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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Suchtkrankenhilfe geht leer aus!

In Deutschland gibt es rund 1.150 Reha-Kliniken, in denen ca. 38.000 Pflegekräfte um die 2.000.000 Patientinnen und Patienten betreuen. Diese Pflegekräfte erhalten von der Bundesregierung keine Unterstützung! Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG), das 2019 in Kraft treten wird, berücksichtigt nur Akutkrankenhäuser und die Altenpflege, nicht jedoch die Rehabilitation.

Dies bedeutet, dass auch die etwa 170 Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) auf keine weitere Unterstützung durch das PpSG hoffen können. Das verschärft die wirtschaftliche Situation der bereits heute überwiegend nicht-auskömmlich finanzierten Suchtreha-Kliniken. Es steht zu befürchten, dass Akutkrankenhäuser und Pflegeheime in großem Umfang Pflegekräfte aus den Suchtfacheinrichtungen abwerben werden.

Schon jetzt sind die Gehälter für Pflegekräfte in den Reha-Einrichtungen häufig niedriger als in Krankenhäusern. Mit der Grundlohnbindung in der medizinischen Rehabilitation gibt es keine Chancen, steigende Gehaltsforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finanzieren. In der Folge wird es für die Mitgliedseinrichtungen des buss e.V. immer schwerer werden, ihre Pflegefachkräfte zu halten und zu entwickeln und neue hoch qualifizierte Kräfte für die Suchtreha zu gewinnen.

Diese Benachteiligung ist nicht nachvollziehbar und stößt die äußerst engagierten und bereits heute stark belasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Suchtkrankenhilfe vor den Kopf! Wir brauchen eine Gleichbehandlung aller Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen, und zwar in Akutkrankenhäusern, der Altenpflege und der medizinischen Rehabilitation. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz in seiner geplanten Form benachteiligt die Rehabilitation und damit alle Patientinnen und Patienten in der Reha und ist daher dringend reformbedürftig.

 

Kontakt:
Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.
Gero Skowronek, Geschäftsführer
Wilhelmshöher Allee 273
34131 Kassel
Tel. 0561-77 93 51
buss@suchthilfe.de

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105. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 20./21. März 2019. „Wunsch- und Wahlrecht für alle! und alles?“

Welche Rolle spielt das Wunsch- und Wahlrecht in der Suchtreha und welche Auswirkungen für die Rehakliniken sind damit verbunden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 105. Wissenschaftlichen Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe, die am 20. und 21. März 2019 in Berlin stattfindet.

Prominent aufgegriffen wird die Frage in einer Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen der Betroffenen, der Suchtberatung, der Suchtpsychiatrie und der Leistungsträger. Die Kliniken stellen ihre Position in einer eigenen Stellungnahme dar, zu der auch die Tagungsteilnehmer/innen Ideen beitragen können. Die Situation der Kliniken ist unter anderem durch ihre gutachterliche Rolle bestimmt, der sich ein eigener Vortrag widmet.

Als wesentliche Veränderung steht (auch) der Suchthilfe die Einführung der ICD-11 bevor. Ein Vortrag entwirft eine Vorschau auf die ICD-11 und befasst sich mit Änderungen gegenüber der ICD-10 und dem DSM-5. Des Weiteren werden Hilfeangebote aus dem Internet für Suchtkranke vorgestellt und der Einsatz und Gebrauch von Medikamenten bei Suchtkranken diskutiert.

Weitere Themen in den Arbeitsgruppen sind: Kombinationsmöglichkeiten von unterschiedlichen Behandlungsformen, Kinder in der Suchtreha, pharmazeutisch produzierte Drogen, Chancen und Gefahren von E-Produkten.

