DEGEMED

 

Forum Ökonomie feiert Jubiläum

Foto (DRV Westfalen): Teilnehmer des Forums Ökonomie am 10.06.18 in Münster. Zweiter von rechts: Thomas Keck (ED DRV WF), Vierte von rechts: Barbara Hassenkamp (Rehaleiterin, DRV WF)

Kinder- und Jugendrehabilitation

Am 11.06.18 tagte der Arbeitskreis der kaufmännischen Leiter der Rehabilitationskliniken für Kinder und Jugendliche, das Forum Ökonomie, zum 30. Mal. Die Jubiläumssitzung fand bei der DRV Westfalen in Münster statt. Zum ersten Mal trafen sich die Teilnehmer des Forums Ökonomie vor 15 Jahren am 15.03.03 bei der BAR in Frankfurt.

Flexirentengesetz und Bundesteilhabegesetz schaffen neue Leistungen und Möglichkeiten

Sitzungsgastgeber Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen, nahm zur aktuellen Situation der Kinder- und Jugendreha Stellung. Die Talsohle des in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Antragsrückgangs scheint durchschritten und die Zahl der Antragsablehnungen ist deutlich zurückgegangen. Gleichwohl sieht Keck einen deutlich höheren Bedarf an diesen Leistungen als derzeit bei der Rentenversicherung in Form von Anträgen zu verzeichnen ist. Eine Ursache sieht Keck unter anderem in Defiziten bei der Wissens- und Informationsvermittlung sowie in der Kommunikation. In der Konsequenz stellen die Eltern gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten einfach zu wenige Anträge auf Kinder- und Jugendrehabilitationen, weil das Angebot nicht bekannt ist.

Große Bedeutung misst Keck dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) bei. Durch das BTHG wurde für alle Rehabilitationsträger explizit geregelt, dass der Rehabilitationsbedarf der Betroffenen individuell, funktionsbezogen und in seiner Gesamtheit zu ermitteln ist. Die erforderlichen Leistungen werden in einem Teilhabeplan zusammengestellt, aufeinander abgestimmt und zwischen den verschiedenen Leistungsträgern koordiniert. Die Rehabilitation erfährt somit einen Paradigmenwechsel weg von ihrer engen Betrachtung der Rehabilitationsziele und -empfehlungen der verschiedenen Leistungsträger hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheitssituation des Betroffenen einschließlich seiner personen- und umweltbezogenen Faktoren. Die Rehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung wird Teil der gesamten gesundheitlichen Hilfen bzw. Versorgungskette und arbeitet trägerübergreifend zusammen („Leistungen wie aus einer Hand“).

Eine weitere gesetzliche Änderung stellt das Flexirentengesetz dar, welches die Kinder und Jugendlichen beim Erhalt der Schul- und Ausbildungsfähigkeit auf dem Weg hin zur Erlangung der Erwerbsfähigkeit unterstützt. Entscheidend für den Erfolg dieser gesetzgeberischen Initiative mit den neuen Leistungen für die Kinder und Jugendlichen ist laut Thomas Keck die Änderung der Haltung und Einstellung bei allen Beteiligten.

Keine Panikmache wegen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)

Andrea Vogt, Leiterin des Referats Informationssicherheit und Datenschutzbei bei der DRV Westfalen, hält die kritische Darstellung der EU-DSGVO in den Medien für unberechtigt. Der erste offizielle Entwurf ist bereits sechs Jahre alt, vor zwei Jahren trat das EU-Gesetz in Kraft, mit den nationalen Anpassungen wurde es am 25.05.18 in Deutschland wirksam. So bestand einerseits genügend Zeit sich damit auseinanderzusetzen und andererseits bestand bisher schon ein hoher Anspruch an den Datenschutz. Mit der EU-DSGVO grundlegend geändert haben sich einige Begrifflichkeiten, Dokumentationspflichten, eine Datenschutz-Folgenabschätzung, Informationspflichten gegenüber den Beteiligten und die Meldung von Datenschutzverletzungen. Vogt empfiehlt den Kliniken eine Bestandsaufnahme zu machen, die Information der Patienten zu aktualisieren und die EDV-Sicherheit zu überprüfen. Die Kliniken benötigen selbst oder über ihren Träger einen Datenschutzbeauftragten, eine interne Datenschutzrichtlinie und sollten eine Datenschutz-Folgeabschätzung durchführen.

