Redaktion RehaNews24.de

 

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen legt aktualisierte Studiengangsliste der Psychologie vor

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) überprüft seit 2008 alle in Deutschland angebotenen Psychologie-Studiengänge. Unter anderem werden die Gesamtmenge an psychologischen Lehrinhalten und der Einschluss der Kernfächer berücksichtigt. Bei der Beurteilung orientiert sich der BDP an den Kriterien des European Certificate in Psychology (EuroPsy), die von der Europäischen Vereinigung der Psychologenverbände getragen werden.
„Die weiter wachsende Zahl von Studienangeboten privater und staatlicher Hochschulen erschwert zunehmend die Orientierung für Studierende der Psychologie. Mit unserer Studiengangsliste wollen wir die Entscheidungsfindung für ein grundständiges Psychologiestudium erleichtern. Außerdem gewährleisten wir durch die Beurteilung anhand der Kriterien des EuroPsy die Vergleichbarkeit auf europäischer Ebene“, erklärt BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer.
Die anerkannten Studiengänge bilden die Grundlage für eine Aufnahme in den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP). Eine aktualisierte Studiengangsliste liegt ab sofort zum kostenfreien Download vor: www.bdp-verband.de/beruf/ba-ma/

Weiterführende Informationen:
Zur Liste der anerkannten Bachelor- und Masterstudiengänge: www.bdp-verband.de/beruf/ba-ma/
Zu den Kriterien des EuroPsy: www.europsy.de
Zu den berufsethischen Richtlinien des BDP: www.bdp-verband.de/bdp/verband/ethik.shtml

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2018/PM_08-18.pdf

Philipp Kardinahl, Pressereferent des BDP
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
Fax: 030 – 209 166 77 620
presse@bdp-verband.de

 

Quelle: https://www.bdp-verband.de/bdp/presse/2018/08_studiengangsliste.html, 13.06.2018

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Hauptstadtkongress zeigt: Digitalisierung ist Chefsache geworden

Berlin, 08.06.2018 – Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten Branchenveranstaltung zusammengekommen, um sich zu  gesundheitspolitischen Fragen auszutauschen. Das Leitthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress lautete “Digitalisierung und vernetzte Gesundheit”.

Bereits der völlig überfüllte Saal bei der Eröffnungsveranstaltung zeigte, dass die digitale Revolution das Gesundheitswesen endgültig erreicht hat. Zu viele Besucher begehrten Einlass zum Kongressauftakt unter dem Titel “Digitalisierung – Visionen für die Gesundheitsversorgung”, Hunderte konnten schließlich nur an den überall im Berliner CityCube verteilten Bildschirmen zuschauen.

In seiner Eröffnungsrede wies Bundesgesundheitsminister Jens Spahn darauf hin, dass eHealth weltweit auf einem unaufhaltsamen Vormarsch sei. „Die Angebote sind da oder kommen: Amazon, Google, Dr. Ed“, sagte Spahn und fügte hinzu: „Es ist die Frage: Gestalten wir das oder kommt das von außen?“ Spahn hob hervor, dass mittlerweile weniger die technischen Möglichkeiten noch ein Problem seien, sondern vor allem die Regulierung und Finanzierung neuer digitaler Medizin im deutschen Gesundheitswesen. In einer Videobotschaft kritisierte auch SAP-Gründer Hasso Plattner, dass die scharfen gesetzlichen Regelungen in Deutschland „den Einsatz digitaler Innovationen hemmen“.

Eine der spektakulärsten Präsentationen war die eines Roboterarmes durch Prof. Dr. Sami Haddadin, einen weltweit führenden Robotikspezialisten und Gewinner des Deutschen Zukunftspreises. Haddadin zeigte, wie ein solcher Arm krankengymnastische Übungen zunächst mittels entsprechender Bewegung durch einen Therapeuten beigebracht bekommt und dann mit dem Patienten selbstständig durchführt. Der Roboter ist dabei in der Lage, rücksichtsvoll auf Berührungen von Menschen zu reagieren und gegebenenfalls auch nachzugeben. Haddadin führte auch vor, dass der Roboter dabei sensibel genug reagiert, um eine Gesichtsrasur mit einem elektrischen Rasierapparat ausführen zu können. Ziel von Haddadins Entwicklungsarbeit ist, dass solche Roboter in nächster Zeit zu Preisen angeboten werden können, die eine Nutzung jedermann ermöglichen.

Während des gesamten Kongresses waren Veranstaltungen zu den Themenbereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning und Big Data sehr gut besucht. Dabei ging es beispielsweise um die Frage, ob zur Finanzierung digitaler Versorgungsleistungen neben den Budgets für den stationären und den ambulanten Sektor noch ein eigenes Digitalbudget erforderlich ist, wie Experten fordern. Es war auch Thema, wie die Digitalisierung den Praxisalltag niedergelassener Ärzte verändert und verändern wird. Ebenso waren neue, digitale Recruiting-Methoden zur Gewinnung von Arbeitskräften in den Mangelberufen der Pflege und bei Ärzten Gegenstand einer Session.

Selbst der Krankenhaus Rating Report 2018, der auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit präsentiert wurde, kam an der Digitalisierung nicht vorbei: Zwar geht es den deutschen Krankenhäuser im Durchschnitt wirtschaftlich deutlich besser als in den Vorjahren. Der Fachkräftemangel wird aber mehr und mehr zu einem Risiko für die Versorgung. “Arbeitssparende technische Innovationen werden immer wichtiger, um Ärzte und Pflegepersonal zu entlasten”, erklärte Prof. Dr. Boris Augurzky das Ergebnis seiner Untersuchung, nach der bei gleichen Rahmenbedingungen wie heute bis 2025 voraussichtlich zusätzlich 80.000 Vollkräfte in den medizinischen Diensten der Krankenhäuser und weitere 80.000 Pflegefachkräfte in der Altenpflege benötigt werden.