Termin: 20./21. März 2019
Ort: Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin 

Programm und Einladung folgen im Dezember 2018 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

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27. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 26. und 27. September 2018 in Kassel

Die Landschaft der Suchtreha ist derzeit stark in Bewegung. Allein durch das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das auf der Grundlage der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) aktualisiert wurde und am 25.05.2018 in Kraft tritt, sind Anpassungen und Veränderungen erforderlich. Diese und weitere wichtige Einflussfaktoren auf die Arbeit in der Reha und in der Suchthilfe greift der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) bei seiner 27. Management-Tagung am 26. und 27. September 2018 in Kassel auf.

Eröffnet wird die Tagung mit einem Einblick in die Lebenswelten von Jugendlichen, basierend auf der aktuellen Jugendstudie der SINUS:akademie. Neue gesetzliche Regelungen zum Datenschutz werden sowohl in einem Vortrag als auch in einer Arbeitsgruppe behandelt, damit ausreichend Gelegenheit zur Diskussion praktischer Umsetzungsfragen besteht. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Analyse des deutschen Reha-Marktes und der Zukunftsperspektiven in diesem Bereich aus Sicht einer großen privaten Klinikgruppe.

Weitere Themen in den Arbeitsgruppen sind: Erfahrungen mit dem ‚Nahtlosverfahren‘, Integration in den Arbeitsmarkt, Praxisbeispiele zur Umsetzung der BORA-Empfehlungen, Besonderheiten der Adaptionsbehandlung sowie die Auswirkungen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in den Einrichtungen.

Den Schwerpunkt am zweiten Tag bildet der Themenkomplex Vergütung und Vergabe. Es werden die Ergebnisse der jüngst erschienenen Studie zur leistungsgerechten Vergütung in der Rehabilitation vorgestellt. Ein weiterer Vortrag berichtet über verschiedene aktuelle Gutachten der aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH, z. B. zu Investitionen, zur Kostenübernahme der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie zu Kosten- und Vergütungssteigerungen. Ein Vertreter der DRV wird den aktuellen Stand zur transparenten Vergabe und Vergütung von Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung darstellen. Dieses Thema wird in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referent/innen vertieft.

Programm und Einladung folgen im Juli 2018 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

buss, 8. Mai 2018

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Wolfram-Keup-Förderpreis 2018

Preisträgerin Jun.-Prof. Dr. Sophie Baumann (Mitte) mit Dr. Wibke Voigt, Vorsitzende des buss, und Dr. Bernd Wessel, stellvertretender Vorsitzender

Wirken computergenerierte Rückmeldebriefe besser als persönliche Beratungsgespräche? In ihrer Studie „How alcohol use problem severity affects the outcome of brief intervention delivered in-person versus through computer-generated feedback letters“ untersuchten Jun.-Prof. Dr. Sophie Baumann (Medizinische Fakultät TU Dresden/Universitätsmedizin Greifswald) und ihre Forschergruppe, ob Personen mit unterschiedlicher Alkoholproblemschwere unterschiedlich von persönlichen Beratungen und ressourcensparenden computergenerierten individualisierten Rückmeldebriefen profitieren. Für diese Arbeit wurden sie mit dem Wolfram-Keup-Förderpreis 2018 ausgezeichnet. Der Preis wurde bei der Eröffnung der 104. Wissenschaftlichen Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) im März in Berlin verliehen. In diesem Rahmen stellte Jun.-Prof. Dr. Sophie Baumann ihre Studie in kurzen Zügen vor:

Allgemeinkrankenhauspatientinnen und -patienten im Alter von 18 bis 64 Jahre mit gesundheitsriskantem Alkoholkonsum (n = 961) wurden zufällig einer von drei Studienbedingungen zugeordnet:
a) persönliche Kurzberatung,
b) computergenerierte individualisierte Rückmeldebriefe oder
c) keine Intervention (Kontrollgruppe).

Beide Interventionen wurden direkt auf der Station sowie einen und drei Monate später übermittelt. Ergebnismaß war die Veränderung im Alkoholkonsum pro Tag nach sechs, zwölf, 18 und 24 Monaten. Der Wert des Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT-Wert) wurde als Moderator der Interventionswirksamkeit untersucht.

