Sabine Wagner

 

22. Klinikvertreter- und 14. TRT-Treffen der Deutschen Tinnitus-Liga e.V.: „Tinnitus – eine Frage der Wahrnehmung“

Experten aus ganz Deutschland kamen zum 22. Klinikvertreter- und 14. TRT-Treffen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. nach Kassel. Foto: Sabine Wagner.

Der Qualitätszirkel der Tinnitus-Behandler aus dem stationären und ambulanten Bereich traf sich auf Einladung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) am 9. Februar 2019 in der Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe. Zu diesem 22. Klinikvertreter- und 14. TRT-Treffen kamen rund 50 Fachleute aus Tinnitus-Kliniken und ambulanten Tinnitus-Zentren, HNO-Ärzte, Psychotherapeuten und Hörakustiker, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei Ohrgeräuschen auszutauschen.

Volker Albert, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL), begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wies darauf hin, dass die DTL nun als einzige Selbsthilfeorganisation offizieller Partner der EU-geförderten Forschungsgruppe TIN-ACT (Tinnitus Assessment – Causes – Treatments) ist. Beteiligt sind Forscher aus Groningen, Marseille, Nottingham, Berlin und Erlangen. Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel, stellvertretender DTL-Vorstandsvorsitzender, berichtete über die Entwicklung in der Rehabilitations- und Krankenhausbehandlung sowie in den ambulanten Tinnitus-Retraining-Therapie-Zentren (TRT). So wurden gemäß den Angaben der teilnehmenden Kliniken im Jahr 2018 dort insgesamt 6052 Tinnitus-Patienten behandelt: 4227 Patienten unterzogen sich einer Rehabilitationsbehandlung, 1594 Patienten einer Krankenhausbehandlung und 231 einer stationären Behandlung im Auftrag der Berufsgenossenschaft.

Der Neurowissenschaftler Dr. Lars Haab von der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes sprach über „Hörminderung und Tinnitus aus neuronaler Sicht“. Er zeigte anhand von Forschungsergebnissen auf, dass es bei einem Hörverlust zu einer erhöhten Nervenaktivität kommt. Bei Tinnitus führt diese Übererregung der Nerven dazu, dass die Betroffenen einen Ton wahrnehmen, der gar nicht da ist. Dr. Haab zufolge lasse sich daraus jedoch nicht erklären, warum manche Menschen unter dem Ohrgeräusch leiden und andere nicht. Dies wiederum sei dadurch erklärbar, dass manche Betroffenen dem Tinnitus zu viel Aufmerksamkeit beimessen. Ein negativer Stimulus lenke die Aufmerksamkeit intensiver auf sich als ein neutraler Reiz. Wird der Tinnitus also als negativ eingeordnet, weil beispielsweise Angst damit verbunden ist, wird dem Ohrgeräusch zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Dies ist auch der Grund dafür, dass Menschen mit Depressionen oder Angsterkrankungen häufiger unter dem Tinnitus leiden, während andere der Ton nicht so sehr stört. Bewährte Behandlungen sind die Nutzung von Hörgeräten sowie die Verhaltenstherapie, die die Betroffenen dabei unterstützt, den Fokus der Aufmerksamkeit besser vom Tinnitus weglenken zu können.

Diplom-Ingenieur Carsten Ruhe referierte über „Hörgerechte Barrierefreiheit“ und schilderte, worauf es beim barrierefreien Planen und Bauen ankommt. In einer sehr anschaulichen Gruppenübung machte er deutlich, dass wir alle von irgendeiner Form von Einschränkung betroffen sind, ob es nun eine Hörminderung, eine Laktoseintoleranz oder eine Sehschwäche ist. „Wir sind alle nur darin gleich, dass wir verschieden behindert sind. Also ist barrierefreies Bauen Bauen für alle“, so Ruhe.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Prof. Goebel moderiert wurde und an der Dr. Lars Haab, Dr. Uso Walter, Aleksander Winiarski, Dr. Roland Zeh und Carsten Ruhe teilnahmen, ging es um das Thema „Tinnitus-Messen“. Dabei wurde kontrovers diskutiert, ob es sinnvoll sei, die Tinnitus-Frequenz zu bestimmen oder nicht. So führt Dr. Roland Zeh, Chefarzt der Median-Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim, keine Tinnitus-Messung durch, weil sie in der Klinik keine Bedeutung habe und eher die Aufmerksamkeitsfokussierung auf den Tinnitus fördere. Andere HNO-Ärzte wiederum waren der Auffassung, die Patienten fühlten sich nicht ernst genommen, wenn keine Tinnitus-Messung durchgeführt werde. Einige nutzen dies auch, um dem Patienten den Zusammenhang zwischen Hörminderung und Tinnitus darzustellen.

