DEGEMED

 

Neue Ausgabe der RehaStimme erschienen

RehaStimme Oktober 2018

Wir freuen uns, Ihnen die aktuelle Ausgabe der RehaStimme zur Verfügung stellen zu können.

Wichtige Themen der aktuellen Ausgabe auf einen Blick:

  • Konsolidierungsprozesse – Rehabilitation im Umbruch
  • Sozialpolitik – Rentenpaket vergisst Reha
  • Rückblick – DEGEMED-Sommerakademie 2018
  • Telemedizin in der Psychosomatik – Kein Ersatz für Face-to-face-Therapie

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Die aktuelle Ausgabe der RehaStimme steht Ihnen ab sofort als E-Paper oder alternativ als PDF-Datei zur Verfügung.

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Enttäuschung bei Pflegekräften in der Reha hält an!

Foto DEGEMED-PM-Anhörung PpSG

Anhörung zu Pflegepersonal-Stärkungsgesetz im Gesundheitsausschuss des Bundestags

Die heutige Beratung des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages brachte für die Reha-Branche keine nennenswerten Fortschritte. Die Fragen der Parlamentarier kreisten vor allem um die Situation in Akutkrankenhäusern und in stationären Pflegeeinrichtungen. Auf sie zielt der Gesetzentwurf im Kern. Die DEGEMED kritisiert, dass der Gesetzentwurf für die vielen tausend Pflegekräfte in ambulanten und stationären Reha-Einrichtungen keine Verbesserungen enthält. Dieser Kritik hatte sich auch der Bundesrat Ende September auf Initiative des Freistaats Bayern angeschlossen.

„Das Gesetz benachteiligt ganz klar Pflegekräfte in Reha-Einrichtungen. Die Enttäuschung in der Reha-Branche ist enorm“, kritisiert Christof Lawall, der Geschäftsführer der DEGEMED. Die DEGEMED schlägt daher die wirkungsgleiche Übertragung der Maßnahmen des Gesetzentwurfs auch auf die Pflegekräfte in der medizinischen Reha vor. „Wir müssen mit den Kostenträgern offen darüber sprechen, was Pflege in der Reha wert ist. Und wir müssen dann auch Transparenz herstellen bei allen anderen Kostenfaktoren. Nur so können wir Strukturabbau in der Reha verhindern und für fairen Wettbewerb sorgen“, fordert Lawall.

Die DEGEMED ist ein Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und vertritt indikationsübergreifend Einrichtungen in öffentlicher, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft.

Pressemitteilung als PDF

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Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht

Wettbewerbsfähigkeit der Reha-Branche hängt vom Wissensmanagement ab!

Berlin, 27.09.2018. Mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startet heute der Gemeinsame Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht (FVS) in Berlin. Ein Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung ist das Thema „Wissen der Einrichtung“. Effektives Wissensmanagement wird bei Anbietern der Gesundheitswirtschaft immer bedeutender. Die neue DIN ISO 9001 misst ihm deutlich höheres Gewicht als früher zu.

„Die Kompetenz der Mitarbeiter ist die wichtigste Ressource der Reha-Einrichtungen. In nahezu allen Gesundheitsberufen herrscht aber akuter Fachkräftemangel. Die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Reha-Branche hängt daher entscheidend davon ab, dass wir das Wissen der Einrichtungen und die Kompetenzen der Mitarbeiter erhalten“, erläutert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall am Donnerstag in Berlin. DEGEMED und FVS haben daher ein neues Produkt entwickelt, dass auf dem Qualitätskongress erstmals vorgestellt wird: „Als Marktführer im Qualitätsbereich ist es unser Auftrag, unsere Reha-Einrichtungen beim Wissensmanagement bestmöglich zu unterstützen. Unsere neue Wissensmatrix wird vielen Reha-Einrichtungen dabei helfen, sich mit dem Thema strukturiert und praxisnah auseinander zu setzen“, erklärt Lawall.

Eröffnet wird der Qualitätskongress von Werner Lobinger, der als Mitglied des Deutschen Normenausschusses für Qualitätsmanagement über Hintergründe und Absichten der Autoren bei der Überarbeitung der DIN ISO 9001 informiert. Ein weiterer Schwerpunkt am ersten Kongresstag ist der Datenschutz in Reha-Einrichtungen und die Folgen der neuen EU-Verordnung (EU-DSGVO), die im Mai in Kraft getreten ist. Am Freitag berichten Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Bund und der AOK Nordost von ihren Erfahrungen mit den Qualitätsdialogen zwischen Leistungsträgern und Reha-Einrichtungen. Weiterhin stehen das Entlassmanagement der gesetzlichen Krankenkassen und die Pläne der DRV Bund für eine Belegungssteuerung nach Qualitätskriterien auf der Tagesordnung.

