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Expertenrunde zum „Betrieblichen Eingliederungsmanagement“ tagt im Berufsförderungswerk München

Beratung, Vorsorge und Wiedereingliederung in den Beruf waren das Thema einer Expertenrunde, die sich am 10. November im Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon getroffen hat. Über 20 Vertreter von Firmen, Behörden und Beratungsagenturen informierten sich über die praktischen Möglichkeiten des gesetzlich vorgeschriebenen „Betrieblichen Eingliederungsmanagements“ (BEM). Im Zentrum der jährlichen BFW-Expertenrunde standen diesmal die Erfahrungen und Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.

Stefan Maier, DRV Bayern Süd

Stefan Maier, DRV Bayern Süd

Kirchseeon – Ein BEM stehe Beschäftigten nach 6 Wochen krankheitsbedingter Fehlzeit zu und könne ganz unterschiedlich aussehen, erklärte Stefan Maier, der das Betriebliche Eingliederungsmanagement für die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd mit aufgebaut hat. Von einfachen technischen Hilfen wie z.B. einem höhenverstellbaren Tisch über vorübergehende Arbeitserleichterungen bis hin zur Heimarbeit habe er schon verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Ziel sei es jeweils, die Arbeitskraft in Einvernehmen mit dem Arbeitnehmer zu erhalten. „Dafür ist es wichtig, eine Vertrauensbasis zu schaffen“, schilderte Maier seine Erfahrungen. „BEM ist immer freiwillig, darum sollte man nicht nur förmlich einladen, sondern auch die ‚Mundpropaganda‘ muss stimmen. Und sie stimmt, wenn das Ergebnis passt.“

Marion Kiem, DRV Bayern Süd

Marion Kiem, DRV Bayern Süd

Damit Krankheit nicht zum Regelfall werde, biete die Rentenversicherung auch Präventionsleistungen an, erklärte Marion Kiem von der DRV Bayern Süd. Hier würden Mitarbeiter in vier Phasen zu einem gesünderen und erfüllteren Lebensstil angeleitet: Zunächst bekommen die Teilnehmer in einem Klinikaufenthalt Grundlagen und Handreichungen vermittelt, die sie in einer anschließenden „ambulanten“ Trainingsphase konkret umsetzen sollen. Danach ist in der dritten Phase Eigeninitiative gefragt: Der neue Lebensstil muss als Gewohnheit in den eigenen Alltag integriert werden. Zu guter Letzt sollen die Teilnehmer danach in einer „Refresher“-Einheit ihre Erfahrungen reflektieren und dauerhaft festigen. Um diese Angebote in den Unternehmen bekannt zu machen, biete die DRV Bayern Süd einen bundesweit kostenlosen Firmenservice an, der eine Lotsenfunktion in der vielfältigen Angebotslandschaft erfülle.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Bericht über das „BEM-Netz“, ein deutsch-österreichisches Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, „kreative“ BEM-Maßnahmen zu entwickeln und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer nutzbar zu machen.

Beratung und Informationen rund um das Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ bietet das „Case-Management“ des Berufsförderungswerks München, das Sie unter der Telefonnummer 08091 / 51 33 10 oder der E-Mail-Adresse cm@bfw-muenchen.de erreichen.

Hintergrund: Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe. Integriert ist außerdem ein „Ausbildungshotel“, in dem angehende Hotelkaufleute erste Erfahrungen in ihrem Beruf sammeln können.


Verordnung von Reha wird einfacher

Beitrag zur Entbürokratisierung nutzt Ärzten und Patienten

Medizinische Rehabilitation – Deutlich einfacher wird für die niedergelassenen Ärzte die Verordnung einer medizinischen Rehabilitation

Berlin, 15. Oktober 2015 – „Ab 1. April nächsten Jahres kann jeder Vertragsarzt eine medizinische Rehabilitation verordnen. Dafür wird er dann auch nur noch ein Formular brauchen. Damit haben wir eine Erleichterung für Patienten und Ärzte geschaffen und außerdem noch einen Beitrag zur Entbürokratisierung geleistet“, erklärte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), heute in Berlin.

Zum Hintergrund: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner heutigen Sitzung eine Neufassung der Rehabilitations-Richtlinie beschlossen. Bislang mussten Ärzte zwei Antragsformulare im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zur Verordnung nutzen. Ein Formular, nämlich der „Antrag auf einen Antrag“, wird ab 1. April 2016 wegfallen. Außerdem werden Ärzte dafür dann nicht mehr eine zusätzliche medizinische Qualifikation nachweisen müssen.

Kontakt:

Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin
Pressesprecher Roland Stahl
Tel.: 030 4005-2201
Fax: 030 4005-2290
E-Mail: rstahl@kbv.de
www.kbv.de


Mit Therapie zum Rock-Comeback

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Bewohner des Albert-Schweitzer-Hauses der RHM Kliniken und Pflegeheime in Bad Dürkheim schaffte seinen Weg zurück ins Leben über die Liebe zur Rock-Musik.