Die Rehakliniken für Kinder und Jugendliche stehen vor großen Herausforderungen

Die Rehakinderkliniken werden die geforderten Anpassungen an den Datenschutz vornehmen, wie bei anderen Veränderungen der Vergangenheit auch. Grundlegender sind die Veränderungen die sich durch das Flexirentengesetz, das BTHG und die aktuellen Entwicklungen ergeben. Um zum Beispiel eine ambulante Kinder- und Jugendreha anbieten oder die Familienangehörigen stärker einbinden zu können, sind neue Konzepte notwendig und Investitionen in Gebäude. Insbesondere die zu erwartende deutliche Zunahme von Begleitpersonen nötigt die Betreiber zu großen finanziellen Investitionen. Eine andere Entwicklung beschäftigt zunehmend die Klinikleitungen: es wird immer aufwändiger, die Stellen zu besetzen, seien es für Ärzte, Therapeuten oder Pflege- und Betreuungskräfte.

Der langjährige Austausch im Forum Ökonomie stärkt die Kinder- und Jugendreha

Die Rehakliniken konkurrieren zwar um Patienten, Konzepte und Innovationen, haben aber viele gemeinsame Interessen, wie die, chronisch kranken Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu helfen. Die gemeinsamen Interessen in einem sich verändernden Umfeld führte zu Beginn dieses Jahrtausend zur Gründungen einer medizinischen Fachgesellschaft, der Dt. Gesellschaft für pädiatrische Rehabilitation und Prävention e.V. Um sich neben inhaltlichen Themen auch über kaufmännische Themen auszutauschen, entstand 2003 das Forum Ökonomie. Rund die Hälfte aller kaufmännischen Leiter der Rehakinderkliniken trifft sich seither zwei Mal im Jahr, um sich den Fragen der Organisation, des Betriebs und der Finanzierung zu widmen. Die Treffen finden abwechselnd bei den Leistungsträgern statt. An den ersten Tagesordnungspunkten nimmt der Gastgeber teil und berichtet über aktuelle Entwicklungen aus Sicht des Leistungsträgers. Dieser regelmäßige Austausch zwischen Leistungsträger und Leistungserbringer hat sich besonders bewährt. In der Rückschau anlässlich der Jubiläumssitzung lässt sich sagen, dass die Treffen zu einer Stärkung der einzelnen Kliniken und grundsätzlich zur Stärkung der Kinder- und Jugendreha geführt haben.

Alwin Baumann

Sprecher Bündnis für Kinder- und Jugendreha e.V.

a.baumann@bkjr.de, www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de

 

Foto (DRV Westfalen): Teilnehmer des Forums Ökonomie am 10.06.18 in Münster. Zweiter von rechts: Thomas Keck (ED DRV WF), Vierte von rechts: Barbara Hassenkamp (Rehaleiterin, DRV WF)

 

 

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Anhörung zum PpSG – DEGEMED fordert Verbesserungen für Pflegekräfte auch in der Reha-Branche!

Die DEGEMED setzte sich in der gestrigen Verbändeanhörung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zum Pflegepepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) für die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen für Pflegefachkräfte auch in der Reha-Branche sowie für einen erleichterten Zugang von pflegenden Angehörigen in die medizinische Reha ein. Wesentliche Regelungskomplexe des Gesetzes betreffen vor allem die Finanzierung der Personalkosten für Pflegefachkräfte in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen sowie die Kompensation notwendiger Tarifsteigerungen für diese Beschäftigtengruppe. Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation profitieren von dem Referentenentwurf dagegen (noch) nicht. Die DEGEMED setzt sich für die wirkungsgleiche Übertragung der im PpSG angelegten Instrumente zur Erhöhung der Attraktivität der Pflegebrufe auch auf die Reha-Branche ein.

Ein weiterer Teil des vor zwei Wochen veröffentlichten Referentenentwurfs betrifft die medizinische Reha für pflegende Angehörige. Für diese Personengruppe haben die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag einen leichteren Zugang in Aussicht gestellt. Der Referentenentwurf bleibt hinter dieser Festlegung aber weit zurück.

In ihrer Stellungnahme fordert die DEGEMED, auch in der Reha-Branche die Beschäftigungsbedingungen für Pflegefachkräfte zu verbessern, den Zugang für pflegende Angehörige deutlich zu vereinfachen und das Leistungserbringerrecht für Reha-Einrichtungen neu zu regeln. Die Stellungnahme finden Sie hier:

Die DEGEMED unterstützt außerdem die gemeinsame Stellungnahme der Verbände der AG MedReha SGB IX, die unter maßgeblicher Beteiligung der DEGEMED zustande kam und die ebenfalls an das BMG verschickt wurde.

