Redaktion RehaNews24.de

 

Krankenhausabteilung der Dr. Becker Kiliani-Klinik als eine der besten deutschlandweit ausgezeichnet

Ein Eis für jede/n Mitarbeiter/in: Die Krankenhausabteilung der Dr. Becker Kiliani-Klinik wurde vom F.A.Z. Institut als eine der besten deutschlandweit ausgezeichnet.

Neue Klinikdirektorin bedankt sich mit Eis bei ihrem Team.
Köln, 30.07.2018: Die Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim behandelt im Jahr über 4.000 orthopädische und neurologische Rehapatienten. Dass sie darüber hinaus eine hochspezialisierte Krankenhausabteilung für schwerst betroffene neurologische Patienten betreibt, wissen die wenigsten. Genau diese wurde jetzt vom F.A.Z. Institut als eine der besten deutschlandweit ausgezeichnet.

2.000 Krankenhäuser bewertet
Ausgewertet wurde für das Zertifikat „Deutschlands beste Krankenhäuser“ eine Vielzahl von Daten zu rund 2.000 Krankenhäusern. In die Bewertung flossen zum einen subjektive Erfahrungsberichte von Patienten. Dafür wurden Social-Media-Plattformen wie klinikbewertungen.de und die Weisse Liste ausgewertet. Neben den subjektiven Patientenbewertungen flossen objektive Strukturmerkmale wie z. B. Personalschlüssel, Qualifikation der Mitarbeiter/innen und Hygienemanagement in das Ranking mit ein. Datenbasis hier waren die Qualitätsberichte aus 2016, die jedes Krankenhaus in Deutschland jährlich veröffentlichen muss.

Tolle Meldung zum Start
„Das ist natürlich eine tolle Meldung direkt zum Start“, freut sich Klinikdirektorin Ursula Ohnesorge. Sie hatte am 16. Juli die Leitung der Einrichtung von Hatho Reiser übernommen. „Dass wir unter die besten 10% der Krankenhäuser in Deutschland kommen, beweist, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier außergewöhnlich gute Arbeit leisten. Dafür möchten der Chefarzt der Krankenhausabteilung, Dr. Lehrieder, und ich uns ausdrücklich beim Team bedanken“, so Ohnesorge. Um den Worten auch Taten folgen zu lassen, spendierten sie und Dr. Lehrieder den Mitarbeiter/innen am Mittwoch – passend zum Wetter – ein Eis.

Dr. Becker Kiliani-Klinik
Die Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim, Bayern, führt qualitätsgeprüfte Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten mit neurologischen, orthopädischen sowie neuro-onkologischen Erkrankungen durch. Jährlich werden in der Klinik rund 4.000 Patienten auf höchstem medizinischen Niveau therapiert. Ein Behandlungsschwerpunkt ist die neurologische Frührehabilitation für neurologisch schwerstbetroffene Patienten. Seit 2006 ist die Klinik außerdem anerkanntes Multiple-Sklerose-Zentrum. Die Dr. Becker Kiliani-Klinik bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten, Beihilfeempfänger und Selbstzahler an.
www.dbkg.de/kiliani-klinik

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Reha-Kette Median Kliniken steht offenbar vor Verkauf

Die Median Kliniken mit Sitz in Berlin stehen offenbar vor dem Verkauf, so berichtet das Handelsblatt vom 24.07.2018 und beruft sich dabei auf Informationen von Branchen-Insidern.

Das Unternehmen gehört zur niederländischen Beteiligungsgesellschaft Waterland und beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter.

Den ganzen Bericht finden Sie hier: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/insiderbericht-reha-kette-median-kliniken-steht-offenbar-vor-verkauf/22838094.html?ticket=ST-1352091-cZBulu4hTEhYx4RuvdqG-ap3, 24.07.2018

 

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Wie Online-Therapie gelingt

München (ots) – Die technischen Möglichkeiten der Internet-Gesellschaft werden zunehmend auch im Bereich Psychotherapie genutzt. Die Hälfte aller tatsächlichen und potenziellen Klienten würde gerne per Online-Therapie arbeiten. Teilweise, weil sie eine Online-Therapie im Alltag praktischer finden, teilweise weil für sie online die Schwelle niedriger ist, als persönlich zum Therapeuten zu gehen. Diese Vorteile führen zu einem wachsenden Online-Therapie-Angebot und einer steigenden Nachfrage. Allerdings ist aufgrund eines bisher fehlenden bundesweiten Gütesiegels und somit verbindlicher einheitlicher Qualitätsstandards die Qualität der Online-Therapie-Angebote derzeit nur schwer zu beurteilen und zu vergleichen.