Bad Dürkheim. „Wenn ich nur eine Gitarre hätte, dann würde ich selbst wieder Musik machen können“, träumte Gerhard Fitting vor einiger Zeit im Gesprächskreis des Albert-Schweitzer-Hauses in Bad Dürkheim, das zurzeit sein Zuhause ist. Die Therapeuten des Wohnheims der RHM Kliniken und Pflegeheime nahmen ihn ernst und so stellte er jetzt unter dem Künstlernamen „Gerhard Fitting Junior’s Blondcat“ seine erste CD „princess of love“ vor.

Früheres Leben motivierte
Manchmal bedarf es nur eines Anstoßes, um sich einen Traum zu verwirklichen. So ging es auch bei Gerhard Fitting, der aufgrund einer psychischen Erkrankung derzeit im Albert-Schweitzer-Haus in Bad Dürkheim lebt. In seinem „früheren Leben“ spielte er Gitarre in einer Rockband, mit regelmäßigen Auftritten vor begeistertem Publikum und echten Fans, die der Band zu jedem Auftritt nachreisten. Zu dieser Zeit und mit seiner Musik hatte er sich wertgeschätzt und wohl gefühlt. Die Musik hatte ihn stets beflügelt.

Gerhard Fitting mit seiner selbst gefertigten E-Gitarre.

Gerhard Fitting mit seiner selbst gefertigten E-Gitarre.

Traum wurde Projekt in der Arbeitstherapie
Der Arbeitstherapeut im Albert-Schweitzer-Haus nahm ihn beim Wort und in die Pflicht und so begann für Gerhard Fitting mit seinem „Gitarren-Projekt“ eine neue Zeit. Erst wurde gründlich recherchiert, was man braucht, um eine Gitarre zu bauen. Dann wurden konkrete Baupläne erstellt, Material ausgesucht und eingekauft. In mehreren Arbeitsschritten entstand dann aus Holz, elektronischen und mechanischen Bauteilen eine E-Gitarre – seine E-Gitarre mit einem großartigen Klang!

Therapieraum wurde zum Proberaum
Fortan wurde der Therapieraum auch Proberaum. Gerhard Fitting nutzte jede freie Minute, um wieder fit zu werden an seinem Instrument. Sein damals selbst komponierter Song „princess of love“ begeisterte Mitarbeiter und Mitbewohner des Albert-Schweitzer-Hauses. Und so wurde – mit Unterstützung der Therapeuten – in einem Tonstudio in Mannheim der Song eingespielt und eine CD produziert. Die Maxi-CD ist jetzt im Albert-Schweitzer-Haus bei Gerhard Fitting zu erwerben.

Das Albert-Schweitzer-Haus der RHM Kliniken und Pflegeheime in Bad Dürkheim

Das Albert-Schweitzer-Haus der RHM Kliniken und Pflegeheime in Bad Dürkheim

Individuelle Hilfe im Albert-Schweitzer-Haus
Das Albert-Schweitzer-Haus der RHM Klinik- und Pflegeheimgruppe bietet Menschen, die psychisch erkrankt sind, ein Zuhause. Es ist eine modern gestaltete, offene, gemischt geschlechtliche stationäre Einrichtung, die individuelle Eingliederungshilfe nach SGB XII leistet. Dabei steht im Mittelpunkt aller Unterstützungsleistungen – im Sinne des Namensgebers – der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen und Anforderungen. Die Einrichtung betreut speziell junge Erwachsene nach Maßregelvollzug, mehrfach psychisch erkrankte Menschen mit Hauptdiagnose Schizophrenie sowie Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung. Sie psychisch zu stabilisieren und zu befähigen, das Leben wieder aus eigener Kraft meistern zu können, steht im Zentrum der Betreuung.

Kompetenz im starken Verbund
Das Albert-Schweitzer-Haus gehört zur RHM Klinikgruppe, die in diesem Jahr mit den MEDIAN Kliniken zu einem Unternehmen zusammenwachsen wird. Bis Ende 2015 entsteht eine Klinikgruppe mit mehr als 70 Häusern, etwa 12.000 Betten und annähernd 9.500 Beschäftigten. Von der Therapieerfahrung und den hohen Qualitätsmaßstäben der Gruppe profitieren dann jährlich rund 180.000 Patienten und Bewohner.

Achtung Redaktionen:

Den Song „princess of love“ finden Sie auch auf Youtube unter dem Link: https://youtu.be/CSj0WcuqgTw

 

Die Maxi-CD ist zu bestellen für 9,90 Euro (inkl. Verpackung und Versand).

Kontakt für Bestellung:
Albert-Schweitzer-Haus
Stellv. Einrichtungsleiter Thomas Hornbruch
Sonnenwendstraße 86  |  67098 Bad Dürkheim
Tel.: 06322 794-250
E-Mail: ash@rhm-kliniken.de

Kontoverbindung:
RHM Krankenhaus GmbH
Sparkasse Rhein-Haardt
Konto-Nr.: 131 110  |  BLZ: 546 512 40
IBAN: DE41 5465 1240 0000 1311 10
Verwendungszweck: Fitting Gerhard CD


ORPEA baut internationales Netzwerk durch den Erwerb der deutschen Residenz-Gruppe Bremen aus

Starke Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr 2015: +26,1% auf 1.123,1 Mio. Euro. / Ausbau des internationalen Netzwerkes durch den Erwerb der deutschen Residenz-Gruppe Bremen, 3.006 Betten (38 Einrichtungen) / Erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheins in Höhe von 310,5 Mio. Euro / Erhöhung der Umsatzprognose 2015 auf 2.380 Mio. Euro.

