Bundesregierung lehnt Verbesserungen für Rehabilitationskliniken ab

Veröffentlicht am 08.11.2018 10:20 von Redaktion RehaNews24

Pflegekräfte in Rehabilitationskliniken fair bezahlen!

Besorgt äußert sich der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) zum geplanten Inkrafttreten des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes (PpSG). Das PpSG unterstützt Krankenhäuser und Pflegeheime richtigerweise dabei, mehr Pflegepersonal einzustellen. Die Kosten dafür bekommen sie von den Krankenkassen zusätzlich erstattet. Aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Bereich der Pflege, geraten somit Pflegekräfte aus Rehabilitationskliniken verstärkt in das Visier der Krankenhäuser und Pflegeheime.

Rehabilitationskliniken können mit den Gehältern für Pflegekräfte wie sie in Krankenhäusern üblich sind, nicht mithalten. Der Grund dafür ist, dass die Preisentwicklung in Rehabilitationskliniken durch die so genannte Grundlohnrate gedeckelt ist. Schon jetzt wechseln viele Pflegekräfte aus Rehaeinrichtungen in die besser zahlenden Akut-Kliniken. Damit gerät die Rehabilitationsversorgung im Anschluss an die Krankenhausbehandlung in Gefahr. Während einerseits immer mehr Patientinnen und Patienten immer früher nach Schlaganfällen, Herzoperationen, Endoprothesen und Krebserkrankungen in die Rehabilitation verlegt und dort pflegerisch versorgt werden müssen, sind andererseits Rehabilitationsplätze wegen fehlender Fachkräfte schon heute schwer zu bekommen. Ohne eine Möglichkeit, Preise an stärker steigende Personalkosten anpassen zu können, wird sich der Personalmangel in den Rehabilitationskliniken weiter verstärken.

„Der Trend, dass Pflegekräfte in die besser bezahlten Jobs der Krankenhäuser abwandern, wird zunehmen. Die Chancen, neue Fachkräfte zu gewinnen, sind auf einem leer gefegten Arbeitsmarkt aussichtslos,“ so Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken. Dringenden Handlungsbedarf sieht im Übrigen auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum PpSG vom 21.09.2018.

Die Leidtragenden dieses politischen Versäumnisses sind die Patientinnen und Patienten sowie die rund 30.000 Pflegekräfte in Rehabilitationskliniken. „Die Bundesregierung muss gewährleisten, dass Reha-Kliniken bundesweit ihre Pflegekräfte ebenso gut bezahlen können wie Krankenhäuser. Das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz in seiner aktuellen Fassung verhindert, dass Rehabilitationskliniken im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen und auch zukünftig noch gute medizinische Reha gewährleisten können,“ betont Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V.

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30

Thomas.Bublitz@bdpk.de
http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein. Nähere Informationen: http://www.bdpk.de

 

Quelle: Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK)

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