Es konnte festgestellt werden, dass Personen mit einem AUDIT-Wert von 8 oder weniger, die computergenerierte individualisierte Rückmeldebriefe erhielten, ihren Alkoholkonsum signifikant stärker reduzierten als Personen in der Kontrollgruppe (p < 0,05). Persönliche Beratungen waren bei Personen mit höherem Alkoholkonsum tendenziell wirksamer als keine Intervention, der Unterschied war allerdings nicht statistisch signifikant. Personen mit einem AUDIT-Wert zwischen 7 und 8, die Rückmeldebriefe erhielten, reduzierten ihren Alkoholkonsum nach sechs, zwölf und 18 Monaten signifikant stärker als Personen, die persönliche Beratungen erhielten (ps < 0,05). Kostengünstige computergenerierte individualisierte Rückmeldebriefe können also bei Personen mit einer niedrigen Alkoholproblemschwere einer persönlichen Beratung überlegen sein. Personen mit höherer Problemschwere benötigen eher ein intensiveres Beratungsangebot. Eine Zusammenfassung der Studie auf Deutsch steht auf der Website des buss zum Download bereit.

Der Wolfram-Keup-Förderpreis wird alle zwei Jahre vom Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) für eine wegweisende wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeit aus der Suchthilfe vergeben und ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgestattet. Er wurde dieses Jahr zum fünften Mal verliehen. Informationen über den Preis, die bisherigen Preisträger/innen und die prämierten Arbeiten finden sich auf der Website des buss (www.suchthilfe.de > Verband > Förderpreis).

Zur Jury des Wolfram-Keup-Förderpreises 2018 gehörten Dr. Wibke Voigt, Vorstandsvorsitzende des buss, die Vorstandsmitglieder Hans-Joachim Abstein, Ulrike Dickenhorst und Thomas Hempel sowie folgende externe Gutachterinnen:

  • Dr. Ursula Havemann-Reinecke, Oberärztin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen, Vorstandsmitglied der DHS
  • Dr. Dunja Hinze-Selch, Chefärztin, Fachkliniken St. Marien – St. Vitus GmbH, Neuenkirchen
  • Doris Sarrazin, ehem. Referatsleiterin der LWL-Koordinationsstelle Sucht, Münster

Der nächste Wolfram-Keup-Förderpreis wird 2020 verliehen. Die Ausschreibung hierfür wird im April 2019 bekannt gegeben.

buss, 03.05.2018

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104. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 21./22. März 2018 in Berlin

Sex, Drogen und Internet – um diese Themen geht es bei der 104. Wissenschaftlichen Jahrestagung des buss – schwerpunktmäßig allerdings in umgekehrter Reihenfolge! Die Veranstaltung trägt den Titel „Suchtarbeit 4.0“. Im Mittelpunkt stehen die Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitswelt und des Gesundheitswesens.

Mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Home hat die Digitalisierung längst Einzug in das Alltags- und Arbeitsleben gehalten. Im Gesundheitsbereich schreitet die Entwicklung internetbasierter Interventionen bei der Behandlung psychischer Störungen mit großen Schritten voran. Zwei Plenumsvorträge stellen diese Entwicklungen dar. Anschließend wird die Suchthilfe unter die Lupe genommen. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Arbeit in den Einrichtungen, auf organisatorische Abläufe sowie Inhalte und Ausrichtung der Therapie? Zentral ist die Frage: Was kann und muss die Suchthilfe tun, um den Zug der Digitalisierung nicht zu verpassen, sondern diese für sich zu nutzen?