Puteaux, Frankreich (ots) – Die ORPEA-Gruppe, eines der führenden Unternehmen im Bereich der umfassenden Betreuung pflegebedürftiger Personen (Pflegeheime, Reha-Kliniken und psychiatrische Kliniken), gibt heute den von der Gruppe in dem am 30. Juni abgeschlossenen 1. Halbjahr 2015 erzielten Umsatz sowie die Übernahme eines Netzwerkes von Pflegeheimen in Deutschland (38 Einrichtungen) bekannt.

Wachstumsdynamik im 2. Quartal 2015 weiter beschleunigt.
Senevita (Schweiz) wurde ab dem 1. April 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen, Silver Care (Deutschland) ab dem 1. Juli 2014, während SeneCura (Österreich) am 1. April 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurde. Celenus Kliniken wird ab dem 2. Halbjahr 2015 im Konsolidierungskreis berücksichtigt werden.

Yves Le Masne, CEO der ORPEA, kommentiert wie folgt: „Die starke Wachstumsdynamik hat sich weiter beschleunigt. Der Umsatz verzeichnet im 2. Quartal 2015 eine Steigerung um +26,5% (+25,7% im 1. Quartal). 32% des Konzerngeschäfts wird nunmehr im Ausland generiert.

ORPEA erzielte so im 1. Halbjahr 2015 einen Umsatz von 1.123,1 Millionen Euro (+26,1%) und liegt damit erstmals für einen Halbjahreszeitraum über der 1-Milliarde-Umsatzschwelle, d.h. über dem für das Gesamtgeschäftsjahr 2010 verzeichneten Umsatz.

Diese ausgezeichnete Geschäftsdynamik ist unverändert das Ergebnis der Kombination von zwei grundlegenden Faktoren des von ORPEA verfolgten Modells:

  • ein solides organisches Wachstum (+5,7%), das von der im Berichtshalbjahr erfolgten Eröffnung von 1.350 Betten (14 Einrichtungen) unterstützt wird, darunter 55% außerhalb Frankreichs (Belgien und Deutschland), und das ebenfalls – in allen Ländern – mit der erfreulichen Dynamik der historischen Einrichtungen verbunden ist
  • ein kräftiges externes Wachstum im Ausland, zu dem insbesondere die Übernahmen von Silver Care in Deutschland sowie von SeneCura in Österreich beitragen.

Dank des robusten Wachstums im ersten Halbjahr und unter Berücksichtigung des weiteren Ausbaus der deutschen Plattform mit der Übernahme der Residenz-Gruppe Bremen, erhöht ORPEA bereits zum zweiten Mal seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 ihre Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf nunmehr 2.380 Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber dem Umsatzausweis für das Geschäftsjahr 2014 einer Steigerung um 22%. “

Übernahme der Residenz-Gruppe Bremen in Deutschland
residenz-gruppe-logoORPEA hat eine Vereinbarung zur Übernahme des privaten Betreibers von Pflegeeinrichtungen der Residenz-Gruppe Bremen (RGB) unterzeichnet. Dieses Netzwerk, das in Bezug auf die geografische Vernetzung eine ausgezeichnete Ergänzung zu Silver Care bietet, zählt 3.006 Betten in 38 Einrichtungen:

  • RGB betreibt heute 2.496 Betten in 34 Einrichtungen
  • + 510 Betten in Bau (Ausbau von bestehenden Gebäuden und 4 neue Einrichtungen).

Die Residenz-Gruppe Bremen bietet eine attraktive Chance zur Stärkung der Präsenz von ORPEA im Nordwesten Deutschlands, unter Einhaltung der strategischen Akquisitionskriterien der Gruppe:

  • Die Zielgruppe verfügt über ein Qualitäts-Netzwerk mit 80% Einzelzimmern, modernen Gebäuden (86% sind weniger als 10 Jahre alt) und Standorten in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen sowie Hessen
  • Sie hat einen ausgezeichneten Ruf von Qualität und Zuverlässigkeit und besitzt ein erfahrenes lokales Managementteam, das weiter bestehen bleiben wird
  • Hochgradige geografische Komplementarität mit dem Netzwerk von Silver Care: Einige Einrichtungen werden sich perfekt in bereits bestehende Cluster einfügen können, und in der Region von Bremen wird ein neuer Cluster aufgebaut werden
  • Erhebliches Wertschöpfungspotenzial: Erweiterungsbauten in einigen Einrichtungen, Bau neuer Einrichtungen, Synergien beim Einkauf sowie in Bezug auf den Kostenaufwand für den Hauptsitz.

