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Videosprechstunden & digitale Rezepte: Wie sichere digitale Projekte das Gesundheitswesen verbessern

Berlin, Juli 2018 – Arzttermine über eine App vereinbaren, den Hausarzt per Videosprechstunde ins Wohnzimmer holen, Medikamente im Netz mit einem digitalen Rezept anfordern – all das ist dank der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen möglich. Doch wie sicher sind die Patientendaten dabei? Und welche digitalen Strategien und Projekte realisieren Gesundheitseinrichtungen schon heute? Antworten darauf geben Experten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 13. September 2018 in Berlin. Anlass ist der 4. Internationale Tag der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2018 zum Thema „Digitalisierung und Patientensicherheit“.

Die Digitalisierung verändert nahezu alle Lebensbereiche: Sie bietet Raum für Innovationen und ermöglicht die Entwicklung neuer Technologien. Gerade im Gesundheitswesen sorgt sie für zahlreiche Veränderungen. Rund um den Internationalen Tag der Patientensicherheit 2018 sind Gesundheitseinrichtungen – etwa mit Tagen der offenen Tür und Podiumsdiskussionen – aufgerufen, zu zeigen, wie die sichere Digitalisierung im Gesundheitswesen funktionieren kann. Veranstalter des Internationalen Tages der Patientensicherheit in Deutschland ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).

„Wir sehen die Digitalisierung als Chance für den weiteren Ausbau der Patientensicherheit im Gesundheitswesen“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Durch digitale Anwendungen können Schnittstellen und Prozesse zwischen Haus- und Fachärzten, ambulantem und stationärem Bereich sowie der Medikamentenabgabe in der Apotheke besser miteinander verbunden werden.“ So könnten der Informationsfluss erhöht, die Kommunikation im Gesundheitswesen deutlich verbessert und Missverständnisse vermieden werden. „Die moderne Kommunikation ermöglicht, dass Verordnungen von Medikamenten mit Medikamentenwechselwirkungen, unerwünschten Versorgungslücken und zu hohen Dosierungen verringert werden und die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) deutlich erhöht wird“, so François-Kettner. In Deutschland sterben immer noch zu viele Menschen an den Folgen von unerwünschten Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten. Dabei bietet gerade die Digitalisierung gute Möglichkeiten, die Versorgung der Patienten sicherer zu machen. Das APS ruft alle Gesundheitseinrichtungen hierzulande gezielt auf: „Zeigen Sie zusammen mit allen Akteuren sowie Ihren Patienten und der Öffentlichkeit rund um den Aktionstag, wie Sie mit digitalen Projekten und Strategien einen Beitrag für mehr Patientensicherheit leisten und dabei gleichzeitig über Risiken aufklären und die digitale Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten gewähren“, sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des APS. „Informieren und befragen Sie Ihre Patienten im Rahmen des Aktionstages – und werden Sie Teil einer besseren Gesundheitsversorgung im 21. Jahrhundert.“

Digitalisierung und Patientensicherheit – das ist in diesem Jahr das Thema des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2018. Der Tag ist eine Initiative des APS, an der sich inzwischen weltweit verschiedene Länder beteiligen. In Österreich organisiert die Plattform Patientensicherheit und in der Schweiz die Stiftung für Patientensicherheit den Aktionstag. Langfristig möchten die Organisationen erreichen, dass der ITPS in die Liste der internationalen Aktionstage der Vereinten Nationen (UN) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen wird – und so noch eine breitere Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert wird. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Initiative bereits aufgegriffen und auf den „Global Ministerial Summits on Patient Safety“ ja dafür geworben.

Weiterführende Informationen

Handlungsempfehlungen des APS, der Plattform Patientensicherheit Österreich und der Schweizer Stiftung Patientensicherheit zum Thema Digitalisierung und Patientensicherheit:

http://www.tag-der-patientensicherheit.de/assets/2018_hm-dig-und-rm-2auf_web.pdf

http://www.tag-der-patientensicherheit.de/assets/2018_aps-checkliste_gesundheitsapps.pdf

www.patient-safety-day.org

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Bundesweite Auftaktveranstaltung des Deutschen Reha-Tags 2018 in Kirchseeon

Am 21. September richten das Berufsförderungswerk (BFW) München und das Berufsbildungswerk (BBW) St. Zeno unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Barbara Stamm die bundesweite Auftaktveranstaltung für den „Deutschen Reha-Tag 2018“ aus. Der „Deutsche Reha-Tag“ findet jedes Jahr am letzten Samstag im September statt und macht mit mehreren hundert Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet auf die Themen „medizinische und berufliche Rehabilitation“ aufmerksam. Der Initiatorenkreis des Deutschen Reha-Tages besteht aus Trägern und Förderern von Rehabilitationsmaßnahmen wie z.B. der Deutschen Rentenversicherung, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung oder der Caritas.

