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Für die Hoffnung auf Haiti

Johannesbad Gruppe spendet 2.500 Euro für Krankenhaus im Inselstaat – Oberarzt Dr. Michael Scholten hat vor Ort Maßnahmen für die Hygiene umgesetzt

BAD FÜSSING/ORSCHOLZ. Spender mit Desinfektionsmittel sind in deutschen Krankenhäusern überall zu finden. Nicht so auf Haiti. Hier wäscht sich das Personal im Krankenhaus Hopital Espoir die Hände mit Seife; OP-Wäsche wird von Hand gereinigt, da es keine Waschmaschine gibt; auf der Frühgeborenenstation gibt es keine Hygieneschleuse, die Keime von den Babys fernhalten könnte. Dr. Michael Scholten, Oberarzt in der Johannesbad Fachklinik Saarschleife, hat bei seinem Einsatz für die Hilfsorganisation Humedica im Januar 2018 begonnen, die grundlegende Hygiene vor Ort zu verbessern. Jetzt unterstützt die Johannesbad Gruppe das Projekt neben der personellen Hilfe auch finanziell: Bernd Witte, Klinikleiter der Johannesbad Fachklinik, Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife, übergab im Beisein von Orscholz‘ Bürgermeister Daniel Kiefer eine Spende von 2.500 Euro an Dr. Michael Scholten als Vertreter für Humedica.

Fitness für die Hygiene

„Mit diesem Beitrag unterstützen wir das Krankenhaus auf Haiti direkt, damit sie weiter in die Hygienestandards investieren“, sagte Bernd Witte. Michael Scholten betont: „Auch an anderen Stellen haben wir bereits Ressourcen gehoben: Zum Beispiel indem wir Materialien fürs Krankenhaus in günstigeren Packungsgrößen bestellt haben – das kann bis zu 70 Prozent Ersparnis bringen.“

Die Mitarbeiter der Johannesbad Gruppe konnten nach dem Etappenlauf des Konzerns 2016 die Fitness-Tracker, die ihre Schritte gezählt hatten, für je zehn Euro kaufen. So fließt diese Summe jetzt  direkt nach Haiti, damit das Krankenhaus im gebeutelten Inselstaat Hoffnung bringt.

Klinikleiter Bernd Witte übergab Dr. Michael Scholten die Spende im Beisein von Orscholz‘ Bürgermeister Daniel Kiefer (v.r.).

Foto: Johannesbad Gruppe

 

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Noch ein Preis für das Wir-Gefühl

Johannesbad Gruppe gewinnt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2018 in der Branche Tourismus

Ralf Müller, Leiter Johannesbad Hotels, Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, und Christian Mösbauer, Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, (von links nach rechts) freuen sich über den Deutschen Preis für Onlinekommunikation – passend zur Sommerparty in Berlin in Hawaiihemden.
Foto: Laurin Schmid, Quadriga

BERLIN/MÜNCHEN. Die Johannesbad Gruppe überholte die Deutsche Bahn und die Dominikanische Republik. Das Familienunternehmen aus Niederbayern sicherte sich jetzt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in Berlin. In der Branche Tourismus überzeugte die Gruppe, die neun Fachkliniken und sieben Hotels unter einem Dach ver-eint, mit der Kampagne „Sei dabei!“ und ihrem Karriereportal johannesbad.de/karriere. Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation der Johannesbad Gruppe, freute sich bei der Preisverleihung in Berlin am Donnerstag, 14. Juni 2018: „Wir sind hier nicht nur dabei, sondern stehen ganz vorne mit unserer Marketingstrategie und dem neuen Karriere-Portal. Nicht nur im Tourismus, also mit unseren Hotels, sondern auch in den anderen Geschäftsbereichen.“

Seit 2016 verfolgt die Johannesbad Gruppe eine neue Markenstrategie. „Sei dabei!“ lautet die einfache und ebenso einleuchtende Botschaft für die neu ins Leben gerufene Dachmarke „Johannesbad“. Damit erreichte das Unternehmen ein besseres Wir-Gefühl unter den Mitarbeitern und schaffte es bereits 2017 auf die Shortlist zum „digital communications award 2017“ in der Kategorie „brand relationship“. Die Kampagne aus einer komplexen Kombination interner und externer Kommunikationsmaßnahmen, bei der die Mitarbeiter der Johannesbad Gruppe im Mittelpunkt stehen, wurde im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Nach der Gestaltung einer gemeinsamen Weihnachtskarte 2016, deren Entstehung über die sozialen Medien zu verfolgen war, folgte jetzt ein neues Karriere-Portal. „Wir sind nach wie vor im roll-out Modus. Es werden noch einige weitere wichtige Bausteine folgen“, kündigt Simon Pink an.

27 Sekunden Vielfalt

Auf dem Karriere-Portal repräsentieren Mitarbeiter das Familienunternehmen. „Diese Stimmen machen uns als Arbeitgeber lebendiger“, sagt Simon Pink. „Unseren Mitarbeitern glauben Bewerber mehr als den Informationen in einer Stellenanzeige oder auf unseren Webseiten.“ Ein eigens entwickelter Film zeigt die Zusammenarbeit innerhalb der Johannesbad Gruppe in nur 27 Sekunden: Arzt, Therapeut, Bademeister, Servicepersonal in den Kliniken und Hotels – sie arbeiten Hand in Hand. Weitere Schritte sind bereits geplant – wie Simon Pink erklärt: „Interessenten können sich schon heute direkt über das Portal bewerben. Wir planen aber auch die Vernetzung mit Xing oder LinkedIn.“ Das spart langwieriges Ausfüllen von mehrseitigen Formularen.