Dieser weitere Ausbau der Gruppe entspricht optimal der von ORPEA in Deutschland verfolgten Expansionsstrategie, bei der der Bau neuer Einrichtungen und gezielte Akquisitionen kombiniert werden. Die Integration in die Gruppe wird schrittweise erfolgen. Sie wird dadurch erleichtert werden, dass RGB von einer Kultur geprägt ist, die mit der von ORPEA verfolgten Kultur voll im Einklang steht: Qualität der Pflege und Dienstleistungen, Engagement im Dienste der Heim- und Residenzbewohner und deren Angehörigen sowie Engagement gegenüber den Mitarbeitern.

Die übernommene Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 67 Millionen Euro. Sie wird ab dem 4. Quartal 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Finanzierung der Akquisition erfolgt zu 100% über den Bestand an liquiden Mitteln der Gruppe.

ACXIT Capital Partners, vertreten durch Thomas Klack und sein Team, berieten die Gruppe als Finanzberater, während CMS Hasche Sigle als Rechtsberater für ORPEA tätig war.

Nach dieser Übernahme wird das deutsche Netz aus insgesamt 119 Einrichtungen mit 11.980 Betten bestehen, davon 1.037 im Bau. Mit dieser Transaktion kann ORPEA lediglich 12 Monate nach der ersten Niederlassung in Deutschland den Umfang ihres Netzwerkes in diesem Land verdoppeln.

Insgesamt erhöht sich damit das gesamte Netzwerk der Gruppe ORPEA auf nunmehr 653 Einrichtungen, d.h. 63.942 Betten (davon 9.611 Betten, die sich in Restrukturierung bzw. im Bau befinden). Der Auslandsanteil beträgt damit 49% des Netzwerkes (gegenüber 26% Ende 2013).

Verbesserung der finanziellen Flexibilität durch Begebung eines Schuldscheins in Höhe von 310,5 Millionen Euro
Im Rahmen der von der Gruppe verfolgten Strategie der Diversifizierung der Finanzierungsquellen sowie der Verbesserung ihrer finanziellen Flexibilität hat ORPEA im Juli ein weiteres Schuldscheindarlehen aufgelegt. Die Transaktion stieß auf hohes Interesse bei den Investoren: Das ursprüngliche Emissionsvolumen von 100 Millionen Euro wurde aufgrund der starken Nachfrage zu äußerst günstigen Bedingungen auf insgesamt 310,5 Millionen erhöht und mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Investoren aller Horizonte, sowohl aus Europa, als auch aus Asien, interessierten sich für das solide Modell von ORPEA.

Der Schuldschein wurde von BNP Paribas, Helaba – Arkea Banque und Société Générale CIB syndiziert.

Dr. Jean-Claude Marian, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von ORPEA, äußert sich hierzu wie folgt: „Mit den in lediglich 18 Monaten in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik sowie in der Schweiz erfolgten strategischen Übernahmen schreibt ORPEA ihre Expansion im Ausland weiter aktiv fort. Die Akquisition der Residenz-Gruppe Bremen eröffnet sowohl geografisch, als auch aus finanzieller Sicht eine bedeutende zusätzliche Wachstumschance für die deutsche Plattform.

Seit Beginn des Jahres 2015 beweist ORPEA damit erneut die Fähigkeit, das robuste Wachstum der Geschäftstätigkeit mit einer gezielten Wert schöpfenden Entwicklung und der Stärkung der finanziellen Flexibilität miteinander zu verknüpfen. Die erfolgreiche Begebung des Schuldscheins ermöglicht nicht nur eine Senkung der Kosten für die Verschuldung, sondern verleiht der finanziellen Fähigkeit der Gruppe selbstverständlich ebenfalls die Dynamik für ihre nachhaltige rentable Entwicklung. Nunmehr werden nahezu 50% der Umsätze im Ausland generiert. Auf dieser Basis stärkt die Gruppe die von ihr erreichte neue Größenordnung und wird ebenfalls die Expansion insbesondere in den deutschsprachigen Ländern weiter fortsetzen und gleichzeitig die Immobilieneigentumsquote weiter stärken können.“

Pressekontakt:

Steve Grobet
Investor Relations
Tel.: +33 (0)1 47 75 74 66
Email: s.grobet@orpea.net

NewCap.
Dusan Oresansky / Emmanuel Huynh
Tel.: +33 (0)1 44 71 94 94
orpea@newcap.fr

Medienarbeit:
NewCap.
Dusan Oresansky / Nicolas Merigeau
Tel.: +33 (0)1 44 71 94 94
orpea@newcap.fr

Über ORPEA (www.orpea-corp.com)
Gegründet 1989 und seit April 2002 an der Euronext Paris notiert, ist ORPEA ein führendes europäisches Unternehmen bei der integrierten Langzeitpflege und bei Anschlussheilbehandlungen. Die Gruppe verfügt über ein einzigartiges Netzwerk mit 653 Einrichtungen und 63.942 Betten (wovon 9.611 modernisiert oder neu eingerichtet werden), einschließlich