Die Auftaktveranstaltung am 21. September eröffnet den bundesweiten Aktionstag und gibt thematisch die Richtung des „Deutschen Reha-Tags 2018“ vor. Kernthema wird diesmal die berufliche Rehabilitation in Berufsförderungswerken und Berufsbildungswerken sein. Diese beiden in Kirchseeon ansässigen Institutionen stellen im Verlauf des Tages ihren gesetzlichen Auftrag und ihre Angebote umfassend vor. Geplante fachliche Themen sind dabei vor allem die besonderen Lern-Herausforderungen für Menschen mit körperlicher oder psychischer Behinderung im Zeitalter der Digitalisierung und die daraus resultierenden Lernkonzepte in BFW und BBW. Einen Schnittpunkt zur medizinischen Rehabilitation bietet die Veranstaltung mit einem Blick auf das Konzept der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR), durch das jede Einrichtung der medizinischen Rehabilitation in Zukunft auch diagnostische und therapeutische Kompetenz auf dem Feld der beruflichen Integration entwickeln soll.

Der Vormittag der Auftaktveranstaltung findet im BFW, der Nachmittag im BBW statt. Den Weg zwischen beiden Veranstaltungsorten werden Teilnehmer und Referenten als „gesunde Mittagspause“ mit dem Fahrrad im „Radlcorso“ bewältigen.

Die Auftaktveranstaltung richtet sich vor allem an Verbände und Fachpublikum. Interessierte Besucher und Journalisten sind ebenfalls eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier (klicken!)

Hintergrund:
Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe.

www.rehatag.de

 

Berufsförderungswerk München
gemeinnützige GmbH
Moosacher Straße 31
85614 Kirchseeon
Tel. 08091 51-0
E-Mail: info@bfw-muenchen.de
Ansprechpartner: André Stiefenhofer
Durchwahl: 08091 51-1159
Fax:08091 51-3303

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Neue Klinikdirektorin in der Dr. Becker Kiliani-Klinik

Bad Windsheim. Ursula Siebertz-Ohnesorge übernimmt ab sofort die Leitung der Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim. Die 55-Jährige war zuvor zwei Jahre lang Klinikdirektorin der Carolinum Dr. Ebel Fachkliniken in Bad Karlshafen. Der bisherige Verwaltungsdirektor Hatho Joachim Reiser, 44, legt die Tätigkeit nach zweieinhalb Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Reiser wird weiterhin in einer Leitungsfunktion für die Dr. Becker Unternehmensgruppe arbeiten.

„Wir bedauern den Schritt von Herrn Reiser, können seine Entscheidung aber nachvollziehen. Wir sind froh, dass er mit seinen Kompetenzen und seinem fachlichem Know-how der Dr. Becker Klinikgruppe erhalten bleibt. Dass wir die Nachfolge so schnell regeln konnten, ist für uns ein großes Glück. Mit Frau Siebertz-Ohnesorge ist es uns gelungen, eine sehr erfahrene und kluge Führungskraft an Bord zu holen“, kommentiert Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, den Wechsel.

Sie war am Montag von Köln nach Bad Windsheim gekommen, um den Mitarbeiter/innen die Personalie bekanntzugeben.

Dr. Becker Kiliani-Klinik

Die Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim führt qualitätsgeprüfte Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten mit neurologischen, orthopädischen sowie neuro-onkologischen Erkrankungen durch. Jährlich werden in der Klinik rund 4.000 Patienten auf höchstem medizinischen Niveau therapiert. Ein Behandlungsschwerpunkt ist die neurologische Frührehabilitation für neurologisch schwerstbetroffene Patienten. Seit 2006 ist die Klinik außerdem anerkanntes Multiple-Sklerose-Zentrum. www.dbkg.de/kiliani-klinik

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Zeitgemäße Gesundheitspolitik: Prävention und Rehabilitation im Fokus

Welche Rolle spielen Prävention und Rehabilitation für eine zeitgemäße Gesundheitspolitik? Das war das übergreifende Thema der Diskussion beim 10. Business-Dinner der Firma Softsolution anlässlich des Hauptstadt-Kongresses in Berlin im Juni 2018.