Am Nachmittag standen drei verschiedene Workshops auf dem Programm. In Workshop 1 bei Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel stand das Thema „Neue Ansätze in der apparativen Tinnitus-Therapie: Hält das TMNMT (tailor-made notched music training), was es verspricht?“ im Mittelpunkt. Apps zur Tinnitus-Behandlung sind derzeit sehr verbreitet, für ihre Wirksamkeit liegt jedoch keine Evidenz vor. Dr. Helmut Schaaf vom Ohr- und Hörinstitut Bad Arolsen gab in Workshop 2 eine „Kleine Einführung in die Tinnitus-Wahrnehmung“. Vor dem Hintergrund seiner 25-jährigen Erfahrung in der Therapie von Tinnitus-Betroffenen schildert er Tinnitus als ein Symptom der Hörwahrnehmung. In Workshop 3 stellte Diplom-Pädagogin Christine Staemmler, Dresdner Zentrum für Tinnitus-Retraining-Therapie, die Grundzüge der Tinnitus-Retraining-Therapie vor, die eine Veränderung der Hörwahrnehmung und Verbesserung der Hörfähigkeit, Entspannungsfähigkeit und Stressverarbeitung zum Ziel hat. Dr. Matthias Staemmler schilderte die HNO-ärztliche Untersuchung und Behandlung von Ohrgeräuschen anhand von Fallbeispielen. Der Tinnitus ist nur zehn bis 15 Dezibel laut, wird aber oft viel lauter empfunden. „Dass der Tinnitus so laut gehört wird, ist eine Frage der Wahrnehmung“, so Dr. Staemmler. 

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 80 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

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Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. warnt: Silvesterknaller und -raketen können Schwerhörigkeit und Ohrgeräusche verursachen

Der Jahreswechsel wird wieder laut: Um Mitternacht werden zahllose Raketen und Knaller angezündet. Der Brauch, mit dem viele Menschen das alte Jahr verabschieden und das neue willkommen heißen, ist jedoch gefährlich: Böller und Raketen können schwere Gehörschäden verursachen. Ein solches Knalltrauma kann eine lebenslange Schwerhörigkeit sowie Tinnitus auslösen, warnt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL).

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. rät daher, sich von Silvesterknallern und -raketen fernzuhalten und die Ohren durch Ohrstöpsel zu schützen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNOKHC) erleiden jedes Jahr rund 8.000 Menschen hierzulande eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Die Folgen können lebenslang bestehen bleiben: Tinnitus und Schwerhörigkeit, insbesondere bei hohen Tönen. Besonders oft sind Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene zwischen sechs und 25 Jahren von Knalltraumen betroffen. Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche.

Vor einigen Jahren wurde im Zuge der Harmonisierung europäischer Gesetze die deutsche Sprengstoffverordnung gelockert, was zur Folge hat, dass mitunter mehr als doppelt so viel Sprengmasse verwendet werden darf als zuvor – und zum Teil sogar Sprengstoffmengen auf dem Markt sind, die vorher nur Pyrotechnikern zur Verfügung standen. Dies stellt eine noch größere Gefahr für die Ohren dar, denn: Je mehr Sprengstoff, desto lauter sind die Knallkörper.

Wenn Raketen oder Böller weniger als zwei Meter entfernt von den Ohren explodieren, wirken laut DGHNOKHC etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse auf das Gehör. Sie erreichen Spitzen von bis zu 160 Dezibel Schalldruckpegel. Da sich Lautstärke aus einer Kombination von Schalldruck und Dauer ergibt, nimmt das Ohr diese kurzen Spitzenpegel weniger als Lärm wahr und ist für Hörschäden besonders anfällig, weshalb Innenohrverletzungen gerade an Silvester besonders häufig entstehen. Durch Knalltraumen werden die Hörsinneszellen, Stützzellen und andere Teile der sogenannten Hörschnecke im Innenohr bleibend geschädigt, die Spätfolgen sind oft nur noch durch ein Hörgerät auszugleichen. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. warnt daher vor dem Gebrauch der Silvesterknaller und fordert eine bessere Aufklärung über die Gefahren, beispielsweise in Schulen und Jugendeinrichtungen. 

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

– Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. –

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„Tinnitus – gibt es einen Weg zurück in die Stille?“ Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. am Donnerstag, 27. September 2018 in Berlin

Viele Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, leiden unter den ständigen Geräuschen in ihren Ohren ‒ darunter, dass niemals Stille herrscht. Oftmals sind eine große psychische Belastung sowie Schlaf- und Konzentrationsstörungen damit verbunden. Am Donnerstag, den 27. September 2018 richtet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) in Berlin ein Seminar zum Thema „Tinnitus ‒ gibt es einen Weg zurück in die Stille?“ aus, das Betroffenen Möglichkeiten aufzeigt, wie sie trotz ihrer Ohrgeräusche wieder zur Ruhe kommen können. Veranstaltungsort ist das Cityhostel Berlin, Konferenzraum 8, Glinkastraße 5-7 in 10117 Berlin. Das Tinnitus-Betroffenen-Seminar beginnt um 17.00 Uhr.

Nach einer Begrüßung durch Tamara Oetting, Berliner Beratungsbüro der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., referieren namhafte Experten über verschiedene Aspekte rund um die Themen Tinnitus und Schwerhörigkeit. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes und erster stellvertretender Sprecher des Fachlichen Beirats der DTL. Zum Auftakt informiert Tamara Oetting über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. und wie eine Tinnitus-Bewältigung in der Gemeinschaft gelingen kann. In seinem Vortrag über das hochaktuelle Thema „Neue Ansätze einer apparativen Tinnitus-Therapie“ geht Prof. Dr. med. Gerhard Goebel der Frage nach, ob die „Tailor-made-notched-music-Therapie“, die derzeit beispielsweise mit der App Tinnitracks sehr stark in den Medien präsent ist, hält, was sie verspricht. Auch Behandlungsmethoden wie Tinnitus Help, Tinniwell, mynoise oder das Hörgerät Signa-Notch werden thematisiert.

