Redaktion RehaNews24

 

„Rehabilitation muss diversitätssensibler werden“

Preisverleihung: v.l.: Prof. Dr. Patrick Brzoska (UW/H), Tugba Aksakal (UW/H und Uni Bielefeld), Prof. Dr. Oliver Razum (Uni Bielefeld), Prof. Dr. Ruth Deck (Uni zu Lübeck)

Forscher der Universität Witten/Herdecke mit GfR-Preis für Rehabilitationsforschung ausgezeichnet

Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Prof. Dr. Patrick Brzoska und Tugba Aksakal vom Lehrstuhl für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Universitäten Bielefeld und Lübeck die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden Sie nun mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften NRW (GfR) ausgezeichnet.

Im Rahmen des Projektes „Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund und Möglichkeiten ihrer Berücksichtigung in der medizinischen Rehabilitation“ (VeReMi) führten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Befragungen mit Hausärztinnen und Hausärzten, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie Gesundheitspersonal in Rehabilitationseinrichtungen durch und befragten orthopädische Rehabilitationseinrichtungen. Alle Erhebungen fanden in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein statt.

„Gründe für die geringere Inanspruchnahme von Rehabilitation, aber auch anderer Präventionsmaßnahmen, liegen vor allem in Zugangsbarrieren, denen Menschen mit Migrationshintergrund im Gesundheitssystem begegnen“, fasst Tugba Aksakal die Ergebnisse zusammen. „Dabei geht es zum Beispiel um unzureichende Kenntnisse der deutschen Sprache, mangelnde Informationen sowie kulturelle Bedürfnisse und Erwartungen, denen Versorgungseinrichtungen nicht ausreichend Rechnung tragen.“ Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sei es notwendig, die Gesundheitsversorgung, darunter auch die Rehabilitation, diversitätssensibler zu gestalten. Mögliche Maßnahmen, um dem Problem zu begegnen, seien Schulungen und Seminare, die das Gesundheitspersonal dabei unterstützen, die Vielfalt ihrer Patienteninnen und Patienten – nicht nur im Hinblick auf den Migrationshintergrund, sondern auch auf andere Merkmale wie Alter, Geschlecht und sozioökonomischen Status – besser zu berücksichtigen. Aksakal: „Darüber hinaus sollten Informationen in verschiedenen Sprachen oder, noch besser, sprachunabhängig über verschiedene Medien angeboten werden.“

Ein zentrales Ergebnis des Forschungsprojekts war, dass die Kommunikation zwischen den Behandelnden und den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden oftmals nicht richtig funktioniert. An dieser Stelle könnte beispielsweise ein Fragebogen zur Erfassung von Bedürfnissen und Erwartungen, der als Gesprächsleitfaden zu Beginn der Rehabilitation dient, Abhilfe schaffen.
Die Ergebnisse des Projekts zeigen auch, dass Einrichtungen eine diversitätssensible Ausrichtung als wichtig einschätzen. Gleichzeitig werden jedoch fehlende finanzielle Ressourcen und organisatorische Probleme benannt, die die Implementierung einer entsprechenden Versorgung behindern. „Um diese Hürden zu überwinden, müssen Einrichtungen daher strukturell und organisatorisch unterstützt werden. Aus den Ergebnissen lassen sich entsprechende Handlungsempfehlungen hierfür ableiten“, so Aksakal weiter.

„Wir freuen uns sehr über den Preis und hoffen, dass die Auszeichnung auch dazu beiträgt, dem Thema generell mehr Aufmerksamkeit zu verleihen“, sagt Prof. Brzoska. „Für den Lehrstuhl für Versorgungsforschung der UW/H stellt es einen wichtigen Forschungsstrang dar, den wir auch weiterhin bearbeiten werden.“

Finanziert wurde das Projekt von der Deutschen Rentenversicherung Bund sowie dem Verein zur Förderung der Rehabilitationsforschung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (vffr).

Weitere Informationen: Prof. Dr. Patrick Brzoska, 02302 / 926-78605 oder patrick.brzoska@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.600 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.
www.uni-wh.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Patrick Brzoska, 02302 / 926-78605 oder patrick.brzoska@uni-wh.de

Hits: 104


Rehabilitation von MEDIAN hilft bei pathologischem Glücksspielen

Experten des größten deutschen privaten Reha-Betreibers MEDIAN weisen anlässlich des heute veröffentlichten „DHS Jahrbuch SUCHT 2019“ auf die Wirksamkeit und Bedeutung der Rehabilitation bei der Behandlung der Glücksspielsucht hin.

