Betriebliches Gesundheitsmanagement: Neue Chancen auch für kleine Unternehmen durch Digitalisierung?

Veröffentlicht am 14.02.2017 09:29 von admin

 

 

Die Bundesregierung will dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement, kurz BGM genannt, zum Durchbruch verhelfen: Der Gesetzgeber hat den Krankenkassen mit dem Präventionsgesetz seit Beginn letzten Jahres deutlich mehr finanziellen Spielraum gegeben, um Unternehmen aktiv zu beraten. Denn ein großer Teil der Wirtschaft hielt sich bislang zurück.

 

Für Großunternehmen gehört es heute zunehmend zum „Employer Branding“, sich im Betrieb intensiv um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu kümmern. Der TÜV zertifiziert bereits Unternehmen auf freiwilliger Basis, wenn sie sich dabei besonders engagieren. Und Arbeitgeber-Awards zeichnen Unternehmen aus, die Vorreiter in BGM sind.

 

Doch rund 60 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen und dort sieht es bislang eher bescheiden aus: So gaben 2013 in einer Studie in Rheinland-Pfalz 83 Prozent der befragten Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten an, keinerlei BGM zu betreiben. Bei den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es immerhin noch 63 Prozent. Und 2015 antworteten in einer Studie gerade einmal nur 36,7 Prozent aller befragten mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, das Thema Gesundheit sei bei ihnen als „Wert in der Unternehmenskultur verankert“.

 

Die Kassen wollen nun kleine und mittlere Unternehmen überzeugen, dass sich BGM lohnt. Nicht nur durch gesteigerte Arbeitnehmerzufriedenheit, sondern auch durch niedrigere Krankenstände. „Es gibt neue Chancen und Möglichkeiten für BGM gerade in Zeiten der Digitalisierung“ betont der neue Vorsitzende der DAK-Gesundheit Andreas Storm. Etwa kommen durch neue Leistungsangebote auf dem Gesundheitsmarkt, wie Wearables mit denen ganz neue Formen von BGM möglich werden könnten. Zugleich wächst die Zahl von Unternehmen, die als Dienstleister auch kleine Unternehmen bei der Umsetzung von BGM unterstützen – von Beratung bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung über physiotherapeutische Maßnahmen mit den Mitarbeitern sowie Gesundheitsgutscheine für Präventionskurse bis zu Gestaltung umfangreicher BGM-Pakete. Aber auch Alltagsaktivitäten, die Bewegungsmöglichkeiten der Mitarbeiter steigern, wie etwa das Projekt „Stair Talk“ können Verbesserungen bringen.

 

Wie wird man zum attraktiven Arbeitgeber? Gesundes Arbeiten und Betriebliches Gesundheitsmanagement“ lautet der Titel einer Veranstaltung auf dem Gesundheitskongress des Westens im März in Köln. Dabei sind: Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Frank Böker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH, Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln, Frank Laakmann, Bereichsdirektor der HanseMerkur Krankenversicherung, und Dr. Joachim Goldbeck, Direktor und Bereichsleiter Personal der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

 

Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch 2017 werden wieder rund 900 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und –unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die elfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 7. und 8. März 2017 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

 


 

Weiterführende Information:

http://www.gesundheitskongress-des-westens.de | @GdW_Kongress

 

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