Es gibt verschiedene Arten von Online-Therapie-Angeboten: Selbsthilfeprogramme zur eigenen Auseinandersetzung mit oder ohne Anleitung eines Therapeuten / Beraters. Eine individuelle Diagnose, die dann per online-Kommunikation im Zusammenspiel mit dem Therapeuten bearbeitet wird, ist sozusagen die „virtuelle“ Form der klassischen Therapeutenbeziehung. Darüber hinaus gibt es die „Blended Therapy“ (Englisch für „vermischte Therapie“), bei der persönliche Sitzungen und Online-Möglichkeiten miteinander verknüpft werden. Smartphone-Anwendungen und weitere Programme können eine Therapie vorbereiten oder begleiten. In jedem Fall dürfen Psychotherapien auch in der Online-Form nur von approbierten Psychotherapeuten (m/w) oder einem Facharzt (m/w) im Bereich Psychiatrie / Psychosomatik und Psychotherapie durchgeführt werden.

Ein Beispiel: Herr R. nimmt an einem Internet-Therapieprogramm für posttraumatische Belastungsstörungen teil. Dort erhält er zunächst ausführliche Informationen, wie es zu der Erkrankung kommen kann, welche Symptome dabei auftreten und wie sie behandelt werden können. Anschließend erhält er per E-Mail schreibtherapeutische Aufgaben, bei denen er seine traumatischen Erfahrungen nach und nach in Worte fassen soll. Diese schickt er an einen Psychotherapeuten und erhält innerhalb einer Woche eine individuelle Antwort per E-Mail, die ihn dabei unterstützen soll, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Bei Wartezeiten für Therapie-Plätze von im Durchschnitt einem halben Jahr können Online-Angebote erste Anker in dieser Zeit sein oder die Wartezeiten verkürzen. Insbesondere jüngere Klienten sind für diese Methodik offener als für herkömmliche Therapieformen und beginnen daher überhaupt erst mit einer Therapie. Darüber hinaus ist für Klienten mit einer anderen Muttersprache diese neue Möglichkeit sehr hilfreich, da damit weite Wege zu einem muttersprachlich versierten Therapeuten vermieden werden können oder eine Therapie überhaupt angeboten werden kann.

Erste Studien zeigen, dass Online-Therapien genauso wirksam wie klassische persönliche Therapien sein können. Wichtig für den Erfolg von Online-Therapien sind ein fester Ansprechpartner für den Klienten sowie viel gegenseitige Kommunikation zwischen Klienten und Therapeuten. Eine Online-Therapie darf nicht bei schweren psychischen Krankheiten, akuten Krisen sowie bei einer Selbst- oder Fremdgefährdung eingesetzt werden.

Insgesamt arbeiten die Klienten bei einer Online-Therapie selbstbestimmter – was einigen jedoch fehlt, ist die persönliche, empathische Interaktion sowie die Möglichkeit, auch Gestik und Körpersprache zu analysieren. Es wird dringend empfohlen, die fachliche Qualifikation sowie die technische Sicherheit des Therapeuten / Anbieters im Vorfeld zu prüfen.

Ab sofort können Hilfesuchende auf therapie.de bei den teilnehmenden Therapeuten direkt über ein Online-Buchungstool Therapie-Sitzungen in der Praxis oder als Videositzung buchen und bezahlen. Dazu kooperiert Pro Psychotherapie e.V. mit dem Anbieter „EgoSession“, der speziell auf die Bedürfnisse von Psychotherapeuten zugeschnittene Online-Lösungen für Terminbuchungen und Videotelefonie sowie Praxisverwaltung und Abrechnung bei höchster Datensicherheit anbietet. Diese Lösungen werden in Zukunft von Therapeuten, welche bei therapie.de gelistet sind, nach und nach aufgenommen werden.

Ansprechpartner Presse:
Ulrike Propach
Kommunikationsmanagement
Tel. 08342 – 91 83 471
Mobil 0178 – 41 55 391
presse@therapie.de

Ansprechpartner therapie.de:
„pro psychotherapie e.V.“
Dipl.-Psych. Fritz Propach
Landwehrstr. 35
80336 München
Tel. 089 – 72 99 75 36
psyche@therapie.de
www.therapie.de

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Schlaganfallhelfer und Schlaganfallhelferin in der Celenus Fachklinik Hilchenbach im Einsatz

Seit April sind zwei Schlaganfallhelfer in der CelenusKlinik Hilchenbach im Einsatz. Sie bieten ihre Erfahrungen aus Sicht der eigenen Erkrankung  und als Angehörige einmal im Monat in einer Sprechstunde an. Außerdem unterstützen sie bei alltäglichen Fragen, geben Hilfestellung und entlasten damit die Angehörigen und Betroffenen bei den vielen  Anliegen während der ersten Wochen nach dem Schlaganfall.

Viele Betroffene sind emotional durch den Schlaganfall überfordert und brauchen gezielte Hilfen.
Bisher sind viele Informationen über Sozialleistungen oder andere Formen von Unterstützung oft nur bruchstückhaft und hängen in vielen Fällen vom persönlichen Engagement einzelner Mitarbeiter in den verschiedenen Abschnitten der Versorgung ab.

Jetzt möchte die Celenus Klinik in Hilchenbach mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe diese Versorgungslücke im Kreis Siegen Wittgenstein schließen und sowohl Schlaganfall-Betroffene als auch deren Angehörige gezielt unterstützen.