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des „DHS Jahrbuch SUCHT 2019“ weisen Ärzte und Psychologen des größten deutschen Therapieanbieters MEDIAN auf die Wirksamkeit und Bedeutung der Rehabilitation bei pathologischem Glücksspiel und Abhängigkeitserkrankungen hin. „Wir haben erste Therapieansätze bereits in den 1980er Jahren in der MEDIAN Klinik Münchwies im Saarland entwickelt und seitdem kontinuierlich weiter daran gearbeitet“, so Dr. rer. nat. Volker Premper, Leitender Psychologe an der MEDIAN Klinik Schweriner See in Lübstorf. „Heute sind wir mit unseren spezialisierten Einrichtungen der bedeutendste Therapieanbieter zur Behandlung pathologischen Glücksspielens in Deutschland und können mit Recht behaupten, dass eine Rehabilitation bei einer pathologischen Glücksspielsucht sehr gut wirkt.“ Bei MEDIAN werden in jedem Jahr rund 1.100 Patienten mit der Diagnose „Pathologisches Glücksspielen“ behandelt. Das ist knapp die Hälfte aller in Deutschland im Rahmen der medizinischen Rehabilitation stationär Behandelten.

Breites Therapiespektrum
Auf der Basis von Erfahrungen aus über drei Jahrzehnten verfügen die MEDIAN Kliniken derzeit über das umfangreichste Behandlungsangebot für pathologische Glücksspieler in Deutschland. In den zwölf spezialisierten MEDIAN Fachkliniken, acht Adaptionseinrichtungen sowie zwölf soziotherapeutischen Einrichtungen können alle Formen des pathologischen Glücksspielens umfassend behandelt werden. Häufigste Glücksspielform, die zu massiven Problemen führt, ist das Glücksspielen an Geldspielautomaten, gefolgt von Sportwetten, Spielbankspielen, Poker und andere Varianten von Kartenspielen und Wetten. „Zunehmend werden aber auch Online-Glücksspiele zum Problem“, so der Psychologische Psychotherapeut Dr. Premper. „Von Glücksspielsucht betroffen sind Männer und Frauen aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten.“ Besonders gefährdet sind junge Männer, spezielle Migrantengruppen und Menschen mit bestimmten psychischen Störungen.

Untersuchung weist Wirksamkeit nach
Seit Beginn der 90er Jahre existieren systematische glücksspielerspezifische Behandlungsprogramme in Deutschland. Aber erst seit 2001 ist es möglich, die Diagnose „Pathologisches Spielen“ als primäre Rehabilitations-Diagnose zu stellen und eine Kostenübernahme für eine entsprechende Behandlung über den Rentenversicherungsträger zu erreichen. Der überwiegende Teil der Behandlungen pathologischer Glücksspieler findet in stationären medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen statt. Bereits 2014 hat MEDIAN unter Einbeziehung von fünf relevanten Kliniken erstmals eine umfassende Katamnese-Untersuchung vorgelegt. Danach lag die katamnestische Erfolgsquote (Abstinenz & Abstinenz nach Rückfall) bezogen auf die Gesamtstichprobe bei 39,7 Prozent und bezogen auf die Katamneseantworter bei 71 Prozent. Sie ist damit vergleichbar mit den Ergebnissen einer Therapie bei Alkoholanhängigkeit.

Rechtzeitig Hilfe holen – Informationen im Web
„Der Weg aus der Glücksspielsucht ist schwer. Betroffene, die zu uns kommen, haben häufig psychosomatische Störungen und Depressionen, sind oftmals abhängig von Alkohol oder Drogen und haben nicht selten Suizidversuche hinter sich“, so Dr. Volker Premper. „Dazu kommen oft gravierende familiäre, berufliche und finanzielle Probleme bis zur völligen Überschuldung.“ Die Zahl derer, die ein riskantes Glücksspielverhalten betreiben, das leicht zu einem Pathologischen Glücksspielen werden kann, dürfte nach Schätzungen der Experten von MEDIAN sehr hoch sein. Sie raten deshalb allen Betroffenen, aber auch Angehörigen und Freunden, sich rechtzeitig zu informieren und Hilfe zu holen. Als eine Anlaufstelle und zur ersten Information über Glücksspielsucht gibt es im Internetauftritt von MEDIAN eine Seite, die einen kurzen Selbsttest bietet und Links zu behandelnden Kliniken und Therapiezentren auflistet. Sie ist zu finden unter https://www.median-kliniken.de/de/behandlungsgebiete/abhaengigkeitserkrankungen/gluecksspielabhaengigkeit/

Weitere Informationen:

Über MEDIAN
MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit 120 Rehabilitationskliniken, Fachkliniken für Frührehabilitation, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.700 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

Pressekontakt MEDIAN:
MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG
Leiterin Marketing & Kommunikation und CRM
Magdalena Nitz
Franklinstr. 28-29
10587 Berlin
Telefon +49 (0) 30 / 53 00 55 – 161
E-Mail: magdalena.nitz@median-kliniken.de
www.median-kliniken.de

Hits: 100


Neurofeedback auf dem Ergotherapie-Kongress des DVE vom 23. – 25. Mai 2019 in Osnabrück