Dennis Moeller, Hörakustiker bei Flemming & Klingbeil in Berlin, gibt in seinem Beitrag „Entlastung durch Hörhilfen“ Aufschluss darüber, wie die richtige Hörgeräteversorgung Tinnitus-Betroffene unterstützen kann. Der Musiktherapeut Hannes Rose, Berater im Berliner Büro der DTL, erläutert, wie die „Tinnituszentrierte Musiktherapie nach Dr. Annette Cramer“ dazu beitragen kann, den Tinnitus besser zu bewältigen und strapazierten Ohren zu einem neuen Hören zu verhelfen. Nach den Vorträgen können Fragen an die Referenten gestellt werden. Außerdem bietet die Firma Flemming & Klingbeil einen kostenlosen Hörtest an.

Veranstaltungsort: Cityhostel Berlin, Konferenzraum 8, Glinkastraße 5-7, 10117 Berlin
Beginn: 17.00 Uhr, Ende: ca. 20.00 Uhr
Eintritt: 6 Euro; ermäßigt für DTL-Mitglieder: 3 Euro
Um Anmeldung beim Berliner Beratungsbüro der DTL wird gebeten:
Telefon: 030 688 11 277; Fax: 030 688 11 278; E-Mail: tinnitus-berlin@online.de

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U-Bahn U2, Bahnhof Mohrenstraße; U6, Bahnhof Stadtmitte, Bus 200

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Pressekontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) · Sabine Wagner · Am Lohsiepen 18 · 42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24 · Fax: 0202 24652-20 · E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de

 

 

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„Tinnitus ‒ da kann man doch was tun!“ ‒ Seminar der Selbsthilfegruppe Bremen und der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. am Donnerstag, 20. September 2018 in Bremen

Viele Menschen, die von Tinnitus betroffen sind und teils erheblich unter ihren Ohrgeräuschen leiden, bekommen von ihrem Arzt zu hören, da könne man nichts machen. Dass es sehr wohl Strategien für einen besseren Umgang mit dem Ohrgeräusch gibt, zeigt das Seminar „Tinnitus ‒ da kann man doch was tun!“ am Donnerstag, den 20. September 2018 auf. Die Veranstaltung wird ausgerichtet von der Tinnitus-Selbsthilfegruppe Bremen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) und mit Unterstützung der Bremer Krankenkassen sowie der Stadtbibliothek Bremen. Veranstaltungsort ist der „Wall Saal“ in der Stadtbibliothek (Altes Polizeihaus), Am Wall 201, 28195 Bremen. Das Tinnitus-Betroffenen-Seminar beginnt um 17.00 Uhr.

Nach einer Begrüßung durch Gisela Nawroth, Sprecherin der Selbsthilfegruppe Bremen, und Volker Albert, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., referieren namhafte Experten über verschiedene Aspekte rund um die Themen Tinnitus und Schwerhörigkeit. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DTL und erster stellvertretender Sprecher des Fachlichen Beirats. Zum Auftakt halten Volker Albert und die Heilpraktikerin für Psychotherapie Edith Baillieu einen Vortrag zum Thema „Gelungene Kommunikation mit Pfiff“. Sie gehen insbesondere auf den Einfluss des Tinnitus auf die Kommunikation ein und schildern, wie diese trotzdem gelingen kann.

In ihrem Beitrag „Neues aus Wissenschaft und Forschung“ berichtet Prof. Dr. med. Birgit Mazurek, Direktorin des Tinnituszentrums Charité – Universitätsmedizin Berlin, über den aktuellen Stand in der Tinnitus-Forschung. Der Leitende Psychologe der Schön Klinik Bad Bramstedt, Mykola Fink, erläutert in seinem Vortrag „Resilienz – seelische Widerstandskraft“, wie man durch Veränderungen im Denken und Verhalten Fähigkeiten entwickeln kann, um besser mit Schwierigkeiten im Leben umzugehen. Zum Abschluss spricht der HNO-Arzt Aleksander Winiarski aus Bremen über „Kognitives HNO-Counselling in der Gruppe, Counselling im Wandel“ und erklärt, warum eine verständliche Aufklärung und Beratung für die Tinnitus-Behandlung so wichtig ist.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Außerdem können sich die Teilnehmer über die Leistungen und Angebote der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. informieren.

