Bundesverband Geriatrie verabschiedet bundesweites Geriatriekonzept

Veröffentlicht am 03.12.2018 20:52 von Redaktion RehaNews24

Auf der 29. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) haben die Mitglieder aus den geriatriespezifischen Fachabteilungen, Fachkliniken beziehungsweise Rehabilitationskliniken erstmalig ein einheitliches Konzept zukünftiger Versorgungsstrukturen geriatrischer Patienten in Deutschland verabschiedet. Ziel des bundesweiten Geriatriekonzeptes ist es, eine am Bedarf des Patienten orientierte Versorgungsstruktur zu erreichen, die das gesamte Spektrum der fachspezifischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten sicherstellt.

In dem am 29. November verabschiedeten Konzept werden die demografischen Herausforderungen und insbesondere die zentrale Bedeutung bei der Umsetzung des Grundsatzes „Rehabilitation vor und bei Pflege“ aufgenommen. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung der stationären Versorgung der geriatrischen Patienten. So müssen flächendeckend sowohl die geriatriespezifischen akutmedizinischen wie auch rehabilitativen Versorgungsbedarfe der betagten beziehungsweise hochbetagten Patienten strukturell aufgegriffen und fachspezifisch erfüllt werden.

Es wird in dem Konzept unter anderem gefordert, dass die Geriatrie als Fachabteilung in jedem Landeskrankenhausplan ausgewiesen wird beziehungsweise die Regelungen der §39 und §40 SGB V umgesetzt werden. Zudem sollen die Rahmenbedingungen so weiterentwickelt werden, dass eine unbürokratische Leistungserbringung im abgestuften Geriatriekonzept ohne Versorgungsbrüche möglich wird. So soll die sektorenübergreifende Versorgung der geriatrischen Patienten gestärkt werden.

Klagewelle der Krankenkassen: BV Geriatrie hofft auf zeitnahe Lösung

Des Weiteren wurde auf der Mitgliederversammlung das hochbrisante Thema „Klagewelle der Krankenkassen gegen Krankenhäuser“ diskutiert. Die Mitglieder erörterten Risiken und Chancen für die Geriatrie. Im Nachgang der Verabschiedung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PpSG), durch welches unter anderem eine Verkürzung der Verjährungsfristen für Rückzahlungsansprüche der Krankenkassen normiert wurde, werden insbesondere im Bereich der Geriatrie sowie der Schlaganfallbehandlung Krankenhäuser mit Klagen beziehungsweise Klageankündigungen seitens der Krankenkassen überrollt. Es handelt sich dabei hochgerechnet um Beträge im dreistelligen Millionenbereich. Der BV Geriatrie setzt sich auch weiterhin für eine zeitnahe politische Lösung ein. Daher begrüßt der Verband die Ankündigung des Bundesministeriums für Gesundheit, auf Bundesebene am Mittwoch, den 5. Dezember, einen Runden Tisch zur massenhaften Klagewelle gegen Krankenhäuser einzusetzen.

BV Geriatrie wächst weiter

Die Anzahl der Neuaufnahmen zeigte auch in diesem Jahr, dass das Interesse an einer Mitgliedschaft im BV Geriatrie trotz einer intensiven Überprüfung der Qualität unter anderem durch eine Visitation vor Ort ungebrochen ist. So wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung insgesamt 15 neue Einrichtungen beziehungsweise Fördermitglieder in den Verband aufgenommen. Die umfangreichen und aufwendigen Überprüfungen vor einer Aufnahme in den Verband sollen das Qualitätsniveau der potenziellen Mitglieder sicherstellen.

 

Bundesverband Geriatrie e.V.
Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

 

Quelle: Pressemeldung Bundesverband Geriatrie e.V., 03.12.2018

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