Ein weiterer Vortrag bringt Licht ins Dunkel des abseitigen Bereichs des Internets und berichtet über das Dark Net. Auf therapeutische Fragen lenkt der Vortrag „Wirksamkeit von Pharmakotherapie und Psychotherapie“ den Blick. Am Ende setzen sich Expert/innen und Teilnehmer/innen unter dem Titel „Qualitätsverunsicherung“ in einer gemeinsamen Diskussion mit den Folgen der zunehmenden Regulierung der Arbeit in Suchtfachkliniken auseinander.

Sex („Die Themen Liebe und Sexualität in der Suchttherapie“) und Drogen („Steigende Zahl der Drogentoten und veränderte Konsummuster“) sind Inhalte der Arbeitsgruppen. Weitere Themen sind u. a.: suchtstoffübergreifende Behandlung, komorbide Störungen sowie Angehörigenarbeit und Paartherapie.

Programm und Anmeldung finden Sie auf www.suchthilfe.de

 

104. Wissenschaftliche Jahrestagung des buss „Suchttherapie 4.0“ Mittwoch, 21. März 2018 (Beginn 13.00 Uhr) bis Donnerstag, 22. März 2018 (Ende 13.00 Uhr) Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin

 

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Die Adaptionsbehandlung. Handbuch zur zweiten Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen

Über die Adaptionsbehandlung als zweite Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen liegen bislang nur wenige Veröffentlichungen vor. Das mag daran liegen, dass für diese Behandlungsform erst mit der Verfahrensabsprache der Rentenversicherungsträger und Krankenkassen von 1994 ein verbindlicher konzeptioneller Rahmen geschaffen wurde. Das mag aber auch daran liegen, dass dieses Segment der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker mit etwas über 4.200 Behandlungsfällen pro Jahr und ca. 1.000 Behandlungsplätzen in rund 100 Einrichtungen eher klein ist. Mit der Adaptionsbehandlung wurde jedoch ein außerordentlich wichtiges und ergänzendes Angebot für Rehabilitanden mit bio-psycho-sozialen Problemlagen und gemindertem Integrations- und Teilhabepotential geschaffen, bei denen nach der Entwöhnungsbehandlung noch weiterer Behandlungsbedarf besteht.

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) hat deshalb das Buch „Die Adaptionsbehandlung. Handbuch zur zweiten Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen“ herausgegeben. In diesem Handbuch werden erstmalig Inhalte, Ziele und Zielgruppen dieser Behandlungsform ausführlich beschrieben: In dem „Grundsatzpapier Adaptionsbehandlung“ formuliert der Qualitätszirkel der Adaptionseinrichtungen im buss Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der Adaptionsbehandlung. In den weiteren Kapiteln werden die Bedeutung und die Effektivität der Adaptionsbehandlung aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt:

  • Ergebnisse einer Studie zur Effektivität der beruflichen und sozialen (Re-)Integration
  • Bedeutung der Adaption aus sozialmedizinischer Sicht und aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung
  • Beschreibung von Fallbeispielen
  • Basis- und Strukturdaten
  • Ergebnisse einer Patientenbefragung

Mitarbeiter/innen in Suchthilfe-Einrichtungen und bei unterschiedlichen Leistungsträgern wird eine äußerst effektive Behandlungsform vorgestellt, deren umfassendes Behandlungsangebot für noch mehr abhängigkeitskranke Menschen genutzt werden sollte. Auch Mitarbeiter/innen in benachbarten Leistungsbereichen (Psychiatrie, Jugendhilfe, Sozialhilfe, Jobcenter/Agentur für Arbeit u.v.m.) zeigt das Handbuch vielfältige Möglichkeiten, wie sie in ihrem beruflichen Kontext mit einem umfassenden, modernen Verständnis des komplexen Krankheits-/Störungsbildes „Sucht“ zielgerichtet arbeiten können.

Das Handbuch ist im Verlag Pabst Science Publishers erschienen und kostet 20,00 Euro (184 Seiten, ISBN 978-3-95853-284-7).
Weitere Informationen finden Sie hier.