Wie immer widmete sich der Hauptstadtkongress aber auch in diesem Jahr der gesamten Bandbreite gesundheitspolitischer Themen. Vor allem bot er drei Monate nach der langwierigen Regierungsbildung Gelegenheit, neue Ideen zu diskutieren und neue Gesichter in der Gesundheitspolitik kennenzulernen.

In einer Diskussionsrunde der gesundheitspolitischen Sprecher aller sechs Bundestagsfraktionen verteidigte Sabine Dittmar von der SPD das Sofortprogramm der Bundesregierung für die Pflege, das die Finanzierung von 13.000 zusätzlichen Stellen in der Pflege vorsieht. Sie räumte allerdings vor dem Hintergrund des herrschenden Fachkräftemangels ein: “Mir ist klar, dass eine finanzierte Stelle noch keine besetzte Stelle ist.”

Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses zeigte sich angesichts der vom Bundesverfassungsgericht angestoßenen Debatte um die demokratische Legitimation des Gremiums offen dafür, neben Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern weitere Akteure einzubinden. “Man muss darüber diskutieren, ob die Zusammensetzung des G-BA noch zeitgemäß ist”, so Josef Hecken auf dem Hauptstadtkongress. In einer anderen Veranstaltung wurde die Konstruktion des G-BA und der Gemeinsamen Selbstverwaltung noch grundsätzlicher in Frage gestellt. Prof. Dr. Reinhard Busse von der TU Berlin formulierte seine Kritik so: “Die begrenzte staatliche Kontrolle über das Gesundheitssystem führt dazu, dass der Gesetzgeber die gleichen Akteure mit Lösungen von Problemen beauftragt, welche sie selbst überhaupt erst geschaffen haben.”

Intensiv diskutiert wurden auch die Pläne der Bundesregierung für ein GKV-Versicherten-Entlastungsgesetz, die ein Abschmelzen der finanziellen Rücklagen bei den Kassen vorsehen. Aus Sicht der Vorstandsvorsitzenden des Verbands der Ersatzkassen ist dies nur möglich, wenn zuvor der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich reformiert wird. Ulrike Elsner: “Unter den bestehenden Morbi-RSA-Bedingungen würden sich damit die ohnehin schon massiven Wettbewerbsverzerrungen in der GKV weiter verstärken. Denn Fehlstellungen im Morbi-RSA sind der Grund dafür, dass die Finanzreserven der Kassen heute sehr unterschiedlich verteilt sind.” Prof. Dr. Jürgen Wasem vom Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt legte auf dem Hauptstadtkongress dar, dass beim Morbi-RSA – anstatt nur 80 Krankheiten zu berücksichtigen – ein Vollmodell Grundlage sein sollte.

Auch im Hinblick auf die Zahl der Vorträge war der 21. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit eine Veranstaltung der Superlative: In mehr als 150 Einzelveranstaltungen traten rund 600 Referentinnen und Referenten auf.

Der Hauptstadtkongress 2019 findet vom 21. bis 23. Mai 2019 im Berliner CityCube statt.

Quelle: https://www.hauptstadtkongress.de/medien.html, 08.06.2018

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Kostenfreie & berufsbegleitende Weiterbildung „Psychologische Basiskompetenzen für soziale Berufe“

Gemeinsam mit der Historisch Ökologischen Bildungsstätte Emsland in Papenburg e. V. (HÖB) und dem Ludwig-Windthorst-Haus Lingen (LWH) hat der Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie der Universität Vechta eine innovative Weiterbildung konzipiert: „Psychologische Basiskompetenzen für soziale Berufe“ richtet sich an Mitarbeiter_innen sozialer Berufe und vermittelt psychologische Basiskompetenzen für professionelles Handeln in pädagogischen Kontexten. Angesprochen sind beispielsweise Mitarbeiter_innen pädagogischer, pflegerischer und sozialer Berufe.

Die Weiterbildung wird in einer Kombination aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen durchgeführt, dauert 14 Monate und startet im September 2018. Sie hat einen Umfang von sechs Präsenzblöcken in Lingen bzw. Papenburg (jeweils Donnerstag bis Samstag) mit dazwischen liegenden Onlinephasen und schließt mit einem Zertifikat ab. Die erworbenen Leistungspunkte können mit bestandener Abschlussprüfung auch auf ein nachfolgendes Bachelor-Studium an der Universität Vechta angerechnet werden.

Für Teilnehmer_innen ist die Weiterbildung inklusive Verpflegung und Übernachtung komplett kostenfrei, da die Kooperation der beteiligten Einrichtungen im ESF-Programm „Öffnung von Hochschulen“ von der Europäischen Union gefördert wird.

Die Weiterbildung beginnt mit einem einführenden Präsenzseminar. Im zweiten Modul erhalten die Teilnehmer_innen einen grundlegenden Einblick in die Arbeitsfelder der Psychologie mit ihren unterschiedlichen Menschenbildern und Forschungsansätzen. In den folgenden Modulen werden ausgewählte Inhalte der Entwicklungs-, Lern-, Persönlichkeits- und Sozialpsychologie behandelt, die zur Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens wesentlich beitragen und für die Arbeit in sozialen Berufen hilfreich sind.

Am Mittwoch, den 20. Juni 2018, bietet die Universität Vechta eine Informationsveranstaltung zur Weiterbildung an. Beginn ist um 17.00 Uhr. Um eine Anmeldung bei Dr.in Karin Siebertz-Reckzeh (karin.siebertz@uni-vechta.de) wird gebeten.