München/Osnabrück, 16.04.2019. Neurofeedback ist eine EEG-basierte nicht-medikamentöse Therapiemethode, die helfen kann, Symptome neurologisch bedingter Störungen zu verbessern. Neurofeedback spielt in der Rehabilitation eine zunehmende Rolle. Wie andere Biofeedback-Verfahren basiert es darauf, Vorgänge, die normalerweise nicht bewusst wahrnehmbar sind, erfahrbar zu machen und für therapeutische Zwecke zu nutzen. Bei Neurofeedback sind dies ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, die beispielsweise für unsere Konzentration zuständig sind. Vom 23. – 25. Mai 2019 können Besucher des 64. Ergotherapie-Kongress des Deutschen Verbands der Ergotherapeuten e.V. Neurofeedback anschaulich kennenlernen.

Neurofeedback als neue Rehabilitationsmöglichkeit
Menschen können fast alles lernen. Voraussetzung ist aber, dass eine Rückkopplung, ein „Feedback“, zwischen dem Gewollten und dem Erreichten besteht. Das was verändert oder erlernt werden soll, muss bewusst wahrnehmbar sein. Bei einer Depression oder ADHS wird dies aber schwierig. Die Krankheiten sind da oder nicht da. Sie direkt zu beeinflussen ist nicht wirklich möglich. Meist haben diese Erkrankungen aber neurologische Ursachen – sind Folge von Fehlregulierung der Gehirnaktivität. Mit Neurofeedback können wir diese unbewussten Vorgänge darstellen und für therapeutische Zwecke nutzen. Zu den neuen Gebieten, in denen Neurofeedback mit großem Erfolg eingesetzt wird, zählt auch die Rehabilitation.

Neurofeedback – nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeit auf Basis des EEG
Neurofeedback basiert auf der Messung der Gehirnströme mittels EEG-Ableitungen (ElektroEnzephaloGramm). Die EEG-Signale werden über Elektroden gemessen, durch eine spezielle Software in Echtzeit ausgewertet und für den Patienten auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Jedoch nicht in einer „klassischen Gehirnwellenansicht“, sondern in Form einer altersgerechten Animation. Wird nun ein gewünschter Aufmerksamkeitszustand erreicht, bewegt sich die Grafik oder das Bild wird klarer und schärfer. Eine Neurofeedback-Sitzung dauert ca. 45 Minuten und wird von einem geschulten Arzt oder Therapeuten begleitet. Das Anlegen der Elektroden, wie die gesamte Behandlung, ist schmerzfrei. Die Wirksamkeit bei verschiedenen Anwendungsgebieten ist durch zahlreiche Studien belegt.

Neurofeedback als Therapiebaustein
Neurofeedback verbessert die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns durch Training seiner eigenen Ressourcen. In der Folge verbessern sich die Symptome von Regulationsstörungen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsstörungen, Panikattacken, aber auch Schlafstörungen und viele Arten von Kopfschmerzen. Bei Hirnschädigungen werden die gesunden bzw. verbleibenden Teile durch Neurofeedback zu besserer Funktion und Regulation trainiert, sodass diese Aufgaben der geschädigten Bereiche schneller übernehmen können.

Neurofeedback auf dem Ergotherapie-Kongress 2019 in Osnabrück
Mehr über Neurofeedback erfahren Sie am Stand B02 der BEE Medic GmbH EEG Info auf dem Ergotherapie-Kongress in Osnabrück 2019. Vor Ort stehen Ihnen vom 23. – 25. Mai 2019 die Experten der BEE Medic GmbH EEG Info für Fragen zur Verfügung. Besucher können die neuesten Neurofeedback-Systeme und Software von EEG Info kennenlernen, die speziell für den Therapiealltag entwickelt wurden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit an einem Neurofeedback Workshop teilzunehmen, der eine Einführung in das ILF-Neurofeedback nach Othmer bietet. Der Workshop findet am 23.05.2019 von 14.00 bis 15.30 Uhr statt.

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
Jennifer Mackert
Telefon: +49 (0) 89 189 44 89 -53
Fax: +49 (0) 89 189 44 89 -39
Neurofeedback Netzwerk
Frauenstraße 12
D-80469 München
Internet: www.neurofeedback-netzwerk.org
Mail:

V.i.S.d.P.
Dr. Bernhard Wandernoth
Telefon: +49 (0) 9131 5339 322
Fax: +49 (0) 9131 532 558
EEG Info Deutschland
c/o BEE Medic GmbH
Zeppelinstr. 7
D-78224 Singen
Internet: www.eeginfo-neurofeedback.de

Über das Neurofeedback Netzwerk
Das Neurofeedback Netzwerk ist ein unabhängiger Verbund von Entwicklern, Herstellern, Vertriebspartnern, Forschungseinrichtungen, Anwendern aus Klinik und Praxis sowie Aus,- Fort-, und Weiterbildungseinrichtungen, die im Bereich Neurofeedback aktiv sind. Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung der Technologie sowie die Förderung der breiten Anwendung von Neurofeedback. Das Projekt wurde von 2011 bis 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand gefördert.

