BDH Bundesverband Rehabilitation fordert beschäftigungspolitisches Gesamtkonzept für die Pflegebranche

Veröffentlicht am 06.10.2010 08:21 von redaktion

Bonn, 06. Oktober 2010 Vor dem Hintergrund des massiven Fachkräftemangels fordert die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, ein zukunftsfähiges Konzept zur Sicherung der Arbeitskräftenachfrage in der Pflegebranche:

„Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahren die Handlungsoptionen der Politik diktieren. Auch der BDH als Klinikträger ist von der Alterung der Gesellschaft unmittelbar betroffen. Der Fachkräftemangel im Pflege- und Klinikbereich wird in den nächsten Jahren zunehmend dramatische Formen annehmen. Bereits heute fehlen allein in der Altenpflege über 50.000 Kräfte in Deutschland.“

Derzeit sind über 800.000 Menschen in der Altenpflege beschäftigt. Der BDH Bundesverband Rehabilitation erwartet einen Anstieg Pflegebedürftiger in den kommenden 20 Jahren von derzeit über 2 Millionen auf mehr als 4 Millionen Menschen.

„Wir raten dringend dazu, die Etatkürzungen in laufenden Umschulungsprogrammen der Bundesagentur für Arbeit zurückzunehmen. Die Agentur sollte in das Konzept zur Beseitigung des Fachkräftemangels im Pflegesektor lokal eingebunden werden. Der Arbeitsmarkt der Gesundheits- und Pflegebranche bietet vielen Menschen ohne Beschäftigung aufgrund seiner spezifischen Dynamik den Zugang zu einer dauerhaften wirtschaftlichen Existenz. Auch über den verstärkten Einsatz von Arbeitskräften aus dem Ausland muss offen diskutiert werden. Zu einem wirkungsvollen Gesamtkonzept zählt auch die Einbindung ausländischer Fachkräfte in den Klinik- und Pflegealltag.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, welche verheerenden Auswirkungen ein Arbeitskräftemangel in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und anderen sozialen Institutionen haben wird. Die Politik muss sich entscheiden, ob sie bereit ist, für ein finanziell gut ausgestattetes Pflegesystem einzutreten, das den Betroffenen eine würdevolle und hochwertige Betreuung ermöglicht“ , so Ilse Müller.

–Ende der Pressemitteilung–

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99   mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

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