Redaktion RehaNews24

 

Fortbildung: Neuropsychologische, schulische und berufliche Rehabilitation junger Menschen nach Schädigung des ZNS

Unfall – Was nun? Die Koordinierung der Rehabilitation Jugendlicher und junger Erwachsener beinhaltet spezielle Gesichtspunkte, welche im Rahmen unserer Fortbildung

„Neuropsychologische, schulische und berufliche Rehabilitation junger Menschen nach Schädigung des ZNS“

mit Herrn Dipl.-Psych. Michael Stäbler, thematisiert werden sollen. Die Veranstaltung finde vom 14.-15.06.2019 in Veitshöchheim statt.

Inhalte:

  • Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz und bei jungen Erwachsenen sowie die Auswirkungen neurologischer Schädigungen auf die Bewältigung dieser Aufgabe
  • Spezielle Aspekte neuropsychologischer Einschränkungen auf die Schul- und Berufsausbildung
  • Schulische- und berufliche Rehabilitation
  • Einbindung der Eltern und Angehörigen / Freunde in die Rehabilitation
  • Sozialrechtliche Aspekte / Zusammenarbeit mit Kostenträgern
  • Teilhabe in verschiedenen Lebenssituationen
  • Falldarstellungen

Zielgruppegruppe dieser Veranstaltung sind: Reha-Manager, Integrationsbegleiter, Sachbearbeiter im Bereich Personenschaden und (Neuro-)PsychologInnen

Weitere Infos auf unserem Infoblatt http://pdf.neuroraum.de/kurs/FB190614B.pdf oder auf unserer Homepage unter http://www.neuroraum.de

 

Kontakt:

Neuroraum Fortbildung, Semmelstraße 36/38, 97070 Würzburg

Telefon: 0931 – 46 07 90 33, Fax. 0931 – 46 07 90 34, info@neuroraum.de

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Berliner Startup für Online-Rehabilitation wächst kräftig

Mehr als 31.000 Patienten haben in 2018 mit dem Online-Tool Caspar bereits 4,5 Millionen Reha-Übungen absolviert

Rasch wachsende Patientenzahlen, hohe Zufriedenheit mit digitalen Therapieformen, nachhaltiger gesundheitlicher Erfolg – das Berliner Startup für Online Rehabilitation ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen und hat für die Verknüpfung analoger und digitaler Therapieformen enormen Zuspruch von Therapeuten und Patienten erhalten. Allein im vergangenen Dezember kamen 15 Klinikgesellschaften als neue Kunden hinzu. Während zu Jahresbeginn 2018 lediglich ca. 1.000 Patienten mit dem Online-Tool trainierten, waren es im letzten Quartal vergangenen Jahres bereits mehr 31.000 Anwender. Insgesamt wurden in 2018 etwa 4,5 Millionen Übungen mit Caspar absolviert. Eine Projektanalyse hat gezeigt, dass die Patienten nach dem Klinikaufenthalt eine durchschnittliche Verweildauer von 127 Tagen mit Caspar hatten.

Caspar hebt die Grenzen des zeitlichen und örtlichen Therapiezugangs auf. Der Vorteil: Die Patienten können ihr Reha-Training auch von zuhause absolvieren. “Bereits während des Klinikaufenthalts arbeiten die Patienten intensiv mit dem motivierenden, digitalen Tool. Die Patienten werden dadurch mit Caspar vertraut gemacht und können ihre Therapie ohne Pause fortsetzen, wenn Sie wieder nach Hause entlassen werden. Caspar hebt alle Barrieren in der Reha auf”, freut sich Unternehmensgründer Max Michels über den Zuspruch zu seiner virtuellen Rehabilitationsplattform. Neben der Übungsbegleitung können Patienten auch Seminare, Schulungen und Stressbewältigungsprogramme über die Therapie-App absolvieren. Die Akzeptanz der Online-Rehabilitation ist in Deutschland offenbar hoch. So meinen 67 Prozent der Bundesbürger, dass der Erfolg der medizinischen Rehabilitation sich mit den digitalen Techniken verbessern werde, da diese eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Face-to-Face-Reha seien – so eine Online-Umfrage des Berliner Startups, zu der im November vergangenen Jahres mehr als 1.000 Bundesbürger befragt worden sind.

“Das Gute an Caspar ist, dass ich trainieren kann, wann immer ich Zeit habe. Die Übungen absolviere ich sehr bewusst und ziehe sie durch. Das Training hat mir sehr geholfen,” lobt die Patientin Astrid Lübeck-Blasius das Online Tool. Und der Therapeut Tommy Apelt meint: “Caspar ist für uns der perfekte Therapieassistent. Die Software unterstützt unsere therapeutischen Maßnahmen und hilft den Patienten, den gesundheitlichen Erfolg nachhaltig zu stabilisieren”.

Hier finden Sie ein Interview mit Unternehmensgründer Max Michels zum digitalen Therapieservice Caspar: https://caspar-health.com/blog/interview-mit-max-michels , ein Interview mit einer Patientin https://caspar-health.com/blog/interview-mit-einer-patientin sowie ein Interview mit dem Therapeuten Thomas Apelt: https://caspar-health.com/blog/interview-mit-tommy-apelt

Über Caspar-Health (www.caspar-health.com)

Caspar-Health ist eine virtuelle Rehabilitationsplattform. Die einzigartige Software kann auf allen Devices integriert werden. Mit Hilfe von Caspar können medizinische Einrichtungen mit ihren Patienten Therapiemaßnahmen – Übungen, Seminare, Schulungen und Vorträge – online durchführen. Unabhängig von Zeit und Ort. Der Service wird wissenschaftlich von zahlreichen führenden Persönlichkeiten aus dem Gesundheitsbereich unterstützt. Das Management bilden die Geschäftsführer Maximilian Michels, Maximilian von Waldenfels und Benjamin Pochhammer.

