BDH Bundesverband Rehabilitation fordert klares Bekenntnis zur Rentengarantie

Veröffentlicht am 26.07.2010 13:15 von Redaktion RehaNews24

BDH Bundesverband Rehabilitation fordert klares Bekenntnis zur Rentengarantie
Bundesregierung fehlt jedes Verständnis für Rentenbezieher

Bonn, 26. Juli 2010 Zum Rentenvorstoß von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

“Wir halten die von Minister Brüderle angestoßene Debatte um die Aufhebung der Rentengarantie vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheit für einen großen politischen Fehler. Die wirtschaftliche Situation vieler Rentenbezieher ist durchaus als prekär zu bezeichnen.
Diese Tatsache dürfte auch der Bundesregierung bekannt sein. Es ist eine kurzsichtige und unverantwortliche Politik, ausgerechnet den Rentnerinnen und Rentnern immer größere Lasten aufzuladen und die Konsolidierung der Staatsfinanzen auf die Schultern der schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft zu heben. Die Rentengarantie stellte in der jüngsten Vergangenheit die Stabilität der Rentenhöhe sicher und wirkte dem Trend eines zunehmenden Kaufkraftverlustes in weiten Teilen der Bevölkerung wirksam entgegen.
Die Wirtschaftskrise hat doch eines ganz deutlich gezeigt:   Nachhaltiges und stabiles Wirtschaftswachstum braucht Verstetigung der Einkommen und verlässliche Rahmenbedingungen des Wirtschaftens. In Deutschland leben mehr als 20 Millionen Bezieher von Rentenleistungen.   Diese stetig wachsende Gruppe leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Stabilität als Konsumenten und Sparer.   Gerade ältere Menschen, die durch ihr fortgeschrittenes Alter keinen Einfluss mehr auf ihre Einkommenssituation nehmen können, sind auf eine verlässliche Rentenpolitik angewiesen. Die Bundesregierung macht diese Menschen zum Spielball einer wenig durchdachten und auf kurzfristige Stimmungen ausgelegten Politik. Bereits heute sind ältere Menschen, trotz gesundheitlicher und altersbedingter Handycaps dazu gezwungen, ihre Rentenbezüge durch aufzubessern und nach jahrzehntelangem Erwerbsleben im Alter einen Job anzunehmen. Die Zahl der Menschen, die im Rentenalter Jobs suchen müssen, reicht inzwischen an die Millionengrenze heran. Die Tendenz ist klar steigend. Es wird Zeit, dieser Entwicklung mit Nachdruck entgegenzutreten.   Rentenkürzungen sind aus diesem Grunde nicht akzeptabel.”

–Ende der Pressemitteilung–

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Kontakt:
BDH Bundesleitung
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99

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