Weitere Informationen: https://www.uni-vechta.de/paedagogische-psychologie/forschung/psychologische-bas…

 

Quelle: https://idw-online.de/de/news697359, 12.06.2018

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Fresenius überträgt stationäres Reha-Geschäft von Fresenius Helios auf Fresenius Vamed

(PresseBox) (Bad Homburg , 06.06.2018) Fresenius ordnet das stationäre Reha-Geschäft im Konzern neu und schafft damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum von Fresenius Helios und Fresenius Vamed. Zum 1. Juli 2018 werden 38 Gesundheitseinrichtungen und 13 Service-Gesellschaften in Deutschland mit Schwerpunkt auf stationärer Rehabilitation und Pflege von Fresenius Helios auf Fresenius Vamed übertragen. Damit stärkt Fresenius Vamed seine Position als ein führender Anbieter der Post-Akutversorgung in Europa. Fresenius Helios konzentriert sich künftig noch stärker auf das Akut-Klinikgeschäft und dessen weitere Internationalisierung.

Das Transaktionsvolumen beträgt 485 Mio €, inklusive der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 15 Mio €. Die Finanzierung erfolgt konzernintern. Das zu übertragende stationäre Reha-Geschäft wird im Jahr 2018 voraussichtlich einen Umsatz von rund 460 Mio € und einen EBIT von rund 37 Mio € erzielen.

Im Zuge der Transaktion übernimmt Fresenius Vamed auch die rund 7.700 Mitarbeiter dieses Bereichs.

Mit Blick auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen werden die beiden Unternehmensbereiche ihre in Deutschland und Spanien bereits erfolgreich erprobte Kooperation weiter intensivieren.

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Die Reha ist und bleibt für Fresenius ein wichtiger Teil der Behandlung unserer Patienten. Unsere große Kompetenz auf diesem Gebiet bündeln wir nun bei Fresenius Vamed und schaffen so die Plattform für weiteres internationales Wachstum. Gleichzeitig schärfen wir das Wachstumsprofil von Fresenius Helios mit einer noch klareren Ausrichtung auf die Akutversorgung von Patienten. Und darüber hinaus ebnen wir den Weg für eine intensivere Zusammenarbeit beider Unternehmensbereiche zum Wohle unserer Patienten.“

Fresenius Vamed ist bereits heute ein führender Reha-Anbieter in Österreich, der Schweiz und Tschechien und ist seit 2017 auch in Großbritannien in diesem Bereich aktiv. Künftig verfügt Fresenius Vamed über insgesamt 63 stationäre Gesundheitseinrichtungen in fünf europäischen Märkten.

Fresenius Helios bleibt auch nach der Übertragung des stationären Reha-Geschäfts auf Fresenius Vamed der größte private Krankenhausbetreiber Europas mit insgesamt 137 Krankenhäusern und rund 100.000 Mitarbeitern in Deutschland und Spanien. Zum strategischen Fokus gehören auch weiterhin neben Akut-Kliniken die akut-nahe ambulante Versorgung inklusive Prävention sowie die nicht-stationäre Nachsorge.

Infolge der Übertragung passt Fresenius den Ausblick für Fresenius Helios und Fresenius Vamed für das laufende Geschäftsjahr an. Fresenius Helios erwartet nun ein EBIT-Wachstum von 5 bis 8 %1 (zuvor 7 bis 10 %). Der Ausblick für das organische Umsatzwachstum von 3 bis 6 % wird bestätigt. Fresenius Vamed erwartet nun ein EBIT-Wachstum von 32 bis 37 %1 (zuvor 5 bis 10 %). Der Ausblick für das organische Umsatzwachstum von 5 bis 10 % wird bestätigt.

Die Transaktion hat im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Effekte auf die Kennzahlen des Fresenius-Konzerns. Entsprechend wird der Ausblick2 bestätigt. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um 5 bis 8 %3 steigen, das Konzernergebnis4,5 währungsbereinigt um 6 bis 9 %. Exklusive der Kosten für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts soll das Konzernergebnis4,6 währungsbereinigt um rund 10 bis 13 % steigen.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechts-streitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

1 Erwarteter EBIT des stationären Reha-Geschäfts im 2. HJ 2018: ~20 Mio €
2 Ohne Effekte aus Akorn, NxStage und Sound Physicians Transaktionen
3 Basis 2017 adjustiert um IFRS 15 Einführung (-486 Mio € bei Fresenius Medical Care)
4 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
5 Basis 2017: 1.816 Mio €; 2018 vor Sondereinflüssen (transaktionsbezogene Effekte); inklusive Kosten für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts (43 Mio € nach Steuern in 2017 und ~120 Mio € nach Steuern in 2018)
6 Basis 2017: 1.859 Mio €; 2018 vor Sondereinflüssen (transaktionsbezogene Effekte)

Fresenius AG (SE)
Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 33,9 Milliarden Euro. Zum 31. März 2018 betrug die Anzahl der Mitarbeiter weltweit 275.674.

Weitere Informationen im Internet unter www.fresenius.de.

Quelle: https://www.pressebox.de/inaktiv/fresenius-ag-se/Fresenius-uebertraegt-stationaeres-Reha-Geschaeft-von-Fresenius-Helios-auf-Fresenius-Vamed/boxid/908747, 06.06.2018

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Neue Verwaltungsdirektorin in der Dr. Becker Klinik Möhnesee

Franziska Lea Reitspieß
Foto: Dr. Becker Klinik Möhnesee

Franziska Lea Reitspieß, 30, ist neue Verwaltungsdirektorin der Dr. Becker Klinik Möhnesee. Die Nachfolgerin von Lars Vornheder hat die Leitung der Körbecker Rehaeinrichtung zum 1. Juni übernommen.