Podium (v.l.): Prof. Günter Neubauer, Klaus Schiewerling, Hubert Seiter, Dr. Wolfgang Gründinger, Klaus Kirschner, Dr. Uwe Preusker

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung im Hotel Adlon in Berlin gab es zwei Impulsreferate von Dr. Wolfgang Gründinger, Zukunftslobbyist und Generationen-Erklärer, und Karl Schiewerling, Vorsitzender der Rentenkommission der Bundesregierung. Die Leitung der Diskussion lag wieder in den bewährten Händen von Hubert Seiter, Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg a.D. Das Notos Trio umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Gründinger ist Sozialwissenschaftler und fragte – als Seiter ihn um die Teilnahme bat –, ob er der richtige sei, denn Gesundheits- und Rentenpolitik gehörten nicht zu seinen Schwerpunkten. Dem hielt Seiter entgegen, dass Gründinger in seinem Buch „Alte Säcke Politik“ ausgeführt habe, „die Politik investiere viel zu viel in uns Alte statt in Zukunftsthemen der Jungen“. DIE ZEIT habe Gründingers Rolle so beschrieben: „Sie haben keinen neuen Che Guevara, sie haben keinen neuen Rudi Dutschke …. die jungen Deutschen haben „nur“ Wolfgang Gründinger“.

Gründinger beantwortete die Frage „Was wissen wir über die Zukunft?“ mit dem Hinweis, wir könnten nichts über die Zukunft wissen, sondern nur aus der Vergangenheit Prognosen ableiten. Aber regelmäßig würden die Prognosen von Zukunftsforschern überholt, weil exponentielle und kulturelle Entwicklungen unterschätzt würden. So sei zwar der Fachkräftebedarf in der Pflege sehr hoch, aber die genaue Zahl sei von verschiedenen Faktoren abhängig. So seien strukturelle Brüche, wie z. B. die Wiedervereinigung, nicht voraussehbar gewesen; dasselbe gelte für die Kostenkalkulation in der Pflege oder die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen. Denn in beiden Bereichen seien zu viele verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, so dass immer nur Näherungswerte genannt werden könnten. Allerdings könne man einen Paradigmenwechsel heute schon beschreiben: Die Medizin des beginnenden 21. Jahrhunderts sei auf Heilung ausgerichtet, während es in der zweiten Hälfte um ein Upgraden der Gesundheit gehe. Der erste Ansatz sei egalitär, der zweite Ansatz elitär. Ob sich jedoch der zweite Ansatz durchsetzen werde, sei ungewiss.

Karl Schiewerling war zwölf Jahre bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und wurde von der jetzigen Bundesregierung zu einem der beiden Vorsitzenden der Rentenkommission berufen, die den Auftrag hat, bis März 2020 Vorschläge zu unterbreiten, wie das Rentensystem ab dem Jahr 2025 gestaltet werden soll. Ab diesem Zeitpunkt werden die sogenannten Babyboomer voll im Rentensystem angekommen sein. Schiewerling griff Gründingers Aussagen auf, indem er darauf hinwies, dass nicht wenige Prognosen der Wirtschaftswissenschaftler schnell überholt gewesen seien. So habe niemand den langen Aufschwung ab 2006 vorausgesagt. Welchen Einfluss der von US-Präsident Trump angezettelte Handelskrieg haben werde, sei völlig offen. Bei einer Reise in die USA seien die Meinungen von zwölf Professoren sowie von Verantwortlichen von Mc Kinzey zur Auswirkung der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt sehr unterschiedlich ausgefallen: Als wahrscheinlich gelte, dass im unteren Segment bei ungelernter Arbeit und im oberen Segment auf Vorstandsebene die geringsten Veränderungen einträten, während im mittleren Element bei den Facharbeitern die größten Veränderungen stattfänden. Bei Banken sei diese Entwicklung schon eingetreten. Insgesamt stochere man aber in der Arbeitswelt weitgehend im Nebel.