Veranstaltungsort: „Wall Saal“ in der Stadtbibliothek (Altes Polizeihaus), Am Wall 201, 28195 Bremen
Beginn: 17.00 Uhr, Einlass: 16.30 Uhr, Ende: ca. 20.30 Uhr
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Pressekontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) · Sabine Wagner · Am Lohsiepen 18 · 42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24 · Fax: 0202 24652-20 · E-Mail: s.wagner[at]tinnitus-liga.de

 

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„Terror ‒ Tinnitus“: Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. am Donnerstag, 23. August 2018 in Potsdam

Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, leiden häufig sehr unter ihren Ohrgeräuschen, denn oftmals sind eine große psychische Belastung und Begleiterscheinungen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen damit verbunden. Nicht wenige fühlen sich von den Geräuschen im Ohr regelrecht „terrorisiert“. Am Donnerstag, den 23. August 2018 richtet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) in Potsdam ein Seminar zum Thema „Terror ‒ Tinnitus“ aus, das Betroffenen eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch bieten soll. Veranstaltungsort ist proWissen Potsdam e. V., WIS im Bildungsforum, Am Kanal 47 in 14467 Potsdam. Das Tinnitus-Betroffenen-Seminar beginnt um 17.00 Uhr.

Nach einer Begrüßung durch Tamara Oetting, Berliner Beratungsbüro der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., referieren namhafte Experten über verschiedene Aspekte rund um die Themen Tinnitus und Schwerhörigkeit. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes und erster stellvertretender Sprecher des Fachlichen Beirats der DTL. Zum Auftakt spricht Prof. Dr. med. habil. Dipl.-Psych. Dieter Seefeldt über das „Phänomen Tinnitus – Informationen und Orientierungshilfen aus ganzheitlicher Perspektive“. Der Referent ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Im Anschluss daran hält Volker Albert, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., einen Vortrag zum Thema „Ich höre was, was Du nicht hörst … Über die Kultur des Hörens und das Pfeifen im Ohr“. Er schildert den Einfluss des Hörens auf das Gehirn und die Psyche sowie insbesondere des Tinnitus auf die Kommunikation.

Die Hörakustik-Meisterin Dipl.-Ing. Julia Klaper aus Potsdam gibt in ihrem Beitrag „Fachkompetenz rund ums Hören“ Aufschluss darüber, wie die richtige Hörgeräteversorgung Tinnitus-Betroffene unterstützen kann. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Außerdem können sich die Teilnehmer über die Leistungen und Angebote der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. informieren.

Veranstaltungsort: proWissen Potsdam e. V., WIS im Bildungsforum, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Beginn: 17.00 Uhr, Ende: ca. 20.00 Uhr
Eintritt: 6 Euro; ermäßigt für DTL-Mitglieder: 3 Euro

Um Anmeldung beim Berliner Beratungsbüro der DTL wird gebeten:
Telefon: 030 688 11 277
Fax: 030 688 11 278
E-Mail: tinnitus-berlin@online.de

Der Veranstaltungsort ist mit den folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: Haltestelle „Platz der Einheit/Bildungsforum“, Tram-Linien 93, 94, 99 und Bus 692.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Pressekontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) · Sabine Wagner · Am Lohsiepen 18 · 42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24 · Fax: 0202 24652-20 · E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de

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Ehrenamtlichen-Schulung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.: „Die Laienkompetenz der DTL wird in Politik und Gesellschaft geschätzt“

Bei der Schulung der ehrenamtlich Aktiven in der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL), die vom 1. bis 3. Juni 2018 in Königswinter stattfand, stand relevantes Wissen für die Arbeit in den Selbsthilfegruppen und der Beratung auf dem Programm. Die vielfältigen Themen der Vorträge und Workshops zeigten einmal mehr, dass es bei Tinnitus sehr wohl zahlreiche Methoden zur Linderung der Belastung gibt. Rund 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet – darunter Sprecher der Selbsthilfegruppen, DTL-Berater und Referenten – kamen zu der durch die IKK classic geförderten Veranstaltung.

Die Selbsthilfe gilt in Deutschland als „vierte Säule“ im Gesundheitswesen. Volker Albert, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., hob in seiner Begrüßungsrede am Freitag die Bedeutung der DTL für Betroffene und ihr fundiertes Wissen über Tinnitus hervor: „Wir in der DTL haben eine Laienkompetenz, die in Politik und Gesellschaft geschätzt wird.“ Weiterhin machte Volker Albert deutlich, wie bereits im Februar veröffentlicht wurde, dass er ein letztes Mal für das Amt des Vorsitzenden kandidieren werde, um ausreichend Zeit für die Einführung eines potenziellen Nachfolgers zu haben. Aus aktuellem Anlass des Inkrafttretens der Datenschutz-Grundverordnung am 25. Mai 2018 erklärte DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann, worauf die Selbsthilfegruppen ab sofort in ihrer Arbeit achten müssen.

Ein ebenfalls aktuelles Thema griff Daniel Jux, Projektmanager der BAG Selbsthilfe, in seinem Vortrag „Demografischer Wandel und Herausforderungen an die Selbsthilfe“ am Samstagvormittag auf. Er erläuterte, dass unsere Bevölkerung „älter, weniger und multikultureller“ werde, und was dies für die Selbsthilfe bedeute. So seien junge Menschen eine umworbene Zielgruppe, auf deren Bedürfnisse eingegangen werden müsse, um sie für die Selbsthilfe zu gewinnen. 22,5 Prozent der Bürger hierzulande haben einen Migrationshintergrund, was spezielle Maßnahmen besonders in der Kommunikation erfordere, um das Selbsthilfeangebot auch für diese zugänglich zu machen. Auch habe sich die Bedeutung der Familie verändert, weshalb die Selbsthilfegruppe das Potenzial habe, „im demografischen Wandel die Familie der Zukunft zu werden“.