Vorne dabei

Die Johannesbad Gruppe überzeugte bereits mehrfach: Sie erhielt den Stevie Award in Gold in der Kategorie „Jugend Marketing Kampagne des Jahres“ und den HR Excellence Award für ein Azubi-Projekt. Die neue Markenstrategie wurde mit dem dritten Platz beim Award der Fachzeitschrift „KU Gesundheitsmanagement“ ausgezeichnet. Bei Focus Business gehört die Gruppe zu den Top-Arbeitgebern Deutschlands; bei Focus Money ist der Geschäftsbereich Hotellerie bester Ausbildungsbetrieb seiner Branche. Dieser ist auch bei kununu ein Top-Arbeitgeber – mit einer Weiterempfehlungsquote von 96 Prozent. Vorstandsvorsitzender Dr. York Dhein freut sich: „Schön, dass unsere konsequente Arbeit zur Zukunftssicherung der Johannesbad Gruppe beiträgt und ein erfolgreiches Miteinander auch außerhalb der Branche wahrgenommen wird!“

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wird seit 2011 jährlich vom Magazin pressesprecher veranstaltet, um herausragende Projekte, professionelle Kampagnenplanung und zukunftsweisende Strategien digitaler Kommunikation auszuzeichnen. Über 50 Jurymitglieder aus Unternehmenskommunikation, Wissenschaft und Forschung und Online-PR nominieren die Finalisten und wählen am Tag der Preisverleihung die Sieger. Weitere Informationen zum #dpok finden Sie unter www.onlinekommunikationspreis.de.

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Die Patienten können kommen

Johannesbad Fachklinik eröffnet Anbau mit 14 neuen Appartements – Wirtschaftsminister lobt komfortable Unterbringung und Behandlungsangebot

Freude bei der Eröffnung in der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand: 1. Reihe von links nach rechts: Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Werner Weißenberger (Finanzvorstand Johannesbad Gruppe), Birgit Kruckenberg (Klinikleiterin), Dr. York Dhein (Vorstandsvorsitzender Johannesbad Gruppe), Ulrich Hahn (Bürgermeister Kölpinsee); 2. Reihe von links nach rechts: Horst Prehn (Prehn Bau), Burkard Hilsch (Landschaftsbau), Ulrich Thomas (AOK Nord-Ost), Dr. Barbara Syrbe (Ländrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald) Achim Dreischmeier, Architekt. Foto: Johannesbad

KÖLPINSEE. Am Mittwoch (11. April 2018) ist in der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand der Anbau für die Mutter-Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen eröffnet worden, pünktlich nach einem Jahr Bauzeit. Bei der Eröffnungsfeier waren 80 Gäste vor Ort. Neben Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Barbara Syrbe, Landrätin des Kreises Vorpommern-Greifswald, waren auch Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, und Werner Weißenberger, Finanzvorstand des Gesundheitsdienstleisters, nach Kölpinsee gekommen. Die Erweiterung schafft Platz für 14 neue Appartements für Patienten. „Der Neubau bietet Müttern und Vätern in Familienverantwortung mit ihren Kindern eine gute Möglichkeit, Kraft für den Alltag zu tanken. Die komfortable Unterbringung und das vielseitige Behandlungsangebot ergänzen den Erholungseffekt in besonderer Weise“, sagte Harry Glawe. Barbara Syrbe freute sich ebenfalls: „Ich finde es fantastisch, dass sich nun noch mehr Eltern und ihre Kinder im gesunden Klima der Insel Usedom erholen können. Es ist eine sehr gute Investition für Familien, die aus allen Teilen Deutschlands kommen. Darüber hinaus wird der Gesundheitsstandort Kölpinsee im Landkreis Vorpommern-Greifswald weiter gestärkt.“

„Usedom ist für unser Unternehmen ein wichtiger Standort“, betonte Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, zu der die Fachklinik für Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen sowie Kinderrehabilitation gehört. In den Anbau hat der Gesundheitsdienstleister rund drei Millionen Euro investiert. „Die Lage an der Ostsee bietet beste Voraussetzungen für die Prävention und Rehabilitation unserer kleinen und großen Patienten.“ Klinikleiterin Birgit Kruckenberg ergänzt: „Der Erweiterungsbau zeigt, dass die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker auf Expansionskurs ist.“

Für die Gesundheit von Körper und Seele

In Zukunft bietet die Fachklinik 56 statt bisher 42 Appartements. Außerdem lädt das großzügige Außengelände mit vielen Sitzmöglichkeiten, Ruheoasen sowie Spielgeräten zum Verweilen ein. Hier behandelt Chefarzt Dr. Stefan Jarzombek funktionelle Störungen und psychovegetative Erschöpfung, Erkrankungen der Atemwege wie Asthma, Hauterkrankungen (wie Neurodermitis, Psoriasis) sowie Stoffwechselerkrankungen (Adipositas, Übergewicht) und Rückenschmerzen. Dabei setzt er bei den Vorsorgemaßnahmen für Eltern mit ihren Kindern auf integrative Medizin. Dr. Stefan Jarzombek verbindet Schulmedizin mit Naturheilverfahren sowie anthroposophischer, chinesischer und indischer Medizin. „Gerade in der Psychosomatik erreichen wir mit der integrativen Medizin sehr viel“, betont der Chefarzt.

Herausforderung gemeistert

Ein Bau parallel zum laufenden Klinikbetrieb stellt besondere Anforderungen dar. Feste Ruhezeiten, kein Baulärm am Wochenende, enge Abstimmung zwischen Planern und Klinikverantwortlichen – Birgit Kruckenberg und ihr Team haben in den vergangenen Monaten eng mit den Handwerkern zusammengearbeitet. „Für alle Beteiligten war dies eine Herausforderung. Daher gilt unser besonderer Dank den ehemaligen und jetzigen Patientinnen und Patienten, den Krankenkassen, die uns in den Argumentationen zur Baustelle unterstützt haben und vor allem unserem Personal. Ich bin stolz auf das Ergebnis, das heute präsentiert wird: mehr Platz für unsere Gäste, mehr Raum für gemütliche Aufenthalte, eine neue Rezeption, eine professionelle Außendarstellung mit ‚blühenden Landschaften‘“, erklärt die Klinikleiterin. Vor Ort sorgten besondere Einblicke auf die Baustelle für Spannung: Durch Plexiglas-Gucklöcher im Bauzaun konnten Kinder und ihre Eltern den Fortgang beobachten. Außerdem konnten sie auf der eigens eingerichteten Kinderbaustelle selbst zu Handwerkern werden.

