Digitalisierung in der Reha: Dr. Becker Klinikgruppe und Vivy gehen nächsten Schritt

Veröffentlicht am 05.02.2019 21:40 von Redaktion RehaNews24

Die Digitalisierung erleichtert die Nachsorge der Patienten/innen der Dr. Becker Burg-Klinik.

Mit der Einführung von Vivy in den Reha-Prozess geht die Dr. Becker Klinikgruppe den nächsten Schritt bei patientenzentrierter Digitalisierung. Mit robotgestützten Therapieverfahren, elektronischer Patientenakte und Online-Services für Patienten/innen gilt das Familienunternehmen in der Reha-Branche als Vorreiter.

Köln, 5. Februar 2019 – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein komplexes Thema. Sie bietet Chancen wie mehr Empowerment des Patienten, Verschlankung der administrativen Prozesse sowie Vernetzung und Verbesserung der Therapieverfahren. Doch jedes neue Digitalisierungsprojekt im Gesundheitswesen erfordert Pionierarbeit im Einklang mit höchsten Anforderungen an den Datenschutz.

Diese leisten nun die Dr. Becker Klinikgruppe und die Vivy GmbH. Gemeinsam integrieren sie die digitale Gesundheitsakte Vivy in den Reha-Prozess der Klinikgruppe. Für die Patienten/innen bedeutet das eine größere informationelle Selbstbestimmung, für die Kliniken einen effizienteren administrativen Prozess. Als erste der neun Dr. Becker Reha-Einrichtungen startet die Dr. Becker Burg-Klinik im thüringischen Stadtlengsfeld. Bis Ende April soll hier die Pilotphase abgeschlossen sein.

Digitaler Entlassbrief

Am Ende ihrer Reha erhalten Patienten/innen einen Entlassbrief. Dieser gibt einen zusammenfassenden Überblick über den Status des/der Patienten/in und dient der Kommunikation zwischen Rehaklinik und weiterbehandelnden Ärzten. Traditionell wird der Entlassbrief den Patienten/innen per Post zugestellt. Das birgt die Gefahr, dass der Brief in falsche Hände gerät oder sich die Zustellung verzögert. Und auch die Vervielfältigung des Papierdokuments, das häufig mehrere Seiten umfasst und von verschiedenen Stellen wie z. B. weiterbehandelnden Ärzten oder Kostenträgern angefordert wird, ist relativ umständlich. Mit Vivy soll sich das ändern.

Patienten/innen der Dr. Becker Burg-Klinik haben seit Anfang des Jahres die Möglichkeit, ihren Entlassbrief direkt auf ihrem Handy zu empfangen. Dafür erhalten jene, die Vivy noch nicht nutzen, in der Klinik auf Wunsch zunächst einen individuellen Zugangscode. Mit diesem können sie die App „Vivy“ im Appstore herunterladen und sich kostenlos dafür freischalten lassen. Die digitale Gesundheitsassistentin Vivy ermöglicht es ihnen dann, ihren Entlassbrief von der Klinik anzufordern und zu verwalten. So kann der Patient beispielsweise über eine „share-Funktion“ seinen Entlassbrief direkt mit den Reha-Nachbehandlern teilen. Darüber hinaus stellt ihnen die Vivy-App weitere Funktionen wie z. B. Medikationsplan, digitaler Impfpass oder Notfalldaten zur Verfügung.

Ein freiwilliges und kostenloses Angebot

„Wir wollten unseren Patienten ein Angebot machen, wie sie selbstbestimmter, einfacher und schneller über ihre Daten verfügen können“, erklärt Michael Schiffgen, Geschäftsleiter Unternehmensprozesse und Digitalisierung bei der Dr. Becker Klinikgruppe zur Vivy-Integration. Dabei legt er viel Wert darauf, dass es sich um ein Angebot handelt: Niemand wird gezwungen, an der digitalen Neuerung teilzunehmen. „Wer seinen Entlassbrief lieber weiterhin per Post zugestellt bekommen möchte, kann das natürlich“, betont Schiffgen.

Vivy ist elektronische Patientenakte

Christian Rebernik, CEO und Co-Founder der Vivy GmbH zur Kooperation: „Es geht darum, gemeinsam ein System zu schaffen, das jeden Menschen dazu befähigt, seine Gesundheit aktiv zu gestalten. Von  effizienterer Administration in Kliniken und Praxen profitieren Patienten und Gesundheitsversorger: Sie sparen Zeit, Aufwände und Nerven. Wir freuen uns, dass sich die Dr. Becker Klinikgruppe im Sinne ihrer Patienten dazu entschlossen hat, diese Potenziale mit Vivy zu heben.“

Allergrößte Sorgfalt bei Datenschutz

Gesundheitsdaten sind sehr sensibel, deshalb kann man sie auch nicht einfach per Mail verschicken. „Gesundheitsdienstleister tragen seit jeher eine besondere Verantwortung für die Daten ihrer Patienten, und es ist selbstverständlich, dass wir beim Thema Datenschutz allergrößte Sorgfalt walten lassen. Die Risiken dürfen uns aber nicht den Blick auf die Chancen verstellen. Wir können mit der Digitalisierung die medizinische Versorgung zunehmend besser und effizienter gestalten. Davon sind wir bei Dr. Becker überzeugt“, erklärt Schiffgen. „Vivy wurde zum Start TÜV- und ePrivacy-zertifiziert. Regelmäßige externe Überprüfungen in Form von Penetrations-Tests oder unser Bug-Bounty-Programm sorgen für stets höchste Sicherheitsstandards. Sicherheit ist bei uns ein kontinuierlicher Prozess der Weiterentwicklung, ausgerichtet an den höchsten Datenschutz- und Sicherheitsansprüchen”, so Rebernik.

 

Über Vivy

Vivy ist elektronische Gesundheitsakte und digitale Assistentin in einem. Nutzer können über die Vivy-App einfach und sicher Gesundheitsdaten wie beispielsweise Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten und Impfinformationen an einem Ort speichern. Zudem bietet Vivy eine Erinnerungsfunktion für Arzttermine und die Medikamenteneinnahme und lässt Versicherte ihre Überweisungen oder Leistungsübersichten unkompliziert verwalten. Die Vivy-App ist Teil eines Gesundheitsökosystems, das Patienten mit Ärzten, Laboren, Krankenhäusern sowie Krankenkassen und -versicherungen verbindet. Vivy wurde von unabhängigen Unternehmen wie ePrivacy und dem TÜV getestet und als sichere Plattform zertifiziert. Die Vivy GmbH hat ihren Sitz in Berlin und wurde von Christian Rebernik (CEO) und Rowanto Rowanto (CTO) gegründet. Sie hat den Anspruch, sich zu einer umfassenden Gesundheitsplattform zu entwickeln, mit deren Hilfe Millionen von Menschen ihre Gesundheit aktiv gestalten können. Mehr unter www.vivy.com.

Dr. Becker Klinikgruppe

Die   Dr.   Becker   Klinikgruppe   ist   ein   inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen   mit Hauptsitz  in  Köln.  Deutschlandweit  betreiben  die  beiden  Schwestern  Dr.  Petra  Becker  und  Dr.  Ursula Becker  neun  Rehabilitationseinrichtungen  mit  den  Indikationen  Orthopädie,  Neurologie,  Kardiologie  und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Rund 1.800 Mitarbeiter/innen betreuen hier jährlich 20.000 stationäre und 1.000 ambulante Patienten/innen. Unternehmensvision ist es, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts entscheidend mit zu gestalten. www.dbkg.de

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