Dr. med. Roland Zeh, Chefarzt an der MEDIAN-Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim, sprach über „CI-Rehabilitation für stark Hörgeschädigte und Tinnitus-Betroffene“. Er schilderte den Hörvorgang, die Funktionsweise eines Cochlea-Implantats (CI) sowie die verschiedenen Bausteine der Rehabilitation nach einer CI-OP. Gut 80 Prozent der Menschen mit Tinnitus haben Dr. Zeh zufolge auch eine Hörbeeinträchtigung. Man könne mit einem Cochlea-Implantat den Tinnitus therapieren beziehungsweise überdecken, jedoch nur, wenn eine entsprechend starke Hörminderung vorliege. „Je besser Sie trotz Ihrer Schwerhörigkeit hören, desto weniger wird Sie Ihr Tinnitus belasten“, so Dr. Zehs Fazit.

Der Samstagnachmittag bot ein spannendes und vielfältiges Workshop-Programm, das einmal mehr die irrige Annahme widerlegte, bei Tinnitus „könne man nichts machen“. Im Workshop von Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender des DTL-Vorstandes, ging es um „Notfallberatung bei akutem Tinnitus bei Schwerst-Betroffenen“ sowie um die Frage, wie man akut Betroffenen adäquat hilft. Der „Umgang mit depressiven Tinnitus-Betroffenen“ wurde im Workshop des Diplom-Psychologen Detlef Kranz thematisiert. Leichtere Töne im wahrsten Sinne des Wortes wurden beim „Heilsamen Singen“ mit der Musiktherapeutin Elisabeth Schmitt angeschlagen. Meister Yang Song ging von der körperlichen Seite aus und leitete „Entspannungsübungen aus dem Tai Chi für Hörbehinderte und von Tinnitus und Morbus Menière Betroffene“ an. Dr. Wolfgang Kohls stellte die „Triggerpunktakupunktur als Behandlungsmethode bei Tinnitus“ vor. Die Neurofeedback-Trainerin Dorte Schmid zeigte anschaulich das „Neurofeedback als Behandlungsmethode bei chronischem Tinnitus“ auf, bei dem über Elektroden am Kopf Hirnströme gemessen werden. Ein computergestütztes Verfahren versetzt den Betroffenen so in die Lage, sich bewusst zu entspannen.

Diplom-Ingenieur Carsten Ruhe sprach am Sonntagvormittag über „Hörgerechte Barrierefreiheit“ und worauf es beim barrierefreien Planen und Bauen ankommt. Ruhe hatte im Veranstaltungsraum eine induktive Höranlage aufgebaut, um deren Vorteile zu demonstrieren. „Mit einer induktiven Höranlage sitzen Sie akustisch in der ersten Reihe, auch wenn Sie ganz hinten sitzen“, so Ruhe.

Bei der abschließenden Feedback-Runde waren sich die Teilnehmer einig: „Sehr gute Vorträge, tolle Workshops – wir nehmen immer ganz viel mit für unsere Arbeit in den Gruppen!“ Besonders wichtig sind allen auch die Gemeinschaft sowie der Austausch der Selbsthilfegruppen untereinander.

Bildunterschrift:
Rund 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zur Schulung der Ehrenamtlichen der DTL nach Königswinter. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

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„Ich höre was, was du nicht hörst: Tinnitus!“ – Seminar der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.

Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, leiden häufig sehr unter ihren Ohrgeräuschen, denn oftmals sind eine große psychische Belastung und Begleiterscheinungen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen damit verbunden. Charakteristisch ist dabei, dass die Geräusche nur der Betroffene selbst hört. Am Donnerstag, den 17. Mai 2018 richtet die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) in Murnau ein Seminar zum Thema „Ich höre was, was du nicht hörst: Tinnitus!“ aus, das Betroffenen eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch bieten soll. Veranstaltungsort ist die BG Unfallklinik Murnau, Prof.-Küntscher-Straße 8, Hörsaal Ebene 1 in 82418 Murnau, Beginn ist um 17.00 Uhr.

Nach einer Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister des Marktes Murnau am Staffelsee, Rolf Beuting, sowie durch Christian Schroth, Kaufmännischer Direktor der BG Unfallklinik Murnau, referieren namhafte Experten über verschiedene Aspekte rund um die Themen Tinnitus und Schwerhörigkeit. Zum Auftakt spricht der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., Volker Albert, der selbst auch in Murnau lebt, über das Thema „Tinnitus-Hilfe aus Sicht eines Betroffenen: Sprachverständlichkeit, Hörsysteme und Co. – wie der Zugang zu den Emotionen erleichtert und die Sprachverständlichkeit verbessert wird“. Er erläutert sehr anschaulich, was die aus Hörproblemen resultierenden Kommunikationsschwierigkeiten auf emotionaler Ebene bei den Betroffenen und ihren Angehörigen auslösen.

