Das Konzept der ambulanten Reha darf nicht verwässern

Veröffentlicht am 17.04.2015 12:12 von admin

Medieninformation

 

  1. April 2015

 

Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren e. V. (BamR) fordert ein Umdenken bei den Krankenkassen

 

Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender des BamR  (Foto: Sandra Neuhaus)

Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender des BamR (Foto: Sandra Neuhaus)

Die ambulante Rehabilitation ist ein von Ärzten begleitetes, ganztägiges, teilstationäres Angebot. Bereits seit Ende der neunziger Jahre werden Patienten auf diese Weise versorgt, die nicht stationär in einer Klinik untergebracht werden müssen. Man lebt zu Hause und erhält trotzdem wohnortnah eine hochwertige und intensive Rehabilitation. Inzwischen schließen gesetzliche Krankenkassen aber auch in Fällen, in denen nicht zwingend eine ärztlich geleitete, multiprofessionelle Komplexbehandlung notwendig ist, Verträge mit ganztägig ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ab, obwohl inhaltlich nicht die Kriterien einer ambulanten Rehabilitation erfüllt werden. Diese Vereinbarungen sehen häufig nur einen zeitlich sehr begrenzten Umfang an Leistungen vor. „Solche Angebote dürfen aber nicht unter dem Titel der ambulanten Rehabilitation angeboten und beworben werden! Die hervorragende Arbeit, die unsere Kollegen unter dem Begriff ambulante Reha leisten, wird durch diese Programme unterlaufen“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende des BamR Joscha Brunßen.

 

Daher forderte der BamR in der aktuellen Woche die gesetzlichen Krankenkassen in einem Brief zum Umdenken auf. „Für diese Form der Versorgung gibt es ein langjährig etabliertes Instrument: die erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP). Die Trennschärfe sollte gewahrt bleiben und nur solche Behandlungen als Rehabilitation bezeichnet werden, die auch wirklich einer ärztlich geleiteten, multiprofessionellen Komplexbehandlung entsprechen“, erklärt Joscha Brunßen.

 

Die ambulanten Rehabilitationszentren sind mit beiden Formen, der ambulanten Reha und der erweiterten ambulanten Physiotherapie, bestens vertraut. Die begriffliche Trennschärfe ist aus Sicht des BamR zwingend aufrechtzuerhalten, damit die Orientierung der Patienten nicht erschwert wird und die bei der Behandlung zu erwartende Leistung transparent ist. Andernfalls verunsichert die Verwässerung des Begriffs Rehabilitation Leistungsempfänger, Leistungserbringer und Verordner.

 

Hintergrund

Der BamR ist ein seit 2007 deutschlandweit tätiger Zusammenschluss von überwiegend mittelständischen Unternehmen. Der Verband vertritt die Interessen von aktuell 50 ambulanten medizinischen Rehabilitationszentren.

Kontakt
BamR GeschäftsstelleKerstin Toussaint
Lortzingstraße 19

04105 Leipzig
Telefon: 0341 24 66 525
E-Mail: post@bamr.de
Internet: www.bamr.de

 

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