Schiewerling fragte, wie flexibel Kinder und Jugendliche sein müssten, um z. B. den Umgang mit Fake News zu lernen. Er mahnte in diesem Zusammenhang eine Neubestimmung des Investitionsbegriffs an: Während als Investitionen bisher nur Sachinvestitionen z. B. in Bauten bezeichnet werden, müsse man in dem neuen Begriff auch Investitionen in die Bildung von Kindern berücksichtigen, also „Investitionen in das Humankapital“, die heute noch als konsumtive Ausgaben gälten. Die Umsetzung des im vergangenen Jahr beschlossenen Flexirentengesetzes, das Prävention und Rehabilitation fördere, sei weitgehend offen. Es sei erforderlich, Rehabilitation und Prävention in die Familien-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik zu integrieren, damit wir z.B. die Frage beantworten können, was wir mit den „Abgehängten“ wie z. B. Kindern, deren Eltern und Großeltern bereits von Sozialhilfe gelebt haben, tun könnten.

In der anschließenden Diskussion ging es zunächst um die Umsetzung des Flexirentengesetzes. Seiter erinnerte an die Forderung nach einem „Umsetzungscontrolling“. Dazu wies Schiewerling darauf hin, dass – wie er am Beispiel seiner Ehefrau festgestellt habe – Arbeitgeber das Gesetz, das Teilrenten neben Arbeitsverdienst vorsieht, nicht kennten. Hier müsse über das Bundesarbeitsministerium Druck aufgebaut werden; auch mehr Informationen seien erforderlich.

Professor Dr. Günter Neubauer vom Institut für Gesundheitsökonomik forderte, ab 63 Jahren müsse jeder Anspruch auf Rehabilitation haben, ohne dass es dazu eines Antrages bedarf. Die Wahl der Reha-Einrichtung müsse frei sein. Einig war man sich darüber, dass in Deutschland noch viel zu tun sei, um den Präventionsgedanken zu verbreiten. Prävention darf nicht als Pflicht eingefordert werden, sondern der Gewinn an Lebensqualität und Lebensfreude ist hervorzuheben und entsprechend zu bewerben, betonte Prof. Neubauer.

Dr. Uwe Preusker, der in verschiedenen Funktionen im Gesundheitswesen tätig ist, berichtete aus seiner Wahlheimat Finnland, dass man dort auf Kosten des Arbeitgebers z.B. werktäglich eine Stunde schwimmen oder laufen könne. Generell sei Prävention so gestaltet, dass sie einfach in den Alltag der Menschen integriert werden könne. Systematische Verankerung von Prävention in der Bevölkerung brauche entsprechend systematische Anstrengungen über viele Jahre – davon sei man in Deutschland noch weit entfernt. Im Hinblick auf die noch unzureichende Umsetzung des Flexirentengesetzes in Deutschland merkte er an, dass dies aus seiner Sicht vor allem an mangelnder Information über die Möglichkeiten der Neuregelung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer liege. Einige Bestimmungen des Gesetzes seien aber auch „gelinde gesagt etwas weltfremd“.

Für Klaus Kirschner, der von 1976 bis 2005 dem Deutschen Bundestag angehört hatte, ist der Nutzen von Prävention und Rehabilitation durch wissenschaftliche Untersuchungen und die erlebte Praxis hinreichend belegt. Er wies auf eine parlamentarische Anfrage vom Juni dieses Jahres hin, in der die Bundesregierung erklärte, dass die aktuellsten Auswertungen für die Jahre 2013 bis 2015 belegten, dass nur 15 Prozent nach einer medizinischen Rehabilitation aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der weitaus größte Teil der pflichtversicherten Rehabilitanden und zwar 84 Prozent ist in den folgenden zwei Jahren weiterhin erwerbstätig und zahlt entweder lückenlos Beiträge (73 Prozent) oder mit Unterbrechungen (11 Prozent), was ein Beweis für die Effektivität der Reha sei.