„Chronischer Tinnitus – Belastungen im Alltag“ lautet der Titel des Referats von Dr. med. Volker Kratzsch, Ärztlicher Direktor der HELIOS Klinik Am Stiftsberg in Bad Grönenbach. Dr. Kratzsch zeigt Wege auf, wie man besser mit der täglichen Belastung durch die Ohrgeräusche umgehen kann. Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DTL, erklärt in seinem Vortrag „Was gibt es Neues? Sinnvolles, Ungeprüftes und Abzocke in der Therapie bei Tinnitus“, welche Behandlungsmethoden bei Ohrgeräuschen sinnvoll sind und welche nicht. Die Zuhörer erhalten so einen Überblick, um angesichts der vielen als Erfolg versprechend beworbenen Therapien „die Spreu vom Weizen trennen“ zu können.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Ein regional ansässiger Hörakustiker steht ebenfalls für Fragen zur Verfügung und bietet kostenlose Hörtests an. Mit der Veranstaltung soll auch die Gründung einer Selbsthilfegruppe in Murnau und dem Landkreis initiiert werden. Zudem können sich die Teilnehmer über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. und ihr Angebot informieren.

Veranstaltungsort: BG Unfallklinik Murnau, Prof.-Küntscher-Straße 8, Hörsaal Ebene 1, 82418 Murnau
Beginn: 17.00 Uhr, Einlass: ab 16.30 Uhr, Ende: ca. 20.30 Uhr
Eintritt: 6 Euro; ermäßigt für DTL-Mitglieder: 3 Euro
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Pressekontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) · Sabine Wagner · Am Lohsiepen 18 · 42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24 · Fax: 0202 24652-20 · E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de


Über die BG Unfallklinik Murnau
Die BG Unfallklinik Murnau ist als Maximalversorger eines der größten überregionalen Traumazentren in Deutschland: von der Rettung und Behandlung bis hin zur Rehabilitation Schwerverletzter. Das hoch spezialisierte Traumazentrum gehört zur Unternehmensgruppe der BG Kliniken – Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH. Die BG Unfallklinik Murnau versorgt und begleitet Patienten von der Erstversorgung am Unfallort bis zur erfolgreichen sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Gemäß dem Grundsatz der gesetzlichen Unfallversicherung „mit allen geeigneten Mitteln“ finden Patienten hier eine ganzheitliche medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Weitere Informationen finden Sie unter: www.bgu-murnau.de

Pressekontakt:
BG Unfallklinik Murnau   Lisa Schwede   Leiterin Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation   Prof.-Küntscher-Str. 8   82418 Murnau am Staffelsee
Tel.: 08841 48-4484   Fax: 08841 48-444484   E-Mail: lisa.schwede@bgu-murnau.de

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Deutsche Tinnitus-Liga e. V. unterstützt 21. Tag gegen Lärm am 25. April mit bundesweiten Veranstaltungen

Unter dem Motto „Laut war gestern“ findet am Mittwoch, den 25. April 2018 der 21. Tag gegen Lärm statt, zeitgleich mit dem International Noise Awareness Day. Das diesjährige Motto verdeutlicht zum einen, dass in vielen Bereichen in den letzten Jahren in puncto Lärmprävention Erfolge erzielt wurden. Zum anderen zeigt es aber auch auf, dass der Wunsch nach einer angenehmen akustischen Umwelt in der Bevölkerung sehr groß ist. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) unterstützt auch in diesem Jahr wieder mit bundesweiten Aktionen den Tag gegen Lärm, der hierzulande initiiert wird von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA).

Die Aktionen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) und ihrer Selbsthilfegruppen sind auch in diesem Jahr wieder sehr vielfältig. So richtet das Berliner Beratungsbüro der DTL gemeinsam mit dem Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) unter dem Motto „Was Sie schon immer über Tinnitus und Lärm wissen wollten“ eine Expertenrunde zum Thema Tinnitus und Lärmprävention aus, an der sich neben einer DTL-Beraterin ein HNO-Arzt, eine Psychologin und eine Hörakustikerin beteiligen. Die offene Fragerunde bietet Betroffenen und Interessierten ausreichend Zeit, um alle Fragen rund um Tinnitus und Lärm zu stellen, die sie auf dem Herzen haben.

Der Paul-Gerhardt-Kindergarten in Kulmbach veranstaltet in Zusammenarbeit mit Steffi Daubitz, DTL-Vorstandsmitglied und Erzieherin, wieder ein Projekt zur Lärmprävention für Kinder. Die Aufmerksamkeit auf die Ursachen und Wirkungen von Lärm zu lenken mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, ist Schwerpunkt dieser Aktion. Außerdem machen Selbsthilfegruppen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. mit Infoständen auf die Gefahren der Lärmbelastung aufmerksam. Folgendes wird an den einzelnen Stationen angeboten:


Berlin
„Was Sie schon immer über Tinnitus und Lärm wissen wollten“ – Expertenrunde zu Tinnitus und Lärmprävention am Unfallkrankenhaus Berlin (UKB)
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), Hörsaal im Kesselhaus, Warener Straße 7, 12683 Berlin
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 11.00-13.00 Uhr
In der offenen Fragerunde haben Betroffene und Interessierte ausreichend Zeit, alle Fragen rund um Tinnitus, Lärm und Schwerhörigkeit zu stellen, die sie auf dem Herzen haben. Die Teilnehmer der Expertenrunde – Dr. med. Philipp Mittmann, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Reha-Arzt am Unfallkrankenhaus Berlin, die Psychologin Isabelle Stolper, M. Sc., ebenfalls vom UKB, die Hörakustik-Meisterin Jennifer Koch sowie Tamara Oetting, Beraterin des Berliner Beratungsbüros der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. ‒ stehen kompetent Rede und Antwort.