Pressekontakt:

Andreas Nölting
noeltingmedia.com GmbH
Tel: 0172 4207288
andreas@noeltingmedia.com

 

Quelle: www.presseportal.de, 19.02.2019

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Asklepios übernimmt Minddistrict, Europas führenden Anbieter im Bereich E-Mental-Health

– Online-Plattform ergänzt die Behandlung von Psychiatrie-Patienten – Einsatz bereits in sieben Asklepios Kliniken, Rollout konzernweit geplant – Kliniken und Therapeuten können Minddistrict-Module weiterentwickeln – Asklepios stärkt Digitalisierung und setzt auf Wachstum

Die Asklepios Kliniken Gruppe hat den niederländischen E-Health-Anbieter Minddistrict übernommen. Das Unternehmen ist in dieser Branche bereits Marktführer in Europa und hat seinen Schwerpunkt aktuell in den Niederlanden. Asklepios verfolgt das Ziel, Minddistrict zusammen mit anderen Anbietern auch in Deutschland zur Marktführerschaft zu führen. Ziel ist eine verbesserte Betreuung psychiatrischer Patienten. Die webbasierte Plattform von Minddistrict adressiert als Whitelabel-Anbieter alle Kliniken und ambulanten Einrichtungen in Deutschland und Europa sowie auch niedergelassene Psychologen und Psychotherapeuten, die ihre Therapieansätze mithilfe der individuell anpassbaren Module im psychiatrischen und psychosomatischen Setting digital ergänzen wollen.

„Asklepios deckt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie zunehmend auch die Vor- und Nachsorge von Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Problemen im Bereich der seelischen Gesundheit ab. Gleichzeitig wächst unser Konzern entlang der Wertschöpfungskette, wenn wir etablierte Anbieter aus dem Bereich E-Mental-Health wie jetzt Minddistrict oder vor kurzem die EAP-Anbieter wie Talingo und INSITE übernehmen“, sagt Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken Gruppe. „Minddistrict mit seiner Marktführerschaft in den Niederlanden ist dabei ein erster Schritt für eine zukünftige Auslandsexpansion in diesem Bereich. Parallel suchen wir auch andere Klinikträger, die gemeinsam mit uns die Produkte weiterentwickeln, um in Deutschland entsprechende Standards zu setzen.“

Asklepios hat den niederländischen Softwarehersteller Minddistrict kürzlich übernommen, nachdem die auf unterschiedlichen Modulen basierende Online-Therapie in sieben Kliniken des Konzerns bereits sehr erfolgreich genutzt wird. Jetzt ist die Einführung in allen psychiatrischen Einrichtungen der bundesweit agierenden Klinikgruppe geplant. Minddistrict wird damit künftig in allen stationären, tagesklinischen und ambulanten Asklepios-Einrichtungen angeboten. Aktuell ist die ergänzende Online-Therapie auf Basis der Minddistrict-Module bereits in den Asklepios Kliniken Brandenburg, Göttingen, Harburg, Lübben, Nord, Stadtroda und Teupitz im Einsatz.

Dr. Mark Willems, Gründer und CEO von Minddistrict, sieht in der Weiterentwicklung und Expansion von Minddistrict eine große Bedeutung für den Markt und viele Chancen und Vorteile für Patienten und Therapeuten: „In den kommenden Jahren wird man sich im Gesundheitswesen zunehmend großen Herausforderungen stellen müssen. Ein wachsender Personenkreis muss mit Behandlungsangeboten von höchster Qualität zu gleichbleibenden Kosten behandelt werden. Es wird außerdem zu einem Paradigmenwechsel kommen, weg von der traditionellen Behandlung und hin zu integrierter, patientenorientierter und auf Prävention ausgerichteter Versorgung, die die Nutzenden mobil in ihrem Alltag erreicht. Minddistrict wird Asklepios dabei unterstützen, diese Herausforderungen zu meistern und dabei die Autonomie und Selbstwirksamkeit der Patientinnen und Patienten stärken.“ Neben Asklepios unterstützt Minddistrict als Whitelabel-Anbieter auch andere Klinikgruppen und Universitäten bei der digitalen Transformation im Bereich der psychotherapeutischen Prävention und Therapie. „Dies wird auch in Zukunft so bleiben, da eine Vielzahl von Gesundheitseinrichtungen die Vorteile digital unterstützter Behandlungsangebote erkannt hat. Nachdem die Wirksamkeit von evidenzbasierten E-Mental-Health-Angeboten in den vergangenen Jahren vielfach in Studien belegt wurde, sind digitale Gesundheitsangebote zunehmend sowohl im stationären als auch ambulanten Sektor relevant, um Versorgungslücken zu schließen und die Behandlungsqualität zu steigern“, so Dr. Mark Willlems.