Der Qualitätskongress, der gemeinsam von DEGEMED und FVS einmal im Jahr ausgerichtet wird, zählt bundesweit zu den größten Veranstaltungen im Bereich Qualitätspolitik und Qualitätsmanagement in der Rehabilitation. Über 300 Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland nutzen das Qualitätsmanagementsystem nach DEGEMED und FVS. Es ist damit mit deutlichem Abstand das System mit der größten Verbreitung. Der Kongress hat sich in den letzten Jahren zur zentralen Informationsplattform für Reha-Einrichtungen und Experten der Leistungsträger und aus der Wissenschaft entwickelt. Er richtet sich an Qualitätsmanagementverantwortliche in Kliniken und an alle, die sich für das Thema Qualitätsmanagement in der Rehabilitation interessieren.

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Forum Ökonomie feiert Jubiläum

Foto (DRV Westfalen): Teilnehmer des Forums Ökonomie am 10.06.18 in Münster. Zweiter von rechts: Thomas Keck (ED DRV WF), Vierte von rechts: Barbara Hassenkamp (Rehaleiterin, DRV WF)

Kinder- und Jugendrehabilitation

Am 11.06.18 tagte der Arbeitskreis der kaufmännischen Leiter der Rehabilitationskliniken für Kinder und Jugendliche, das Forum Ökonomie, zum 30. Mal. Die Jubiläumssitzung fand bei der DRV Westfalen in Münster statt. Zum ersten Mal trafen sich die Teilnehmer des Forums Ökonomie vor 15 Jahren am 15.03.03 bei der BAR in Frankfurt.

Flexirentengesetz und Bundesteilhabegesetz schaffen neue Leistungen und Möglichkeiten

Sitzungsgastgeber Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen, nahm zur aktuellen Situation der Kinder- und Jugendreha Stellung. Die Talsohle des in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Antragsrückgangs scheint durchschritten und die Zahl der Antragsablehnungen ist deutlich zurückgegangen. Gleichwohl sieht Keck einen deutlich höheren Bedarf an diesen Leistungen als derzeit bei der Rentenversicherung in Form von Anträgen zu verzeichnen ist. Eine Ursache sieht Keck unter anderem in Defiziten bei der Wissens- und Informationsvermittlung sowie in der Kommunikation. In der Konsequenz stellen die Eltern gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten einfach zu wenige Anträge auf Kinder- und Jugendrehabilitationen, weil das Angebot nicht bekannt ist.

Große Bedeutung misst Keck dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) bei. Durch das BTHG wurde für alle Rehabilitationsträger explizit geregelt, dass der Rehabilitationsbedarf der Betroffenen individuell, funktionsbezogen und in seiner Gesamtheit zu ermitteln ist. Die erforderlichen Leistungen werden in einem Teilhabeplan zusammengestellt, aufeinander abgestimmt und zwischen den verschiedenen Leistungsträgern koordiniert. Die Rehabilitation erfährt somit einen Paradigmenwechsel weg von ihrer engen Betrachtung der Rehabilitationsziele und -empfehlungen der verschiedenen Leistungsträger hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheitssituation des Betroffenen einschließlich seiner personen- und umweltbezogenen Faktoren. Die Rehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung wird Teil der gesamten gesundheitlichen Hilfen bzw. Versorgungskette und arbeitet trägerübergreifend zusammen („Leistungen wie aus einer Hand“).

Eine weitere gesetzliche Änderung stellt das Flexirentengesetz dar, welches die Kinder und Jugendlichen beim Erhalt der Schul- und Ausbildungsfähigkeit auf dem Weg hin zur Erlangung der Erwerbsfähigkeit unterstützt. Entscheidend für den Erfolg dieser gesetzgeberischen Initiative mit den neuen Leistungen für die Kinder und Jugendlichen ist laut Thomas Keck die Änderung der Haltung und Einstellung bei allen Beteiligten.