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26. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 26. und 27. September 2017 in Kassel

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) veranstaltet am 26. und 27. September 2017 wieder seine Management-Tagung in Kassel. Eröffnet wird die Tagung mit einem Blick auf das große Ganze: Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichts, erläutert Ziele und Bedeutung der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland. Es folgen Vorträge zu aktuellen Entwicklungen speziell im Suchthilfesystem sowie zur Wirksamkeit der Suchtreha.

Ein Vortrag von Seiten der Deutschen Rentenversicherung behandelt die transparente Vergabe und Vergütung von Reha-Leistungen. Weitere Tagungsbeiträge befassen sich mit neuen Anforderungen in den Bereichen Antikorruption und Datenschutz in der medizinischen Reha sowie mit der Frage, wie Reha-Einrichtungen in Krisenfällen nach außen und innen richtig kommunizieren.

Auch aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen werden bei der Tagung wieder betrachtet. Dieses Jahr stehen die Themen Betriebsverfassungsrecht und Mitbestimmung, Auswirkungen des BTHG, Umsatzsteuer bei klinikinternen Erträgen sowie Erfahrungen mit dem Gesetz zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie (BilRUG) im Mittelpunkt. Außerdem werden neue Wege für die Personalgewinnung in Zeiten des Fachkräftemangels aufgezeigt.

Programm und Einladung folgen im Juli 2017 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

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Wolfram-Keup-Förderpreis 2018 – Beginn der Ausschreibung

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) vergibt zum fünften Mal den ‚Wolfram-Keup-Förderpreis’ für die beste wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeit auf dem Gebiet der Entstehung und Behandlung von Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit oder Verhaltenssucht.

Aus dem Nachlass des Projektes ‚Frühwarnsystem zur Erfassung von Veränderungen der Missbrauchsmuster chemischer Substanzen in der Bundesrepublik Deutschland’, das Professor Wolfram Keup initiiert und bis zu seinem Tod am 4. Januar 2007 geleitet hat, wird zur Erinnerung an den Stifter alle zwei Jahre der ‚Wolfram-Keup-Förderpreis’ öffentlich ausgeschrieben und vergeben.

Alle Personen und Institutionen, die sich in der wissenschaftlichen Forschung oder der therapeutischen Behandlungspraxis mit dem Thema Sucht beschäftigen, sind aufgefordert, sich mit eigenen Untersuchungen oder Projekten um den Wolfram-Keup-Förderpreis 2018 zu bewerben. Die vorgelegten Arbeiten müssen sich mit der Entstehung oder der Behandlung von Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit oder Verhaltenssucht beschäftigen. Dabei kann es sich um wissenschaftliche Studien handeln, aber auch um die Realisierung von Präventionsmaßnahmen oder die Erprobung von Behandlungskonzepten. Der Förderpreis ist mit einem Preisgeld von 2.000 € ausgestattet.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2017. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung des buss am 21. März 2018 in Berlin. Weitere Details finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen unter www.suchthilfe.de.

Kontakt:
Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.
Prof. Dr. Andreas Koch
Wilhelmshöher Allee 273
34131 Kassel
Tel. 0561/77 93 51
Fax 0561/10 28 83
buss@suchthilfe.de
www.suchthilfe.de

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103. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 22./23. März 2017 in Berlin

DruckWas geht – was bleibt? Und „was geht“ in Zukunft? Auf seiner 103. Wissenschaftlichen Jahrestagung vom 22. bis 23. März 2017 möchte der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) unter dem Motto „Innehalten, Suchttherapie! Was geht?“ ausloten, was für die Suchthilfe bisher wichtig war und woran sie sich in Zukunft orientieren muss, um ihrer Aufgabe weiterhin gerecht zu werden. Denn: Es tut sich was! Unsere Gesellschaft verändert sich massiv und rasend schnell. Die Digitalisierung eröffnet für das tägliche Leben sowie im Gesundheitsbereich ganz neue Möglichkeiten, sie führt zu neuen Verhaltensweisen und neuen Notwendigkeiten – Datenschutz und eine sichere Technik seien hier als Beispiele genannt. Gleichzeitig beschäftigt uns die große Migrationsbewegung. Der Zuzug vieler fremder Menschen wird die Gesellschaft zwangsläufig verändern – aber wie?