Möhnesee. „Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist ein ganz besonderes Haus, das den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spürbar am Herzen liegt“, sagt Franziska Lea Reitspieß. „Hier herrscht ein familiäres, respektvolles Miteinander mit klaren Strukturen. Das hat mir den Einstieg enorm erleichtert und ich freue mich, künftig mit einem so tollen Team zu arbeiten.“
Seit Juni ist die 30-Jährige neue Verwaltungsdirektorin der Dr. Becker Klinik Möhnesee. Reitspieß tritt die Nachfolge von Lars Vornheder an, der die Körbecker Rehaeinrichtung rund sechs Jahre lang geleitet hatte. Reitspieß ist bereits seit 2015 im Unternehmen tätig. 2016 leitete sie unter anderem kommissarisch das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen in Bad Essen. Zuletzt war sie als Projektmanagerin in der Kölner Hauptverwaltung des Unternehmens beschäftigt.
„Wir freuen uns, dass wir Frau Reitspieß als Verwaltungsdirektorin für die Dr. Becker Klinik Möhnesee gewinnen konnten“, sagt Geschäftsführer Tobias Hummel. „Sie kennt das Unternehmen und die internen Abläufe gut. Das sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.“
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psychokardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter: www.dbkg.de/klinik-moehnesee
Quelle: https://www.dbkg.de/downloads/pdf/dr_becker_klinik_moehnesee_reitspiess_vwd_pm.pdf, 11.06.2018

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Der kranke Mensch und die moderne Medizin

Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik und seit vier Jahren Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. © Universitätsklinikum Heidelberg

Magersucht, chronische Schmerzen, Depression und Ängste – Wo steht die Medizin bei der Behandlung psychosomatischer Beschwerden? / Symposium zur Verabschiedung von Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik Heidelberg am 15. Juni 2018 / Journalisten sind herzlich eingeladen, Professor Herzog steht im Vorfeld für Interviews zur Verfügung

„Eine Erkrankung betrifft immer beides – Körper und Geist. In der Behandlung müssen wir Ärzte daher den gesamten Menschen im Blick behalten“, fordert Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik und seit vier Jahren Dekan der Medizinischen Fakultät. Er wird im Oktober nach 20 Jahren als Ärztlicher Direktor in den Ruhestand verabschiedet, am 15. Juni 2018 findet ein großes Symposium zu seinen Ehren statt. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter beleuchten in „Tandem-Vorträgen“ aktuelle Entwicklungen in der Psychosomatik in Deutschland sowie am Universitätsklinikum Heidelberg. Themen sind unter anderem der Umgang mit Körperbeschwerden wie z.B. chronischer Schmerzen ohne organische Ursache, das in Heidelberg erfolgreich praktizierte „Dreistufenmodell der Psychosomatik“, die Rolle der Arzt-Patienten-Kommunikation und der Psychotherapie bei der Behandlung psychosomatischer Beschwerden sowie die Therapie der Essstörungen.

Die Veranstaltung findet in der Alten Aula der Universität Heidelberg, Grabengasse 1, statt. Journalisten sind herzlich eingeladen, Professor Herzog steht im Vorfeld gerne für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@med.uni-heidelberg.de, Tel.: 06221 / 56 4537.

Neue ambulante Therapiekonzepte bei Magersucht

Die Behandlung der Essstörungen wie beispielsweise der Magersucht ist eines von Professor Herzogs langjährigen wissenschaftlichen Schwerpunktthemen. Die psychisch bedingte Erkrankung Anorexia nervosa, die mit ausgeprägter Mangelernährung und einem gestörten Körpergefühl einhergeht, ist zwar selten – ca. 0,5 Prozent der Frauen in Deutschland sind betroffen, Männer deutlich seltener -, kann aber extrem gefährlich sein: „Magersucht ist die häufigste Todesursache junger Frauen. Trotz Behandlung kommt es bei 20 bis 30 Prozent zu einem schweren und chronischen Verlauf; rund 15 Prozent sterben daran“, erklärt Herzog. Gerade diese schwer betroffenen Patientinnen sind bei ihm und seinem Team meist stationär in Behandlung, denn am Universitätsklinikum ist im Notfall die Intensivstation in Reichweite.

„Essstörungen zwischen Lifestyle und Intensivstation“ lautet denn auch der Titel des Symposiums-Vortrags von Professor Dr. Stephan Zipfel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tübingen, und Professor Dr. Beate Wild, Leiterin Sektion Psychosomatische Interventions- und Prozessforschung am Universitätsklinikum Heidelberg. Sie werden neben Ursachen und Auslösern der Essstörungen auch auf neue Therapiekonzepte wie z.B. die weltweit größte ambulante Psychotherapiestudie bei Magersucht eingehen, die aus Tübingen und Heidelberg koordiniert wurde.