Frau Brune und Herr Kannberg kommen aus der Schlaganfallgruppe Olpe. Sie haben die Ausbildung für Schlaganfallhelfer – und helferin über die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe genutzt. Jetzt informieren und beraten sie ehrenamtlich unter anderem zu folgenden Themen.

Wie ist es mit dem Auto fahren? Wie bekomme ich Therapien? Wo kann ich den Behindertenausweis bekommen? Welche Hilfsmittel helfen bei der Alltagsbewältigung aus der Sicht von Betroffenen?

Das Team der Mitarbeiter in der Klinik steht dem engagierten Team aus der Selbsthilfe mit fachlichem Wissen im Hintergrund zur Seite. Für die CelenusKlinik ist diese ehrenamtliche Arbeit ein Gewinn und ein hoher Nutzen für die Patienten und deren Angehörige zum Thema Nachsorge.

 

Ansprechpartner:

Heike Henrichs-Neuser, E-Mail: h.henrichs-neuser@klinik-hilchenbach.de
Telefon: 02733-897-278

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Videosprechstunden & digitale Rezepte: Wie sichere digitale Projekte das Gesundheitswesen verbessern

Berlin, Juli 2018 – Arzttermine über eine App vereinbaren, den Hausarzt per Videosprechstunde ins Wohnzimmer holen, Medikamente im Netz mit einem digitalen Rezept anfordern – all das ist dank der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen möglich. Doch wie sicher sind die Patientendaten dabei? Und welche digitalen Strategien und Projekte realisieren Gesundheitseinrichtungen schon heute? Antworten darauf geben Experten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 13. September 2018 in Berlin. Anlass ist der 4. Internationale Tag der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2018 zum Thema „Digitalisierung und Patientensicherheit“.

Die Digitalisierung verändert nahezu alle Lebensbereiche: Sie bietet Raum für Innovationen und ermöglicht die Entwicklung neuer Technologien. Gerade im Gesundheitswesen sorgt sie für zahlreiche Veränderungen. Rund um den Internationalen Tag der Patientensicherheit 2018 sind Gesundheitseinrichtungen – etwa mit Tagen der offenen Tür und Podiumsdiskussionen – aufgerufen, zu zeigen, wie die sichere Digitalisierung im Gesundheitswesen funktionieren kann. Veranstalter des Internationalen Tages der Patientensicherheit in Deutschland ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).

„Wir sehen die Digitalisierung als Chance für den weiteren Ausbau der Patientensicherheit im Gesundheitswesen“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Durch digitale Anwendungen können Schnittstellen und Prozesse zwischen Haus- und Fachärzten, ambulantem und stationärem Bereich sowie der Medikamentenabgabe in der Apotheke besser miteinander verbunden werden.“ So könnten der Informationsfluss erhöht, die Kommunikation im Gesundheitswesen deutlich verbessert und Missverständnisse vermieden werden. „Die moderne Kommunikation ermöglicht, dass Verordnungen von Medikamenten mit Medikamentenwechselwirkungen, unerwünschten Versorgungslücken und zu hohen Dosierungen verringert werden und die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) deutlich erhöht wird“, so François-Kettner. In Deutschland sterben immer noch zu viele Menschen an den Folgen von unerwünschten Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten. Dabei bietet gerade die Digitalisierung gute Möglichkeiten, die Versorgung der Patienten sicherer zu machen. Das APS ruft alle Gesundheitseinrichtungen hierzulande gezielt auf: „Zeigen Sie zusammen mit allen Akteuren sowie Ihren Patienten und der Öffentlichkeit rund um den Aktionstag, wie Sie mit digitalen Projekten und Strategien einen Beitrag für mehr Patientensicherheit leisten und dabei gleichzeitig über Risiken aufklären und die digitale Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten gewähren“, sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des APS. „Informieren und befragen Sie Ihre Patienten im Rahmen des Aktionstages – und werden Sie Teil einer besseren Gesundheitsversorgung im 21. Jahrhundert.“

Digitalisierung und Patientensicherheit – das ist in diesem Jahr das Thema des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2018. Der Tag ist eine Initiative des APS, an der sich inzwischen weltweit verschiedene Länder beteiligen. In Österreich organisiert die Plattform Patientensicherheit und in der Schweiz die Stiftung für Patientensicherheit den Aktionstag. Langfristig möchten die Organisationen erreichen, dass der ITPS in die Liste der internationalen Aktionstage der Vereinten Nationen (UN) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen wird – und so noch eine breitere Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert wird. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Initiative bereits aufgegriffen und auf den „Global Ministerial Summits on Patient Safety“ ja dafür geworben.