Die Vorteile von Minddistrict

Patienten mit Depressionen, Angststörungen, chronischen Schmerzen, Arbeitsstress oder Schlafstörungen können im Rahmen einer psychiatrischen Therapie in vielen Asklepios Kliniken bereits heute eine Online-Therapie als ergänzendes Angebot in Anspruch nehmen. Mit der webbasierten Plattform bzw. der App von Minddistrict können sie ihre Behandlung ohne finanzielle Eigenbeteiligung und auf freiwilliger Basis zu Hause am PC oder unterwegs auf dem Mobilgerät ergänzen. Die Patienten können die wissenschaftlich geprüften Online-Interventionen nutzen, um ihren Therapieerfolg zu festigen, gelernte Inhalte im Alltag zu erproben oder digitale Tagebücher zu führen. Das kann begleitet durch einen Therapeuten geschehen, oder auch unabhängig von einer Therapie im Sinne eines verbesserten Umgangs mit der Erkrankung, oder um Denkanstöße für eine Verhaltensänderung zu bekommen. Ziel des Einsatzes der Online-Plattform und der Module ist es, dass die Patienten selbstbestimmt an ihrer Besserung arbeiten und ihr Rückfallrisiko senken.

„Für viele Patienten verkürzt sich durch das neue, evidenzbasierte Online-Angebot die Wartezeit auf einen Therapieplatz in der stationären oder ambulanten Behandlung. Die Therapeuten werden von Routineaufgaben entlastet und können die wertvolle Zeit besser für intensive Gespräche mit den Patienten nutzen. Für den kompletten stationären und ambulanten Markt im Bereich der Psychiatrie bietet die Software den Vorteil, dass über ein spezielles Tool auch eigene Inhalte für die Minddistrict-Module entwickelt werden können, die dann perfekt auf den jeweiligen Behandlungsablauf abgestimmt sind“, so Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender von Asklepios.

 

Quelle: www.asklepios.com/presse, 19.02.2019

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Depression als Volkskrankheit in der NAKO Gesundheitsstudie

Heidelberg – Die NAKO Gesundheitsstudie – eine der großen Kohortenstudien weltweit – erforscht wichtige Volkskrankheiten, darunter auch die psychischen Erkrankungen. Die Studie ist in der Lage, Daten zu depressiven Erkrankungen zu liefern. Es ist das Ziel der Studie herauszufinden, welche Faktoren in der heutigen Zeit zu akuten Symptomen oder zu Neuerkrankungen führen.

„Die Depression ist weltweit eine der häufigsten Leiden und führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität im Alltag“, erklärt Prof. Dr. Dan Rujescu, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und Vertreter des NAKO Studienzentrums an der Universität Halle-Wittenberg.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland ca. über 4 Millionen Menschen davon betroffen, während weltweit 350 Millionen darunter leiden. Die Wahrscheinlichkeit, im Leben an einer Depression zu erkranken, wird aktuell auf über 20 % geschätzt.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert die mentale Gesundheit als einen zentralen Schwerpunkt der Prävention. Neben der Vorsorge für Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Atemwegserkrankungen sind auch im Bereich der psychischen Erkrankungen vermehrte Anstrengungen notwendig.

„Als Risikofaktoren zählen genetische, biologische und psychosoziale Faktoren. Ebenso dürfen Umweltkomponenten, aktuelle psychische Belastungen und belastende akkumulierte Lebensereignisse nicht außer Acht gelassen werden“, so der Hallesche Wissenschaftler. „Trotz intensiver Bemühungen sind jedoch noch nicht alle Ursachen geklärt“. Auch deshalb bildet die Depression einen Forschungsschwerpunkt der NAKO.

„Die NAKO Gesundheitsstudie erfasst detailliert Angaben zur psychischen Gesundheit und zu möglichen depressiven Symptomen“, kommentiert Prof. Dr. Klaus Berger, Direktor des Institutes für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Münster, und Leiter der Expertengruppe „Neurologische und psychische Erkrankungen“ innerhalb der NAKO. „Diese sogenannten Symptomdaten werden mit den Ergebnissen aus der Bildgebung des Gehirns und aus der Genomik verknüpft. Dadurch wird es möglich sein, neue Erkenntnisse über die Ursachen der Depression und den Wechselspiel zwischen Depressionen und anderen Krankheiten zu gewinnen“.

Obwohl Depressionen in den meisten Fällen gut behandelbar sind, nimmt derzeit nur ungefähr einer von drei Betroffenen professionelle Hilfe in Anspruch. Prof. Rujescu formuliert das mangelnde Verständnis bei vielen Betroffenen für diese Erkrankung folgendermaßen: „Dass Organe erkranken können, betrachten die meisten Menschen heutzutage als Tatsache. Doch das Gehirn bildet weiterhin eine Ausnahme. Eine Krankheit, die – wie die Depression – die eigene Psyche und das Leben des Betroffenen erheblich beeinflusst, wird weiterhin als Bedrohung empfunden. Es herrscht noch immer die Vorstellung, dass das Gehirn stets zu 100 % zu funktionieren habe“.

Für die NAKO Vorsitzende, Prof. Dr. Annette Peters vom Helmholtz Zentrum München, kann und wird die NAKO Gesundheitsstudie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von depressiven Erkrankungen leisten. „Je mehr wir über die Ursachen wissen, desto besser sind die Möglichkeiten, die Depression zu verhindern und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln.“

Hintergrund NAKO Gesundheitsstudie:

Seit 2014 werden in der NAKO Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Bis Ende Januar 2019 haben mehr als 194.000 Personen (davon 27.700 an der zusätzlichen einstündigen MRT-Ganzkörperuntersuchung) an der NAKO Studie teilgenommen.