Psychosomatische Beschwerden werden immer häufiger diagnostiziert

Überlastung, beruflicher und privater Stress sowie Depressionen können die Gesundheit stark beeinträchtigen. Die Symptome reichen von chronischen Verdauungsproblemen, über schwer zu behandelnde chronische Schmerzen bis hin zur Verschlechterung von bestehenden Herzproblemen wie der Koronaren Herzkrankheit. „Es wird in Zukunft immer wichtiger werden, auf diese psychosomatischen Körperbeschwerden eine passende therapeutische Antwort zu finden, denn die Anzahl der Betroffenen nimmt stetig zu“, erläutert Professor Herzog. Allein im Zeitraum 2012 bis 2016 stieg die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund von Überlastung und Erschöpfung um 50 Prozent, in den letzten 20 Jahren wurden 2,5 Mal mehr psychosomatische Erkrankungen diagnostiziert als zuvor. „Die große Rolle der Psyche bei vielen Erkrankungen muss viel häufiger mit bedacht werden, denn die Symptome allein sind schwer oder gar nicht zu behandeln“, so der Internist und Psychosomatiker. Den Körperbeschwerden in Psychosomatik und Allgemeinmedizin ist ein Symposiumsbeitrag gewidmet.

Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele gibt es auch in umgekehrter Richtung, wenn z.B. ein Herzinfarkt oder eine Krebsdiagnose Depressionen und Angststörungen hervorrufen. Auch hier ist Sensibilität und Empathie der behandelnden Ärzte gefragt. „In den letzten Jahren hat die psychosomatische Mitbehandlung in der Hochleistungsmedizin an Bedeutung gewonnen, psychoonkologische Dienste greifen Krebspatienten in vielfacher Weise unter die Arme. Letztlich braucht aber jeder Arzt einen psychosomatischen Blick auf seine Patienten“, so Herzog.

Geschichte der Psychosomatik in Deutschland

Die Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg hat eine lange Tradition: Sie wurde durch renommierte Ärzte wie Ludolf Krehl (1861-1937) und Viktor von Weizsäcker (1886-1957) geprägt, die gleichzeitig als die Begründer der integrierten Psychosomatischen Medizin in Deutschland gelten. Ludolf Krehl, nach dem heute die Medizinische Klinik benannt ist, forderte als einer der ersten Mediziner, den kranken Menschen als ganze Persönlichkeit mit Körper, Geist und Seele zu therapieren: „Wir behandeln keine Krankheiten, sondern kranke Menschen“. Die Psychosomatische Klinik der Universität Heidelberg, älteste Klinik dieser Fachrichtung in Deutschland, wurde 1950 vom Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich gegründet. Heidelberger Ärzte entwickelten einen großen Teil der heute gebräuchlichen Standards in der stationären Psychotherapie und der Behandlungsrichtlinien vieler psychosomatischer Krankheitsbilder.

Als einzige Psychosomatische Abteilung in Deutschland ist die „Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin“ gleichzeitig in eine Internistische Medizinische Klinik und in ein Zentrum für Psychosoziale Medizin integriert. Bei diesem „Drei-Stufen-Modell der Psychosomatik“ wird – je nach Beschwerdebild des Patienten – auf der allgemein-internistischen Station, auf der internistisch-psychosomatischen Station oder auf den beiden spezialisierten Psychosomatik- und Psychotherapiestationen behandelt.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg: Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit fast 2.000 Betten werden jährlich rund 65.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg etabliert, das führende onkologische Spitzenzentrum in Deutschland. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.700 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Weitere Informationen:

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/VK/2018/2_Apr_Jun/1…
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.1088.0.html
http://www.klinikum-heidelberg.de

 

Quelle: https://idw-online.de/de/news697178, 08.06.2018

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Neue Europäischen Leitlinien für Bluthochdruck: Was ändert sich?

Auf dem Kongress der „European Society of Hypertension“ (ESH) wurden am vergangenen Wochenende in Barcelona die neuen europäischen Leitlinien für die Behandlung von Bluthochdruck vorgestellt. Die ESH/ESC-Leitlinie hält an der Definition von Bluthochdruck von ≥140/90 mm Hg fest und setzt verstärkt auf Prävention und Früherkennung: Menschen mit optimalen Blutdruckwerten unter 120/80 mm Hg sollen sich alle 5 Jahre eine Blutdruck-Screening-Messung unterziehen, Erwachsene mit hochnormalen Blutdruckwerten (130-139/85-89 mm Hg) mindestens jährlich. Die Therapietreue soll durch den Einsatz von Fixdosis-Kombinationen verbessert werden.

Auf dem Kongress der „European Society of Hypertension“ (ESH) wurden erstmals die neuen Europäischen Leitlinien für die Behandlung von Bluthochdruck präsentiert, die zusammen von der ESH und der „European Society of Cardiology“ (ESC) erstellt wurden und deren Publikation im August erwartet wird [1]. Die neuen Leitlinien halten nach wie vor an der bestehenden Krankheitsdefinition von ≥140/90 mm Hg fest, empfehlen aber, eine Senkung in den Normalbereich (<130/80 mm Hg) anzustreben.

Professor Dr. med. Peter Trenkwalder, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention kommentiert: „Die US-Leitlinien definieren Bluthochdruck bereits ab Werten ≥130/80 mm Hg, der Grenzwert wurde 2017 u.a. als Reaktion auf die SPRINT-Studie [2] abgesenkt. Die europäische Leitlinienkommission hingegen sah für eine solche Empfehlung keine ausreichende Evidenz. Die neue Leitlinie sieht weiterhin vor, die Mehrzahl der Hypertoniker erst ab einem Blutdruck von 140/90 mm Hg medikamentös zu behandeln.“ Wie die vorherige Leitlinie differenziert sie zwischen einem optimalen Blutdruckbereich (<120/80 mm Hg), einem normalen (120-129/80-84 mm Hg) und einem hochnormalen (130-139/85-89 mm Hg). Erst darüber liegende Werte werden als krankhaft eingestuft und sollten medikamentös behandelt werden, wenn eine Lebensstiländerung, die bereits Patienten mit hochnormalen Werten empfohlen wird, keine Erfolge gezeigt hat.