Weiterführende Informationen

Handlungsempfehlungen des APS, der Plattform Patientensicherheit Österreich und der Schweizer Stiftung Patientensicherheit zum Thema Digitalisierung und Patientensicherheit:

http://www.tag-der-patientensicherheit.de/assets/2018_hm-dig-und-rm-2auf_web.pdf

http://www.tag-der-patientensicherheit.de/assets/2018_aps-checkliste_gesundheitsapps.pdf

www.patient-safety-day.org

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Bundesweite Auftaktveranstaltung des Deutschen Reha-Tags 2018 in Kirchseeon

Am 21. September richten das Berufsförderungswerk (BFW) München und das Berufsbildungswerk (BBW) St. Zeno unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Barbara Stamm die bundesweite Auftaktveranstaltung für den „Deutschen Reha-Tag 2018“ aus. Der „Deutsche Reha-Tag“ findet jedes Jahr am letzten Samstag im September statt und macht mit mehreren hundert Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet auf die Themen „medizinische und berufliche Rehabilitation“ aufmerksam. Der Initiatorenkreis des Deutschen Reha-Tages besteht aus Trägern und Förderern von Rehabilitationsmaßnahmen wie z.B. der Deutschen Rentenversicherung, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung oder der Caritas.

Die Auftaktveranstaltung am 21. September eröffnet den bundesweiten Aktionstag und gibt thematisch die Richtung des „Deutschen Reha-Tags 2018“ vor. Kernthema wird diesmal die berufliche Rehabilitation in Berufsförderungswerken und Berufsbildungswerken sein. Diese beiden in Kirchseeon ansässigen Institutionen stellen im Verlauf des Tages ihren gesetzlichen Auftrag und ihre Angebote umfassend vor. Geplante fachliche Themen sind dabei vor allem die besonderen Lern-Herausforderungen für Menschen mit körperlicher oder psychischer Behinderung im Zeitalter der Digitalisierung und die daraus resultierenden Lernkonzepte in BFW und BBW. Einen Schnittpunkt zur medizinischen Rehabilitation bietet die Veranstaltung mit einem Blick auf das Konzept der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR), durch das jede Einrichtung der medizinischen Rehabilitation in Zukunft auch diagnostische und therapeutische Kompetenz auf dem Feld der beruflichen Integration entwickeln soll.

Der Vormittag der Auftaktveranstaltung findet im BFW, der Nachmittag im BBW statt. Den Weg zwischen beiden Veranstaltungsorten werden Teilnehmer und Referenten als „gesunde Mittagspause“ mit dem Fahrrad im „Radlcorso“ bewältigen.

Die Auftaktveranstaltung richtet sich vor allem an Verbände und Fachpublikum. Interessierte Besucher und Journalisten sind ebenfalls eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier (klicken!)

Hintergrund:
Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe.

www.rehatag.de

 

Berufsförderungswerk München
gemeinnützige GmbH
Moosacher Straße 31
85614 Kirchseeon
Tel. 08091 51-0
E-Mail: info@bfw-muenchen.de
Ansprechpartner: André Stiefenhofer
Durchwahl: 08091 51-1159
Fax:08091 51-3303

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Klangschalentherapie unterstützt Patientinnen mit Brustkrebserkrankung

Die Klangschalentherapie an der MEDIAN Klinik Bad Colberg wird mit Messingschalen von eigens geschultem Personal durchgeführt.

Pressemitteilung

Bad Colberg, 18.07.2018

 

MEDIAN Klinik Bad Colberg arbeitet ganzheitlich und integrativ bei der Nachbehandlung von Brustkrebs-Patientinnen / Einsatz der Klangschalentherapie sehr erfolgreich

Die Klangschalentherapie an der MEDIAN Klinik Bad Colberg wird mit Messingschalen von eigens geschultem Personal durchgeführt.

Die Klangschalentherapie an der MEDIAN Klinik Bad Colberg wird mit Messingschalen von eigens geschultem Personal durchgeführt.

Seit einem Jahr geht man an der MEDIAN Klinik Bad Colberg in der Therapie für Patientinnen mit Brustkrebserkrankungen ungewöhnliche Wege. Neben den vorgeschriebenen Reha-Therapiestandards setzt man dort auf individuell symptomorientierte Therapieangebote, zu der auch Klangschalentherapie, Medizinische Hypnose und andere Therapieformen gehören. Ein Erfolgsmodell der Reha-Klinik, denn die onkologischen Patientinnen sind begeistert und die Nachfrage wächst. „Die Klangschalentherapie ist bisher hervorragend angenommen worden. Die Patientinnen fühlen sich entspannt und insgesamt wohler, bisher sind weder negative Effekte noch Nebenwirkungen aufgetreten“, sagt Dr. med. Olaf Kellner, Chefarzt der onkologischen Abteilung der MEDIAN Klinik Bad Colberg. „Die Frauen sind sehr dankbar, wenn die Nebenwirkungen zuvor erfolgter Chemotherapie, wie die Polyneuropathie, gelindert werden können und empfinden diese dadurch auch nicht mehr als derartig beeinträchtigend und endgültig“.