Von verschiedenen anderen Teilnehmern der Diskussion wurde gefordert, den Zugang zur Rehabilitation zu erleichtern. Das Antragserfordernis müsse gelockert, der Genehmigungsvorbehalt abgeschafft werden. Es sei bei Krankenkassen z. B. absurd, dass durch die Ablehnung einer Anschlussheilbehandlung das Sechsfache des Beitrages für eine Akutbehandlung aufs Spiel gesetzt werde. Auch weitere Fragen wurden lebhaft erörtert. Dabei wurde festgestellt, dass es im Reha-Prozess an verschiedenen Stellen hake.

Abschließend ging es um die künftige Arbeit der Rentenkommission: Schiewerling hob zunächst hervor, dass mit seiner Vorsitzenden-Kollegin verabredet sei, dass die Vorsitzenden keine inhaltlichen Stellungnahmen abgäben. Allerdings vermute er, dass sich die Kommission auch mit Prävention und Rehabilitation befassen werde, weil sich die Demographie ändern werde: Während die Renteneintritte bis 2045 zunehmen würden, nähmen sie ab diesem Jahr ab, weil ab da die geburtsstarken Jahrgänge „durch das System gewandert“ seien. Er könne aus seiner Praxis als Mitglied der Vertreterversammlung der DRV Westfalen auch berichten, dass dort bei jedem Antrag auf Erwerbsminderungsrente zunächst geprüft werde, ob dem eine Rehabilitationsmaßnahme vorangegangen sei. Falls das nicht geschehen sei, würde dort zwingend eine Rehabilitation vorgeschaltet (oder künftig auch: eine Prävention nach dem Flexirentengesetz). Erst nach Beendigung der Maßnahme werde über den Rentenantrag entschieden. Klaus Kirschner meinte dazu: wenn die Rentenkommission künftig ein deutliches sozialpolitisches Signal für die Notwendigkeit der Reha nach dem Grundsatz „Reha vor Erwerbsminderungsrente“ formulieren würde, wäre das ein großer Fortschritt.

Zur Arbeit der Rentenkommission im Allgemeinen sagte Schiewerling, Anregungen und Stellungnahmen an die Kommission seien ausdrücklich erwünscht. Die Kommission habe eine Geschäftsstelle mit 6 oder 7 Mitarbeitern, die jede Anregung prüfen und beantworten würden; nichts gehe unter. Die Kommission plane Anhörungen: So sei z. B. ein Austausch mit der jüngeren Generation ebenso vorgesehen und bereits terminiert wie der mit Vertretern der älteren Generation. Die Kommission habe einen intensiven Generationendialog eingeplant.

Thomas Bublitz, Leni Breymaier (MdB)

Thomas Bublitz,  der seit 2004 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) ist, gab in der offenen Diskussion eine kritische Bewertung des FlexiG, des BTHG aber auch des aktuell sehr schleppend angelaufenen Modellprojekts „1 Mrd für Prävention und Reha“. Aus seiner Sicht ist es noch immer nicht gelungen, einen bedarfsgerechten Zugang zur Reha in der Rentenversicherung sicherzustellen. Jeder 2. EM-Rentner hat keine Reha erhalten. Statt dies verwaltungsseitig zu ändern, werde der nötige Tatendrang in andere Projekte, wie die Prävention geleitet.

Insgesamt lässt sich die Diskussion so zusammenfassen, dass

  • Prävention und Rehabilitation verstärkt in der Bevölkerung verankert werden müssen,
  • Zugangshindernisse für die Rehabilitation beseitigt werden müssen,
  • das Flexirentengesetz verstärkt umgesetzt werden muss und
  • damit der sektorenübergreifende Ansatz „Prävention und Reha vor Frühberentung und
  • Pflege“ realisiert werden muss.

 

 

 

Verfasser: Staatssekretär a. D. Neithart Neitzel

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Softsolution International
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Zurück ins (Arbeits-)Leben: BG RCI vergibt erstmalig Reha-Preis für vorbildliche Wiedereingliederung

Der 1. Platz des Reha-Preises für vorbildliche Wiedereingliederung der BG RCI wurde am 4. Juli 2018 an die Fa. F. W. Feldges aus Viersen verliehen (v.l.n.r.): Thomas Köhler, Sprecher der Geschäftsführung der BG RCI, Christina Admiral, Ehefrau des Versicherten, Wolfgang Isenberg, Sachgebietsleiter Teilhabe/Reha-Management, BG RCI, Bezirksdirektion Köln, Dr. Ulf Kürschner, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Reha- und Berufskrankheitenausschusses der BG RCI, die Preisträger Friedhelm und Maria Feldges, Unternehmer, Nico Admiral, Sohn des Versicherten, Andree Admiral, Versicherter. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/120179 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)/BG RCI/Mourad ben Rhouma“

Heidelberg (ots) – Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal den Reha-Preis für vorbildliche Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen. Er soll Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auszeichnen, die sich in besonderer Weise für die berufliche Wiedereingliederung von verletzten oder erkrankten Versicherten einsetzen.

Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Preis ging in diesem Jahr an das Familienunternehmen F. W. Feldges, einen Polstermöbelbetrieb aus dem niederrheinischen Viersen. Dr. Ulf Kürschner, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Reha- und Berufskrankheitenausschusses der BG RCI, gratulierte dem Unternehmerehepaar Maria und Friedhelm Feldges für ihr vorbildliches Engagement bei der Wiedereingliederung eines verunfallten Mitarbeiters. „Sie haben Ihrem Mitarbeiter Mut gemacht und Motivation gegeben, sich auf den Weg zurück ins Leben zu machen“, so Kürschner bei der Preisverleihung, die im Rahmen der Vertreterversammlung am 4. Juli 2018 in Düsseldorf stattfand.

Bei einem Verkehrsunfall auf dem Heimweg von der Arbeit hatte sich der Mitarbeiter, der als Polsterer bei der Firma Feldges arbeitet, schwere Becken- und Knieverletzungen zugezogen. Da er als Polsterer schwer heben und tragen sowie meist stehen muss, war zunächst offen, ob er seine bisherige Tätigkeit nach Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation wieder würde aufnehmen können. Zumal die Schwere der Verletzungen eine Wiedereingliederung erst ein halbes Jahr nach dem Unfall erlaubte. Für das Ehepaar Feldges war aber von Anfang an klar, dass sie den Mitarbeiter auf jeden Fall, auch bei möglicherweise verminderter Leistungsfähigkeit, weiterbeschäftigen würde! Das wirkte auf das Heilverfahren überaus motivationsfördernd. Sein Arbeitsplatz wurde mit einem speziell für ihn angefertigten elektrischen Hubtisch und einer Stehhilfe ausgestattet. Zudem wurde er durch organisatorische Maßnahmen von besonders schwerer körperlicher Tätigkeit entlastet. Mittlerweile ist der Mitarbeiter wieder in Vollzeit tätig.

Der mit 3.000 Euro dotierte 2. Platz des Reha-Preises 2018 ging an die Firma PVP Triptis in Thüringen, ein Unternehmen für die Herstellung von Produkten aus Gummigranulaten. Hier war ein Mitarbeiter mit dem Arm in eine laufende Schälanlage geraten und hatte sich dabei schwere Quetschverletzungen am rechten Unterarm zugezogen, die zu einer Mittelhandamputation und anschließender Prothese führten. Der Versicherte übt nun eine Lagertätigkeit aus, zu der PC-Arbeiten, aber auch Tätigkeiten im Außenbereich gehören. Ein Lader wurde eigens für ihn auf Linkshandbetrieb umgerüstet, für Tätigkeiten im Außenbereich nutzt er einen elektrisch beheizbaren Spezialhandschuh, um den Arm vor Kälte zu schützen.

Die Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH, Neustadt, wurde mit dem mit 1.000 Euro dotierten 3. Platz des Reha-Preises ausgezeichnet. Das Unternehmen hatte sich in besonderer Weise für einen jungen Chemikanten eingesetzt, der nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma aufgrund eines Wegeunfalls nicht wieder an seinen früheren Arbeitsplatz im Schichtdienst in der Produktion zurückkehren konnte. Nach einer mehr als zweijährigen Arbeitsunfähigkeit einschließlich umfangreicher Rehabilitationsmaßnahmen, die durch die BG RCI gefördert und getragen wurden, kehrte der Mitarbeiter zunächst für eine Arbeitserprobung in das Unternehmen zurück. Diese verlief erfolgreich und der Mitarbeiter ist nun wieder in Teilzeit an einem auf seine persönliche und gesundheitliche Situation angepassten Arbeitsplatz tätig.