Über EEG Info
EEG Info ist der europäische Partner der EEG-Info USA. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen in Deutschland und der Schweiz bietet das Unternehmen ein Leistungsangebot rund um Neurofeedback. Neben Neurofeedbackausrüstungen für die professionelle Anwendung und Materialen für den täglichen Praxisbedarf bietet EEG Info umfassenden Support und ist akkreditierter Fortbildungsveranstalter. Ziel des Unternehmens ist es, Anwender medizinischer Fachberufe, wie Ärzte, Psychiater und Ergotherapeuten mit modernsten Systemen auszurüsten und optimal in allen Belangen rund um therapeutisches Neurofeedback zu unterstützen. EEG Info arbeitet eng mit zahlreichen Forschungseinrichtungen und Kliniken auf internationaler Ebene zusammen, um die Weiterentwicklung der Produkte und der Methode Neurofeedback zu fördern. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied im Neurofeedback Netzwerk.

 

Quelle: openPR.de, 16.04.2018

Hits: 66


Neue Stationszimmer in der Dr. Becker Kiliani-Klinik

Die umgebauten Stationszimmer der Dr. Becker Kiliani-Klinik sind in die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche unterteilt.

185.000€ hat die Dr. Becker Kiliani-Klinik in den Umbau ihrer Stationszimmer investiert. Die umgebauten Räume fördern den Austausch unter den Kollegen/innen und erleichtern die Arbeit auf der Station.

Bad Windsheim, 12.04.2019: Helle, freundliche Farben, eine neue Beleuchtung und ein überarbeitetes Raumkonzept: 185.000€ hat die Dr. Becker Kiliani-Klinik investiert, um ihre Stationszimmer umzubauen. Das Ergebnis kommt bei den Pflegefachkräften gut an: „Wir haben jetzt ausreichend Arbeitsfläche an den PC-Plätzen und durch neu erschlossenen Stauraum steht nichts mehr im Weg – das erleichtert das alltägliche Arbeiten enorm,“ freut sich Stationsleitung Klara Schorner. „Besonders schön ist, dass wir einen neuen Pausenraum bekommen haben. Der fördert den Austausch auf der Station noch weiter und trägt zum guten Arbeitsklima bei.“

Mitarbeitervorschläge bei Umbau berücksichtigt
Vier von fünf Stationszimmern der Dr. Becker Kiliani-Klinik sind nun renoviert. Pro Station wurde knapp 3 Wochen gebaut. Der Umbau des Stationszimmers auf der vierten Etage der Klinik soll noch in diesem Jahr folgen.

„Den Umbau haben wir in enger Absprache mit den Pflegenden geplant. Schließlich sollen sie von der Neugestaltung profitieren und wissen am besten, was sie brauchen“, berichtet Christine Neuhaus, leitende Architektin der Dr. Becker Klinikgruppe. Durch den Input sind die Stationszimmer nun in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt: Dokumentationsbereiche, Lagerflächen für die Medikamentenversorgung, Räume für Besprechungen und Anlaufstellen für Patienten/innen. Praktische Raumteiler helfen dabei, ruhigere Arbeitsbereiche von Plätzen für Gespräch und Austausch zu trennen.

Ergonomisches Arbeiten
„Wir möchten unseren Mitarbeitern die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bieten“, erklärt Krankenhausdirektorin Ursula Siebertz-Ohnesorge. „Deshalb haben wir beim Umbau auch darauf geachtet, dass die Mitarbeiter nun mehr Wahlmöglichkeiten haben, wie sie in den Stützpunkten arbeiten.“ So gäbe es nun beispielsweise die Möglichkeit, Schreibtischtätigkeiten im Stehen oder im Sitzen zu bearbeiten. Für Beides sei das Angebot gegeben.

Dr. Becker Kiliani-Klinik
Die Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim führt qualitätsgeprüfte Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten/innen mit neurologischen, orthopädisch-/traumatologischen sowie neuro-onkologischen Erkrankungen durch. Jährlich werden in der Klinik rund 3.400 Patienten/innen auf höchstem medizinischem Niveau therapiert. Ein Behandlungsschwerpunkt ist die neurologische Frührehabilitation für neurologisch schwerstbetroffene Patienten/innen. Seit 2006 ist die Klinik außerdem anerkanntes Multiple-Sklerose-Zentrum. www.dbkg.de/kiliani-klinik

 

Hits: 97


Gesundheitsversorgung der Zukunft: Internationaler Reha-Kongress vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin

Berlin (ots) Rehabilitation als globale Gesundheitsstrategie. Zu diesem Thema tauschen sich rund 1.500 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten vom 15. bis 17. April in Berlin aus. Anlass ist das 28. Reha-Kolloquium, das in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dem 15. Kongress des European Forum for Research in Rehabilitation (EFRR) tagt. Beide Teilkongresse finden mit gemeinsamen Plenar- und Rahmenveranstaltungen statt: das Reha-Kolloquium auf Deutsch, der EFRR-Kongress auf Englisch. Das wissenschaftliche Programm umfasst mehr als 250 Fachbeiträge.

Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, eröffnete den Kongress. “In den kommenden drei Tagen rückt Europa auf der rehabilitationswissenschaftlichen Ebene enger zusammen. Dadurch haben wir die Möglichkeit, aus den Erfahrungen und Kenntnissen vieler Länder, die Verfahren und Instrumente herauszufiltern, die die Rehabilitation erfolgreich machen, und damit die Teilhabe stärken”, so Roßbach. Ziel sei es, nachweislich wirksame Methoden möglichst schnell in die Routine zu bringen, um die Reha weiter zu optimieren. “Die Reha ist ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Behandlungskette. Bei längerem Leben und Arbeiten wird diese künftig für die Menschen noch an Bedeutung gewinnen”, hob Gundula Roßbach hervor.

“Das deutsche Rehabilitationssystem ist einzigartig und wir sind wirklich stolz darauf”, unterstrich Sylvia Dünn, Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Aber in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung sei klar: “Wenn wir das Gesundheitswesen für die Zukunft gestalten wollen, wäre es leichtsinnig und unvernünftig, internationale Aspekte nicht zu berücksichtigen. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind vielfältig und enden nicht an institutionellen oder nationalen Grenzen.” In Zeiten eines florierenden Arbeitsmarktes und Bevölkerungsrückgangs seien eine stärkere Arbeitsplatzorientierung der Rehabilitation und eine engere Kombination mit operativen Maßnahmen Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitationsstrategie. Weiter stellte sie heraus, dass es in diesem Zusammenhang einen Rechtsrahmen für eine nachhaltigere und gegebenenfalls längerfristige Unterstützung eines Stay-at-Work und Return-to-Work Prozesses brauche.

“Der Bedarf an Rehabilitationsleistungen wird aufgrund verschiedener epidemiologischer Faktoren weltweit weiter steigen. Deshalb kann die Rehabilitation als wichtigste Gesundheitsstrategie des 21. Jahrhunderts gesehen werden” so Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner im anschließenden Plenarvortrag über internationale Perspektiven und globale Entwicklungen in der Rehabilitation. Der Rehawissenschaftler und Chefarzt der Klinik für Rehabilitationsmedizin an der medizinischen Hochschule Hannover betonte, dass Rehabilitationsangebote in allen medizinischen Versorgungsbereichen und in jeder Behandlungsphase verfügbar sein müssten, um den Bedarfen von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gerecht werden zu können. Das entspreche auch einer wesentlichen Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). “Aus Sicht der Betroffenen müssen die Rehabilitationsangebote leicht zugänglich sein, auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten sein sowie den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen” forderte er.

Unter dem Motto “Rehabilitation – Shaping healthcare for the future” wird die wachsende Bedeutung der Rehabilitation in der Gesundheitsversorgung beleuchtet. Die Plenarvorträge behandeln außerdem Themen wie die Digitalisierung in Medizin und Gesellschaft sowie die Robotik in der Rehabilitation. Die Veranstalter erwarten wertvolle Impulse für die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Rehabilitationsforschung.

Ausgerichtet wird das Reha-Kolloquium in diesem Jahr von der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften. Veranstaltungsort ist das Maritim Hotel, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.reha-kolloquium.de und www.efrr2019.com.

Pressekontakt:
Deutsche Rentenversicherung Bund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation
Dr. Dirk von der Heide
Telefon: 030 865-89178
Telefax: 030 865-27379
Mail: Pressestelle@drv-bund.de

Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Denis McGee
Telefon: 030 3002-1040
Telefax: 030 3002-1049
Mail: pressestelle@drv-berlin-brandenburg.de

presseportal.de, 15.04.2019

Hits: 116


Chancen zur Bewältigung sozialmedizinischer Folgen neurologischer Krankheiten

V.l.n.r.: Sabine Mützelburg, Dr. Karen Hemmrich, Dr. Helge Matrisch, Dr. Karsten Meyer-Wiethe und Dr. Angelika Nebe

Gut besuchte Fortbildungsveranstaltung der Deutschen Rentenversicherung im MEDICLIN Klinikum Soltau

Soltau, 10. April 2019. Über 70 Sozialmediziner aus ganz Deutschland nahmen an der dreitägigen Fortbildung „Neurologische Erkrankungen: Teilhabeleistungen und sozialmedizinische Beurteilung der erwerbsbezogenen Leistungsfähigkeit“ der Deutschen Rentenversicherung Bund im MEDICLIN Klinikum Soltau Ende März teil.