 Schulmedizin und Naturheilverfahren verbunden
Die Klinik verbindet bei der Behandlung schulmedizinische und komplementäre Therapieansätze wie z. B. die Naturheilverfahren auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dabei stellen die Mitarbeiter der Klinik den Brustkrebspatientinnen ganz individuelle Therapieangebote vor, die an ihren speziellen Beschwerden ausgerichtet sind. Gerade bei der Polyneuropathie, die die Frauen in ihrem Wohlbefinden, ihrer Lebensqualität, aber auch der beruflichen Leistungsfähigkeit sehr beeinträchtigt, werden bereits kleine Verbesserungen der Nervenfunktion als großer Gewinn bewertet. Und selbst wenn dies mit der Therapie nicht erreicht wird, hilft die Klangschalentherapie oft die Empfindung dieser leider häufigen Störung zu verbessern.

 Alleinstellungsmerkmal einer onkologischen Reha-Klinik
Die Therapeutinnen
in der MEDIAN Klinik Bad Colberg haben die Klangschalentherapie in speziellen Fortbildungskursen erlernt. Während einer Klangschalen-Sitzung kommen acht Schalen zum Einsatz. Die Schalen werden nacheinander bzw. überlappend intoniert, d.h. mit einem Klöppel angeschlagen. Durch die Vibration entwickelt sich ein Klangteppich verschiedener Frequenzen, da die Messingschalen gleichzeitig mehrere Obertöne erzeugen. Diese Vielzahl von Tonfrequenzen überträgt sich auf die Nerven der Patientinnen. Die Entspannung, die dadurch ausgelöst wird, ist für die Frauen ausgesprochen wohltuend und intensiver als bei herkömmlichen Entspannungsverfahren. Während eines Aufenthalts in der Reha-Klinik erhalten die Patientinnen drei Sitzungen über jeweils eine Stunde. „Die Klangschalentherapie wird auch in anderen Reha-Kliniken oder ambulant von Therapeuten angeboten, aber in der Regel nicht in diesem komplexen, umfassenden Konzept mit besonders ausgebildetem hoch motiviertem Personal wie bei uns. Damit bieten wir in unserer Klinik etwas Besonderes an“, hält der Kaufmännische Leiter Sebastian Linsler fest.

 Über MEDIAN

MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

 

Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Bad Colberg GmbH

Kaufmännischer Leiter Sebastian Linsler

Parkallee 1, 98663 Bad Colberg

Tel.: 036871 23-2041
E-Mail:
sebastian.linsler@median-kliniken.de
www.median-kliniken.de

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MEDIAN und B·A·D kooperieren bei Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik

BAD_MEDIAN_Gruppenbild: Freuten sich über den erfolgreichen Vertragsabschluss: (v.l.) Linda-Marlen Leinweber, Vertriebsbeauftragte & Beraterin für Gesundheitsmanagement bei der B.A.D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, Thomas Heiming, Direktor Gebiet Nord-Ost / Mitglied der Geschäftsleitung der B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, Benedikt Simon, Chief Development Officer von MEDIAN und Stefanie Brinkmann, Projektmanagerin Business Development, Medizin und Qualität bei MEDIAN.

Pressemitteilung

 

Berlin/Bonn, 18.07.2018

 

Rahmenvertrag schafft einheitlichen Standard bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und dem Arbeitsschutz für 120 Klinken mit 15.000 Beschäftigten

 

 Unterzeichnung des Rahmenvertrages mit (v.l.) Benedikt Simon, Chief Development Officer von MEDIAN, Thomas Heiming, Direktor Gebiet Nord-Ost / Mitglied der Geschäftsleitung der B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH und Linda-Marlen Leinweber, Vertriebsbeauftragte & Beraterin für Gesundheitsmanagement bei der B.A.D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH.

Unterzeichnung des Rahmenvertrages mit (v.l.) Benedikt Simon, Chief Development Officer von MEDIAN, Thomas Heiming, Direktor Gebiet Nord-Ost / Mitglied der Geschäftsleitung der B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH und Linda-Marlen Leinweber, Vertriebsbeauftragte & Beraterin für Gesundheitsmanagement bei der B.A.D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH.

MEDIAN, der größte private Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland, setzt künftig auf Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik aus einer Hand. Am Montag unterzeichnete das Gesundheitsunternehmen für alle seine 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäuser, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen einen Rahmenvertrag mit der Bonner B·A·D-Gruppe, dem europaweit führenden Anbieter für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsvorsorge. „Wir sind als exzellentes medizinisches Unternehmen der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter besonders verpflichtet“, erklärt Dr. André M. Schmidt, CEO von MEDIAN, anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages. „Daher investieren wir in Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit unserer Beschäftigten fördern, sie motivieren und ihre Leistungsfähigkeit erhalten. Wir freuen uns, mit der B·A·D Gruppe jetzt einen der besten Anbieter an unserer Seite zu haben.“ „Für uns ist es eine ganz besondere Aufgabe, künftig ein so großes Gesundheitsunternehmen betreuen zu dürfen“, ergänzt B·A·D-Geschäftsführer Prof. Dr. Bernd Siegemund. „Wir wissen das in uns gesetzte Vertrauen sehr zu schätzen und werden alles für eine erfolgreiche Zusammenarbeit tun. Alle Kliniken, die Bedarf an sicherheitstechnischer oder arbeitsmedizinischer Betreuung haben, können sich ab sofort an uns wenden.“

