Bundesverband Geriatrie e.V.: Sparpotenziale für Kommunen und Reha-Träger nutzen

Veröffentlicht am 21.07.2010 14:45 von Uwe H. Sattler

Umfassende geriatrische Versorgung kann zur Entlastung der Kostenträger beitragen

Auf das aus einer fachspezifischen Rehabilitation älterer Menschen resultierende Einsparpotenzial für das deutsche Sozialsystem hat der Bundesverband Geriatrie e.V. hingewiesen. „Die mit dem Weißbuch Geriatrie vorgenommene Analyse der geriatrischen Versorgung in Deutschland und der damit verbundenen Kostenentwicklung belegt nicht nur, dass die Geriatrie mit ihrem besonderen ganzheitlichen Ansatz den individuellen medizinischen Bedürfnissen der wachsenden Zahl älterer Menschen und Patienten dient“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie e.V., Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje. „Vor allem die Verhinderung der Pflegebedürftigkeit bietet enorme Möglichkeiten der finanziellen Entlastung insbesondere der Pflegeversicherung, sowie nicht zuletzt der Kommunen, die durch Transferleistungen und Heimunterbringung zunehmend in die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Patienten finanziell mit einbezogen werden.“ Die Einsparpotenziale seien angesichts der angespannten Finanzlage von Kommunen und Pflegeversicherung von immenser Bedeutung. „Mit den Vorschlägen wird ein Ausweg aus diesen Schwierigkeiten aufgezeigt“, so der Verbandsvertreter.

Das vom Bundesverband Geriatrie e.V. mit der Erstellung des „Weißbuchs Geriatrie“ beauftragte Düsseldorfer Institut GEBERA – Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH hatte in der umfassenden Analyse unter anderen darauf verwiesen, dass die Gesundheitsgesamtausgaben insbesondere für die Altersgruppe 65-85 Jahre weiter kontinuierlich zunehmen werden. Hinsichtlich des Pflegesektors wird eine „erhebliche Dynamik“ prognostiziert. „Der Verhinderung der Pflegebedürftigkeit und damit der Eindämmung der Gesamtausgaben wird dabei leider nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt“, konstatieren die Gutachter.

„Gerade die Geriatrie kann der absehbaren Kostenentwicklung entgegen wirken“, betonte Hon.-Prot. Lüttje. So belegten Modellrechnungen beispielsweise, dass bei fachspezifischer geriatrischer Behandlung die Einsparungen in der Pflegeversicherung weit über den direkten Kosten der geriatrischen Behandlung lägen. „Die gesamtökonomischen Konsequenzen einer umfassenden geriatrischen Versorgung müssen untersucht und die sich ergebenden Sparpotenziale konsequent genutzt werden“, forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Geriatrie.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

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Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, dem derzeit 221 Mitglieder angehören, die 229 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.16.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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