„Generell gilt aber: Bluthochdruck ist ein komplexes Erkrankungsbild und die moderne Bluthochdrucktherapie sollte individualisiert erfolgen, die Leitlinien setzen lediglich den groben Rahmen“, erklärt Professor Krämer, Präsident der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. „Primäres Ziel muss ein, alle Hypertoniker erfolgreich unter diesen Wert von 140/90 mm Hg, nach Möglichkeit aber in den Normalbereich (<130/80 mm Hg) zu bringen. Doch derzeit ist die Hälfte aller Menschen mit Bluthochdruck nicht bzw. nicht erfolgreich behandelt“, so der Experte. Die Gründe dafür liegen in einer mangelnden Therapietreue der Patienten und in einer immer noch bestehenden Dunkelziffer der Erkrankung.

Diese beiden Probleme adressiert die neue Leitlinie, was die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention ausdrücklich begrüßt. Zum einen empfiehlt sie, dass normotensive Erwachsene mit optimalen Blutdruckwerten unter 120/80 mmHg alle 5 Jahre eine Blutdruck-Screening-Messung erhalten und Erwachsene mit hochnormalen Blutdruckwerten (130-139/85-89 mmHg) mindestens jährlich. Um die Therapietreue zu stärken, empfiehlt sie den Einsatz von Fixdosis-Kombinationen (im engl. „single pill combinations“ = SPC; 2-3 blutdrucksenkende Substanzen in einer einzigen Tablette) – es ist bekannt, dass die Therapietreue nachlässt, je mehr verschiedene Tabletten die Patienten einnehmen müssen. Entsprechend hat sich auch ein Paradigmenwechsel in der Therapie ergeben: „Die medikamentöse Therapie soll nun primär als 2-fach-Kombinationstherapie aus ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) und Kalziumantagonist oder Thiaziddiuretikum erfolgen, die Monotherapie hat als Erstlinientherapie ausgedient“, kommentiert Professor Krämer.

Literatur
[1] Williams B., Mancia G. et al. 2018 Guidelines of the ESC/ESH in press Eur Heart J / J Hypertens
[2] Wright JT, Jr., Williamson JD, Whelton PK et al. A Randomized Trial of Intensive versus Standard Blood-Pressure Control. N Engl J Med 2015; 373: 2103-2116.

Kontakt/Pressestelle
Dr. Bettina Albers
albers@albersconcept.de
Telefon: 03643/ 776423
Mobile: 0174/ 2165629

Weitere Informationen:
https://www.hochdruckliga.de/

https://idw-online.de/de/news697323, 11.06.2018

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Online-Vortrag: Gesundheitsbotschaften richtig verpacken

Menschen über drohende Gesundheitsgefahren aufzuklären oder sie zu einem gesundheitsbewussteren Verhalten zu motivieren, das sollte eigentlich nicht allzu schwer sein – ist es aber! Prof. Dr. Matthias R. Hastall, Experte für Gesundheitskommunikation, referiert am 19. Juli 2018 von 18:00 bis etwa 19:30 Uhr über Missverständnisse, Herausforderungen und Strategien in diesem Bereich.

Immer die richtigen Worte zu finden, ist nicht leicht: Diese verbreitete zwischenmenschliche Problematik macht sich auch in Arzt-Patienten-Gesprächen bemerkbar. Es drohen gesundheitliche Beschwerden? Es wäre gesünder, ein wenig Sport zu treiben, Gewicht zu verlieren oder das Stresslevel zu reduzieren? Was – eigentlich – vernünftig und sinnvoll klingt, stößt in der Praxis oft auf ungeahnte Widerstände und Probleme bei den Empfängern dieser wohlmeinenden medizinischen Ratschläge. Die Ressentiments können durchaus bis hin zu Bumerangeffekten reichen, bei denen am Ende das Gegenteil vom angestrebten Ziel erreicht wird.
In seinem Online-Vortrag mit dem Titel „Gesundheitsbotschaften richtig verpacken: Missverständnisse, Herausforderungen und erfolgversprechende Strategien“ gibt Prof. Dr. Matthias R. Hastall zunächst einen Überblick über häufige Missverständnisse und typische Herausforderungen in der Gesundheitskommunikation. Im Anschluss stellt er bewährte Strategien zur Konzeption effektiver Gesundheitsbotschaften vor.
Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Rechtswissenschaft an der TU Dresden promovierte Prof. Dr. Matthias R. Hastall an der Universität Erfurt. Seit Oktober 2016 ist er Professor für Qualitative Forschungsmethoden und Strategische Kommunikation für Gesundheit, Inklusion und Teilhabe an der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund mit den Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten Gesundheitskommunikation, Anti-Stigma- und Teilhabekommunikation, Rezeptions- und Wirkungsforschung.

Zur Teilnahme am Online-Vortrag benötigen Interessierte einen Computer mit Internetzugang und Audioausgabe. Mit der Anmeldung bis 18.07.2018 per E-Mail an studienorganisation(at)apollon-hochschule(dot)de erhalten externe Teilnehmer die Zugangsdaten zum virtuellen Vortragsraum. Der Einlass ist ab 17:30 Uhr für einen Technikcheck möglich. Studierende der APOLLON Hochschule entnehmen die Anmeldungsmöglichkeiten und Zugangsdaten den Informationen auf dem Online-Campus.

Weitere Informationen:
https://www.apollon-hochschule.de/

 

Quelle: https://idw-online.de/de/news697183, 08.06.2018

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SUMMER SCHOOL Neurorehabilitation 2018

Ein Neurorehabilitation-Update in 3 Tagen. Dicht gepackt und trotzdem aufgelockert – eine gute Gelegenheit, klinische Praxis in der Neurorehabilitation im Überblick und „brandaktuell“ kennen zu lernen.