 

Die B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, die bereits in mehreren Kliniken von MEDIAN lokal aktiv war, hatte im Juli eine 2017 von MEDIAN gestartete Ausschreibung gewonnen, an der sich insgesamt vier große bundesweite Anbieter beteiligt hatten.  Das Unternehmen übernimmt damit das Geschäft bei MEDIAN  für die rund 15.000 Beschäftigten in allen 14 Bundesländern. B∙A·D bietet seinen Kunden im Kerngeschäft Betreuungsleistungen rund um die Themen Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik an. Dazu gehören  Employee Assistance Programme (EAP), Betriebliches Eingliederungsmanagement, die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, die Gesundheitsförderung und das Betriebliches Gesundheitsmanagement. Insgesamt arbeitet B·A·D mit mehr als 4.000 Beschäftigten für bundesweit 280.000 Betriebe mit über vier Millionen Beschäftigten.

  

Kontakt MEDIAN

MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG
Mandy Wolf
Referentin Marketing
Franklinstr. 28-29
10587 Berlin
Telefon +49 (0) 30 / 53 00 55 – 232
Telefax +49 (0) 30 / 53 00 55 – 144
E-Mail: mandy.wolf@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

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Neue Klinikdirektorin in der Dr. Becker Kiliani-Klinik

Bad Windsheim. Ursula Siebertz-Ohnesorge übernimmt ab sofort die Leitung der Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim. Die 55-Jährige war zuvor zwei Jahre lang Klinikdirektorin der Carolinum Dr. Ebel Fachkliniken in Bad Karlshafen. Der bisherige Verwaltungsdirektor Hatho Joachim Reiser, 44, legt die Tätigkeit nach zweieinhalb Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Reiser wird weiterhin in einer Leitungsfunktion für die Dr. Becker Unternehmensgruppe arbeiten.

„Wir bedauern den Schritt von Herrn Reiser, können seine Entscheidung aber nachvollziehen. Wir sind froh, dass er mit seinen Kompetenzen und seinem fachlichem Know-how der Dr. Becker Klinikgruppe erhalten bleibt. Dass wir die Nachfolge so schnell regeln konnten, ist für uns ein großes Glück. Mit Frau Siebertz-Ohnesorge ist es uns gelungen, eine sehr erfahrene und kluge Führungskraft an Bord zu holen“, kommentiert Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, den Wechsel.

Sie war am Montag von Köln nach Bad Windsheim gekommen, um den Mitarbeiter/innen die Personalie bekanntzugeben.

Dr. Becker Kiliani-Klinik

Die Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim führt qualitätsgeprüfte Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten mit neurologischen, orthopädischen sowie neuro-onkologischen Erkrankungen durch. Jährlich werden in der Klinik rund 4.000 Patienten auf höchstem medizinischen Niveau therapiert. Ein Behandlungsschwerpunkt ist die neurologische Frührehabilitation für neurologisch schwerstbetroffene Patienten. Seit 2006 ist die Klinik außerdem anerkanntes Multiple-Sklerose-Zentrum. www.dbkg.de/kiliani-klinik

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Zeitgemäße Gesundheitspolitik: Prävention und Rehabilitation im Fokus

Welche Rolle spielen Prävention und Rehabilitation für eine zeitgemäße Gesundheitspolitik? Das war das übergreifende Thema der Diskussion beim 10. Business-Dinner der Firma Softsolution anlässlich des Hauptstadt-Kongresses in Berlin im Juni 2018.

Podium (v.l.): Prof. Günter Neubauer, Klaus Schiewerling, Hubert Seiter, Dr. Wolfgang Gründinger, Klaus Kirschner, Dr. Uwe Preusker

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung im Hotel Adlon in Berlin gab es zwei Impulsreferate von Dr. Wolfgang Gründinger, Zukunftslobbyist und Generationen-Erklärer, und Karl Schiewerling, Vorsitzender der Rentenkommission der Bundesregierung. Die Leitung der Diskussion lag wieder in den bewährten Händen von Hubert Seiter, Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg a.D. Das Notos Trio umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Gründinger ist Sozialwissenschaftler und fragte – als Seiter ihn um die Teilnahme bat –, ob er der richtige sei, denn Gesundheits- und Rentenpolitik gehörten nicht zu seinen Schwerpunkten. Dem hielt Seiter entgegen, dass Gründinger in seinem Buch „Alte Säcke Politik“ ausgeführt habe, „die Politik investiere viel zu viel in uns Alte statt in Zukunftsthemen der Jungen“. DIE ZEIT habe Gründingers Rolle so beschrieben: „Sie haben keinen neuen Che Guevara, sie haben keinen neuen Rudi Dutschke …. die jungen Deutschen haben „nur“ Wolfgang Gründinger“.

