gefühl“. Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz bescheinigt der onkologischen Reha-Klinik damit, dass bei den Qualitätsmessungen der vergangenen Jahre durchgängig überdurchschnittliche Spitzenwerte erreicht wurden.

Das Ernährungsteam der Klinik geht noch einen Schritt weiter. „Wir erklären unseren Patienten, warum ihr Körper beispielsweise nach der Entfernung des Magens, der Speiseröhre, des Dickdarms oder der Bauchspeicheldrüse ganz unterschiedlich reagiert“, sagt Herman Mestrom. Damit nehme man ihnen den Druck, denn: „Nach einer solchen Operation bleibt fast jeder Bissen sprichwörtlich im Hals stecken.“ Mestrom hat dazu eigens die Ausbildung zum Diätetiker in den Niederlanden absolviert – eine Ausbildung, die es in dieser Form in Deutschland nicht gibt.

Leichte Kost, anstatt fettige Speisen

Das Ernährungsteam der HELIOS Klinik Bergisch-Land arbeitet eng mit Ärzten und Therapeuten zusammen, versteht es Blutwerte zu lesen, motiviert Angehörige, Patienten nicht zum Essen zu drängen. „Viele haben am Anfang viel zu große Ziele“, sagt Mestrom. „Wir führen unsere Patienten Schritt für Schritt an eine hochwertige, auf die persönliche Situation zugeschnittene Ernährung heran.“ Zwiebeln, Kohl, Pilze sowie eine fettige Ernährung seien tabu. Knäckebrot und Quark helfen dem Darm, sich an seine neue Rolle zu gewöhnen, wenn er zusätzlich die Funktion des fehlenden Magens übernehmen muss. Das ist auch für die Medikation wichtig, denn wenn eine falsche Ernährung zu Durchfall führt, bleiben auch Medikamente weitgehend ohne Wirkung.

Und nach der Reha? „Auch dann steht unsere Tür für Patienten und Angehörige offen“, sagt Mestrom. Viele kontaktieren ihn, haben Fragen, schätzen seinen Rat. Schließlich hat der Niederländer auch schon ein Buch und mehrere Veröffentlichungen zu seinem Spezialgebiet publiziert.

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Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

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