Keine Panikmache wegen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)

Andrea Vogt, Leiterin des Referats Informationssicherheit und Datenschutzbei bei der DRV Westfalen, hält die kritische Darstellung der EU-DSGVO in den Medien für unberechtigt. Der erste offizielle Entwurf ist bereits sechs Jahre alt, vor zwei Jahren trat das EU-Gesetz in Kraft, mit den nationalen Anpassungen wurde es am 25.05.18 in Deutschland wirksam. So bestand einerseits genügend Zeit sich damit auseinanderzusetzen und andererseits bestand bisher schon ein hoher Anspruch an den Datenschutz. Mit der EU-DSGVO grundlegend geändert haben sich einige Begrifflichkeiten, Dokumentationspflichten, eine Datenschutz-Folgenabschätzung, Informationspflichten gegenüber den Beteiligten und die Meldung von Datenschutzverletzungen. Vogt empfiehlt den Kliniken eine Bestandsaufnahme zu machen, die Information der Patienten zu aktualisieren und die EDV-Sicherheit zu überprüfen. Die Kliniken benötigen selbst oder über ihren Träger einen Datenschutzbeauftragten, eine interne Datenschutzrichtlinie und sollten eine Datenschutz-Folgeabschätzung durchführen.

Die Rehakliniken für Kinder und Jugendliche stehen vor großen Herausforderungen

Die Rehakinderkliniken werden die geforderten Anpassungen an den Datenschutz vornehmen, wie bei anderen Veränderungen der Vergangenheit auch. Grundlegender sind die Veränderungen die sich durch das Flexirentengesetz, das BTHG und die aktuellen Entwicklungen ergeben. Um zum Beispiel eine ambulante Kinder- und Jugendreha anbieten oder die Familienangehörigen stärker einbinden zu können, sind neue Konzepte notwendig und Investitionen in Gebäude. Insbesondere die zu erwartende deutliche Zunahme von Begleitpersonen nötigt die Betreiber zu großen finanziellen Investitionen. Eine andere Entwicklung beschäftigt zunehmend die Klinikleitungen: es wird immer aufwändiger, die Stellen zu besetzen, seien es für Ärzte, Therapeuten oder Pflege- und Betreuungskräfte.

Der langjährige Austausch im Forum Ökonomie stärkt die Kinder- und Jugendreha

Die Rehakliniken konkurrieren zwar um Patienten, Konzepte und Innovationen, haben aber viele gemeinsame Interessen, wie die, chronisch kranken Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu helfen. Die gemeinsamen Interessen in einem sich verändernden Umfeld führte zu Beginn dieses Jahrtausend zur Gründungen einer medizinischen Fachgesellschaft, der Dt. Gesellschaft für pädiatrische Rehabilitation und Prävention e.V. Um sich neben inhaltlichen Themen auch über kaufmännische Themen auszutauschen, entstand 2003 das Forum Ökonomie. Rund die Hälfte aller kaufmännischen Leiter der Rehakinderkliniken trifft sich seither zwei Mal im Jahr, um sich den Fragen der Organisation, des Betriebs und der Finanzierung zu widmen. Die Treffen finden abwechselnd bei den Leistungsträgern statt. An den ersten Tagesordnungspunkten nimmt der Gastgeber teil und berichtet über aktuelle Entwicklungen aus Sicht des Leistungsträgers. Dieser regelmäßige Austausch zwischen Leistungsträger und Leistungserbringer hat sich besonders bewährt. In der Rückschau anlässlich der Jubiläumssitzung lässt sich sagen, dass die Treffen zu einer Stärkung der einzelnen Kliniken und grundsätzlich zur Stärkung der Kinder- und Jugendreha geführt haben.

Alwin Baumann

Sprecher Bündnis für Kinder- und Jugendreha e.V.

a.baumann@bkjr.de, www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de

 

Foto (DRV Westfalen): Teilnehmer des Forums Ökonomie am 10.06.18 in Münster. Zweiter von rechts: Thomas Keck (ED DRV WF), Vierte von rechts: Barbara Hassenkamp (Rehaleiterin, DRV WF)

 

 

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Anhörung zum PpSG – DEGEMED fordert Verbesserungen für Pflegekräfte auch in der Reha-Branche!

Die DEGEMED setzte sich in der gestrigen Verbändeanhörung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zum Pflegepepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) für die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen für Pflegefachkräfte auch in der Reha-Branche sowie für einen erleichterten Zugang von pflegenden Angehörigen in die medizinische Reha ein. Wesentliche Regelungskomplexe des Gesetzes betreffen vor allem die Finanzierung der Personalkosten für Pflegefachkräfte in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen sowie die Kompensation notwendiger Tarifsteigerungen für diese Beschäftigtengruppe. Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation profitieren von dem Referentenentwurf dagegen (noch) nicht. Die DEGEMED setzt sich für die wirkungsgleiche Übertragung der im PpSG angelegten Instrumente zur Erhöhung der Attraktivität der Pflegebrufe auch auf die Reha-Branche ein.