Die neuen Appartements sind bereits sehr gefragt, wie Birgit Kruckenberg betont: „Schon jetzt sind wir bis Oktober ausgebucht. Gerade Eltern stehen immer häufiger vor der Aufgabe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das strengt an“, erklärt die Klinikleiterin und ergänzt: „In unserem Haus können sie wieder Kraft für den Alltag schöpfen und Strategien für zu Hause entwickeln.“

 

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Dr. York Dhein fordert: Gemeinsam gegen den Pflegenotstand

Vorstand der Johannesbad Gruppe kritisiert Gesundheitsminister Spahn – 8.000 neue Pflegekräfte reichen nicht – auch in Akut- und Rehakliniken fehlt Personal

BAD FÜSSING. Gesundheitsminister Jens Spahn will Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben: ein Vorstoß, den Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe erst einmal unterstützt. Die Johannesbad Gruppe, eine der größten Reha-Anbieter in Deutschland, akquiriert seit Jahren Mitarbeiter für ihre Fach- und Rehabilitationskliniken im Ausland – mit guten Erfahrungen. Doch übt Dr. York Dhein auch Kritik an den Plänen des neuen Gesundheitsministers: „8.000 neue Pflegekräfte, wie Jens Spahn fordert, reichen bei weitem nicht aus, den Notstand zu beenden – das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein: In der Altenpflege, in Akutkrankenhäusern und Rehakliniken fehlen Mitarbeiter. Hier müssen wir schnell und wirksam handeln – nicht nur demonstrativ fordern.“ Sein Angebot: „Politik und Dienstleister müssen gemeinsam dem Pflegepersonalmangel entgegenwirken und ihre Aktionen bündeln. Dafür setzen wir uns als Klinikvertreter gerne mit der Bundesregierung an einen Tisch.“

Dr. York Dhein macht deutlich, dass es nicht genüge, kurzfristig Pflegekräfte aus dem Ausland anzuwerben. „Denn auch diese Länder leiden bereits unter dem Fachkräftemangel im Gesundheitssektor. Zudem verschärft der demografische Wandel die Situation.“ Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe fordert vor allem eine bessere Bezahlung und mehr Investitionen in die Ausbildung. „Das Personal muss mehr verdienen für den harten Job, den sie täglich in der Pflege und in Kliniken leisten“, betont Dr. York Dhein und ergänzt: „Die höheren Kosten können die Arbeitgeber jedoch nicht alleine schultern, hier müssen die Kostenträger wie Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungen mit einspringen.“ Für einen Tag in der orthopädischen Anschlussheilbehandlung erhält eine Klinik im Schnitt pro Patient rund 100 Euro. „Damit sind die medizinischen Leistungen, alle Therapien, Essen und Übernachtung abgegolten“, sagt Dr. York Dhein. Man müsse nur einmal bedenken, was eine Hotelübernachtung koste und das in Relation setzen. „Da bleibt nichts mehr übrig, um höhere Löhne zu finanzieren.“

Die Johannesbad Gruppe wirbt schon heute Mitarbeiter aus Polen, Kroatien, Tschechien und Österreich an. Doch wer im Ausland einen Gesundheitsberuf erlernt hat, muss in Deutschland noch immer sehr lange auf die Anerkennung der erworbenen Abschlüsse warten. „Das muss beschleunigt und vereinfacht werden“, fordert Dr. York Dhein. „Wir achten auf gute Sprachkenntnisse oder unterstützen sie mit Deutschkursen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Er fügt an: „Denn gerade in der Therapie am Menschen ist Kommunikation entscheidend.“ Außerdem bildet der Gesundheitsdienstleister mit neun Fachkliniken deutschlandweit in vier eigenen Berufsfachschulen selber aus. Diese sind in Bad Elster und Bad Füssing.

Dr. York Dhein (Foto: Johannesbad)

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Schneller und einfacher in die Reha – gegen drohende Pflege

Reha-Tag am 23. September 2017: Dr. York Dhein, Johannesbad Gruppe, fordert besseren Zugang, mehr ambulante und wohnortnahe Angebote

Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe.

BAD FÜSSING. „Reha vor Pflege“: Dieser Grundsatz ist gesetzlich verankert; doch immer noch mangelt es an der Umsetzung. Im Vorfeld des Deutschen Reha-Tags am 23. September 2017 bezieht Dr. med. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, klar Stellung: „Der Zugang zu Rehabilitationsleistungen muss erleichtert werden. Denn nur so kann drohende Pflegebedürftigkeit vermieden werden.“ An die Reha-Branche gewandt sagt er deutlich: „Wir müssen die Reha zu den Menschen bringen, wohnortnah, ambulant und stationär verzahnt.“

In mehr als 1.200 Reha- und Vorsorgeeinrichtungen mit knapp 120.000 Beschäftigten und insgesamt 170.000 Behandlungsplätzen werden Jahr für Jahr rund 2 Millionen Patienten behandelt. „Doch immer noch werden Rehabilitationsmaßnahmen nicht verordnet. Patienten müssen diese beim Arzt nachfragen, falls dieser die Reha nicht empfiehlt. Der Arzt beantragt dann die Maßnahme – das ist meist sehr kompliziert“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, einem der zehn größten Reha-Anbieter in Deutschland. Ablehnungen sind die Regel. Der Weg in die Reha wird so erschwert, Anträge müssen wieder und wieder geschrieben werden. „Dabei zeigen Studien, dass Rehabilitation Pflege verhindern oder zumindest rausschieben kann“, weiß Dr. York Dhein.

