Celenus-Förderpreis: Arbeit zur Spiegeltherapie bei Schlaganfall-Patienten ausgezeichnet

Veröffentlicht am 06.03.2013 14:46 von Redaktion RehaNews24.de

06.03.2013

Mainz. Manchmal kann ein schlichter Gebrauchsgegenstand wie ein Spiegel dazu beitragen, Schmerzen zu lindern oder die Beweglichkeit zum Beispiel von Schlaganfallpatienten zu verbessern. Ob und wie gut das geht, hat der Physiotherapeut Holm Thieme in seiner Dissertation untersucht, für die er jetzt mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Förderpreis der Celenus-Kliniken ausgezeichnet wurde. Mit seiner Arbeit zum Thema „Die Spiegeltherapie zur Steigerung der motorischen Funktionen nach Schlaganfall“ zeigte Thieme nach Worten von Celenus-Geschäftsführer Berthold Müller „neue Möglichkeiten für die Behandlung von Patienten in Rehakliniken auf“.

Den mit 7.500 Euro dotierten Preis nahm Dr. rer. medic. Thieme am Mittwoch (6. März) auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung in Mainz entgegen. „Mit dieser Auszeichnung ehren wir Wissenschaftler, die die moderne Rehabilitation voranbringen“, sagte Müller, dessen Klinikgruppe sich auch die wissenschaftliche Nachwuchsförderung zum Ziel gesetzt hat.

In seiner Arbeit fand Thieme heraus, dass halbseitengelähmte Patienten nach einem Schlaganfall einerseits durch die Verbesserung ihrer Motorik von der Spiegeltherapie profitieren und dass sich andererseits deren Schmerzen reduzieren können. Dafür wertete er zunächst 14 internationale Studien, zwei davon aus Deutschland, aus (Cochrane Review). In einer Therapiestudie untersuchte er dann, inwieweit sich die 1995 in den USA entwickelte Methode für die Gruppentherapie eignet.

„Auf der Grundlage der Untersuchungen kann die Spiegeltherapie zur Verbesserung der motorischen Funktion in der Schlaganfallrehabilitation empfohlen werden“, erläuterte Thieme. Als Besonderheit der Methode nannte er die Arbeit über das visuelle System zur Behandlung von Schmerzen und Lähmungen.

Bei dem Verfahren wird ein Spiegel so zwischen Arme oder Beine platziert, dass die gesunde Seite gespiegelt wird. Wird die gesunde Seite dabei bewegt, entsteht im Spiegelbild der Eindruck, dass sich die betroffene Extremität des Patienten normal bewegt. Thieme: „Die Spiegeltherapie ist auch für bestimmte Schmerzpatienten sinnvoll, die Bewegungsübungen wegen der damit eventuell verbundenen Schmerzzunahme teilweise schlecht tolerieren.“ Ein weiterer Vorteil der Methode besteht nach Thiemes Worten darin, dass Patienten nach einer entsprechenden Anleitung auch selbstständig damit arbeiten können, wodurch die Therapiezeit deutlich erhöht werden kann.

Die Celenus-Gruppe umfasst 15 Kliniken und ein Sport- und Rehazentrum, in denen Patienten mit unterschiedlichsten Symptomen passgenau behandelt werden. Alle Celenus-Häuser sind nach DIN EN ISO 9001:2008 und DEGEMED zertifiziert und arbeiten mit ausgewiesenen Experten der Medizin, der Rehabilitation und der Gesundheitsökonomie zusammen. Zur Gruppe gehören Häuser mit Behandlungsschwerpunkten in der Psychosomatik, der Orthopädie, der Kardiologie und der Onkologie sowie der Neurologie.

Durch eine Beteiligung an einer Klinik in Baden-Baden gehört seit kurzem ein privates Akutkrankenhaus dazu.

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