Weitere Informationen unter www.nako.de.

 

Quelle: www.gesundheit-adhoc.de, 19.02.2019

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Trägerübergreifende DRV-Tagung in den Paracelsus-Kliniken Bad Essen

Begrüßung durch Frau Dr. Hemmrich

Im Fokus: Behandlung von pathologischen Glücksspielern sowie Cannabis- und Lifestyledrogenabhängigen

Bad Essen (Schw) 18.02.2019. Vom 13. bis 15. Februar 2019 hatten die Paracelsus-Kliniken Bad Essen auf Einladung der DRV Bund unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Suchtfachkliniken aus ganz Deutschland sowie Vertreter alle Rentenversicherungsträger für eine Tagung zu Gast. Die Tagung lief unter dem Titel „Abhängigkeitserkrankungen: Teilhabeleistungen und sozialmedizinische Beurteilung“.

Über die drei Tage hinweg hielten namenhafte Referenten Vorträge. Das vielfältige Themenspektrum reichte von geschlechts- und indikationsspezifischen Therapieangeboten bei Suchterkrankungen über den Einsatz von Psychopharmaka bis hin zur Fragestellung „Ist die Abstinenz das höchste Ziel?“.

Dr. Karen Hemmrich, Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation, leitete die Tagung mit einem großen Dank für die „Aufnahme“ der Tagung im Haus an die Klinikleitung ein. Besonders hervorragend sei der diesjährige Tagungsort vor dem Hintergrund, dass der Standort mit den Kliniken sowohl den Bereich Sucht als auch Psyche abbilde. Die Bereiche bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Das werde man auch bei den folgenden Vorträgen sehen, so Hemmrich. Frau Dr. Hemmrich ist wissenschaftliche Leiterin der Akademie für Sozialmedizin Berlin (AfSB). Aufgabe der Akademie ist im Weitesten die Durchführung der für die Erlangung der ärztlichen Zusatzbezeichnung Sozialmedizin bzw. Rehabilitationswesen erforderlichen theoretischen Grund- und Aufbaukurse.

Den ersten Aufschlag zur Tagung lieferte Dr. Christiane König, die seit Oktober 2018 Chefärztin der psychosomatischen Wittekindklinik in Bad Essen ist, mit ihrem Vortrag zu den Erscheinungsformen und der Psychodynamik von Spiel- und Mediensucht. Bereits seit 2016 bieten die Paracelsus-Wittekindklinik und –Berghofklinik ein spezielles Therapiekonzept bei pathologischer Glücksspiel- und Mediensucht an. In der Paracelsus-Wittekindklinik werden spielsüchtige Patienten ohne stoffgebundene Abhängigkeit, aber mit psychosomatischen Erkrankungen behandelt. In der Paracelsus-Berghofklinik werden Patienten behandelt, die neben einer stoffgebundenen Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder Cannabis spielsüchtig sind. Durch die Kombination der Kliniken in Bad Essen kann das gesamte Spektrum der Rehabilitation der Glücksspielsucht angeboten werden. Das ist für das Land Niedersachsen einzigartig.

Anschaulich mit der Verteilung von 100 €-Spielgeldscheinen begann sie ihren Vortrag. „Was würden Sie sich für 100 € kaufen? Jedem Einzelnen von Ihnen fallen sicher sofort Dinge ein. Unsere Patienten tun sich da allerdings sehr schwer. Sie haben schlicht das Gefühl für Geld verloren. Ihnen fehlt ein realistisches Verhältnis zum Geld. In der Therapie geht es darum, die eigene Geldkompetenz sowie den Realitätsbezug wieder zu erlangen“, berichtet König. Erstaunlich sind die Zahlen die sie präsentiert: In 2016 wurden 30 Milliarden Euro Umsatz mit Spielautomaten, in der Fachsprache „Unterhaltungsmöglichkeit mit Gewinnoption“, erzielt. In Deutschland wird die Zahl der Betroffenen auf 400.000 bis 450.000 beziffert. „Wir in der Klinik stellen fest, dass Männer 9-mal mehr betroffen sind wie Frauen. Trend ist allerdings durch gewisse Annehmlichkeiten, wie „Kaffee umsonst“, die Zielgruppe Frauen anzulocken“, erläutert König weiter. Neben der Begriffsbestimmung und der Epidemiologie legt sie den Fokus vor allem auch auf die Präventionsmaßnahmen und die Behandlungsfälle in der Wittekindklinik. Hierzu wird sowohl der „typische Spieler“ vorgestellt: männlich, 20 Jahre, Migrationshintergrund, maximal Hauptschulabschluss, <1.500 € brutto/Monat, Automatenspieler, als auch ein Fallbeispiel präsentiert. Bei der Vorstellung des Fallbeispiels ermöglichte Bernhard Parisius, Psychologischer Psychotherapeut in der Wittekindklinik, direkte Einblicke in die therapeutische Arbeit und gab zu, dass er sich durch die Arbeit mit den Spielern therapeutisch ein Stückweit neu erfinden musste. „Sie sind nicht nur Therapeut, sondern auch Verhandler um alle Regeln. Die Patienten haben nicht nur um Geld gespielt, sondern vor allem auch mit und um Menschen“, betont er. Besonders wichtig sei es, das sich dieses Patientenklientel willkommen geheißen, integriert und gesehen fühle. Es bestehe eine besondere Abhängigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen, so Parisius.