Gegen Pflege und chronische Krankheiten

Gerade mit Blick auf die Rente mit 67 nimmt die Bedeutung für die Maßnahmen der Reha-Kliniken zu. „Die Menschen arbeiten länger und werden immer älter. Wer rechtzeitig eine Reha-Maßnahme erhält, kann auch im Alter fitter sein“, sagt Dr. York Dhein. Denn bei der Rehabilitation geht es um die Wiederherstellung der Arbeitskraft, die nicht die Krankenkasse sondern die Rentenversicherung finanziert.

Neben den älteren Menschen stehen auch Kinder stärker im Fokus der Reha-Anbieter. Sie profitieren vom neuen Flexirentengesetz. Denn: Jetzt steht ihnen und allen anderen chronisch kranken Kindern diese Maßnahme auch rechtlich zu. Dr. med. York Dhein wertet das als Meilenstein für viele Betroffene. „Die Kinderreha ist nun eine Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherungsträger. Das war eine ganz wichtige Entscheidung für die Gesundheit der Kinder“, sagt Dr. York Dhein und fügt an: „Eine Reha für Kinder kann jetzt bedarfsgerecht und nicht nur alle vier Jahre beantragt werden.“ Das Ziel der Behandlung ist die spätere Erwerbsfähigkeit der Betroffenen.

Immer mehr Kinder leiden an chronischen Krankheiten – 3,2 Millionen waren es 2013 laut Robert-Koch-Institut und damit 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die Zahl der Anträge für Kinderrehabilitation hingegen geht kontinuierlich zurück. Waren es im Jahr 2008 nach Angaben der Deutschen Ärztezeitung noch 37.568 Anträge, sanken sie bis 2013 um 29 Prozent. Ein möglicher Grund: Die Antragstellung ist für viele Eltern schwierig und umfangreich. Auch Kinder- und Hausärzte wagen sich oft nicht daran, teilweise kennen sie den neuen Rechtsanspruch nicht oder scheuen den bürokratischen Aufwand. Dr. York Dhein fordert: „Das muss verbessert werden.“

Kurzer Weg in die Reha

Doch der Vorstandsvorsitzende spricht auch die Rehabranche an: „Wir müssen uns stärker am Bedarf der Patienten orientieren.“ Noch immer befinden sich die meisten Rehakliniken in ländlichen Gegenden. „Der Weg dorthin ist zu weit“, sagt Dr. York Dhein und fügt an: „Wir müssen näher zum Patienten, der in erster Linie unser Kunde ist.“ Mehr ambulante und wohnortnahe Angebote schaffen kürzere Wege. Die Johannesbad Gruppe reagiert mit ihrer Unternehmensstrategie auf diese Entwicklung.

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Medizinisches Aushängeschild für Sachsen

Beim 20-jährigen Jubiläum der Johannesbad Fachklinik und Gesundheitszentrum Raupennest dabei waren (v.l.): Werner Weißenberger, Vorstand der Johannesbad Gruppe, stellvertretende Klinikleiterin Anke Gundel, Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten, Michael Geisler, Landrat von Altenberg, Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, Klinikleiter Hans-Jürgen Münch, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dr. Ina Ueberschär, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland. Foto: Egbert Kamprath

Johannesbad Fachklinik und Gesundheitszentrum Raupennest blickt auf 20 Jahre zurück – Qualität, Kompetenz und Service für Patienten, Gäste und Profisportler

Beim 20-jährigen Jubiläum der Johannesbad Fachklinik und Gesundheitszentrum Raupennest dabei waren (v.l.): Werner Weißenberger, Vorstand der Johannesbad Gruppe, stellvertretende Klinikleiterin Anke Gundel, Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten, Michael Geisler, Landrat von Altenberg, Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, Klinikleiter Hans-Jürgen Münch, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dr. Ina Ueberschär, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland.  Foto: Egbert Kamprath

Beim 20-jährigen Jubiläum der Johannesbad Fachklinik und Gesundheitszentrum Raupennest dabei waren (v.l.): Werner Weißenberger, Vorstand der Johannesbad Gruppe, stellvertretende Klinikleiterin Anke Gundel, Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten, Michael Geisler, Landrat von Altenberg, Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, Klinikleiter Hans-Jürgen Münch, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dr. Ina Ueberschär, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland.
Foto: Egbert Kamprath

ALTENBERG. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Die Johannesbad Fachklinik mit dem angeschlossenen Gesundheitszentrum Raupennest hat 2016 die Zulassung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund bekommen. Damit sind die Zuweisungen in die Reha-Klinik im sächsischen Altenberg weiter gestiegen; die Patienten kommen  aus Mitteldeutschland, um sich im Erzgebirge behandeln zu lassen. „Das spricht für die Qualität und Kompetenz des Johannesbad Raupennest“, lobte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich beim 20-jährigen Klinikjubiläum in Altenberg. Klinikleiter Hans-Jürgen Münch versprach: „Wir werden unsere Qualität weiter steigern. Denn nur wenn unsere Patienten zufrieden sind, sind wir es auch.“

Die größte Herausforderung musste die Johannesbad Fachklinik Raupennest schon im ersten Jahr als Johannesbad Einrichtung meistern: 1997 – gleichzeitig mit der großen Gesundheitsreform – zog die Einrichtung in die neuen Räume an der Rehefelder Straße um. Viele Kurkliniken mussten schließen; die Johannesbad Fachklinik schuf mit dem Gesundheitszentrum ein zweites Standbein. Neben Patienten, die nach Operationen zu stationären Anschlussheilbehandlungen oder zu einer Reha ins Johannesbad Raupennest kamen, warb das Unternehmen auch um Gesundheitstouristen. „Auch für diese zählt die hohe Kompetenz unserer Ärzte und Therapeuten sowie die große schöne Bäderlandschaft“, erinnert sich Hans-Jürgen Münch. Außerdem ist die Johannesbad Fachklinik Raupennest eine von gerade einmal fünf zertifizierten deutschen Kliniken für die Behandlung von Polio (Kinderlähmung).