„Auch wenn die neurologischen Krankheitsbilder vermeintlich die gleichen sind, bestimmt doch die Aktualität der Diagnostik- und Therapieverfahren im positiven Sinn das Behandlungsergebnis und auch den Verlauf in nachfolgenden Rehabilitationsbehandlungen“, eröffnete Gastgeberin Dr. Karen Hemmrich, Deutsche Rentenversicherung Bund.

„Die adäquate Beurteilung der auch nach bester medizinischer Behandlung verbleibenden individuellen krankheitsbedingten Auswirkungen auf den Alltag der Rehabilitanden sind zentrale Aufgabe und Herausforderung bei der sozialmedizinischen Beurteilung.“

Im Zentrum der Fortbildung standen moderne Behandlungskonzepte von Störungsbildern wie Spastik, Parkinson-Syndrom oder Muskelerkrankungen sowie der häufigsten neurologischen Erkrankung, des Schlaganfalls. Die Experten tauschten sich auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und anhand klinischer Konzepte auch über Strategien bei der Behandlung der Multiplen Sklerose, Sprachstörungen (Aphasie) und seltener Rückenmarkserkrankungen aus. Dabei standen die krankheitsbedingten Auswirkungen auf den beruflichen Alltag der Betroffenen im Fokus.

In den Sitzungen zu „Neurologische Rehabilitation gestern und heute“,Degenerative Muskelerkrankungen und ihre sozialmedizinische Beurteilung“, „Interventionsmöglichkeiten und sozialmedizinische Einschätzung bei Spastik“ sowie „Schlaganfall – was ist neu in Reha und Beurteilung?“ wurde deutlich, dass die Behandlungskonzepte der Rehabilitationsmedizin parallel zu den Entwicklungen der Akutmedizin immer wieder anzupassen sind. Dazu gehört auch die Beurteilung der Krankheitsfolgen. Während vor 20 Jahren bereits die Diagnose einer chronisch neurologischen Erkrankung Anlass für eine vorzeitige Berentung war, ist heute die Fortsetzung der Berufstätigkeit häufig möglich.

Aufgrund des demografischen Wandels und des späteren Renteneintrittsalters ist die Herausforderung, innovative Rehabilitationskonzepte zu finden, damit Rehabilitanden wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können oder zumindest wieder Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Dabei ist auch abzuwägen, ob und in welchen Fällen Rehabilitationsmaßnahmen auch in kürzeren Abständen als der sogenannten Allgemeinen Wartefrist sinnvoll sein können.

„Unser gemeinsames Ziel ist es immer, Patienten mit neurologischen Erkrankungen eine möglichst weitreichende Selbstständigkeit und Teilhabe in Alltag und Beruf zu ermöglichen“, resümierte Dr. Alfons Meyer, Chefarzt der Neurologie am MEDICLIN Klinikum Soltau.

Einig waren sich die Teilnehmer: Dank moderner Therapieansätze gelingt es zunehmend besser, neurologische Funktionsstörungen erfolgreich zu behandeln. Damit eröffnen sich für Patienten wertvolle Chancen zur Bewältigung von Behinderungen und sozialmedizinischen Folgen neurologischer Erkrankungen. Dies veranschaulichten lebhaft beispielsweise Prof. Dr. Christian Dettmers (Konstanz) in seinem Beitrag zur Multiplen Sklerose, Dr. Ulrich Specht (Bielefeld) für die Epilepsien und Dr. Karsten Meyer-Wiethe (Soltau) in seinem Vortrag zum Schlaganfall.

 

Pressekontakt:
Anja Frohloff
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit NRW / Niedersachsen
MEDICLIN Klinik Soltau
Oeninger Weg 59
29614 Soltau
E-Mail: anja.frohloff@mediclin.de

 

Quelle: mediclin.de, 10.04.2019

Hits: 116


RehaStimme der DEGEMED neu erschienen

Die April-Ausgabe der RehaStimme ist erschienen und ab sofort im Internet als E-Paper oder als PDF-Datei verfügbar.

Zentrale Themen der Ausgabe auf einen Blick:

              • Zeigen, dass wir da sind! Reha in die Politik bringen.
              • Neues Preismodell für Reha
              • Digitalisierung im Gesundheitswesen
              • Aufhebung der Grundlohnsummenbindung für Reha-Einrichtungen
              • Reform der Psychotherapeutenausbildung.

Quelle: degemed.de, 10.04.2019

 

Hits: 112


Neuer Chefarzt in der Dr. Becker Brunnen-Klinik

Seit Anfang April ist Dr. Alexey Tarasov neuer Chefarzt Psychosomatik in der Dr. Becker Brunnen-Klinik. Er folgt auf Dr. Dirk Schröder.