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Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz:
Referentenentwurf enttäuscht tausende Pflegekräfte in der Reha

Berlin, 27.06.2018 / Presseinformation

Der Referentenentwurf der Bundesregierung ignoriert einen großen Teil der Pflegefachkräfte. In Deutschland gibt es ca. 1150 Reha-Kliniken, deren Pflegefachkräfte von der Bundesregierung keine Unterstützung erhalten. Hilfe kommt nur für Beschäftigte in der Altenpflege oder den Akutkrankenhäusern.

„Diese Benachteiligung ist für uns nicht nachvollziehbar. Unsere Pflegekräfte leisten tagtäglich harte Arbeit, um Rehabilitanden wieder leistungsfähig zu bekommen und in den Alltag zu integrieren. Wieso sie nicht von den Maßnahmen profitieren sollen, bleibt ein Geheimnis von Minister Spahn“, erklärt Dr. Constanze Schaal, Vorsitzende der DEGEMED.

Auch der erleichterte Zugang für pflegende Angehörige bleibt hinter den Erwartungen zurück. „Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Direktverordnung von Reha-Leistungen für pflegende Angehörige wäre ein erster Schritt zur Unterstützung gewesen. Davon ist im Gesetzesentwurf nun keine Rede mePfhr. Da fehlte der Mut, Bürokratie zugunsten der Betroffenen abzubauen“, so Schaal abschließend.

Die DEGEMED ist ein Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Leistungsträgern und Öffentlichkeit.

Die Pressemitteilung steht auf der Homepage der DEGEMED als PDF-Download zur Verfügung.

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Preis der Gesundheit – Wirtschaftsfaktor Reha

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Das zeigt der Radiobeitrag: „Preis der Gesundheit – Wirtschaftsfaktor Reha“ vom SWR 2, der letzten Samstag ausgestrahlt wurde. Interviewt wurden unter anderem der Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Rosemann, Reha-Wissenschaftler Dr. Rainer Kaluscha und der Betroffene Kai Weber.

Dr. Martin Rosemann (SPD) betont, dass medizinische Reha eine Investition sei, die sich sowohl gesellschaftlich, als auch volkswirtschaftlich rechne. Insbesondere aufgrund des drohenden Fachkräftemangels könnten wir es uns nicht leisten, dass Menschen erkrankten und vorzeitig in Rente gehen müssten. Für die Betroffenen als auch für die Gesellschaft müsste die Gesunderhaltung der Beschäftigten an erste Stelle stehen. Reha leiste hier einen entscheidenden Beitrag.

Dr. Rainer Kaluscha von der Universität Ulm hat eine Studie zur Wirksamkeit der medizinischen Reha durchgeführt. Seine Daten zeigen, dass ehemalige Rehabilitanden weniger Krankheitstage und weniger Krankenhausaufenthalte aufweisen und empfiehlt, dass Betroffene viel eher eine Reha beantragen, bevor sich Krankheiten chronifizieren.

Der Betroffene Kai Weber, der in seinem ursprünglichen Beruf des Industriemechanikers nicht mehr arbeiten konntet, schildert wie er durch die berufliche Reha nochmal komplett neu anfangen konnte. Sein Beispiel ist eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass sich jeder in die Reha investierte Euro lohnt.

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DEGEMED news Nr. 60 ist erschienen

Die aktuelle Ausgabe der DEGEMED News Nr. 59 steht ab sofort für Sie im Internet unter www.degemed.de zur Verfügung. Sie können sich direkt die PDF-Datei herunterladen.

Sollten Sie noch gedruckte Exemplare benötigen, melden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail bei der Geschäftsstelle der DEGEMED.

Die DEGEMED wünscht eine angenehme Lektüre.

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Entwurf des Bundesteilhabegesetzes: Zugang zur medizinischen Rehabilitation für Menschen mit Behinderung muss verbessert werden

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) begrüßt, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und in Kürze den Entwurf des Bundesteilhabegesetzes veröffentlichen wird.

„Wir als DEGEMED befürworten sehr, dass mit dem neuen Teilhabgesetz die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland verbessert werden sollen. Dafür müssen aber auch Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation dringend abgebaut werden. Zudem brauchen wir ein offenes und diskriminierungsfreies Zulassungssystem für alle Rehabilitationseinrichtungen, “ so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED.