Reha für Profisportler

Heute hat sich das Bild wieder gewandelt: In den 287 Zimmern mit insgesamt 379 Betten finden sich vor allem Patienten zur stationären Reha und zu Therapien nach orthopädischen Eingriffen. „Gerade nach Operationen an Knie, Hüfte oder der Wirbelsäule finden Menschen aus Sachsen und weit über die Grenze unseres Bundeslandes hinaus den Weg in die Johannesbad Fachklinik Raupennest“, sagt Hans-Jürgen Münch. Ministerpräsident Stanislaw Tillich fügt hinzu: „Der Freistaat setzt sich seit seiner Wiedergründung für eine erstklassige medizinische Versorgung der Menschen ein. Heute gibt es in Sachsen wieder einen modernen, leistungsstarken und breit aufgestellten Gesundheitssektor mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Auch die Fachklinik hier in Altenberg ist ein Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung im Gesundheitsbereich.“

Die Johannesbad Fachklinik lebe vor allem von ihrem hochqualifizierten Personal, das auch Profisportler wie die Bobpiloten Cathleen Martini und Nico Walther sowie die Biathleten Ole Einar Björndalen und Michael Rösch schätzen, betont Hans-Jürgen Münch. „Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten sowie unsere Ärzte arbeiten seit vielen Jahren in unserer Einrichtung. Sie bilden sich regelmäßig weiter und sind so immer auf dem aktuellsten Stand.“ Denn auf Weiterbildung lege die Johannesbad Gruppe, einer der zehn größten deutschen Reha-Anbieter, großen Wert. Außerdem bildet das Unternehmen an den gruppeneigenen Johannesbad Medfachschulen in Bad Elster und Bad Füssing selbst Nachwuchs aus.

Siegel für zufriedene Gäste

Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, weiß um die Anforderungen der Rehabranche: „Schon in den 90er-Jahren, als gerne von Tango nach Fango gesprochen wurde, haben viele die Relevanz der qualitativ hochwertigen Rehabilitation unterschätzt.“ Der Mediziner und Familienunternehmer ergänzt: „Patienten und Zuweiser erwarten moderne qualifizierte Therapien in bestem Umfeld.“ Komfortable Zimmer, WLAN, ein breites Freizeitprogramm – von diesen Kriterien macht ein Patient heute seine Entscheidung für eine Reha-Klinik ebenso abhängig wie von der medizinischen Qualität. „Unsere Patienten sind in erster Linie unsere Gäste“, betont auch der Klinikleiter. Dafür wurde das Johannesbad Raupennest 2016 mit dem Zertifikat für mit dem „Q-Siegel der Stufe drei“ der Initiative Servicequalität Deutschland ausgezeichnet. Das bescheinigt, dass die Johannesbad Fachklinik die Qualität von Service und Leistung kontinuierlich weiterentwickelt und nachhaltig sichert.

Für diesen Standard hat die Johannesbad Gruppe in den vergangenen zwei Jahren insgesamt rund zwei Millionen Euro investiert. Es sind 14 neue Komfortzimmer entstanden, die Küche wurde modernisiert, das Bistro umgebaut, die Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zog in neue Räume. „Wenn wir die Gesundheit ganzheitlich begreifen wollen, so müssen wir auch unser Leistungsangebot ganzheitlich für die Menschen ausrichten“, betont Dr. Johannes Zwick für die Johannesbad Gruppe, die neun Reha-Kliniken in Deutschland unter ihrem Dach vereint. „Außerdem stärken wir den Standort Altenberg.“

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Bernd Witte leitet Johannesbad Fachklinik Saarschleife

Krankenhausmanager bringt Wissen und Netzwerk in Johannesbad Gruppe ein

METTLACH-ORSCHOLZ. Die Johannesbad Fachklinik, Gesundheits- und Reha-Zentrum Saarschleife bekommt einen neuen Leiter: Bernd Witte führt die Einrichtung der Johannesbad Gruppe seit 1. Juli 2017. Der Diplom-Wirtschaftsmathematiker hat zuletzt für eine konfessionelle Krankenhausgruppe im Projektmanagement sowie im Controlling gearbeitet. „Bernd Witte bringt durch seine bisherige Tätigkeit ein großes Netzwerk und viele Kontakte zu Kostenträgern mit“, sagt Dr. med. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, zu der die Einrichtung in Mettlach-Orscholz gehört. Er ergänzt: „Von seinem breiten Wissen und seiner Erfahrung wird die gesamte Gruppe mit neun Kliniken und sieben Hotels profitieren.“ Bernd Witte folgt auf Claudia Eilhauer, die die Johannesbad Fachklinik Saarschleife einige Monate kommissarisch geführt hatte. Jetzt widmet sie sich wieder ganz ihren Aufgaben als Leiterin der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing.

Die Johannesbad Einrichtung in Mettlach-Orscholz setzt in Zukunft noch stärker auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Behandlung. Bernd Witte will die Abteilungen der Johannesbad Fachklinik Saarschleife wie Orthopädie, Psychosomatik, Innere Medizin, Neurologie und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) noch stärker vernetzen. Er sagt: „Unsere Ärzte und Therapeuten erzielen vor allem in enger Zusammenarbeit bestmögliche Erfolge für unsere Patienten.“

 

 

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Russisch Roulette mit den Drogen

Anti-Drogentag am 26. Juni: Dr. Elmira Marks warnt vor synthetischen Substanzen und Legal Highs – Suchtkranke berichten in der Prävention