Bad Meinberg, 09.04.2019: Seit Anfang des Monats ist Dr. Alexey Tarasov neuer Chefarzt der psychosomatischen Reha-Einrichtung in Horn-Bad Meinberg. Er folgt damit auf Dr. Dirk Schröder. Zuletzt war Dr. Tarasov als Chefarzt der psychiatrischen/ psychosomatischen Abteilung der Rehaklinik Jesuitenschlößl in Passau tätig gewesen. „Ganz unbekannt ist mir Nordrhein-Westfalen aber auch nicht“, lächelt der 58-Jährige. Seine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie habe er in Olpe absolviert und im Rheinland gearbeitet.

Fels in der Brandung
Tarasov hat in Novosibirsk Medizin studiert und war vor seiner Weiterbildung lange als neurologischer Facharzt tätig. Nun freut er sich auf seine neuen Aufgaben im Lipperland: „Die Dr. Becker Brunnen-Klinik verfügt über eine hohe Reputation mit einer konstanten Patientenzufriedenheit. Es ist für mich sehr reizvoll, die Klinik als ‘Fels in der Brandung‘, so empfinden sie viele Rehabilitanden, weiter zu stärken und auszubauen.“

Tobias Hummel, Geschäftsführer Personal der Dr. Becker Klinikgruppe blickt einer erfolgreichen Zusammenarbeit entgegen: „Dr. Tarasov bringt eine langjährige Erfahrung im Bereich der psychologischen und psychosomatischen Rehabilitation mit. Wir freuen uns, dass wir mit ihm eine versierte Fachkraft für die Dr. Becker Brunnen-Klinik gewinnen konnten.“

Dr. Becker Brunnen-Klinik
Die Dr. Becker Brunnen-Klinik ist auf psychotherapeutische und psychosomatische Rehabilitation. Über 1.950 Patienten/innen werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Behandlungsschwerpunkte sind insbesondere Depressionen, Angsterkrankungen, psychosomatische Beschwerden und Krankheitsbewältigung bei körperlichen Erkrankungen wie z. B. Tinnitus sowie die Behandlung älterer Menschen (Gerontopsychosomatik). Die Reha-Einrichtung Horn-Bad Meinberg beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. Weitere Informationen zur Dr. Becker Brunnen-Klinik finden Sie auf der Website www.dbkg.de/brunnen-klinik.

Hits: 134


Gesprächsoffensive: Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik wirbt für politische Unterstützung

(vl.n.r.) MdL Oliver Kehrl, Dr. Robin Roukens (Chefarzt Neurologie), Dr. Ursula Becker (Geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe) und Verwaltungsdirektor Dr. Tim Kleiber vor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht.

Nümbrecht, 09.04.2019: Kürzlich folgte MdL Oliver Kehrl (CDU) der Einladung der Klinikleitung in die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht. In der oberbergischen Klinik, die auf neurologische und orthopädische Rehabilitation spezialisiert ist, ließ er sich über Therapiemöglichkeiten für Schlaganfallbetroffene aufklären. Besonders beeindruckt zeigte sich Kehrl von den robotgestützten Therapiemaßnahmen wie z. B. dem Armeo und der Abteilung für neurologische Frührehabilitation.

Gesetze ignorieren Reha-Fachkräfte
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Austausch über die  aktuellen Herausforderungen der Reha-Branche. Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, Dr. Tim Kleiber, Verwaltungsdirektor und Dr. Robin Roukens, Chefarzt Neurologie der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik informierten Kehrl über die Benachteiligungen, die Spahns aktuelle Gesetzesvorhaben für die Reha-Branche bedeuten.

„Der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich betrifft uns alle. Deswegen begrüßen wir es sehr, dass die Politik hier endlich aktiv wird und für bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und Therapeuten sorgt. Aber warum wird die Reha dabei stets ausgeklammert?“, ärgert sich Dr. Ursula Becker. „Wir brauchen Lösungen für die gesamte Gesundheitsbranche. Stattdessen bevorzugt der Gesundheitsminister in seiner Gesetzesreform einige wenige Versorger wie Krankenhäuser oder Pflegeheime. So verschärft er den Wettbewerb noch nur zusätzlich.“ Die Leidtragenden seien die Reha-Fachkräfte – sie blieben derzeit in den Maßnahmenpaketen des Gesundheitsministeriums gänzlich unberücksichtigt. „Und dafür gibt es schlicht keinen Grund“, so Becker. „Unsere Mitarbeiter sind genauso gut ausgebildet und geben für die Patienten ebenfalls täglich ihr Bestes wie die Kollegen in anderen Einrichtungen.“

Reha-Branche bedroht
Becker befürchtet eine massive Abwerbewelle, die im schlimmsten Fall die Schließungen von Stationen und Einrichtungen zur Folge haben könnte. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik sei personell gut aufgestellt, aber blickt mit Sorge in die Zukunft. Um ihre Pflege-Mitarbeiter/innen langfristig entlasten zu können und die Versorgung der Patienten/innen sicherzustellen, knüpft die Leitung der Klinik derzeit viele Kontakte zu unterschiedlichen Ausbildungsstätten – regional wie auch ins Ausland. „Aber es gibt enorme bürokratische Hürden und die Visa-Verfahren dauern inakzeptabel lange. Hier müssen wir dringend schneller werden“, erklärt Dr. Tim Kleiber