Das Bundesteilhabgesetz wird eine umfassende Neuregelung des SGB IX vornehmen. Die DEGEMED schlägt vor, diese Möglichkeit zu nutzen, um die Ausgestaltung des Leistungsrechts im Sinne des Erhalts Reha-Strukturen in einem offenen Zulassungssystem rechtssicher zu regeln. Hierfür sollte eine Ergänzung des § 21 SGB IX vorgenommen werden, die den Marktzugang in einem offenen Zulassungssystem für alle Leistungsanbieter in der Rehabilitation offen, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet.

Noch immer sind die praktischen Hürden für eine Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation in Deutschland sehr hoch. Ärzte sehen sich mit komplizierten Antragsverfahren, Patienten mit Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen konfrontiert. Insbesondere Migranten und Menschen mit Beeinträchtigungen sind in diesem System benachteiligt. Das verhindert nicht nur eine bedarfsgerechte Versorgung, sondern erzeugt auch hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem.

 

Die DEGEMED ist Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung 1997 als indikationsübergreifender Fachverband für die Interessen stationärer und ambulanter Leistungserbringer ein. Zu ihren Mitgliedern zählen private, frei-gemeinnützige und öffentlich betriebene Einrichtungen. Mit ihrem DIN-ISO-basierten QM-System und über 300 teilnehmenden Einrichtungen ist die DEGEMED im Reha-Bereich Marktführer beim internen Qualitätsmanagement.


 

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Kinder-Reha sichert Lebensläufe: DEGEMED unterstützt DRV-Projekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“

Presseinformation

 

Berlin, 23.10.2015

Die Anzahl der Anträge auf eine Kinder- und Jugend-Reha ist seit Jahren rückläufig. Dabei sind die Zahlen alarmierend: Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik zwischen drei und 17 Jahren über­gewich­tig, rund 800.000 sind sogar fettleibig. Etwa ein bis zwei Jugendliche pro Schulklasse haben Asthma; 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren zeigen psychische Auf­fälligkeiten.

Die DRV sei alarmiert angesichts der sinkenden Antragszahlen, bekannte Hubert Seiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, bei der regionalen Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung in Baden-Württemberg, die am 21. Oktober 2015 unter dem Titel „Kinder-Reha sichert Lebens­läufe“ in den Fachkliniken Wangen stattfand. Um mehr Kindern und Jugendlichen einen gesunden Start ins Berufs­leben zu ermöglichen, startet die DRV Baden-Württemberg das Pilotprojekt „Medizinisch-schulisch orientierte Rehabilitation“ (MSOR), bei dem die Schulen stärker eingebunden werden, informierte Seiter die rund 300 Gäste der Veranstaltung. In Abstimmung mit der Heimatschule und den Eltern sollen Wege in Ausbildung oder Studium abgestimmt und die Eignung in der Rehaklinik erprobt werden.

Die DEGEMED hat vor zwei Jahren das Bündnis Kinder- und Jugend-Reha mit ins Leben gerufen und unterstützt das Pilot­projekt der DRV. „Es gibt einen großen Bedarf an medizinischen Reha-Leistungen für Kinder und Jugendliche. Zahlreiche Fachkliniken halten bundesweit ein hochwertiges und vielseiti­ges Leistungsangebot bereit“, sagt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. „Deshalb ist es wichtig, die Betroffenen und ihre Familien zu erreichen. Das Pilotprojekt MSOR kann dabei gute Dienste leisten.“

 

 

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„Mehr Initiativen wie die Bäder- und Reha-Tour!“

Radler treten bei Bäder- und Reha-Tour 2015 für Inklusion und Reha ein

Seit vier Tagen zeigen zahlreiche Radler mit und ohne Behinderung, was gemeinsam möglich ist. Sie meistern weite Entfernungen mit anspruchsvollen Streckenprofilen und unterstützen sich dabei gegenseitig. Die von Hubert Seiter (erster Direktor DRV Baden-Württemberg) und Thomas Keck (erster Direktor DRV Westfalen) initiierte Tour tritt damit öffentlich für Inklusion und Rehabilitation ein. Inzwischen engagieren sich auch Spitzensportler wie die ehemaligen Fußballnationalspieler Olaf Thon oder Gerald Asamoah, Politiker und Mitarbeiter aus Rehabilitationseinrichtungen für die Tour und fahren einige Kilometer mit. Die Tour sammelt außerdem Spenden für den Krebsverband Baden-Württemberg und den Verein herzkranke Kinder e.V.