SCHMALLENBERG. Drogenkonsumenten werden immer jünger. Zwei Prozent der 12- bis 15-Jährigen nehmen bereits regelmäßig Cannabis zu sich. „Und die Zahl derer, die bereits mit Drogen in Berührung kamen, liegt noch viel höher“, sagt Dr. Elmira Marks anlässlich des Anti-Drogentags am Montag, 26. Juni. Die Therapeutische Leiterin der Johannesbad Fachklinik Holthauser Mühle, die Suchtabhängige behandelt, warnt vor allem vor synthetischen Drogen. Neben künstlich hergestellten Cannabinoiden und Opiaten greifen gerade auch Jugendliche verstärkt zu den sogenannten „Legal Highs“. „Diese neuen psychoaktiven Substanzen haben eine deutlich stärkere toxische Wirkung“, betont die approbierte Diplom-Psychologin. Außerdem seien die Bestandteile der Legal Highs kaum kontrollierbar. „Wer diese Mittel zu sich nimmt, spielt bewusst Russisches Roulette. Denn meist ist unklar, was in den Pulvern, Kristallen und Tabletten steckt. Oft sind das hoch dosierte chemische Substanzen, deren Wirkung unberechenbar ist.“

Drogen gibt es heute online – wenn auch illegal – zu kaufen. Im Darknet finden auch Jugendliche verbotene Substanzen. Dr. Elmira Marks, die seit fünf Jahren in den Suchteinrichtungen der Johannesbad Gruppe in Fredeburg arbeitet, weiß: „Unglückliche Kinder aus problembelasteten Familien sind besonders gefährdet, Drogen zu nehmen.“ Denn: Sie fühlen sich häufig einsam, abgelehnt und nicht beachtet. „Sie leiden unter einem niedrigen Selbstwertgefühl, können nicht gut Frust und Traurigkeit aushalten und versuchen, mit Drogen ihre Gefühle zu regulieren.“ Auch traumatische Erfahrungen wie Misshandlungen und Missbrauch sowie deren Folgen versuchten Menschen mit Drogen zu kontrollieren. Weitere Ursachen gerade bei Jugendlichen für den Drogenkonsum seien Frust und Langweile, beispielsweise bei Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Auch die sogenannten Peer-Groups spielen eine entscheidende Rolle, wie Dr. Elmira Marks erklärt: „Wer zu einer Clique gehören will, in deren Mittelpunkt der gemeinsame Drogenkonsum steht, dem fällt es ziemlich schwer, ‚Nein‘ zu sagen.“

Angriff auf das junge Gehirn

Die Therapeutin selbst ist gegen eine Legalisierung von Drogen. „Die Patienten, die zur medizinischen Rehabilitation in die Johannesbad Fachkliniken Fredeburg kommen, weisen häufig neben einer Abhängigkeitserkrankung psychische und somatische Krankheiten auf. Dazu zählen posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen mit und ohne selbstverletzendes Verhalten, Psychosen, ADHS, Ess- und Angststörungen, Depressionen, aber auch körperliche Erkrankungen verursacht durch HIV oder Hepatitis.“ Hinzu kämen durch den Konsum aller Drogen Abhängigkeit und drogenbedingte Infektionskrankheiten. „Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, denn die Hirnstrukturen sind bis zum 21. Lebensjahr noch nicht ausgereift“, warnt Dr. Elmira Marks und ergänzt: „Konsum von Drogen ist immer ein Gesundheitsrisiko – unter 21 Jahren ist es aber hoch riskant.“ Häufig würden Drogenabhängige dann den Anforderungen einer Ausbildung oder eines Studiums nicht mehr gerecht. Außerdem steigt das Risiko bei regelmäßigem Konsum von Cannabis im Jugendalter, an Schizophrenie zu erkranken. Auch Atemwegserkrankungen seien häufiger, da Cannabis in Deutschland bevorzugt geraucht wird.

Dr. Elmira Marks und ihr Team wollen die durch die Sucht gekennzeichneten Menschen in der Gesellschaft wieder eingliedern. Neben der medizinisch-somatischen Versorgung, der Psycho-, Arbeits-, Bewegungs- und Physiotherapie werden die Abhängigen auch psychosozial beraten. „Besonderen Stellenwert haben die Berufsorientierungsmaßnahmen in der Therapie“, erklärt Dr. Elmira Marks, denn: „Wenn die Abhängigen durch einen strukturierten Alltag gestützt werden und Erfolg sowie positive Gefühle durch die Arbeit erleben, stehen die Chancen für die Abstinenz ziemlich gut.“

Wahre Geschichten, die abschrecken

Darüber hinaus beeindrucken die Geschichten der Patienten in den Johannesbad Fachkliniken Azubis und Schüler: kein Schulabschluss, keine Ausbildung, keine Freunde, die Familie wendet sich ab, ein Riesenberg Schulden. „Wenn ein Abhängiger schildert, wie er in die Sucht gerutscht ist und wie hart es ist, wieder herauszukommen, schreckt das stärker ab als jeder Film oder gar eine ganze Woche Prävention an der Schule oder im Betrieb“, sagt auch Sozialarbeiterin Romy Friederici aus der Johannesbad Fachklinik Fredeburg. „Wie rutscht man in die Sucht? Wann spürt man, dass man abhängig ist? Das sind Fragen, die die jungen Menschen wirklich beschäftigen“, berichtet sie, „die Antworten können nur die Betroffenen selbst geben.“

Die Johannesbad Kliniken Fredeburg arbeiten in der Präventionsarbeit für Auszubildende auch mit Firmen wie Thyssen Krupp Mill Services & Systems, Pierburg Neuss, Fuchs Meinerzhagen oder der Gemeinschafts-Lehrwerkstatt-Arnsberg GmbH sowie mit Schulen zusammen. „Damit leisten wir einen entscheidenden Teil in der Präventionsarbeit“, weiß Dr. Elmira Marks aus Erfahrungen.