Neben Dr. König hielt auch der Ärztliche Direktor Dr. Peter Subkowski Fachvorträge im Rahmen der Tagung. Ein Schwerpunktthema lief unter der Fragestellung „Benötigen wir ein maßgeschneidertes stationäres Reha-Angebot für jüngere User von Lifestyledrogen?“. Die Berghofklinik hat sich vor acht Jahren neben der Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit auch für die Behandlung von Cannabis- und Lifestyledrogen-Abhängigkeit geöffnet. Somit lag der Fokus zum einen auf der Vorstellung des spezifischen Lifestyle-Drogenkonzepts sowie statistischen Daten zur Berghofklinik mit einem entsprechenden Fallbeispiel, zum anderen auf der Erläuterung der Bedeutung und der Hintergründe zu Cannabis- /Lifestyledrogen. „Der Trend bei den jungen Konsumenten in Deutschland geht zu synthetischen Drogen und zu Stimulanzien. Ebenfalls ist ein verstärkter Mischkonsum zahlreicher Drogen zu beobachten“, bilanziert Subkowski. Das akute Gesundheits- und Gefahrenrisiko liege besonders in den teilweise unbekannten Inhaltsstoffen. Die Konsumenten wissen meist gar nicht, ob sie die „gewünschte“ Substanz erworben haben oder eine gänzlich andere. Weiter verdeutlicht er: „Konsumenten von Amphetaminen, Ecstasy und Cannabis sind ein sich ähnelndes Klientel. Das Abhängigkeitspotential kann ebenfalls ähnlich eingestuft werden. Somit bietet es sich an für diese Abhängigen Spezialangebote in Suchtfachkliniken zu schaffen. Weg von der strikten Trennung Alkohol/Medikamente und illegale Drogen so wie wir es in unserer Berghofklinik umgesetzt haben.“

In seinem zweiten Vortrag behandelte Dr. Subkowski die Thematik der sozialmedizinischen Beurteilung von Abhängigkeitserkrankungen. Hierfür stellte er verschiedene Fallbeispiele aus seinem Klinikalltag vor, die im Plenum der Tagungsteilnehmer sehr rege und kontrovers diskutiert wurden.

Nach drei Tagen ging eine sehr lebhafte Tagung zu Ende, was einerseits an der Mischung der Vortragsthemen, andererseits am Teilnehmerkreis mit unterschiedlichen Interessen im Bereich Suchttherapie und dem Umgang mit Suchtpatienten lag.

Kontakt für Fragen: Judith Schwertmann, Öffentlichkeitsarbeit, Paracelsus-Kliniken Bad Essen; Tel. 05472 935-155, judith.schwertmann@pkd.de

www.paracelsus-kliniken.de

Paracelsus-Kliniken Deutschland

Die Paracelsus-Kliniken zählen mit 36 Einrichtungen an insgesamt 19 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.500 Mitarbeiter jährlich knapp 90.000 stationäre Patienten.

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Thieme beteiligt sich an der digitalen Gesundheitsplattform m.Doc

Ab sofort hält die Thieme Gruppe eine Beteiligung an der in Köln ansässigen m.Doc GmbH. (obs/m.Doc GmbH)

Stuttgart (ots) Ab sofort hält die Thieme Gruppe eine Beteiligung an der in Köln ansässigen m.Doc GmbH. m.Doc bietet eine digitale Plattform, die hilft, die Kommunikation mit dem Patienten und die Versorgungsabläufe über sämtliche Phasen ambulanter, stationärer und nachstationärer Behandlungsprozesse hinweg zu verbessern. Im Rahmen der Beteiligung erhält m.Doc die Finanzierung für die geplante Skalierung und den Ausbau des Unternehmens. Gleichzeitig wollen die beiden Partner die m.Doc-Plattform und die medizinischen Informations- und Serviceangebote von Thieme eng miteinander verbinden und so neue innovative Lösungen schaffen.

Die medizinische Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems ist überwiegend hoch. Die Informationsprozesse zwischen Patienten und Behandlern, den verschiedenen Einrichtungen ambulanter, stationärer und nachstationärer Versorgung, weisen jedoch erhebliche Brüche und Defizite auf. Optimale Kommunikation mit Patienten sowie zwischen den einzelnen Einrichtungen ist ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche medizinische Versorgung. Sie steigert nicht nur die Therapietreue, sondern hilft auch, die häufig komplexen Abläufe effizient zu gestalten und unnötige Kosten – beispielsweise durch doppelte Untersuchungen – zu vermeiden.

Hier setzt die Lösung von m.Doc an. Die Plattformtechnologie führt Daten aus unterschiedlichen Systemen in Klinik und Praxen zusammen. Mittels offener Schnittstellen wird die Anbindung beispielweise an Krankenhausinformationssysteme, elektronische Patientenakten und qualifizierte Anwendungen ermöglicht. In diesem kontinuierlich wachsenden Partnernetzwerk entstehen durchgängige Informationsprozesse. Die Qualität und Effizienz dieser Informationsprozesse ist nicht nur für Patienten hilfreich, sondern unterstützt auch das ärztliche und pflegerische Personal. Thieme ist es schon lange ein Anliegen, die Gesundheitsversorgung durch Verbesserung von Informationsprozessen zu optimieren. Mit den Aufklärungsbögen von Thieme Compliance oder der Wissensplattform eRef sorgt der Anbieter von medizinischen Informationen und Services schon heute dafür, Patientenkommunikation sowie Diagnostik und Therapie in Kliniken und Praxen immer dann zu unterstützen, wenn es gerade notwendig ist.

