Das Gehirn beim Denken beobachten

Veröffentlicht am 15.06.2011 11:06 von AHGAllgemeine

Düsseldorf, 15. Juni 2011

Pressemeldung

Wie entscheiden wir, warum handeln wir zuweilen „aus dem Bauch heraus“, und können wir Verhalten nachhaltig beein­flussen oder verändern? Auf der Suche nach neuen Akzenten für die Rehabilitation bei Verhaltensstörungen laden Wissen­schaft­ler der AHG zum Expertendiskurs über die „Neurobio­logie des menschlichen Verhaltens“ nach Düsseldorf ein.

Wo werden Entscheidungen getrof­fen, kann man Verhalten messen und dem Denken zusehen? Diesen und ähnlichen Fragen gehen Wissen­schaftler aus ganz Deutschland am 20. und 21. Juni beim 2. Forum des Wissenschaftsrates der AHG Allgemeinen Hospitalgesellschaft in Düsseldorf nach. Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema will das Expertenforum neue Ansätze in der Neurobiologie und Verhaltens­medizin diskutieren, die künftig auch für die Rehabilitation bei Verhal­tensstörungen von Bedeutung sein könn­ten. Mit bundesweit 45 Stand­orten widmet sich die AHG, eine der größ­ten Unternehmensgruppen ihrer Art, seit über drei Jahrzehnten der Be­handlung chronisch kranker Menschen, vor allem bei Sucht und psycho­somatischen Erkrankungen.

Neuroökonomie zeigt buchstäblich neue Wege

Unter dem Titel „Neurobiologie des menschlichen Verhal­tens“ gehen Wissenschaftler in der kommenden Woche den oft uner­gründlichen Wegen des menschlichen Verhaltens auf den Grund. Dabei zeigen neue Befunde der Sozialpsychologie und der Neurowissenschaften, aber auch der experi­mentellen Wirtschaftsforschung, dass unser Verhalten nicht nur vom rationa­len Kalkül, sondern auch sehr stark über Emotionen gesteuert wird.

Die Medizin-Technik macht es möglich: Dank hochmoderner Untersuchungs­verfahren in der Kernspintomografie können Wissenschaftler heute dem Ge­hirn beim Denken zusehen. Besonders aktive Hirnteile lassen sich am Bild­schirm farblich markieren und das Zusammenspiel einzelner Areale – etwa bei einer Entscheidung – verfolgen. Gleichzeitig scheinen persönliche, möglicher­weise genetisch bedingte Abweichungen der Denkstrukturen zu existieren und schließlich beeinflussen auch unsere Umwelt und das soziale Umfeld unser Ent­scheidungsverhalten. In der Schnittmenge dieser wissenschaftlichen Zweige ist seit den 1990er Jahren die Neuroökonomie entstanden, in Deutschland mit dem Neuroökonomischen Zentrum der Universität Bonn an der Spitze. In ihr wird die Komplexität menschlicher Entscheidungen erforscht. Ziel ist es, ein genaueres Modell des menschlichen Verhal­tens und Verände­rungspotentials zu erhalten – als eine bessere Grundlage nicht nur etwa für wirtschaftspolitische Entscheidungen, Regeln in Organisationen, sondern auch für therapeutische Ansätze in der Verhaltens­medizin.

Hochkarätige Vorträge

Nach dem letztjährigen „1. Forum „Alter und Rehabilitation“ lädt der AHG-Wis­senschaftsrat am 20. und 21. Juni nun erneut Experten aus ganz Deutschland in das Innside Premium Hotel, Derendorfer Allee 8, nach Düsseldorf ein.

Der 20. Juni steht mit den folgenden fünf hochkarätigen Referenten ganz im Zeichen des diesjährigen Themenschwerpunktes:

„Die ökonomische Dimension den menschlichen Gehirns“
Prof. Dr. med. Christian E. Elger
Direktor der Klinik für Epileptologie ∙ Klinischer Direktor des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkran­kungen, Universität Bonn

„Neuroökonomie“

Prof. Dr. rer. pol. Armin Falk

Direktor des Instituts für experimentelle Wirtschaftsforschung ∙

Vorstandsvorsitzender des Neuroökonomischen Zentrums, Universität Bonn

„Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderung“

Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth

Institut für Hirnforschung, Abteilung Verhaltensphysiologie und Entwicklungs-neurobiologie, Universität Bremen

„Persönlichkeit und Gene“

Prof. Dr. phil. Martin Reuter

Direktor der Abteilung Differentielle Psychologie ∙ Mitglied des Vorstandes des Neuroökonomischen Zentrums, Universität Bonn

„Hirnbildgebung: Grenzen und Möglichkeiten“

Prof. Dr. med. Bernd Weber

Leiter der Abteilung Bildgebung / Neurokognition ∙ Mitglied im Vorstand des Neuroökonomischen Zentrums, Universität Bonn

Am 21. Juni werden in AHG-internen Experten-Workshops konkrete Behandlungsmethoden der 45 AHG-Kliniken und -Therapiezentren vorgestellt und therapeutische Aspekte erörtert.

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AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft

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Helmholtzstraße 17

40215 Düsseldorf

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Web: www. ahg.de

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