Burnout in der Finanz- und Versicherungsbranche: Dr. Becker Brunnen-Klinik entwickelt eigenes Therapiekonzept

Veröffentlicht am 05.08.2015 15:04 von admin

 

Es ist ein beunruhigender Trend: 50 % der Angestellten aus der Finanz- und Versicherungsbranche sind laut einer Studie der Deutschen Versicherungsbörse („Burnout-Gefährdung in der Versicherungsbranche“, 2015) akut gefährdet, an Burnout zu erkranken oder bereits erkrankt. Als Ursachen geben viele die gefühlte Arbeitslast, fehlende Wertschätzung und Ohnmachtsgefühle an. Darauf hat die Dr. Becker Brunnen-Klinik mit einem branchenspezifischen Therapieprogramm reagiert. 120 Patienten aus dem Banken- und Versicherungssektor behandelt die psychosomatische Rehabilitationsklinik jährlich. Dr. Dirk Schröder, Chefarzt der Klinik, spricht über seine Erfahrungen mit dem Therapiekonzept.

 Herr Dr. Schröder, Sie bieten in Ihrer Klinik ein spezielles Programm für Patienten aus der Banken- und Versicherungsbranche. Was ist das genau?

Wir erkennen seit Jahren eindeutig steigende Fallzahlen und einen erhöhten Bedarf an Burnout-Therapie für diese Klientel. Darauf haben wir mit einem speziellen Therapieprogramm reagiert. Wir arbeiten mit den Patienten in homogenen Gruppen, in denen sie auf Mitpatienten aus ihrer eigenen Branche treffen. Das hat den Vorteil, dass der Austausch über Probleme und mögliche Lösungsstrategien sehr viel effektiver ist. Ein wesentlicher Aspekt unseres Therapiekonzepts ist es, in Einzel- und Gruppengesprächen eine realistische Einschätzung der Leistungsgrenzen durchzuführen. Das ist nötig, weil diese im Rahmen eines Burnouts weit überschritten wurden. Mit Hilfe ergänzender Therapieverfahren, insbesondere aus dem Bereich der körperzentrierte Verfahren, lernen die Patienten, psychosomatische Symptome zu erkennen. Die Hinweise des Körpers auf eine psychische Überlastung werden oft ignoriert oder aber durch Ersatzmechanismen wie Essen oder Alkoholtrinken kompensiert. Bei uns lernen die Patienten, die Signale ernst zu nehmen und die richtigen Konsequenzen aus ihnen zu ziehen. Hinzu kommen komplementäre Therapieverfahren, etwa aus dem Bereich der Entspannungsverfahren, die sehr hilfreich sind, die tägliche Hektik und innere Unruhe zu behandeln.

Wie geht es für die Patienten nach dem Klinikaufenthalt weiter?

 Wenn der Patient mit therapeutischer Unterstützung seine individuellen Leistungsgrenzen definiert hat, erfolgt ein Abgleich, ob er seine bisherige Tätigkeit weiterführen möchte. Wir beraten die Patienten unter individueller Abstimmung auf ihre Arbeitsplatzsituation und unser Sozialdienst ist bei der Umsetzung geplanter Maßnahmen behilflich. Einen Arbeitswechsel verfolgen etwa 1 bis 2 % der Betroffenen. Die meisten haben gegen Ende der Therapie einen Weg gefunden, ihre Arbeit mit einer besseren Work-Life-Balance fortzuführen. Insgesamt dreiviertel unserer Patienten sind nach der Behandlung wieder arbeitsfähig, für die anderen erfolgt eine stufenweise Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. Außerdem unterstützen wir die Patienten bei der Suche nach einer ambulanten psychotherapeutischen Weiterbehandlung, die berufsbegleitend in den meisten Fällen dringend empfehlenswert ist.

 

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Dr. Becker Brunnen-Klinik

Die Dr. Becker Brunnen-Klinik in Horn-Bad Meinberg ist auf psychotherapeutische und psychosomatische Rehabilitation und Akutbehandlung spezialisiert. Über 1.600 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Behandlungsschwerpunkte sind insbesondere Depressionen, Angsterkrankungen, psychosomatische Beschwerden und Krankheitsbewältigung bei körperlichen Erkrankungen wie z.B. Tinnitus. Für Patienten aus der Finanz- und Versicherungsbranche bietet die Klinik ein spezielles Therapieprogramm im Rahmen indikativer Gruppen an. www.dbkg.de/brunnen-klinik

 

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rjung@dbkg.de http://www.dbkg.de

 

 

 

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