“m.Doc passt ideal zu Angeboten, die wir heute schon im Markt haben und die wir künftig nun noch zielgerichteter für verschiedene Akteure im Gesundheitssystem weiterentwickeln können”, begründet Geschäftsführer Dr. Udo Schiller, verantwortlich für Products & Solutions, das Engagement von Thieme. “Wir sind davon überzeugt, dass m.Doc mit seiner digitalen Gesundheitsplattform eine Lücke im Gesundheitssystem schließt, von der alle Beteiligten profitieren”, so Schiller weiter.

“Mit Thieme haben wir einen Partner an der Seite, der im Gesundheitswesen eng vernetzt ist und einen qualitativ gesicherten Schatz an Informationen pflegt. Das werden wir nutzen, um die m.Doc-Plattform als unverzichtbaren Baustein im Gesundheitswesen zu verankern”, betont Admir Kulin, CEO und Gründer der m.Doc GmbH. Gemeinsam werden Thieme und m.Doc das Partnernetzwerk weiter ausbauen und die Digitalisierung im Gesundheitssystem aktiv mitgestalten.

Die Thieme Gruppe

Thieme ist marktführender Anbieter von Informationen und Services, die dazu beitragen, Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu verbessern. Das Familienunternehmen entwickelt mit seinen über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern digitale und analoge Angebote in Medizin und Chemie. Die internationale Unternehmensgruppe mit weltweit 11 Standorten nutzt dafür ein breites Experten- und Partnernetzwerk sowie die qualitativ hochwertigen Inhalte aus 200 Fachzeitschriften und 4400 Buchtiteln. Mit ihren Lösungsangeboten unterstützt Thieme relevante Informationsprozesse in der Wissenschaft, in Ausbildung und Patientenversorgung. Medizinstudierende, Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, Kliniken, Krankenkassen sowie alle an Gesundheit Interessierten stehen hierbei im Mittelpunkt. Durch die hohe Qualität und zielgruppenspezifische Relevanz der angebotenen Leistungen bereitet Thieme den Weg für eine bessere Medizin und mehr Gesundheit im Leben.

m.Doc GmbH

m.Doc unterstützt mit digitalen Innovationen die Versorgung von Patienten – überall dort, wo diese stattfindet: beim Haus- oder Facharzt genauso wie vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt. Die Gesundheitsplattform überwindet Sektorengrenzen und begleitet Patienten durch Maßnahmen der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Das 2016 gegründete Digital Health-Unternehmen mit Sitz in Köln gestaltet die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv mit, indem es alle Beteiligten einbindet. Ausgehend vom Informationsbedürfnis des Patienten setzt es auf ein stetig wachsendes Partnernetzwerk, das sich über offene Schnittstellen in die Plattform einbringen kann. Dazu gehören Anbieter von Krankenhausinformationssystemen ebenso wie Kassen mit ihren elektronischen Patientenakten. m.Doc macht damit eine effiziente Versorgung möglich und schafft Ärzten, Pflegekräften und anderen Behandlern mehr Zeit für das Wesentliche – die Hinwendung zum Patienten.

www.mdoc.one

 

Quelle: mdoc.one, 15.02.1019

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Presseeinladung: Auftaktveranstaltung therapie Leipzig 2019: „Erwartungen an die Gesundheitspolitik 2019 – 2021“

Wir möchten Sie herzlich zu unserem gemeinsamen politischen Symposium „Erwartungen an die Gesundheitspolitik 2019 – 2021“ einladen. Das Symposium bildet die Auftaktveranstaltung der therapie Leipzig 2019 – Fachmesse mit Kongress für Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention.

Die Große Koalition hat zahlreiche Gesetze auf den Weg gebracht, die viele Veränderungen in der Gesundheitspolitik anstoßen. Nicht zuletzt haben sie erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Ausgaben der Krankenversicherungen.

Auch wenn bereits viele Punkte aus dem Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD abgearbeitet sind, verringert das Bundesministerium für Gesundheit bei der Planung weiterer Gesetzesvorhaben nicht das Tempo. Was erwartet uns in den verbleibenden zwei Jahren bis zur nächsten Bundestagswahl und vor allem welche Initiativen werden die Regierungsparteien noch anstoßen? Um diese und andere Fragen zu diskutieren, konnten wir zahlreiche Gesundheitsexperten, unter anderen zwei Bundestagsabgeordnete der Regierungskoalition gewinnen.

Es diskutieren Sabine Dittmar, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Alexander Krauß, MdB, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages, Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender Bundesverband ambulanter Rehazentren (BamR), Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin RehaZentren Baden-Württemberg und Vorsitzende Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), Ute Repschläger, Vorsitzende Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV), und Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer Bundesverband Geriatrie.

Moderiert wird die Veranstaltung von Ulrike Steinecke.

Nutzen wir die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen!

 

Termin: 7. März 2019, 9:30 bis 11:00 Uhr
Ort: therapie Leipzig (Saal 2 im Congress Center Leipzig)

Über Ihr Interesse würden wir uns freuen. Gerne können Sie diese Einladung an eine Kollegin, einen Kollegen weiterleiten.