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Großer Schritt für Kleine: Flexirente gibt Kindern Recht auf Rehabilitation

Neues Gesetz stärkt stationäre Gesundheitsmaßnahmen für kleine Patienten – noch immer stellen zu wenige Eltern einen Reha-Antrag

BAD FÜSSING/KÖLPINSEE. Viele Kinder, denen eine Kinderrehabilitation helfen kann, werden künftig vom neuen Flexirentengesetz profitieren. Denn: Jetzt steht ihnen und allen anderen chronisch kranken Kindern diese Maßnahme auch rechtlich zu. Dr. med. York Dhein, der Vorstandsvorsitzende Johannesbad Unternehmensgruppe, wertet das als Meilenstein für viele Betroffene. Im „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“, kurz Flexirentengesetz, ist der Anspruch auf Kinderreha jetzt verankert. „Sie ist nun eine Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherungsträger. Das war eine ganz wichtige Entscheidung für die Gesundheit der Kinder“, sagt Dr. York Dhein. Anspruch auf eine Reha haben betroffene Kinder jetzt auch alle zwei Jahre und nicht wie bisher im vierjährigen Turnus.

Lange haben Verbände für diesen Durchbruch gearbeitet. Die häufigsten Indikationen für eine Kinderreha, auch in der Johannesbad Fachklinik Ostseestrand auf Usedom, sind Erkrankungen der Atemwege und der Haut sowie Adipositas und psychische Krankheiten wie beispielsweise AD(H)S. „Gerade bei diesen Krankheiten sind regelmäßige Reha-Aufenthalte entscheidend für eine langfristig anhaltende Besserung“, erklärt Dr. York Dhein. Anschließend sind die Kinder und Jugendlichen seltener auf starke Medikamente angewiesen. Das Ziel der Behandlung ist die spätere Erwerbsfähigkeit der Betroffenen. Dazu gehören nun mit dem Flexirentengesetz auch die Schul- und Ausbildungsfähigkeit. Bislang vorhandene Indikationsbeschränkungen wurden aufgehoben. „Das ist ein großer Fortschritt“, lobt der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe.

Mehr chronisch Kranke – weniger Anträge
Immer mehr Kinder leiden an chronischen Krankheiten – 3,2 Millionen waren es 2013 laut Robert-Koch-Institut und damit 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die Zahl der Anträge für Kinderrehabilitation hingegen geht kontinuierlich zurück. Waren es im Jahr 2008 nach Angaben der Deutschen Ärztezeitung noch 37.568 Anträge, sanken sie bis 2013 um 29 Prozent. Ein möglicher Grund: Die Antragstellung ist für viele Eltern schwierig. Auch Kinder- und Hausärzte wagen sich oft nicht daran. Dr. York Dhein sagt: „Mit dem neuen Gesetz zur Flexirente zeigt sich deutlich: Die Rentenversicherungen haben ein Interesse an der Kinderreha.“ In 75 Prozent aller beantragten Kinderreha-Maßnahmen übernimmt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) die Kosten. Bis zum 31.07.2018 wird die DRV eine detaillierte Richtlinie zur Kinder- und Jugendrehabilitation vorlegen, die sich an den Ansprüchen im Flexirentengesetz orientiert.

Klarer Weg in die Reha
Der Weg zu einer Kinderreha ist klar vorgegeben – und von Eltern einfach zu beantragen: Dem Antrag ist ein Bericht des Arztes mit den medizinischen Befunden beizulegen; anschließend entscheidet die Antragsstelle je nach Art und Schweregrad der gesundheitlichen Einschränkungen, ob das Kind ambulant oder stationär behandelt wird. Stationäre Heilverfahren wie auf Usedom in der Johannesbad Fachklinik Ostseestrand dauern für Kinder mit Atemwegserkrankungen durchschnittlich drei Wochen, für Adipositas-Patienten sind es bis zu sechs Wochen.

Bis zum zehnten Geburtstag der jungen Reha-Patienten übernimmt der Kostenträger – Rentenversicherung oder Krankenkasse – auch die Reisekosten für Begleitpersonen. Älteren Kindern steht eine Begleitung nur dann zu, wenn schwerwiegende Gründe dafür sprechen. Dies sind: Entwicklungsverzögerungen, körperliche Beeinträchtigung (wie beispielsweise Rollstuhl), fehlende Gruppenfähigkeit, mangelndes Sozialverhalten. Kliniken für Kinderrehabilitation wie die Johannesbad Fachklinik Ostseestrand auf Usedom verfügen über Schulen, in denen die Kinder während ihres Aufenthaltes unterrichtet werden. Sollte der Kostenträger einen Antrag auf eine Kinderrehabilitation ablehnen, sollten Eltern mit dem Arzt oder auch der Wunschklinik den Widerspruch innerhalb der Frist von vier Wochen formulieren.

Vier Schritte zur Kinderreha:

  1. Holen Sie die Reha-Empfehlung vom Kinder- und Jugendarzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Hausarzt ein.
  2. Stellen Sie den Antrag an den Kostenträger. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sind gleichrangig für die Erbringung stationärer Leistungen zur Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen zuständig. Formulare finden Sie unter: www.ostseestrandklinik.de.
    Legen Sie dem Antrag auf die Kinder- und Jugendrehabilitation einen ärztlichen Bericht inklusive medizinischer Befunde bei und senden Sie alles per Post an den Kostenträger.
  3. Melden Sie sich nach Antragsbewilligung an der Klinik an und klären Sie den Termin für den Reha-Aufenthalt. Der Kostenträger empfiehlt der Familie – abhängig von der Grunderkrankung Ihres Kindes – eine passende Reha-Einrichtung, Eltern können aber auch eine Wunschklinik bei Antragsstellung angeben.
  4. Bei der Anmeldung können Eltern Fragen hinsichtlich Anreise, Gepäck, Unterbringung, Schulunterricht direkt mit der gewählten Reha-Klinik klären.

