Barrierefreien Wohnraum realisieren

Veröffentlicht am 15.05.2012 09:29 von redaktion

Bonn. Der BDH Bundesverband Rehabilitation warnt in seiner Funktion als Repräsentant älterer und behinderter Menschen vor dem Scheitern der altersgerechten Wohnraumsanierung in Deutschland.

In Deutschland beträgt der Anteil altersgerechter Wohnungen gerade einmal etwa einen Prozent. Der Bedarf wird demografisch bedingt in wenigen Jahren auf über sechs Prozent, oder 2,5 Millionen Wohnungen, ansteigen. Dies ergab eine Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) im Auftrag des Bundesbauministeriums. Daraus erwachse ein Investitionsbedarf in Höhe von 39 Milliarden Euro, so die Experten.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Bundesvorsitzende des Sozialverbandes BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, bestehende Förderprogramme auszuweiten und neue Akzente in der Wohnungspolitik zu setzen.

„Die dramatische Veränderung unserer Altersstruktur in Deutschland muss sich vor allem in einer begleitenden Wandlung des Wohnraumes zu einem barrierefreien Umfeld spiegeln. Neben der ökologischen Sanierung sollte die Politik dem demografischen Faktor einer alternden Gesellschaft Rechnung tragen und dabei berücksichtigen, dass die überwiegende Mehrheit der Betroffenen weder Wohnungseigentümer sind, noch über die finanziellen Mittel verfügen, Sanierung aus eigenen Mitteln zu stemmen. Die eher konservativen Schätzungen der Politik hinsichtlich der Bedarfsentwicklung unterstreichen, dass Investitionsmittel, die im Bereich der energetischen Sanierung und der Förderung der Solarwirtschaft in den kommenden Jahren eingespart werden, in die altersgerechte Sanierung von Wohnungen gelenkt werden müssen. Andernfalls wird städtebauliche Sanierung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger scheitern. Der Erfolg bemisst sich am Wohlfühlfaktor. 93 Prozent der Menschen wünschen sich einen Lebensabend in den eigenen vier Wänden, auch mit Handicap. Es gilt, diesen Wunsch ohne wenn und aber zu berücksichtigen.“

— Ende der Pressemitteilung—

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten. Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

Kontakt:

BDH Bundesleitung

V.i.S.d.P.: Ilse Müller

Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0 fax 0228-96984-99

mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

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