 

Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Fon:  030 / 3 39 88 76-0
www.bv-geriatrie.de

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NEU Konferenz: Entlassmanagement in Rehabilitationskliniken

Nach langjährigen Verhandlungen gibt es nun auch für die stationären medizinischen Rehabilitationseinrichtungen einen Rahmenvertrag zum Entlassmanagement. Der Rahmenvertrag tritt zum 1. Februar 2019 mit einer 6-monatigen Übergangsfrist in Kraft.

Informieren Sie sich auf unserer Konferenz über die Umsetzung des Entlassmanagements in Rehabilitationseinrichtungen nach den neuen Rahmenbedingungen!

Ihr Nutzen

  • Sie erhalten aktuelle Informationen zum Thema Entlassmanagement in Rehabilitationseinrichtungen vor dem Hintergrund der gesetzlichen und fachlichen Vorgaben.
  • Ihnen werden strategische Entscheidungsoptionen und konkrete Schritte zur Umsetzung vorgestellt.

Inhalt

  • Neuregelungen zum Entlassmanagement in Rehabilitationseinrichtungen: Was kommt auf die Rehabilitationseinrichtungen zu?
  • Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen in der Praxis
  • Arzneimittelverordnung in Rehabilitationseinrichtungen

01.04.2019
Ort: Düsseldorf, Novotel Düsseldorf City West
Zeit: 09:30 bis 17:00 Uhr

 

Das aktuelle Programm und nähere Informationen finden Sie hier: https://www.dki.de/veranstaltungen/2726/konferenz-entlassmanagement-rehabilitationskliniken

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Reha-Planung in Echtzeit

Dr.BeckerApp: Ihren Therapieplan haben die Patienten/innen der Dr. Becker Burg-Klinik jetzt immer auf ihrem Handy dabei.

Seit Anfang Februar erleichtert eine neue App den Reha-Alltag der Patienten/innen in der Dr. Becker Burg-Klinik. Ihren Therapieplan haben sie nun immer digital dabei. Die Applikation ist Bestandteil der Digitalisierungsstrategie der Klinikgruppe.

Köln, 11.02.2019: Seit Februar 2019 haben die Patienten/innen der psychosomatischen Dr. Becker Burg-Klinik in Stadtlengsfeld ihren Therapieplan stets im praktischen Format griffbereit – in einer App auf ihrem Smartphone oder Tablet. Die Dr. Becker App, die den Rehabilitanden/innen in allen App-Stores kostenfrei zur Verfügung steht, bietet viele Features. Da sich jede/r Patient/in mit persönlichen Zugangsdaten einloggt, hat er/sie stets Zugriff auf seine/ihre Therapiezeiten, Therapieraum, verantwortliche Therapeuten/innen sowie die Terminplanänderung. So bleiben die Patienten/innen immer auf dem neuesten Stand.

App überzeugt die Rehabilitanden/innen
„Wir möchten erreichen, dass unsere Patienten die Digitalisierung als Mehrwert für sich erleben“, erklärt Michael Schiffgen, der den Geschäftsbereich Unternehmensprozesse und Digitalisierung der Klinikgruppe leitet. „Mit der Dr. Becker App ist uns das geglückt. Wir bekommen nur positives Feedback.“ Neben dem Therapieplan hält die App auch nützliche Infos über die Klinik und deren Umgebung bereit: Welche Ausflugsziele befinden sich in der Nähe? Wo ist der nächste Lebensmittelladen? Oder, wo kann ich während meiner Reha zum Friseur gehen?

Umfassende Digitalisierungsstrategie
Die App ist ein Bestandteil der Digitalisierungsstrategie der Klinikgruppe. „Wir bei Dr. Becker haben es uns zum Ziel gesetzt, die Reha des 21. Jahrhunderts zu gestalten“, berichtet Schiffgen. „Dazu zählt ganz klar, dass wir die Chancen, die uns die Digitalisierung bietet, für eine verbesserte Patientenversorgung nutzen.“ In den vergangen Jahren habe man verschiedene Anwendungen erarbeitet, die nun den Patienten zugutekämen.

Patienten-Empowerment
So haben alle Patienten/innen der Dr. Becker Kliniken seit letztem Jahr Zugriff auf die onlinebasierte Kommunikationsplattform „Mein Bereich“. Die Webapplikation wurde von der Klinikgruppe selbst entwickelt und programmiert, um Patienten/innen noch besser während aller Reha-Phasen – vor, während und nach der Reha – begleiten zu können. Patienten/innen können z. B. schon vor Reha-Antritt mit ihrer Klinik in den Dialog treten, für sie relevante Unterlagen downloaden und eSchulungen zur Vorbereitung auf die Reha absolvieren. Der „Dr. Becker Online-Fragebogen“ bietet Patienten/innen die Möglichkeit, ihre medizinischen Beschwerden vorab zu schildern. Patienten/innen bestimmen damit selbst, welche Informationen sie bereits vor dem Reha-Antritt mit der Klinik teilen. Und die behandelnden Ärzte/Ärztinnen und Therapeuten/innen können sich schon vor Reha-Antritt auf den/die Patienten/in und seine/ihre Erkrankung einstellen.