Rostock
Ort: Rathaus Rostock, Neuer Markt 1, 18055 Rostock
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 10.00-14.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe „Ohrwurm“ Rostock der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) präsentiert sich am Tag gegen Lärm im Rahmen des Rostocker Gesundheitstages von 10.00-14.00 Uhr im Rathaus Rostock mit einem Infostand. Ein regional ansässiger Hörakustiker bietet zudem einen kostenlosen Hörtest an.

Singen
Ort: AWO (Arbeiterwohlfahrt), Heinrich-Weber-Platz 2, 78224 Singen
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 13.00-15.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppen Singen und Radolfzell stellen sich mit einem Infostand vor und klären über die Lärmproblematik sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der Lärmbelastung auf.

Hof
Ort: Hörgeräteladen Alexander Toth, Bismarckstraße 21, 95028 Hof
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe Hof informiert im Hörgeräteladen Alexander Toth über das Thema Lärmbelastung sowie über Tinnitus, Hörsturz, Morbus Menière und Hyperakusis. Außerdem bietet der Hörakustikermeister Alexander Toth einen kostenlosen Hörtest an.

Kulmbach
Ort:
Einkaufszentrum fritz Kulmbach, Fritz-Hornschuch-Straße 9, 95326 Kulmbach
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 10.00-14.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe Kulmbach stellt sich und die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. an ihrem Infostand vor. Die Veranstaltung soll die Öffentlichkeit über Lärm, seine Ursachen und gesundheitlichen Auswirkungen informieren und die Menschen für die Lärmproblematik sowie für die Sinneswahrnehmung Hören sensibilisieren.

Kulmbach
Ort:
Paul-Gerhardt-Kindergarten der DIE KITA gGmbH, Friedrich-Schönauer-Straße 17, 95326 Kulmbach
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, vormittags
Dies ist keine öffentliche Veranstaltung.
Die Aufmerksamkeit auf die Ursachen und Wirkungen von Lärm zu lenken mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, ist Schwerpunkt einer Aktion des Paul-Gerhardt-Kindergartens in Kulmbach zum Tag gegen Lärm. In diesem Projekt werden sich die Kinder des Paul-Gerhardt-Kindergartens mit dem Thema Hören und den Auswirkungen von Lärm auseinandersetzen, um bewusstes Verhalten in Bezug auf Lärm zu erlernen.

Bildunterschrift:
„Lärm war gestern“ – das Plakat zum 21. Tag gegen Lärm. Plakat: Deutsche Gesellschaft für Akustik e. V. (DEGA).

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

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25 Jahre Tinnitus-Selbsthilfegruppe Frankfurt

Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, leiden häufig sehr unter ihren Ohrgeräuschen, doch nicht alle Therapieangebote sind seriös. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) hält Prof. Dr. med. Gerhard Goebel am Donnerstag, den 1. März 2018 einen Vortrag zum Thema „Aktuelle Aspekte der Tinnitus- und Hyperakusis-Behandlung – Was ist hilfreich und was ist Unsinn?“. Der Tinnitus-Experte und stellvertretende Vorsitzende der DTL erklärt in seinem Referat, welche Therapien bei Ohrgeräuschen und Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) sinnvoll sind und welche nicht. Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten so einen Überblick, um angesichts der vielen als Erfolg versprechend beworbenen Behandlungen „die Spreu vom Weizen“ trennen zu können. Die Vortragsveranstaltung findet statt im Haus Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2 in Frankfurt-Preungesheim. Beginn ist um 19.00 Uhr. Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe Frankfurt lädt alle Interessierten herzlich zu ihrer Jubiläumsveranstaltung ein. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Selbsthilfegruppe in Frankfurt am Main feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Im Februar 1993 traf sich die Selbsthilfegruppe der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) erstmals. Seitdem bietet sie Betroffenen in Frankfurt und Umgebung eine wertvolle Unterstützung: Der Erfahrungsaustausch untereinander kann die Belastung lindern und fundierte medizinische Informationen über die Tinnitus-Symptomatik werden vermittelt.

25 Jahre Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.
Veranstaltungsort: Haus Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, Frankfurt am Main-Preungesheim
Datum: Donnerstag, 1. März 2018, 19.00 Uhr

Kontakt: Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Günther Kraus (Sprecher der Selbsthilfegruppe)
E-Mail: gikraus@t-online.de

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

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Experten diskutieren beim 21. Klinikvertretertreffen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.

Seit über 20 Jahren sind die Tinnitus-Kliniken und die Selbsthilfe hierzulande vernetzt: Auf Einladung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) trafen sich auch in diesem Jahr wieder rund 60 Experten in der Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe. Die Fachleute aus Tinnitus-Kliniken und ambulanten Tinnitus-Zentren, HNO-Ärzte, Psychotherapeuten und Hörakustiker tauschten sich am 3. Februar 2018 über Behandlungsmöglichkeiten bei Ohrgeräuschen aus. Diesmal standen Vorträge und Workshops über Hörgeräte, Resilienz, Hypnosetherapie, Musiktherapie und die Versorgung mit Cochlea-Implantaten auf dem Programm.