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Großer Schritt für Kleine: Flexirente gibt Kindern Recht auf Rehabilitation

Neues Gesetz stärkt stationäre Gesundheitsmaßnahmen für kleine Patienten – noch immer stellen zu wenige Eltern einen Reha-Antrag

BAD FÜSSING/KÖLPINSEE. Viele Kinder, denen eine Kinderrehabilitation helfen kann, werden künftig vom neuen Flexirentengesetz profitieren. Denn: Jetzt steht ihnen und allen anderen chronisch kranken Kindern diese Maßnahme auch rechtlich zu. Dr. med. York Dhein, der Vorstandsvorsitzende Johannesbad Unternehmensgruppe, wertet das als Meilenstein für viele Betroffene. Im „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“, kurz Flexirentengesetz, ist der Anspruch auf Kinderreha jetzt verankert. „Sie ist nun eine Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherungsträger. Das war eine ganz wichtige Entscheidung für die Gesundheit der Kinder“, sagt Dr. York Dhein. Anspruch auf eine Reha haben betroffene Kinder jetzt auch alle zwei Jahre und nicht wie bisher im vierjährigen Turnus.

Lange haben Verbände für diesen Durchbruch gearbeitet. Die häufigsten Indikationen für eine Kinderreha, auch in der Johannesbad Fachklinik Ostseestrand auf Usedom, sind Erkrankungen der Atemwege und der Haut sowie Adipositas und psychische Krankheiten wie beispielsweise AD(H)S. „Gerade bei diesen Krankheiten sind regelmäßige Reha-Aufenthalte entscheidend für eine langfristig anhaltende Besserung“, erklärt Dr. York Dhein. Anschließend sind die Kinder und Jugendlichen seltener auf starke Medikamente angewiesen. Das Ziel der Behandlung ist die spätere Erwerbsfähigkeit der Betroffenen. Dazu gehören nun mit dem Flexirentengesetz auch die Schul- und Ausbildungsfähigkeit. Bislang vorhandene Indikationsbeschränkungen wurden aufgehoben. „Das ist ein großer Fortschritt“, lobt der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe.

Mehr chronisch Kranke – weniger Anträge

Immer mehr Kinder leiden an chronischen Krankheiten – 3,2 Millionen waren es 2013 laut Robert-Koch-Institut und damit 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die Zahl der Anträge für Kinderrehabilitation hingegen geht kontinuierlich zurück. Waren es im Jahr 2008 nach Angaben der Deutschen Ärztezeitung noch 37.568 Anträge, sanken sie bis 2013 um 29 Prozent. Ein möglicher Grund: Die Antragstellung ist für viele Eltern schwierig. Auch Kinder- und Hausärzte wagen sich oft nicht daran. Dr. York Dhein sagt: „Mit dem neuen Gesetz zur Flexirente zeigt sich deutlich: Die Rentenversicherungen haben ein Interesse an der Kinderreha.“ In 75 Prozent aller beantragten Kinderreha-Maßnahmen übernimmt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) die Kosten. Bis zum 31.07.2018 wird die DRV eine detaillierte Richtlinie zur Kinder- und Jugendrehabilitation vorlegen, die sich an den Ansprüchen im Flexirentengesetz orientiert.

Klarer Weg in die Reha

Der Weg zu einer Kinderreha ist klar vorgegeben – und von Eltern einfach zu beantragen: Dem Antrag ist ein Bericht des Arztes mit den medizinischen Befunden beizulegen; anschließend entscheidet die Antragsstelle je nach Art und Schweregrad der gesundheitlichen Einschränkungen, ob das Kind ambulant oder stationär behandelt wird. Stationäre Heilverfahren wie auf Usedom in der Johannesbad Fachklinik Ostseestrand dauern für Kinder mit Atemwegserkrankungen durchschnittlich drei Wochen, für Adipositas-Patienten sind es bis zu sechs Wochen.

Bis zum zehnten Geburtstag der jungen Reha-Patienten übernimmt der Kostenträger – Rentenversicherung oder Krankenkasse – auch die Reisekosten für Begleitpersonen. Älteren Kindern steht eine Begleitung nur dann zu, wenn schwerwiegende Gründe dafür sprechen. Dies sind: Entwicklungsverzögerungen, körperliche Beeinträchtigung (wie beispielsweise Rollstuhl), fehlende Gruppenfähigkeit, mangelndes Sozialverhalten. Kliniken für Kinderrehabilitation wie die Johannesbad Fachklinik Ostseestrand auf Usedom verfügen über Schulen, in denen die Kinder während ihres Aufenthaltes unterrichtet werden. Sollte der Kostenträger einen Antrag auf eine Kinderrehabilitation ablehnen, sollten Eltern mit dem Arzt oder auch der Wunschklinik den Widerspruch innerhalb der Frist von vier Wochen formulieren.

Vier Schritte zur Kinderreha:

  1. Holen Sie die Reha-Empfehlung vom Kinder- und Jugendarzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Hausarzt ein.
  2. Stellen Sie den Antrag an den Kostenträger. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sind gleichrangig für die Erbringung stationärer Leistungen zur Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen zuständig. Formulare finden Sie unter: www.ostseestrandklinik.de.
    Legen Sie dem Antrag auf die Kinder- und Jugendrehabilitation einen ärztlichen Bericht inklusive medizinischer Befunde bei und senden Sie alles per Post an den Kostenträger.
  3. Melden Sie sich nach Antragsbewilligung an der Klinik an und klären Sie den Termin für den Reha-Aufenthalt. Der Kostenträger empfiehlt der Familie – abhängig von der Grunderkrankung Ihres Kindes – eine passende Reha-Einrichtung, Eltern können aber auch eine Wunschklinik bei Antragsstellung angeben.

Bei der Anmeldung können Eltern Fragen hinsichtlich Anreise, Gepäck, Unterbringung, Schulunterricht direkt mit der gewählten Reha-Klinik klären.

 

Pressekontakt

Simon Pink

Johannesbad Holding AG & Co. KG

Leitung Marketing & Unternehmenskommunikation

Johannesstraße 2

94072 Bad Füssing

Tel. +49 8531 23-2875

simon.pink@johannesbad.de

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