Ausbau der Dr. Becker App geplant
Die digitalen Angebote der Gruppe kommen gut an. „Der Erfolg gibt uns Recht. 70% unserer psychosomatischen Patienten und 50% der somatischen Patienten nutzen den Online-Fragebogen bereits – Tendenz steigend“, freut sich Schiffgen. An allen Anwendungen werde kontinuierlich weiter gefeilt, so soll in der Dr. Becker App bspw. zukünftig auch die Speiseauswahl möglich sein.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreiben die beiden Schwestern Dr. Petra Becker und Dr. Ursula Becker neun Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Rund 1.800 Mitarbeiter/innen betreuen hier jährlich 20.000 stationäre und 1.000 ambulante Patienten/innen. Die Unternehmensvision ist es, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts entscheidend mit zu gestalten. Mehr Informationen: www.dbkg.de

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10. vdek-Zukunftspreis: Innovative Ideen für mehr Patientensicherheit gesucht

Im privaten Alltag wollen wir stets die größtmögliche Sicherheit: Wir kaufen Autos, die uns bei Unfällen schützen sollen, unsere Haushaltgeräte sind qualitätsgeprüft und die Spielsachen unserer Kinder auf Schadstoffe getestet. Ein besonders hohes Maß an Sicherheit erwarten wir, wenn es um unsere Gesundheit geht. Zwar hat die Qualität der Versorgung von Patienten in Deutschland schon immer einen hohen Stellenwert, durch die zunehmende Arbeitsverdichtung wird deren Erhalt aber auch schwieriger. Der Schutz der Patienten muss daher noch stärker in den Fokus genommen werden; es gibt jedoch zahlreiche organisatorische wie auch soziale und personale Einflussfaktoren. Wir alle wissen: Menschliches Handeln ist grundsätzlich nie frei von Fehlern. Umso wichtiger ist es, Strukturen, Prozesse und Behandlungsabläufe als ein Zusammenspiel aller Beteiligten zu begreifen.

Mit der Ausschreibung des vdek-Zukunftspreises 2019 widmen sich die Ersatzkassen dem Thema „Patientensicherheit“. Gesucht werden Ideen und Best-Practice-Beispiele, welche die Sicherheitskultur im Behandlungs- und Pflegealltag fördern und die Patienten und Mitarbeiter als aktive Partner in die Weiterentwicklung von Patientensicherheit einbinden. Zur Bewerbung aufgefordert sind insbesondere Projekte, welche das Sicherheitsbewusstsein durch einen offenen und transparenten Umgang mit Risiken und (Beinahe-)Fehlern fördern oder die Patientensicherheit durch Handlungshilfen, Teamtrainings, sektorenübergreifende und interdisziplinäre Maßnahmen oder den Einsatz innovativer Produktfeatures erhöhen und dadurch vermeidbare unerwünschte Ereignisse reduzieren.

Die Jury ist besetzt durch:

Uwe Klemens (Juryvorsitz), Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek),
Prof. Dr. Attila Altiner, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock,
Dr. Ruth Hecker, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V.,
Dr. Regina Klakow-Franck, stellvertretende Leiterin des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)
Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein,
Prof. Dr. Claudia Schmidtke, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
Christian Zahn, Präsident der Association Internationale de la Mutualité (AIM).

Maßgebliche Kriterien der Bewertung stellen insbesondere die versorgungspolitische Relevanz, qualitative Aspekte sowie die Praxisrelevanz dar.

Insgesamt wird ein Preisgeld von 20.000 Euro ausgelobt.

 

Bitte beachten Sie folgende Teilnahmebedingungen:

Für Ihre Bewerbung zum vdek-Zukunftspreis 2019 benötigen wir zwei Dokumente:

1. Meldebogen: Füllen Sie bitte den Meldebogen vollständig aus und stellen Sie die Eckpunkte Ihres Konzeptes kurz schriftlich vor. Bitte verweisen Sie im Meldebogen auf die einschlägigen Textstellen im schriftlichen Konzept.

2. Schriftliches Konzept (max. 10 Seiten): Reichen Sie ebenfalls eine ausführliche Darstellung des Konzeptes ein. Diese Kurzdarstellung sollte jedoch 10 Seiten (Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) nicht überschreiten. Bitte erläutern Sie darin den Inhalt des Konzeptes, die Ziele sowie die Ergebnisse und Perspektiven in Bezug auf die im Meldebogen genannten Bewertungskriterien.

Wichtig für die Teilnahme:

Die Ausschreibung richtet sich an handelnde Personen, Berufsgruppen, Teams, Organisationen und Verbände, die sich mit dem Thema „Patientensicherheit“ beschäftigen. Die Bewerbungen können bis einschließlich dem 14.04.2019 eingereicht werden. Die Unterlagen senden Sie bitte an den

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Abteilung Ambulante Versorgung

Stichwort „vdek-Zukunftspreis 2019“
Askanischer Platz 1
10963 Berlin

oder in Dateiform an zukunftspreis@vdek.com

Für Fragen steht Ihnen gern Frau Liebrenz unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: 030 / 269 31-17 66.

Den Meldebogen und weitere Informationen über den vdek-Zukunftspreis finden Sie in den folgenden Dokumenten:

Die offizielle Eingangs- und Teilnahmebestätigung erhalten Sie umgehend per E-Mail. Bezüglich der eingereichten Unterlagen erfolgt keine Weiterleitung an Dritte. Die Preisträger erklären sich bereit, ihre Arbeiten im Rahmen der Preisverleihung zu präsentieren. Mit der Übersendung der Unterlagen werden die Teilnahmebedingungen akzeptiert. Ein Rechtsanspruch auf den Preis kann nicht abgeleitet werden.

 

Quelle: vdek.de, 07.02.2019

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