Ein weiterer Teil des vor zwei Wochen veröffentlichten Referentenentwurfs betrifft die medizinische Reha für pflegende Angehörige. Für diese Personengruppe haben die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag einen leichteren Zugang in Aussicht gestellt. Der Referentenentwurf bleibt hinter dieser Festlegung aber weit zurück.

In ihrer Stellungnahme fordert die DEGEMED, auch in der Reha-Branche die Beschäftigungsbedingungen für Pflegefachkräfte zu verbessern, den Zugang für pflegende Angehörige deutlich zu vereinfachen und das Leistungserbringerrecht für Reha-Einrichtungen neu zu regeln. Die Stellungnahme finden Sie hier:

Die DEGEMED unterstützt außerdem die gemeinsame Stellungnahme der Verbände der AG MedReha SGB IX, die unter maßgeblicher Beteiligung der DEGEMED zustande kam und die ebenfalls an das BMG verschickt wurde.

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
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Tel.: 030 28 44 96 6
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Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz:
Referentenentwurf enttäuscht tausende Pflegekräfte in der Reha

Berlin, 27.06.2018 / Presseinformation

Der Referentenentwurf der Bundesregierung ignoriert einen großen Teil der Pflegefachkräfte. In Deutschland gibt es ca. 1150 Reha-Kliniken, deren Pflegefachkräfte von der Bundesregierung keine Unterstützung erhalten. Hilfe kommt nur für Beschäftigte in der Altenpflege oder den Akutkrankenhäusern.

„Diese Benachteiligung ist für uns nicht nachvollziehbar. Unsere Pflegekräfte leisten tagtäglich harte Arbeit, um Rehabilitanden wieder leistungsfähig zu bekommen und in den Alltag zu integrieren. Wieso sie nicht von den Maßnahmen profitieren sollen, bleibt ein Geheimnis von Minister Spahn“, erklärt Dr. Constanze Schaal, Vorsitzende der DEGEMED.

Auch der erleichterte Zugang für pflegende Angehörige bleibt hinter den Erwartungen zurück. „Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Direktverordnung von Reha-Leistungen für pflegende Angehörige wäre ein erster Schritt zur Unterstützung gewesen. Davon ist im Gesetzesentwurf nun keine Rede mePfhr. Da fehlte der Mut, Bürokratie zugunsten der Betroffenen abzubauen“, so Schaal abschließend.

Die DEGEMED ist ein Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Leistungsträgern und Öffentlichkeit.

Die Pressemitteilung steht auf der Homepage der DEGEMED als PDF-Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Katharina Perl
Fasanenstraße 5,
10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6
E-Mail: presse@degemed.de
Internet: www.degemed.de

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Preis der Gesundheit – Wirtschaftsfaktor Reha

Bildnachweis: Kzenon / fotolia.de

Das zeigt der Radiobeitrag: „Preis der Gesundheit – Wirtschaftsfaktor Reha“ vom SWR 2, der letzten Samstag ausgestrahlt wurde. Interviewt wurden unter anderem der Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Rosemann, Reha-Wissenschaftler Dr. Rainer Kaluscha und der Betroffene Kai Weber.

Dr. Martin Rosemann (SPD) betont, dass medizinische Reha eine Investition sei, die sich sowohl gesellschaftlich, als auch volkswirtschaftlich rechne. Insbesondere aufgrund des drohenden Fachkräftemangels könnten wir es uns nicht leisten, dass Menschen erkrankten und vorzeitig in Rente gehen müssten. Für die Betroffenen als auch für die Gesellschaft müsste die Gesunderhaltung der Beschäftigten an erste Stelle stehen. Reha leiste hier einen entscheidenden Beitrag.

Dr. Rainer Kaluscha von der Universität Ulm hat eine Studie zur Wirksamkeit der medizinischen Reha durchgeführt. Seine Daten zeigen, dass ehemalige Rehabilitanden weniger Krankheitstage und weniger Krankenhausaufenthalte aufweisen und empfiehlt, dass Betroffene viel eher eine Reha beantragen, bevor sich Krankheiten chronifizieren.

Der Betroffene Kai Weber, der in seinem ursprünglichen Beruf des Industriemechanikers nicht mehr arbeiten konntet, schildert wie er durch die berufliche Reha nochmal komplett neu anfangen konnte. Sein Beispiel ist eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass sich jeder in die Reha investierte Euro lohnt.

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DEGEMED news Nr. 60 ist erschienen

Die aktuelle Ausgabe der DEGEMED News Nr. 59 steht ab sofort für Sie im Internet unter www.degemed.de zur Verfügung. Sie können sich direkt die PDF-Datei herunterladen.