„Die Reha-Tour zeigt eindrucksvoll, was Menschen trotz einer Behinderung leisten können, wenn sie nicht alleine gelassen werden. Sie ist damit auch ein Appell, alles zu unternehmen, um Menschen nach einem Unfall oder einer schweren oder chronischen Erkrankung auf die Beine zu helfen“, hebt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall hervor. Jeder könne bei der Tour mitmachen oder sie durch eine Spende unterstützen. Lawall fordert: „Wir brauchen mehr Initiativen wie die Bäder- und Reha-Tour. So können wir zeigen, wie gut medizinische Reha wirkt und welchen Stellenwert sie für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft hat.“ Jährlich profitieren in Deutschland mehr als eine Million Menschen von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in ambulanten oder stationären Reha-Einrichtungen. Die DEGEMED vertritt als Fachgesellschaft und Spitzenverband zahlreiche Einrichtungen in öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft.

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DEGEMED spricht sich gegen die Ausschreibung von Reha-Leistungen aus

Berlin, 26.06.2015.  Die DEGEMED positioniert sich in ihrer aktuellen Stellungnahme zum Vergaberechtsmodernisierungsgesetz (VergModG) eindeutig gegen europaweite Ausschreibungen von Reha-Leistungen. Der Gesetzentwurf regelt die Vorschriften zur Vergabe durch öffentliche Auftraggeber im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) neu und setzt damit mehrere EU-Richtlinien aus dem Jahr 2014 um.

„Zulassungssysteme im Bereich der Rehabilitation funktionieren im so genannten sozialrechtlichen Dreieck zwischen Reha-Träger, Leistungsanbieter und Leistungsberechtigten. Sie brauchen keine Ausschreibung“, so DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall, „Das ergebe sich bereits aus den EU-Richtlinien selbst. Das müsse das neue Gesetz in seiner Begründung ebenfalls klarstellen.“

Nach Ansicht der DEGEMED bietet das aktuelle Gesetzgebungsverfahren außerdem eine gute Gelegenheit, die Position der Leistungserbringer im SGB IX deutlich zu stärken. Die DEGEMED schlägt dazu die Verankerung eines Zulassungsanspruchs für Leistungserbringer sowie Rahmenverträge im Verhältnis von Reha-Trägern und Leistungserbringern vor.

15-06-26 DEGEMED Stellungnahme VergModG

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Abschluss der Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ – DEGEMED zieht positive Bilanz

Presseinformation

DEGEMED Abschluss Kampagne 1 Berlin, 15. April 2015 – Fast genau ein Jahr nach ihrem Start hat die DEGEMED in ihrer heutigen Mitgliederversammlung ihre Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ abgeschlossen. Die Kampagne hat bis zu zwei Millionen Menschen in Print- und Onlinemedien erreicht, über 250 Reha-Kliniken und mehr als 15.000 Einzelpersonen haben die Kampagne und ihre Forderungen aktiv unterstützt. Zahlreiche Menschen informierten sich auf der Kampagnenhomepage und verfolgten die Aktionen in den sozialen Medien. Für den Vorstandsvorsitzenden der DEGEMED, Prof. Bernd Petri, ein voller Erfolg: „Es ist uns gelungen, die Rehabilitation und ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Dieser Erfolg hänge auch mit der breiten Beteiligung der Reha-Branche zusammen. „Viele Kliniken haben die Kampagne mit phantasievollen Aktionen unterstützt. Ganz besonders beeindruckt sind wir aber von den vielen Statements einzelner Menschen, die uns erreicht haben.“ Gerade sie hätten es verdient, dass sich die DEGEMED weiter für sie einsetze und die Forderungen der Kampagne in die Politik trage, so Petri.

DEGEMED Abschluss Kampagne 2Seit April 2014 setzt sich die DEGEMED mit ihrer Kampagne für einen einfacheren Zugang in die Reha, ihre Erhaltung als einrichtungsgebundene Komplexleistung und ihre bedarfsgerechte Finanzierung ein. Reha-Einrichtungen und Patienten konnten die Kampagne mit Unterschriftenlisten, Postkarten oder Posts auf Facebook unterstützen.

Die DEGEMED kündigte die Übergabe der gesammelten Unterschriften an die Bunderegierung an. „Wir wollen einen neuen Dialog über den Stellenwert der Rehabilitation. Sie ist notwendiger Bestandteil unseres Sozialsystems. Ohne Reha wäre unsere Gesundheitsversorgung unvollständig und für Menschen mit Behinderungen faktisch wertlos“, resümiert Petri.

 

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