Gründinger beantwortete die Frage „Was wissen wir über die Zukunft?“ mit dem Hinweis, wir könnten nichts über die Zukunft wissen, sondern nur aus der Vergangenheit Prognosen ableiten. Aber regelmäßig würden die Prognosen von Zukunftsforschern überholt, weil exponentielle und kulturelle Entwicklungen unterschätzt würden. So sei zwar der Fachkräftebedarf in der Pflege sehr hoch, aber die genaue Zahl sei von verschiedenen Faktoren abhängig. So seien strukturelle Brüche, wie z. B. die Wiedervereinigung, nicht voraussehbar gewesen; dasselbe gelte für die Kostenkalkulation in der Pflege oder die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen. Denn in beiden Bereichen seien zu viele verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, so dass immer nur Näherungswerte genannt werden könnten. Allerdings könne man einen Paradigmenwechsel heute schon beschreiben: Die Medizin des beginnenden 21. Jahrhunderts sei auf Heilung ausgerichtet, während es in der zweiten Hälfte um ein Upgraden der Gesundheit gehe. Der erste Ansatz sei egalitär, der zweite Ansatz elitär. Ob sich jedoch der zweite Ansatz durchsetzen werde, sei ungewiss.

Karl Schiewerling war zwölf Jahre bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und wurde von der jetzigen Bundesregierung zu einem der beiden Vorsitzenden der Rentenkommission berufen, die den Auftrag hat, bis März 2020 Vorschläge zu unterbreiten, wie das Rentensystem ab dem Jahr 2025 gestaltet werden soll. Ab diesem Zeitpunkt werden die sogenannten Babyboomer voll im Rentensystem angekommen sein. Schiewerling griff Gründingers Aussagen auf, indem er darauf hinwies, dass nicht wenige Prognosen der Wirtschaftswissenschaftler schnell überholt gewesen seien. So habe niemand den langen Aufschwung ab 2006 vorausgesagt. Welchen Einfluss der von US-Präsident Trump angezettelte Handelskrieg haben werde, sei völlig offen. Bei einer Reise in die USA seien die Meinungen von zwölf Professoren sowie von Verantwortlichen von Mc Kinzey zur Auswirkung der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt sehr unterschiedlich ausgefallen: Als wahrscheinlich gelte, dass im unteren Segment bei ungelernter Arbeit und im oberen Segment auf Vorstandsebene die geringsten Veränderungen einträten, während im mittleren Element bei den Facharbeitern die größten Veränderungen stattfänden. Bei Banken sei diese Entwicklung schon eingetreten. Insgesamt stochere man aber in der Arbeitswelt weitgehend im Nebel.

Schiewerling fragte, wie flexibel Kinder und Jugendliche sein müssten, um z. B. den Umgang mit Fake News zu lernen. Er mahnte in diesem Zusammenhang eine Neubestimmung des Investitionsbegriffs an: Während als Investitionen bisher nur Sachinvestitionen z. B. in Bauten bezeichnet werden, müsse man in dem neuen Begriff auch Investitionen in die Bildung von Kindern berücksichtigen, also „Investitionen in das Humankapital“, die heute noch als konsumtive Ausgaben gälten. Die Umsetzung des im vergangenen Jahr beschlossenen Flexirentengesetzes, das Prävention und Rehabilitation fördere, sei weitgehend offen. Es sei erforderlich, Rehabilitation und Prävention in die Familien-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik zu integrieren, damit wir z.B. die Frage beantworten können, was wir mit den „Abgehängten“ wie z. B. Kindern, deren Eltern und Großeltern bereits von Sozialhilfe gelebt haben, tun könnten.

In der anschließenden Diskussion ging es zunächst um die Umsetzung des Flexirentengesetzes. Seiter erinnerte an die Forderung nach einem „Umsetzungscontrolling“. Dazu wies Schiewerling darauf hin, dass – wie er am Beispiel seiner Ehefrau festgestellt habe – Arbeitgeber das Gesetz, das Teilrenten neben Arbeitsverdienst vorsieht, nicht kennten. Hier müsse über das Bundesarbeitsministerium Druck aufgebaut werden; auch mehr Informationen seien erforderlich.

Professor Dr. Günter Neubauer vom Institut für Gesundheitsökonomik forderte, ab 63 Jahren müsse jeder Anspruch auf Rehabilitation haben, ohne dass es dazu eines Antrages bedarf. Die Wahl der Reha-Einrichtung müsse frei sein. Einig war man sich darüber, dass in Deutschland noch viel zu tun sei, um den Präventionsgedanken zu verbreiten. Prävention darf nicht als Pflicht eingefordert werden, sondern der Gewinn an Lebensqualität und Lebensfreude ist hervorzuheben und entsprechend zu bewerben, betonte Prof. Neubauer.

Dr. Uwe Preusker, der in verschiedenen Funktionen im Gesundheitswesen tätig ist, berichtete aus seiner Wahlheimat Finnland, dass man dort auf Kosten des Arbeitgebers z.B. werktäglich eine Stunde schwimmen oder laufen könne. Generell sei Prävention so gestaltet, dass sie einfach in den Alltag der Menschen integriert werden könne. Systematische Verankerung von Prävention in der Bevölkerung brauche entsprechend systematische Anstrengungen über viele Jahre – davon sei man in Deutschland noch weit entfernt. Im Hinblick auf die noch unzureichende Umsetzung des Flexirentengesetzes in Deutschland merkte er an, dass dies aus seiner Sicht vor allem an mangelnder Information über die Möglichkeiten der Neuregelung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer liege. Einige Bestimmungen des Gesetzes seien aber auch „gelinde gesagt etwas weltfremd“.