Inmitten des rasanten äußeren Wandels soll die Tagung ein Signal setzen zum Innehalten und Anstoß geben für eine Positionsbestimmung. Im Zentrum stehen die Fragen: „Wo kommen wir her? Wo wollen wir hin?“. Um diese Fragen zu beantworten, soll der Horizont etwas weiter gespannt und die Suchthilfe in ihrem gesellschaftlichen Umfeld betrachtet werden. Der Soziologe Denis van de Wetering stellt Brennpunkte der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung dar, der Jugendforscher Dr. Walter Bien berichtet darüber, was Jugendliche, die in Deutschland aufwachsen, heute bewegt, und die Ethnologin Yvonne Adam beleuchtet Hintergründe und Folgen der Migration.

Gleichzeitig nimmt die Suchthilfe sich selbst in den Blick. Ein Vortrag und zwei Arbeitsgruppen greifen das Thema der Digitalisierung auf. Sie stellen dar, wie diese in der Suchthilfe eingesetzt werden kann oder bereits wird. Eine Arbeitsgruppe behandelt die Frage, ob die gängigen Behandlungsangebote noch ‚auf der Höhe der Zeit‘ sind. Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer wirft einen Blick zurück auf 30 Jahre Suchttherapie. Mit der Zukunft beschäftigen sich drei Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Suchtkliniken. Unter dem Titel „Was leitet uns – bisher und in der Zukunft?“ geben sie einen Ausblick auf die psychologische, sozialpädagogische und medizinische Suchtarbeit. Weitere Themen der Tagung sind komorbide Suchtprobleme in der somatischen und psychosomatischen Rehabilitation, Gewalt in der Therapie und Online-Sexsucht.

Programm und Anmeldung finden Sie ab Dezember 2016 auf www.suchthilfe.de

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25. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 21. und 22. September 2016 in Kassel

DruckDer Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V. (buss) veranstaltet dieses Jahr zum 25. Mal die zweitägige Management-Tagung in Kassel. Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf aktuellen Änderungen im Sozial- und Leistungsrecht (Psychiatrie-Entgeltsystem, Präventionsgesetz, Bundesteilhabegesetz, Schiedsstellen) und im Arbeitsrecht (Honorarverträge für Ärzte und Pflegekräfte, Mindestlohn bei Bereitschaftsdiensten, Finanzierung von Weiterbildungen).

Im Mittelpunkt steht außerdem die Wirksamkeit von Leistungen in der Suchthilfe und Suchtreha. Zur Evaluation ihrer medizinischen Rehabilitationsleistungen haben die Deutsche Rentenversicherung Rheinland und die Deutsche Rentenversicherung Westfalen eine Studie durchführen lassen, deren Ergebnisse präsentiert und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten diskutiert werden.

In den Arbeitsgruppen wird eine Reihe neuer Konzepte vorgestellt, die zum Teil durch die Leistungsträger, zum Teil einrichtungsintern ins Leben gerufen wurden. Die Konzepte betreffen die Bereiche berufliche Integration von Suchtkranken, Reha-Fallmanagement, nachstationäre Behandlungsformen sowie Kinderbetreuung während der Reha. Erörtert werden bisherige Erfahrungen bei der Umsetzung in die Praxis sowie mögliche Umsetzungsprobleme. Weitere Themen der Tagung sind: Digitalisierung der Lebenswelt, Energieaudit und Energieberatung in Rehakliniken sowie Personalgewinnung und Personalbindung. 

Programm und Einladung folgen im Juli 2016 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

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