Die Greifswalder Summer School Neurorehabilitation ist ein guter Start für Personen, die noch nicht lange in der Neurorehabilitation tätig sind, und ideal für alle, die ihre Erfahrungen mit dem aktuellen Stand der klinischen Wissenschaft abgleichen wollen: Motorik, Spastik, Schlucken, Sprache, visuelle Wahrnehmung, Kognition und Emotion werden thematisiert, aber auch allgemeinere Aspekte wie ICF und Zielorientierung in der Neurorehabilitation. Spezialthemen wie schwere Bewusstseinsstörung, Weaning, medikamentöse Untersützung der Funktionserholung und Cochrane-Evidenz für die Neurorehabilitation runden das Programm ab.
Greifswald und seine Umgebung mit den beiden Ostseeinseln Usedom und Rügenin unmittelbarer Nähe laden Teilnehmer mit weiterem Anfahrtsweg auch ein, diese Umgebung zu erkunden und vor oder nach der Summer School zu genießen.

Wissenschaftliche Leitung und Veranstalter:
Professor Dr. med. Thomas Platz, BDH-Klinik Greifswald gGmbH Zentrum für NeuroRehabilitation . Beatmungs- und Intensivmedizin . Querschnittgelähmtenzentrum An-Institut der Universität Greifswald

Information: Rebecca Herda M. A.
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Tagungsbüro
Telefon +49 (0) 3834 420-5021, Telefax +49 (0) 3834 420-5005
rebecca.herda(at)wiko-greifswald(dot)de

Anmeldegebühren: Um die anfallenden Kosten zu decken, erhebt der Veranstalter einen Beitrag.Bitte überweisen Sie die Anmeldegebühren bis zum Anmeldeschluss auf das folgende Konto:
Kontoinhaber: Universitätsmedizin Greifswald
Kreditinstitut: Deutsche Bundesbank Rostock
IBAN: DE43130000000013001530
SWIFT: MARKDEF1130
Verwendungszweck: D8 9950 0002 + Name des Teilnehmers (bitte zwingend angeben)

Anmeldegebühren:
Fachärzte auswärts: 250 Euro
Fachärzte aus Greifswald: 200 Euro
Ärzte in Weiterbildung, Therapeuten, in Pflegeberufen Tätige und Studierende auswärts: 150 Euro
Ärzte in Weiterbildung, Therapeuten, in Pflegeberufen Tätige aus Greifswald: 100 Euro
Studierende der Universität Greifswald: Teilnahme frei
Die Zertifizierung der SSNR ist durch die Ärztekammer genehmigt.

Rechnungserstellung:
Bitte wenden Sie sich, wenn Sie für Ihre Teilnahme an der Summer School eine Rechnung benötigen, an: Universitätsmedizin Greifswald
Körperschaft des öffentlichen Rechts/Abteilung Fakultätscontrolling & Drittmittelmanagement
Katrin Frenzel
Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
Telefon 03834 86-5082
E-Mail: katrin.frenzel@uni-greifswald.de

Weitere Informationen:
https://www.wiko-greifswald.de/programm/allgemeines/veranstaltungskalender/veran…

Anhang

Quelle: https://idw-online.de/de/news697042, 07.06.2018

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Ohne Wettbewerb keine Zukunft der Gesundheitswirtschaft

Berlin – „Die soziale Marktwirtschaft hat sich als Ordnungsrahmen für einzelwirtschaftlich agierende Unternehmer und Manager gesellschaftlich bewährt und eignet sich auch hervorragend als Grundlage für die soziale Gesundheitswirtschaft.“ Mit dieser zentralen Positionierung beginnen die soeben verabschiedeten Zukunftsthesen der Initiative Gesundheitswirtschaft. Unter dem Motto „Modernisierung vor Regulierung“ setzt die Vereinigung von Unternehmern und Managern der Gesundheitsbranche sich für mehr Wettbewerb ein. Ihr geht es zentral darum, die Position der Patientinnen und Patienten als Konsumenten auf den Gesundheitsmärkten zu stärken. Dazu muss der Staat, wie in anderen Wirtschaftsbereichen auch, eine einheitliche Marktordnung festlegen, um unternehmerisch geprägten Managern die Chance zu eröffnen, innerhalb dieses wirtschaftlichen Rahmens prospektiv zu agieren.

Der Mediziner und Manager Prof. Dr. Jörg F. Debatin ist auf der Mitgliederversammlung der Initiative Gesundheitswirtschaft e.V. (IGW) am 5. Juni 2018 in Berlin zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Wiedergewählt wurden als Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Norbert Klusen, der Vorstandsvorsitzende der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft Anton J. Schmidt und der Vorstand für Pflege- und Patientenmanagement des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf Joachim Prölß. Die Aufgaben des Schatzmeisters übernimmt Jürgen Bieberstein, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Krankenhausapotheker.

Weiterhin gehören dem neu gewählten Vorstand an: Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, Dr. Meinrad Lugan, Vorstand der B. Braun Melsungen AG, Dr. Jens Baas, Vorstandvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Frank-Michael Frede, Geschäftsführer der VAMED Deutschland. Der langjährige Vorsitzende der IGW, Prof. Heinz Lohmann, wird sich als Ehrenvorsitzender auch weiterhin für die Ziele des Vereins einsetzen.