Für Klaus Kirschner, der von 1976 bis 2005 dem Deutschen Bundestag angehört hatte, ist der Nutzen von Prävention und Rehabilitation durch wissenschaftliche Untersuchungen und die erlebte Praxis hinreichend belegt. Er wies auf eine parlamentarische Anfrage vom Juni dieses Jahres hin, in der die Bundesregierung erklärte, dass die aktuellsten Auswertungen für die Jahre 2013 bis 2015 belegten, dass nur 15 Prozent nach einer medizinischen Rehabilitation aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der weitaus größte Teil der pflichtversicherten Rehabilitanden und zwar 84 Prozent ist in den folgenden zwei Jahren weiterhin erwerbstätig und zahlt entweder lückenlos Beiträge (73 Prozent) oder mit Unterbrechungen (11 Prozent), was ein Beweis für die Effektivität der Reha sei.

Von verschiedenen anderen Teilnehmern der Diskussion wurde gefordert, den Zugang zur Rehabilitation zu erleichtern. Das Antragserfordernis müsse gelockert, der Genehmigungsvorbehalt abgeschafft werden. Es sei bei Krankenkassen z. B. absurd, dass durch die Ablehnung einer Anschlussheilbehandlung das Sechsfache des Beitrages für eine Akutbehandlung aufs Spiel gesetzt werde. Auch weitere Fragen wurden lebhaft erörtert. Dabei wurde festgestellt, dass es im Reha-Prozess an verschiedenen Stellen hake.

Abschließend ging es um die künftige Arbeit der Rentenkommission: Schiewerling hob zunächst hervor, dass mit seiner Vorsitzenden-Kollegin verabredet sei, dass die Vorsitzenden keine inhaltlichen Stellungnahmen abgäben. Allerdings vermute er, dass sich die Kommission auch mit Prävention und Rehabilitation befassen werde, weil sich die Demographie ändern werde: Während die Renteneintritte bis 2045 zunehmen würden, nähmen sie ab diesem Jahr ab, weil ab da die geburtsstarken Jahrgänge „durch das System gewandert“ seien. Er könne aus seiner Praxis als Mitglied der Vertreterversammlung der DRV Westfalen auch berichten, dass dort bei jedem Antrag auf Erwerbsminderungsrente zunächst geprüft werde, ob dem eine Rehabilitationsmaßnahme vorangegangen sei. Falls das nicht geschehen sei, würde dort zwingend eine Rehabilitation vorgeschaltet (oder künftig auch: eine Prävention nach dem Flexirentengesetz). Erst nach Beendigung der Maßnahme werde über den Rentenantrag entschieden. Klaus Kirschner meinte dazu: wenn die Rentenkommission künftig ein deutliches sozialpolitisches Signal für die Notwendigkeit der Reha nach dem Grundsatz „Reha vor Erwerbsminderungsrente“ formulieren würde, wäre das ein großer Fortschritt.

Zur Arbeit der Rentenkommission im Allgemeinen sagte Schiewerling, Anregungen und Stellungnahmen an die Kommission seien ausdrücklich erwünscht. Die Kommission habe eine Geschäftsstelle mit 6 oder 7 Mitarbeitern, die jede Anregung prüfen und beantworten würden; nichts gehe unter. Die Kommission plane Anhörungen: So sei z. B. ein Austausch mit der jüngeren Generation ebenso vorgesehen und bereits terminiert wie der mit Vertretern der älteren Generation. Die Kommission habe einen intensiven Generationendialog eingeplant.

Thomas Bublitz, Leni Breymaier (MdB)

Thomas Bublitz,  der seit 2004 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) ist, gab in der offenen Diskussion eine kritische Bewertung des FlexiG, des BTHG aber auch des aktuell sehr schleppend angelaufenen Modellprojekts „1 Mrd für Prävention und Reha“. Aus seiner Sicht ist es noch immer nicht gelungen, einen bedarfsgerechten Zugang zur Reha in der Rentenversicherung sicherzustellen. Jeder 2. EM-Rentner hat keine Reha erhalten. Statt dies verwaltungsseitig zu ändern, werde der nötige Tatendrang in andere Projekte, wie die Prävention geleitet.

Insgesamt lässt sich die Diskussion so zusammenfassen, dass

  • Prävention und Rehabilitation verstärkt in der Bevölkerung verankert werden müssen,
  • Zugangshindernisse für die Rehabilitation beseitigt werden müssen,
  • das Flexirentengesetz verstärkt umgesetzt werden muss und
  • damit der sektorenübergreifende Ansatz „Prävention und Reha vor Frühberentung und
  • Pflege“ realisiert werden muss.

 

 

 

Verfasser: Staatssekretär a. D. Neithart Neitzel

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