Die Waldburg-Zeil Argentalklinik beteiligt sich an der landesweiten Kampagne „Umsonst ist keine Reha“der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft

Veröffentlicht am 16.04.2015 13:36 von Claudia Beltz

Isny-Neutrauchburg – Für viele Menschen bedeutet eine stationäre Rehabilitation Hoffnung
und Chance in einer schwierigen Lebenssituation: Einem Patienten, der mitten im Leben,
kann sie helfen wieder fit für Familie und Beruf zu werden, einem älteren Patienten, der die Last seiner Jahre spürt, kann sie helfen noch längere Zeit ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu führen.Umsonst Reha IMG_4133

Heute werden immer noch viele Reha-Anträge abgelehnt, obwohl die Verantwortlichen im Gesundheitswesen die positiven Folgen der medizinischen Rehabilitation anerkennen und schätzen: Lange Krankenstände und Frühverrentungen können zurückgeführt werden, was die Sozialversicherungssysteme langfristig entlastet.

Die Argentalklinik in Neutrauchburg hat sich deshalb neben 90 weiteren Kliniken der landesweiten Kampagne der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) mit dem Motto „Umsonst ist keine Reha“ angeschlossen. Das Aktionsbündnis beklagt das Missverhältnis zwischen aktuellen Vergütungssätzen und Qualität und Umfang der erbrachten Reha-Leistungen und fordert eine neue gesetzliche Grundlage. Nach Verbandsangaben waren im Jahr 2013 nahezu die Hälfte der landesweiten Rehakliniken in finanzielle Schieflage geraten. Weiters mahnen die Aktionsteilnehmer vereinfachte und transparentere Bewilligungsverfahren an.

Im Mittelpunkt der sechs Monate dauernden Kampagne stehen Unterschriftenaktionen, bei denen Klinikmitarbeiter und Patienten in großer Zahl bereitgestellte Postkarten unterschreiben und so den Weckruf des Verbandes an die politisch Verantwortlichen in unserem Gesundheitssystem unterstützen. Großflächige Plakate mit den Gesichtern und Geschichten ehemaliger Patienten begleiten und fördern allgegenwärtig die Aktion.

Das Gesicht der Argentalklinik ist Manuela K. aus Konstanz, die im vergangenen Spätherbst für drei Wochen als Patientin in der Argentalklinik war. Nach einem schweren Sturz hatte sie in der Folgezeit mehrere Jahre unter chronischen Schulterschmerzen zu leiden, sich deshalb eine fehlerhafte Haltung angewöhnt und als Spätfolge davon einen Bandscheibenvorfall erlitten. Zwei Operationen mit anschließender ambulanter Physiotherapie brachten keine endgültige Genesung und die Patientin blieb in ihrer Bewegungsfreiheit weiterhin eingeschränkt.

„Wenn man mittendrin steht, schafft man es alleine nicht, wieder fit zu werden, “ beschreibt Manuela K. ihre damalige Situation. In den Wochen ihrer Rehabilitation konnte sie sich in der Klinik ganz auf ihre Genesung konzentrieren. Anders als bei sich zu Hause, als Geschäftsführerin im Einzelhandel hat sie Familie und betreut noch ihre Großeltern, konnte sie sich in der Rehabilitation ganzheitlich erholen. Mit Hilfe eines breiten Therapiespektrums gelang es den behandelnden Medizinern und Therapeuten sie wieder fit für den Alltag zu machen und die Weichen für eine eigenverantwortliche Zeit nach der Rehabilitation zu stellen.

Solche oder ähnlich positiv verlaufende Krankheitsfälle aus dem Klinikalltag haben die Verantwortlichen der Argentalklinik dazu bewogen, sich an der Kampagne der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft zu beteiligen. “Wir betreiben in unseren Kliniken einen enormen Aufwand, um die Teilhabefähigkeit der Patienten wieder herzustellen oder zu verbessern, “ erklärt Chefarzt Christof Neukirch und weist auf den enormen Kostendruck hin, der auf den heutigen Rehakliniken lastet. Eines muss deshalb allen Verantwortlichen im Gesundheitswesen klar sein: „Umsonst ist keine Reha!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Claudia Beltz

Claudia Beltz
Waldburg-Zeil Kliniken
Pressereferentin
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