  • 32.792 Betten (wovon 3.931 modernisiert oder neu eingerichtet werden) verteilt auf 354 Einrichtungen in Frankreich
  • 31.150 Betten (wovon 5.680 modernisiert oder neu eingerichtet werden) verteilt auf 299 Einrichtungen im restlichen Europa (Belgien, Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien und Tschechische Republik) Segment A der Euronext Paris, einer Börse der Euronext-Gruppe Mitglied der Indizes CAC Mid 60, MSCI Small Cap Europe, SBF 120 und STOXX Europe 600
  • Mitglied des SRD ISIN:  FR0000184798 – Reuters:  ORP.PA – Bloomberg:  ORP FP Investorenverbindung: ORPEA Yves Le Masne CEO

Einfach wieder Boden unter den Füßen spüren

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Die Dr. Becker Klinik Möhnesee hat ihr therapeutisches Angebot um ein Element der naturgestützten Therapie erweitert: die Gartentherapie. Besonders Patienten mit psychosomatischen und psycho-kardiologischen Erkrankungen profitieren von der therapeutischen Gartenarbeit.

Möhnesee. Samen für eine Pflanze aussäen, mit den Händen in der Erde arbeiten, gießen, die ersten Triebe sprießen sehen – viele gartenbegeisterte Menschen wissen, wie beruhigend und wohltuend es sein kann, im Garten zu arbeiten. In Amerika hat man dieses Potenzial längst erkannt. Während dort die Gartentherapie schon lange erfolgreich zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden eingesetzt wird, ist die Therapieform in Deutschland noch weniger bekannt. Zu Unrecht, findet Katy Klinkigt, leitende Ergotherapeutin und nach IGGT zertifizierte Gartentherapeutin der Dr. Becker Klinik Möhnesee. Sie nutzte die Erfahrungen der amerikanischen Kollegen und entwickelte für die Behandlung ihrer Patienten in Möhnesee ein eigenes Therapiekonzept. „Die Gartentherapie ist sehr effektiv: Menschen mit Depressionen hilft sie dabei, ihre inneren Spannungen, Ängste und andere depressive Symptome zu reduzieren“, erklärt Klinkigt. Aber die Therapie wirkt noch weiter: „Sie verbessert die Sinnes- und Körperwahrnehmung, schult die Aufmerksamkeit und verbessert die Stimmung“, so die Gartentherapeutin.

Nicht nur Menschen, die bereits unter psychischen Beschwerden leiden, profitieren von der Gartenarbeit. Denn die Bewegung in einer ruhigen, natürlichen Umgebung hilft dabei, das seelische Gleichgewicht zu halten. „Gartenarbeit wirkt auch präventiv“, so Klinkigt. Sie fördere Neugier und Ausgeglichenheit, Aktivität und Entspannung zugleich. Das Besondere am Konzept der Gartentherapie ist nach Klinkigt, dass es den Patienten verschiedene Möglichkeiten und Ressourcen an die Hand gibt, mit denen sie diese Effekte dauerhaft und eigenständig nutzen können.

Tiefes Gefühl der Zufriedenheit
Die Patienten der Dr. Becker Klinik Möhnesee nehmen im Rahmen ihrer psychosomatischen oder kardiologischen Rehabilitation einmal pro Woche für 2,25 Stunden an der Gartentherapie teil. Für sie steht eine große Bandbreite der gärtnerischen Tätigkeiten zur Auswahl. Diese reichen von der Pflege des Gartens wie z. B. Boden lockern, Jäten, Pflanzen und Gießen, bis hin zur Planung und Umsetzung neuer Projekte. Für die Patienten ist die Gartentherapie ein wirksames Instrument, die eigene Lebensqualität zu steigern. „Im Garten zu sein, erlebe ich als sehr angenehm und wohltuend. Sich um die Pflanzen zu kümmern und sie wachsen zu sehen, gibt mir ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Das nehme ich von hier mit nachhause“, bestätigt eine Patientin.

Gerne können Sie sich auch vor Ort ein Bild vom klinikeigenen Therapiegarten machen, zum Beispiel am „Tag der offenen Gartentür“, am Samstag, dem 29.08.2015, von 10 bis 14 Uhr in der Dr. Becker Klinik Möhnesee, Schnappweg 2. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen persönlichen oder telefonischen Interviewtermin mit den Ärzten und Therapeuten der Klinik vereinbaren.

Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinik Möhnesee
Schnappweg 2
59519 Möhnesee
Tel.: 02924 800-0
Fax: 02924 800-557
www.dbkg.de/klinik-moehnesee

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezi-alisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizi-nischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psycho-Kardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin.


Bad Bocklet: Neuer Chefarzt der Psychosomatischen Klinik

Bad Bocklet. Privatdozent Dr. med. Dipl.-Psych. Georg Nikisch heißt ab dem 1. Juli 2015 der neue Chefarzt der Psychosomatischen Klinik im Rehabilitations- & Präventionszentrum Bad Bocklet. PD Dr. Georg Nikisch ist 1959 in Oppeln geboren, verheiratet und hat drei Kinder. Geschäftsführer Harald Barlage hat ihn im Rahmen einer kleinen Feierstunde begrüßt, dem ärztlichen Kollegium vorgestellt und ihm offiziell die chefärztliche Leitung der Psychosomatischen Klinik des Rehazentrums übertragen. „Ich freue mich“, so Barlage, „dass wir nach unserer bundesweiten Ausschreibung der Chefarztstelle, mit PD Dr. Nikisch einen solch versierten Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Diplom-Psychologen gewinnen konnten, der zudem noch aus dieser Region kommt und insofern Land und Leute gut kennt.“ Das ist gerade bei psychosomatischen Krankheitsbildern durchaus von Bedeutung, denn jede Region hat auch gesellschaftliche Besonderheiten.