 

Unterstützung zugesichert

Oliver Kehrl zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Klinikleitung: „Wenn Kliniken durchdachte Konzepte angehen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, sollten wir als Politiker sie in diesem Vorhaben unterstützen.“ Er versprach, den Gesundheitsausschuss im Düsseldorfer Landtag auf die Hürden, vor denen sich die Rehakliniken im Alltag gestellt sehen aufmerksam zu machen.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

Über die Gesprächsoffensive
Die Dr. Becker Klinikgruppe hat die Gesprächsoffensive „Reha-Pflege unter dem Radar“ ins Leben gerufen, um bundesweit darauf aufmerksam zu machen, dass die Reha durch die derzeitigen Gesetzesreformen des Bundesgesundheitsministeriums massiv benachteiligt wird. Die Branche befürchtet deswegen Schließungen von Stationen und Einrichtungen.
Alle Standorte der Dr. Becker Klinikgruppe sowie weitere Rehaklinikbetreiber führen seit Mitte 2018 regelmäßig Gespräche mit Bundes- und Landtagsabgeordneten, um sie über Missverhältnisse in der Gesetzgebung – zum Beispiel im neuen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) – zu informieren. Ziel der Initiative ist die Gleichstellung von Reha-Einrichtungen mit Akuthäusern, Altenpflege und ambulanter Pflege. Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter: dbkg.de/pflegemangel. Hier stehen auch kostenlose Infografiken und Factsheets all denjenigen zur Verfügung, die sich ebenfalls für die Stärkung der Reha einsetzen wollen.

Hits: 107


Steffen Danneberg übernimmt MEDICLIN Klinik am Rennsteig in Bad Tabarz

Steffen Danneberg

Bad Tabarz, 9. April 2019. Marco Rudolf hat die MEDICLIN Klinik am Rennsteig in Bad Tabarz Ende März auf eigenen Wunsch verlassen. Der Kaufmännische Direktor hat aus persönlichen Gründen um die Aufhebung seines Vertrages gebeten.

„In seiner Zeit als Klinikverantwortlicher hat Herr Rudolf in der Einrichtung vieles zum Positiven bewegt“, sagt MEDICLIN-Vorstand Ulf Ludwig. So konnte unter Rudolfs Leitung beispielsweise erfolgreich eine Fachklinik für neurologische Rehabilitation der Phasen C und D eröffnet und etabliert werden. „Wir bedauern das Ausscheiden von Herrn Rudolf daher sehr und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, ergänzt Ludwig.

Rudolf führte die MEDICLIN Klinik am Rennsteig seit 2013 als Kaufmännischer Direktor. Zuvor war der Volljurist bereits an einem anderen Standort des Unternehmens beschäftigt: in Bad Düben. Dort betreibt MEDICLIN ein Reha-Zentrum, ein orthopädisches Akutkrankenhaus sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ).

Sein Nachfolger an der Klinikspitze in Bad Tabarz ist seit dem 1. April Steffen Danneberg. Danneberg war zuletzt als Bereichsleiter bei einem Pflegedienstleister aktiv. Außerdem kennt der 36-Jährige den Bereich Rehabilitation aus seiner Tätigkeit bei einem großen Gesundheitsanbieter.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und die damit verbundene Herausforderung“, sagt Danneberg. „Ich bin überzeugt, dass wir die positive Entwicklung der MEDICLIN Klinik am Rennsteig weiter fortführen werden.“ Sein Ziel als Kaufmännischer Direktor ist es, die Klinik bestmöglich auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten. „Es ist mir ein Anliegen, unser Angebot und den Standard unserer Klinik noch weiter voran zu bringen – Zum Wohle unserer Patienten und Mitarbeiter.“

Pressekontakt:
Jelina Schulz
MEDICLIN Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Okenstr. 27
77652 Offenburg
Tel.: 0781 / 488-189
E-Mail: jelina.schulz@mediclin.de

Über die MEDICLIN Klinik am Rennsteig
Die MEDICLIN Klinik am Rennsteig in Bad Tabarz vereint eine Fachklinik für Kardiologie, eine Fachklinik für Orthopädie und eine Fachklinik für Neurologie unter einem Dach. Die 1995 eröffnete Klinik verfügt über 195 Betten.
Zum MEDICLIN-Standort Bad Tabarz gehört außerdem die MEDICLIN Seniorenpflegeeinrichtung Rennsteigblick.

Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 36 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen, drei ambulante Pflegedienste und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über knapp 8.300 Betten und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter.
In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf – zu Hause oder in der Pflegeeinrichtung. MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

 

Quelle: mediclin.de, 09.04.2019

Hits: 101