Volker Albert, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Tinnitus-Liga e. V., DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann sowie die Verwaltungsleiterin der Habichtswald-Klinik Tanja Löwenstein hießen die Teilnehmer des 21. Klinikvertretertreffens und 13. TRT-Treffens herzlich willkommen. Volker Albert stellte die von der DTL geplante Aktion des „Tinnitus-Selbsthilfe-freundlichen Krankenhauses“ vor, die die Kooperation zwischen den Kliniken und der DTL sowie ihrer Selbsthilfegruppen vor Ort noch weiter verbessern soll. In seiner Begrüßungsrede sprach er zudem an, dass es zu wenig ambulante Psychotherapeuten gebe, die sich mit Patienten mit Hörschädigungen auskennen.

Experten aus ganz Deutschland kamen zum 21. Klinikvertretertreffen und 13. TRT-Treffen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. nach Kassel. Foto: Sabine Wagner.

Dass die Experten der DTL stets auf dem neuesten Stand der Forschung sind, zeigte sich einmal mehr, als aus aktuellem Anlass einer jüngst publizierten US-amerikanischen Studie kurzerhand noch ein Beitrag von Dr. Helmut Schaaf, Leitender Oberarzt der Tinnitus-Klinik Dr. Hesse, über die „Tinnitus-Beeinflussung durch bi-modale Stimulation“ ins Programm genommen wurde. Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorsitzender der DTL, berichtete im Anschluss über die Entwicklung der Tinnitus-Behandlung in den Krankenhäusern und Rehakliniken. Gemäß den Angaben von 16 Kliniken ließen sich im Jahr 2017 insgesamt 5089 Tinnitus-Patienten dort behandeln; 3794 Patienten unterzogen sich einer Rehabilitation, 1161 einer Krankenhausbehandlung, und in 134 Fällen fand eine Unfallbehandlung statt.

Über „Moderne Hörgeräte bei Tinnitus“ sprach Dr. Martin Kinkel von KIND Hörgeräte. Seit 1996 gebe es digitale Hörgeräte und in diesen mehr als 20 Jahren habe sich deren Rechenleistung mehr als verhundertfacht. Mit der Erhöhung des Festbetrages für Hörgeräte im Jahr 2013 gingen auch erhöhte Anforderungen an Hörgeräte einher. So zeichneten sich moderne Hörgeräte unter anderem durch Mehrkanaligkeit, die Einstellung auf den individuellen Hörverlust, eine aktive Rückkopplungsunterdrückung und durch Störschallreduktion mittels Modulationsanalyse aus. Hörgeräte können auch hilfreich sein bei Tinnitus: So werde das auditorische System besser durch Umweltgeräusche beschäftigt und das Ohrgeräusch könne so überdeckt werden.

Der Begriff „Resilienz“ wird im Deutschen häufig im Sinne von Widerstandskraft oder Widerstandsfähigkeit benutzt. Mykola Fink, Leitender Psychologe der Schön Klinik Bad Bramstedt, zeigte in seinem Beitrag auf, wie Resilienz dazu beitragen kann, eine für die psychische und physische Gesundheit förderliche Verhaltensweise zu entwickeln. Er beschrieb, wie man durch Veränderungen im Denken und Verhalten Fähigkeiten erlangen kann, um besser mit Schwierigkeiten im Leben, Krisen oder auch Schicksalsschlägen umzugehen. Der Diplom-Psychologe Detlef Kranz führte in seinem Referat in die „Möglichkeiten der modernen Hypnosetherapie bei Tinnitus“ ein. Kranz zufolge sei die Hypnotherapie nur sinnvoll, wenn sie in eine andere Therapieform, beispielsweise die Verhaltenstherapie, eingebunden sei. Dabei sei nicht die Trance selbst die Therapie, sondern die Trance werde in der psychotherapeutischen Arbeit genutzt: In Trance werden Gefühle intensiver erlebt und man habe besseren Zugang zu unbewussten Prozessen und Gefühlen.

In seinem Workshop am Nachmittag vertiefte Detlef Kranz das Thema „Hypnosetherapie“ noch weiter mithilfe von Gruppenübungen. Dr. Heike Argstatter vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung DZM e. V. in Heidelberg hielt einen Workshop über „Musiktherapie bei Tinnitus“ und ging dabei auch auf die Musiktherapie bei Cochlea-Implantat-Trägern ein. Im Workshop „Qualitätssicherung in der CI-Versorgung“ erläuterte Dr. Roland Zeh von der MEDIAN-Kaiserberg-Klinik in Bad Nauheim die verschiedenen Komponenten der Rehabilitation nach der Versorgung mit einem Cochlea-Implantat.

Der gemeinsame Qualitätszirkel der Klinik- und TRT-/ADANO-VertreterInnen aus dem ambulanten und stationären Bereich wurde gemäß der aktuell gültigen Fortbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen, den zugehörigen Richtlinien sowie der Empfehlungen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Fortbildung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel durchgeführt.

 

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

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