PD Dr. med. Dipl.-Psych. Georg Nikisch, neuer Chefarzt Psychosomatik am Rehabilitations- & Präventionszentrum Bad Bocklet

PD Dr. med. Dipl.-Psych. Georg Nikisch

Georg Nikisch hat an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main zuerst das Studium der Psychologie und im Anschluss der Humanmedizin erfolgreich absolviert. Nach der Promotion erhielt er in 2004 die Facharztanerkennung für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Ernennung zum Privatdozenten erfolgte im Oktober 2011 an der Philipps-Universität in Marburg. Seit 1997 arbeitete PD Dr. Nikisch am Klinikum Fulda, zuletzt als Oberarzt.

„Gereizt hat mich an dieser Chefarztstelle, neben der Funktion, dass mir das Rehazentrum als innovative Einrichtung schon länger bekannt ist und mir die Möglichkeit eingeräumt wird, ein Zentrum für Stressmedizin zu entwickeln“, so Georg Nikisch in seiner Ansprache an die neuen Kolleginnen und Kollegen. „Die ganze Themenpalette um Burnout und Überlastungen generell wird bei der dauernden Arbeitsverdichtung meines Erachtens die gesellschaftliche Herausforderung der nächsten Jahre bleiben“, so Georg Nikisch weiter.

Kontakt:
Parksanatorium Bad Bocklet GmbH & Co. KG
David Floth
Frankenstraße 36
97708 Bad Bocklet
E-Mail: floth@rehazentrum-bb.de


Verena Bentele übernimmt Schirmherrschaft des Deutschen Reha-Tags 2015

Am 26. September 2015 findet der 12. Deutsche Reha-Tag statt. Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, hat die Schirmherrschaft für den diesjährigen Deutschen Reha-Tag übernommen.

Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Schirmherrin des 12. Deutschen Reha-Tages 2015.

Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Schirmherrin des 12. Deutschen Reha-Tages 2015.

Berlin. In ihrem Grußwort betont Bentele die zentrale Bedeutung von Rehabilitation. „Menschen mit Behinderung  in medizinischer, beruflicher und sozialer Hinsicht zu unterstützen, wieder an der Gesellschaft teilzuhaben, bedeutet, sich individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzustellen und ihn mit Expertise und Empathie zu unterstützen.“

Als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen gehe es ihr darum, auf politischer Ebene dahin zu wirken, dass ein hohes Niveau an Rehabilitation und eine optimale Unterstützung von Menschen mit Behinderung möglich sei. Im gegenwärtigen Gesetzgebungsverfahren zum Bundesteilhabegesetz müssten auf politischer Ebene die Grundlagen dafür gelegt werden, dass Menschen mit Behinderung eine umfassende Rehabilitation erfahren können. Angelehnt an den Leitspruch der UN-Behindertenrechtskonvention: „Nichts über uns ohne uns“ betont Bentele, dass ein gemeinsames Anliegen im Rahmen der Schirmherrschaft des Reha-Tags sei, Menschen mit Behinderung die vollumfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Der Deutsche Reha-Tag ist ein Zusammenschluss von Leistungserbringer- und Leistungsträgerorganisationen der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Der Initiatorenkreis hat den vierten Samstag im September zum Deutschen Reha-Tag erklärt, an dem Kliniken, Einrichtungen und Organisationen der Rehabilitation Informationsveranstaltungen zur Rehabilitation durchführen. Der Initiatorenkreis wuchs von anfangs fünf auf mittlerweile 18 Organisationen und Verbände, die in diesem Jahr den Aktionstag gemeinsam tragen und unterstützen.

Kontakt und Nachfragen:

Karoline Körber
Friedrichstrasse 60
10117 Berlin
Tel: 030-240089-0
Fax: 030-240089-30
info@rehatag.de
www.rehatag.de


Modellprojekt beendet: Ehrenamtliche können nach Schlaganfall helfen

Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer können eine wichtige Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen werden. Im Juli endet ein Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen. Dessen Ergebnisse machen Hoffnung, dass andere Initiativen in Deutschland das Modell übernehmen.

Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit), Dr. Michael Brinkmeier (links) und Stefan Stricker (beide Deutsche Schlaganfall-Hilfe) zeichneten für das Projekt verantwortlich.

Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit), Dr. Michael Brinkmeier (links) und Stefan Stricker (beide Deutsche Schlaganfall-Hilfe) zeichneten für das Projekt verantwortlich.

21 Ehrenamtliche – Frauen und Männer unterschiedlichen Alters – absolvierten im Frühjahr 2014 insgesamt 11 Schulungstage, konzipiert durch die Hochschule für Gesundheit Bochum und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sie lernten Grundlagen des Sozialrechts, medizinische Aspekte und wurden geschult in Gesprächsführung. Anschließend betreuten sie sechs Monate lang Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen. Finanziert wurde das Projekt durch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium.

Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr, wie es war. Die Betroffenen werden mit vielen Fragen und Problemen konfrontiert, Angehörige sind durch die Betreuung oft stark belastet. Die Idee des Projekts: Schlaganfall-Helfer bieten Unterstützung durch praktische Hilfen, Gespräche, Entlastung von Angehörigen und Vermittlung weiterer Unterstützungsangebote.

Dass diese Idee aufgehen kann, zeigen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes durch die Hochschule für Gesundheit Bochum. Fazit: Der Einsatz ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer trägt zu einer besseren Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen bei. Angehörige fühlen zwar auch weiterhin eine teilweise starke Belastung, lernen jedoch, besser damit umzugehen. Eigene Bedürfnisse werden wieder stärker wahrgenommen. Bei den Betroffenen ist tendenziell festzustellen, dass ihre emotionale Belastung abnimmt.

Regina Sielker (links) betreute Wolfgang und Barbara Gröbe aus Bochum ein halbes Jahr lang. Das freundschaftliche Verhältnis blieb auch über die Projektzeit bestehen.

Regina Sielker (links) betreute Wolfgang und Barbara Gröbe aus Bochum ein halbes Jahr lang. Das freundschaftliche Verhältnis blieb auch über die Projektzeit bestehen.

Diesen Eindruck bestätigen Wolfgang Gröbe und seine Ehefrau Barbara. Im Februar 2014 erlitt der Bochumer einen schweren Schlaganfall. Seitdem ist er auf den Rollstuhl angewiesen, eine echte Herausforderung im hügeligen Stadtteil Stiepel. Jeder Arzttermin wurde zum Problem. Schlaganfall-Helferin Regina Sielker fand eine einfache Lösung. Sie vermittelte dem Ehepaar eine Ärztin, die Hausbesuche macht.

Anfangs kam die Helferin wöchentlich, mittlerweile schaut sie nur noch gelegentlich vorbei. Zu ihrer Schlaganfall-Helferin hat Barbara Gröbe ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. „Sie hat mir viel geholfen“, sagt Barbara Gröbe heute, auch wenn sie weiterhin viele Herausforderungen zu meistern hat. Anträge und Diskussionen mit den Krankenkassen machen mürbe. Daneben muss sie sich täglich um Dinge kümmern, die früher ihr Mann wahrgenommen hat. Aber sie hat sich freigeschwommen, geht wieder regelmäßig in ihren Chor und nimmt Schritt für Schritt wieder eigene Interessen wahr.

Die positiven Rückmeldungen und die Ergebnisse der Begleitforschung könnten helfen, das Modell ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer in Deutschland zu verbreiten. Der Bezirk Unterfranken des Bayerischen Roten Kreuzes überlegt, das Konzept übernehmen zu übernehmen. In Nordrhein-Westfalen beabsichtigt der Landesverband der Schlaganfall-Selbsthilfe, das Projekt weiterzuführen. Im Oberbergischen Kreis ist der Aufbau eines Netzwerkes ehrenamtlicher Helfer bereits weit fortgeschritten. Auch in anderen Regionen laufen Gespräche.

Die Einführung eines Modells ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer erfordert finanzielle und strukturelle Voraussetzungen. Kosten entstehen vor allem durch die Schulungen. Zur Koordination des Einsatzes von Ehrenamtlichen braucht es lokale oder regionale Strukturen. Diese Aufgabe könnten zum Beispiel Selbsthilfe-Organisationen oder kommunale Stellen übernehmen.

Kontakt:

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Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Carl-Miele-Str. 210
D-33311 Gütersloh
Pressesprecher Mario Leisle
Tel. +49 5241 977012
Fax +49 5241 81681712
mario.leisle@schlaganfall-hilfe.de

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University of Applied Sciences
Universitätsstraße 105
D-44789 Bochum
Pressesprecherin Dr. Christiane Krüger
Tel. +49 234 777 27 – 0
Fax +49 237 777 27 – 299
christiane.krueger@hs-gesundheit.de


Neue Chance für suchtkranke Drehtür-Patienten

Soziotherapeutisches Wohnheim der RHM Klinik und Pflegeheimgruppe in Bad Dürkheim erweitert Angebot für suchtkranke Menschen in der ambulanten Eingliederungshilfe.

Bad Dürkheim. Das Soziotherapeutische Wohnheim in Bad Dürkheim erweitert sein Angebot im ambulanten Bereich, für suchtkranke Menschen, die in ihrem eigenen Zuhause betreut werden. Es richtet sich an Betroffene in Ludwigshafen, Frankenthal, im Kreis Bad Dürkheim und im Rhein-Pfalz-Kreis. Bei der neuen Form der akzeptierenden Suchtarbeit, die auch vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim angewandt wird, besteht das Ziel nicht – wie gewöhnlich – in einer vollständigen Abstinenz von Alkohol, Drogen oder suchtfördernden Medikamenten, sondern in einem klar durch den Klienten festlegten Konsumplan. Ein Rückfall ist nicht definiert als „Konsum von Alkohol oder Drogen“, sondern als „Verletzung des eigenen Konsumplans“.

