Berufsunfähigkeitsversicherung Klausel: abstrakte Verweisung

Veröffentlicht am 14.03.2015 12:08 von asenta

Auch im Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2015 wird auf die BU-Klausel der abstrakten Verweisung hingewiesen. Bei dieser Klausel handelt es sich um eine sogenannte leistungseinschränkende Klausel im Vergleich zu einer leistungserweiternden Klausel. Sowohl die Stiftung Warentest (Finanztest) als auch andere Prüfer empfehlen Policen, in denen auf die Berufsunfähigkeitsversicherung Klausel der abstrakten Verweisung explizit verzichtet wird.

Das Verhältnis zwischen leistungserweiternden und leistungseinschränkenden Klauseln ist ein Faktor unter weiteren für die Beitragsberechnung der Versicherer. Eintrittsalter, zu versichernde Risiken im Beruf, Höhe der BU-Rente und der aktuelle Gesundheitszustand sind weitere Kriterien bei der Berechnung der Kosten einer BU-Versicherung

Folgende weitere Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung neben der abstrakten Verweisung werden unterschieden:

  • Nachversicherungsgarantie (Anpassung der Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung)
  • Dienstunfähigkeitsklausel (Vertragsbedingung zur Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte)
  • Prognosezeitraum
  • konkrete Verweisung
  • Arztanordnungsklausel
  • Dynamische Anpassung von Beitrag und Berufsunfähigkeitsrente

Auf die BU-Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es an

Unter einer BU-Klausel versteht man in der Regel eine zusätzliche Bedingung, die für den abgeschlossenen Versicherungsvertrag zur Anwendung kommt. Sie ist damit ein Teil der Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Eine der häufigsten und wichtigsten Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die der Verweisung. Man unterscheidet die abstrakte und die konkrete Verweisung. Enthält ein Versicherungsvertrag das Recht des Versicherers auf eine Verweisung, kann dieser die Zahlung der BU-Rente im Versicherungsfall verweigern und den Versicherten auf eine andere Tätigkeit verweisen.

In diesem Fall muss der Versicherte eine andere Arbeit übernehmen, er erhält keine BU-Rente. Sehr gute BU-Tarife, die von den unabhängigen Ratingagenturen mit den Bestnoten versehen werden, verzichten auf jegliche Formen der Verweisung und müssen nicht gleich teurer sein.

Konkrete und abstrakte Verweisung auf andere Berufe nicht sinnvoll

Mit dem Recht der Verweisung behält sich der Versicherer vor, beim Eintritt des Versicherungsfalls von dem Versicherten zu verlangen, eine andere Tätigkeit auszuüben, bevor eine Leistungspflicht entsteht. Mit dem Recht der Verweisung hat der Versicherer also alle Möglichkeiten, von der Zahlung der BU-Rente Abstand zu nehmen, obwohl der Versicherte seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann.

Hat der Versicherer das Recht zur abstrakten Verweisung, kann er von dem Versicherten die Übernahme jeder Tätigkeit verlangen, sie muss weder hinsichtlich des Niveaus noch des Einkommens seiner bisherigen Arbeit entsprechen.

Mit der konkreten Verweisung hat die Gesellschaft immer noch die Möglichkeit, den Versicherten auf eine definierte andere Arbeit zu verweisen, die ebenfalls zu Einkommenseinbußen führen kann. In jedem Fall erweitert jede Verweisung die Möglichkeiten der Gesellschaft, von der Zahlung einer BU-Rente Abstand zu nehmen.

Die Besten Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test von Stiftung Warentest verzichten auf Verweisungs-Klausel

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die von Franke und Bornberg, Focus Money oder Stiftung Warentest als Testsieger beurteilt wurde, wird regelmäßig auf jegliche Verweisung verzichten. Der Versicherte hat so das gute Gefühl, im schlimmsten Fall eine solide Absicherung gegen BU zu erhalten, ohne mit einer Verweisung auf eine andere und minder bezahlte Tätigkeit rechnen zu müssen.

Das Kriterium der Verweisung als Berufsunfähigkeitsversicherung Klausel ist für die Qualität einer BU-Versicherung also elementar wichtig. Sie garantiert dem Versicherten, dass er im Fall des Falles mit dem nötigen Versicherungsschutz rechnen kann, ohne irgendwelche Auflagen zu befürchten.

Prognosezeitraum: wann wird Berufsunfähigkeit anerkannt und Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt?

Neben der Verweisungsklausel ist auch die Klausel zum Prognosezeitraum ein wichtiger Bestandteil der Versicherungsbedingungen in der BU-Versicherung. Der Prognosezeitraum steht für die Dauer, in der eine Berufsunfähigkeit vorliegen muss, damit den Versicherer eine Leistungspflicht trifft.

Gilt der Leistungsfall nur im Fall einer dauerhaften Berufsunfähigkeit, muss der Arzt eine BU über den vereinbarten Zeitraum feststellen, damit der Versicherer leistet. Üblich sind hier drei Jahre, wird die Berufsunfähigkeit kürzer sein, entfällt die Zahlung der BU-Rente durch den Versicherer.

Möglich ist auch die Vereinbarung eines kürzeren Prognosezeitraums, der meist bei sechs Monaten liegt. In diesem Fall entsteht ein Leistungsanspruch bereits, wenn die Berufsunfähigkeit voraussichtlich sechs Monate lang anhält. Diese Regelung ist für den Versicherten also deutlich vorteilhafter.

Da es massgeblich auf die Vertragsbedingungen und damit auf die BU-Klauseln ankommt, sollte der Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2015 berücksichtigt und die Empfehlungen und Meinungen von Verbraucherschützern und der Stiftung Warentest geprüft werden.

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