„Das deutsche Gesundheitswesen steht an einem Scheideweg. Digitale Technologien eröffnen neue Gestaltungsräume.“ Auf diese Formel brachte der neu gewählte Vorsitzende der Initiative Gesundheitswirtschaft, Prof. Dr. Jörg F. Debatin, seine Einschätzung zu den Herausforderungen der Gesundheitspolitik. Nun gehe es darum, diese Gestaltungsspielräume der Politik auszufüllen. Wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen müsse der Staat den Handlungsrahmen definieren. Dabei solle er sich vor allem an dem für das Patientenwohl relevanten Ergebnis medizinischer Dienstleistungen orientieren. „Bei der Umsetzung“, so Debatin, „ist der Staat gut beraten, auf die Innovationskraft der Gesundheitswirtschaft zu setzen“.

Der Mitgründer und langjährige Vorsitzende der IGW, Professor Heinz Lohmann, wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Für ihn bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, den Herausforderungen in der Gesundheitsbranche zu trotzen. So könne es gelingen, die Pflegenden von Dokumentations- und Logistikverrichtungen zu entlasten und sie dafür im direkten Patientenkontakt einzusetzen. „Die Politik muss“, so Lohmann, „das Gesundheitssystem in Richtung „Modernisierung vor Regulierung“ weiterentwickeln.

„Modernisierung vor Regulierung“ – IGW-Thesen zur Zukunft der Gesundheitswirtschaft

These 1: Soziale Gesundheitswirtschaft als Ordnungsrahmen
Die soziale Marktwirtschaft hat sich als Ordnungsrahmen für einzelwirtschaftlich agierende Unternehmer und Manager gesellschaftlich bewährt und eignet sich auch hervorragend als Grundlage für eine soziale Gesundheitswirtschaft.

These 2: Staat schafft Marktordnung für Unternehmen
Wie in anderen Wirtschaftsbereichen ist der Staat auch in der Gesundheitswirtschaft verantwortlich für die Festlegung einer einheitlichen Marktordnung, während Gesundheitsbetriebe innerhalb dieses wirtschaftlichen Rahmens agieren. Dabei sollten sie von unternehmerisch geprägten Managern geführt werden.

These 3: Transparente und einheitliche Strukturen erforderlich
Die primären Behandlungs- sowie sekundären Administrations- und Logistikprozesse sind über die bestehenden drei Sektoren unter Beteiligung aller Akteure aus Medizin, Pharmazie und Pflege sowie Ökonomie und Technik zu strukturieren und zu harmonisieren. Dabei müssen Patienteninteressen an oberster Stelle stehen. Es bedarf einheitlicher Strukturen für Dokumentation, Datenspeicherung und Renumeration. Nur auf Basis strukturierter Prozesse können Gesundheitsanbieter gezielte Leistungsversprechen mittels digitaler Workflows im Sinne einer Markenmedizin sicherstellen.

These 4: Einsatz digitaler Technologien ermöglichen
Die steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen erfordert bei einem Rückgang qualifizierter Gesundheitsmitarbeiter den verstärkten Einsatz moderner digitaler Technologien, wie sie in anderen Branchen längst erfolgreich zum Einsatz kommen. Tradierte, oftmals standespolitisch motivierte Regulierungen müssen auf den Prüfstand, um sicher zu stellen, dass sie angesichts veränderter Rahmenbedingungen die Einführung sinnvoller Weiterentwicklungen nicht verzögern.

These 5: Patientensouveränität stärken
Die bisherige Wissensasymmetrie zwischen Behandlern und Behandelten muss weiter reduziert werden. Als Konsumenten von Gesundheitsdienstleistungen muss die Souveränität der Patienten gestärkt werden, indem im Internet mehr qualitätsgesicherte medizinische Informationen allgemein zugänglich gemacht werden, und eine staatlich geförderte „Stiftung Gesundheitstest“ einen transparenten und neutralen Überblick über Leistungsfähigkeit und Qualität der Gesundheitsangebote bietet.

These 6: Leistungsbezogenes Endgeldsystem ausbauen
Da kein Zusammenhang zwischen eingesetzten Ressourcen und qualitativem Ergebnis der Behandlung besteht, ist die Weiterentwicklung des leistungsbezogenen Entgeltsystems gerade im Interesse der notwendigen Patientenzentrierung alternativlos. Die DRG-Systematik der Krankenhausfinanzierung sollte auf die ambulanten und Reha-Sektoren übertragen werden. Darüber hinaus sollten Behandlungserfolg und Patientenbewertungen über Zu- und Abschläge verstärkt Einfluss auf die Bezahlung von Gesundheitsdienstleistungen haben.

Unternehmer und Manager in der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT aktiv
Der soziale Konsens, kranke Menschen – unabhängig von ihren eigenen finanziellen Möglichkeiten – mit moderner Medizin zu behandeln, muss zu einem der bedeutenden Werte des künftigen gemeinsamen Europas werden. Dazu ist angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen eine große Anstrengung vieler engagierter Kräfte notwendig. Die in der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT vereinten Unternehmer und Manager sind bereit, für eine gute Medizin für alle einzutreten. Sie sind davon überzeugt, dass die aktiven Unternehmen der Gesundheitswirtschaft durch Leistung, Qualität und Produktivität einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung dieses Ziels erbringen können. Dazu muss die Politik den Wettbewerb und damit Wachstum fördern. Die IGW will darum ein Bewusstsein für die Bedeutung der Branche schaffen, denn nur gemeinsam, durch unternehmerische, kreative und innovative Kooperation aller Akteure sind die kommenden Jahre steuer- und gestaltbar. Wir appellieren an Unternehmer und Manager der Gesundheitsbranche, Mitglied der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT zu werden, um die Zukunft selbst mitzubestimmen und der Branche endlich eine starke Stimme zu verleihen.

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