BDH begrüßt Vorschlag zur Anhebung des Pflegebeitrags

Veröffentlicht am 28.10.2013 12:42 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung

  

Bonn, 28. Oktober 2013 – Der Sozialverband BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt den Vorschlag einer Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt zur Stärkung der Pflege in Deutschland. Der Vorstoß wurde am Rande der Koalitionsverhandlungen in der vergangenen Woche publik und nährt die Hoffnung auf eine Kehrtwende in der Pflegepolitik:

„Die Pflege alter und behinderter Menschen ist ein Problem, das jeden früher oder später, vielleicht auch persönlich, betrifft. Es muss daher in unserem ureigenen Interesse liegen, für die besten Rahmenbedingungen in der Pflege zu sorgen. Der Plan der Großen Koalition in spe, den Beitragssatz zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt bereits im kommenden Jahr anzuheben und so einen Betrag von etwa 5,5 Milliarden Euro in die Pflegekasse zu spülen, weist in die richtige Richtung“, so Ilse Müller, Vorsitzende des BDH, der sich für ein umfassendes Pflegekonzept einsetzt, das sich an den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft orientiert.

Zahlreich und drängend seien die Baustellen in der Pflegepolitik, so die Vorsitzende des Sozialverbands, die sich neben einer besseren Betreuung Demenzkranker vor allen Dingen für eine Joboffensive in der Pflegewirtschaft stark macht: „Wir fahren in der Pflegepolitik seit langem auf Sicht und blenden die ökonomischen Chancen, die eine Pflegeoffensive in ihrem Fahrwasser mit sich bringt, systematisch aus. Die Pflege wird angesichts der Alterung unserer Gesellschaft zu einer der wichtigsten Branchen unseres Arbeitsmarktes überhaupt und zu einem Jobmotor mit zukunftsfesten Jobs.“

Konjunkturelle Bremsspuren seien im Zuge der Anhebung des Beitragssatzes nicht zu erwarten, so die Verbandsvorsitzende. Eine Modellrechnung zeige, dass die zusätzliche Einkommensbelastung gering sei. So müsste bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 3.000 Euro mit einer Mehrbelastung von monatlich etwa 7,50 Euro gerechnet werden. „Das muss uns eine bessere Pflege einfach wert sein“, so Ilse Müller, die auf eine breite gesellschaftliche Debatte zur langfristigen Neuordnung des Pflegesektors in Deutschland hofft.

Ansprechpartner:

Pressestelle BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.
Eifelstraße 7
53119 Bonn
Telefon 02 28 / 9 69 84 – 0
Telefax 02 28 / 9 69 84 – 99
presse@bdh-bonn.de  
www.bdh-reha.de

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten. Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

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