Sollten Sie noch gedruckte Exemplare benötigen, melden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail bei der Geschäftsstelle der DEGEMED.

Die DEGEMED wünscht eine angenehme Lektüre.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED)
Fasanenstr. 5
10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 9 66
Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: degemed@degemed.de
Internet: www.degemed.de

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Entwurf des Bundesteilhabegesetzes: Zugang zur medizinischen Rehabilitation für Menschen mit Behinderung muss verbessert werden

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) begrüßt, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und in Kürze den Entwurf des Bundesteilhabegesetzes veröffentlichen wird.

„Wir als DEGEMED befürworten sehr, dass mit dem neuen Teilhabgesetz die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland verbessert werden sollen. Dafür müssen aber auch Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation dringend abgebaut werden. Zudem brauchen wir ein offenes und diskriminierungsfreies Zulassungssystem für alle Rehabilitationseinrichtungen, “ so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED.

Das Bundesteilhabgesetz wird eine umfassende Neuregelung des SGB IX vornehmen. Die DEGEMED schlägt vor, diese Möglichkeit zu nutzen, um die Ausgestaltung des Leistungsrechts im Sinne des Erhalts Reha-Strukturen in einem offenen Zulassungssystem rechtssicher zu regeln. Hierfür sollte eine Ergänzung des § 21 SGB IX vorgenommen werden, die den Marktzugang in einem offenen Zulassungssystem für alle Leistungsanbieter in der Rehabilitation offen, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet.

Noch immer sind die praktischen Hürden für eine Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation in Deutschland sehr hoch. Ärzte sehen sich mit komplizierten Antragsverfahren, Patienten mit Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen konfrontiert. Insbesondere Migranten und Menschen mit Beeinträchtigungen sind in diesem System benachteiligt. Das verhindert nicht nur eine bedarfsgerechte Versorgung, sondern erzeugt auch hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem.

 

Die DEGEMED ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung 1997 als indikationsübergreifender Fachverband für die Interessen stationärer und ambulanter Leistungserbringer ein. Zu ihren Mitgliedern zählen private, frei-gemeinnützige und öffentlich betriebene Einrichtungen. Mit ihrem DIN-ISO-basierten QM-System und über 300 teilnehmenden Einrichtungen ist die DEGEMED im Reha-Bereich Marktführer beim internen Qualitätsmanagement.


 

Weitere Informationen:

DEGEMED

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Katharina Ruppelt

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: k.ruppelt@degemed.de

Internet: www.degemed.de

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Kinder-Reha sichert Lebensläufe: DEGEMED unterstützt DRV-Projekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“

Presseinformation

 

Berlin, 23.10.2015

Die Anzahl der Anträge auf eine Kinder- und Jugend-Reha ist seit Jahren rückläufig. Dabei sind die Zahlen alarmierend: Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik zwischen drei und 17 Jahren über­gewich­tig, rund 800.000 sind sogar fettleibig. Etwa ein bis zwei Jugendliche pro Schulklasse haben Asthma; 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren zeigen psychische Auf­fälligkeiten.

Die DRV sei alarmiert angesichts der sinkenden Antragszahlen, bekannte Hubert Seiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, bei der regionalen Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung in Baden-Württemberg, die am 21. Oktober 2015 unter dem Titel „Kinder-Reha sichert Lebens­läufe“ in den Fachkliniken Wangen stattfand. Um mehr Kindern und Jugendlichen einen gesunden Start ins Berufs­leben zu ermöglichen, startet die DRV Baden-Württemberg das Pilotprojekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“ (MSOR), bei dem die Schulen stärker eingebunden werden, informierte Seiter die rund 300 Gäste der Veranstaltung. In Abstimmung mit der Heimatschule und den Eltern sollen Wege in Ausbildung oder Studium abgestimmt und die Eignung in der Rehaklinik erprobt werden.

Die DEGEMED hat vor zwei Jahren das Bündnis Kinder- und Jugend-Reha mit ins Leben gerufen und unterstützt das Pilot­projekt der DRV. „Es gibt einen großen Bedarf an medizinischen Reha-Leistungen für Kinder und Jugendliche. Zahlreiche Fachkliniken halten bundesweit ein hochwertiges und vielseiti­ges Leistungsangebot bereit“, sagt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. „Deshalb ist es wichtig, die Betroffenen und ihre Familien zu erreichen. Das Pilotprojekt MSOR kann dabei gute Dienste leisten.“

 

 

Weitere Informationen:

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.

Katharina Ruppelt
Fasanenstraße 5, 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: k.ruppelt@degemed.de
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