Qualitative und quantitative Entwicklung
„Auf diese Weise erreichen wir auch abhängigkeitskranke Menschen, die sonst scheitern und als Drehtür-Patienten mehrfach Entgiftungen in Kliniken absolvieren, ohne irgendeinen Fortschritt zu erlangen“, erklärt Michael Glaubrecht, Leiter des Soziotherapeutischen Wohnheims Bad Dürkheim, „Bei unseren Kostenträgern konnten wir anfängliche Bedenken erfolgreich ausräumen, sodass wir jetzt mit dem neuen Konzept der ambulanten Eingliederungshilfe starten konnten.“ Gleichzeitig wird das STW-Team auch quantitativ um eine zusätzliche Fachkraft in der ambulanten Arbeit erweitert. Somit wird das ambulante Angebot-Segment weiter gestärkt und den sehr heterogenen psychosozialen Bedürfnissen suchtkranker Menschen angepasst.

Kompetenz im starken Verbund
Das Soziotherapeutische Wohnheim Bad Dürkheim bietet mehrfach belasteten Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ein Zuhause auf Zeit und will ihnen den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben und zu mehr Teilhabe in der Gesellschaft ebnen. Die RHM Klinik- und Pflegeheimgruppe, zu der das Soziotherapeutische Wohnheim gehört, wird in diesem Jahr mit den MEDIAN Kliniken zu einem Unternehmen zusammenwachsen. Bis Ende 2015 entsteht eine Klinik- und Pflegeheimgruppe mit mehr als 70 Häusern, etwa 12.000 Betten und annähernd 10.000 Beschäftigten. Von der Therapieerfahrung und den hohen Qualitätsmaßstäben der Gruppe profitieren dann jährlich rund 180.000 Patienten und Be-wohner.

Kontakt und Nachfragen
Soziotherapeutisches Wohnheim Bad Dürkheim
Einrichtungsleiter Michael Glaubrecht
Sonnenwendstraße 86
67098 Bad Dürkheim
Tel.: 06322 794-226
Fax: 06322 794-391
E-Mail: stw@rhm-kliniken.de
www.rhm-kliniken.de


vdek zum PSG II: Pflegeversicherung wird gerechter – Beitragsanhebung richtig

Berlin, 09.07.2015. „Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) ist einer der wichtigsten Reformschritte in der sozialen Pflegeversicherung überhaupt und wird die Situation demenzkranker Pflegebedürftiger erheblich verbessern“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), anlässlich der heutigen Fachanhörung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Mit der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und eines neuen Begutachtungsassessments (NBA) werde der seit Jahren anhaltenden Diskussion um die stärkere Berücksichtigung kognitiver oder psychischer Einschränkungen bei Pflegebedürftigkeit endlich ein glückliches Ende bereitet. „Die Pflegeversicherung wird gerechter, eine Forderung, die die Ersatzkassen seit Jahren gestellt haben.“

Es sei richtig, die anstehenden Reformen über eine Beitragssatzerhöhung von 0,2 Prozentpunkten ab 2017 zu finanzieren, so Elsner. Dieses Geld reiche aber nicht aus, um vor allem die umfassenden Überleitungs- und Bestandsschutzregelungen für den Übergang von den drei Pflegestufen zu den fünf Pflegegraden zu finanzieren. Zur Deckung dieser Kosten werden die Pflegekassen die Mittel des Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung erheblich abschmelzen müssen. „Angesichts der zu erwartenden Verbesserungen für die Pflegebedürftigen und um die Akzeptanz für das neue Begutachtungssystem zu steigern, ist dies jedoch sinnvoll angelegtes Geld.“ Dies gelte insbesondere für die Aussage der Bundesregierung, dass niemand, der bereits heute Pflegeleistungen bezieht, durch die Reform schlechter gestellt werden soll. Richtig sei auch, dass die Versicherten bereits ab dem 1. Januar 2017 von den neuen Regelungen profitieren sollen.

Für reformbedürftig hält der vdek – ebenso wie die Bundesregierung – die Pflegenoten. Ein neuer Qualitätsausschuss soll die Aufgabe übernehmen, ein Nachfolgemodell für die Pflegenoten zu erarbeiten. „Die Pflegenoten müssen aussagekräftiger werden, eine Überarbeitung ist daher dringend geboten“, betonte Elsner. „Trotz aller Kritik ist es aber eine richtige Entscheidung, das bestehende Notensystem zunächst weiterzuführen. Das ist deutlich besser als gar keine Transparenz.“

Kritisch wertete die vdek-Vorstandsvorsitzende dagegen Teile der Regelungen zur Besetzung des sogenannten Erweiterten Qualitätsausschusses. Dieser wird einberufen, wenn sich der Qualitätsausschuss nicht einigen kann. „Dass der unparteiische Vorsitzende des Ausschusses durch das BMG bestimmt werden soll, ist ein tief greifender Eingriff durch eine staatliche Behörde in die Autonomie der gemeinsamen Selbstverwaltung.“

Pressekontakt: 

Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V.
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Tel.: 030 26931-1200
Fax: 030 26931-2915
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