Der Reha-Preis der BG RCI

Nach einem Arbeitsunfall oder nach Anerkennung einer Berufskrankheit ist für die Betroffenen neben der medizinischen Versorgung die Wiederaufnahme der bisherigen oder einer anderen geeigneten Tätigkeit sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben außerordentlich wichtig. Der Genesungsprozess wird dadurch entscheidend beeinflusst. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) würdigt daher mit dem Reha-Preis künftig jährlich das Engagement von Unternehmen, die sich in besonderem Maße für die Wiedereingliederung verletzter oder erkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient gemacht haben.

Pressekontakt:

Ulrike Jansen
BG RCI
Leiterin Stabsbereich Kommunikation
Telefon: 06221 5108-57000
E-Mail: ulrike.jansen@bgrci.de

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Modernes Trainingskonzept in der Gangrehabilitation nach Schlaganfall in der Schwarzwaldklinik Bad Krozingen

Das EN Motion Laufband ist ideal in der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) bei Schlaganfallpatienten einzusetzen.

LiteGait ist ein Trainingsgerät, das gleichzeitig Gewichtsbelastung, Haltung und Gleichgewicht kontrolliert.

Häufig leiden Patienten nach Schlaganfall unter einer Behinderung und Einschränkung ihrer  Gehfähigkeit. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität der betroffenen Patienten sehr stark.

Empirische Untersuchungen zeigen, dass die Chancen für die Wiederherstellung der Gehfähigkeit in den ersten 6 Wochen nach einem Schlaganfall am größten sind. Die Wahl der richtigen Therapiemaßnahme ist in dieser Phase von entscheidender Bedeutung. Klinische Studien belegen, dass gerätegestützte Rehabilitationstechnologie das Outcome der Gehfähigkeit von Schlaganfallpatienten deutlich verbessert. Die Wiedererlangung der Gehfähigkeit wird am wirksamsten durch Gehen verbessert, und genau hierbei leistet die moderne, gerätegestützte Rehabilitationstechnologie einen wichtigen Beitrag.

Die Kombination aus Physiotherapie plus gerätegestützter Gangtherapie ist einer rein konventionellen Physiotherapie deutlich überlegen. Durch den Einsatz von modernen Gangtherapiesystemen in der Frühphase der Rehabilitation kann die drohende, dauerhafte Gehbehinderung von Schlaganfallpatienten effektiv verhindert werden. Deutschlandweit gibt es nur wenige Therapieeinrichtungen, die evidenzbasierte, gerätegestützte Gangtherapie nach Schlaganfall einsetzen. Somit werden Schlaganfallpatienten auf Grund fehlender technischer Gerätschaften therapeutisch nicht optimal versorgt.

Die Schwarzwaldklinik Neurologie Bad Krozingen setzt in Kooperation mit Physioaspect Linke in Freiburg neueste gerätegestützte Rehabilitationstechnologie ein, um somit aktuelle Ergebnisse der Neurowissenschaft umzusetzen und in einen ganzheitlichen Therapieansatz zu integrieren.


Information und Kontakt:
Schwarzwaldkliniken Bad Krozingen
Stephan Kinkel
Therapeutische Gesamtleitung
Therapiewissenschaftler (M.Sc.), Sportwissenschaftler, Sporttherapeut (DVGS)
Herbert-Hellmann-Allee 46
Fon: 07633/93-2867
Fax: 07633/93-2912
Mail: s.kinkel@schwarzwaldkliniken.de
http://www.schwarzwaldkliniken.de/

 

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Dr. Becker Klinik Möhnesee erneut als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet

Verwaltungsdirektorin Franziska Lea Reitspieß (links im Bild) und Personalmanagerin Manuela Franke (rechts im Bild) freuen sich über die wiederholte Auszeichnung.

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee wurde wiederholt als „Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Soest“ ausgezeichnet. Landrätin Eva Irrgang überreichte das Zertifikat am 4. Juli 2018 an Verwaltungsdirektorin Franziska Lea Reitspieß.

Möhnesee. Flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliche Unterstützungsangebote bei der Kinderbetreuung oder die Pflege naher Angehöriger: Die Dr. Becker Klinik Möhnesee bietet ihren Mitarbeitern/innen diverse Strukturen, die ihnen einen familienfreundlichen Arbeitsalltag ermöglichen. Dafür wurde die Rehaeinrichtung bereits im Juli 2016 erstmals von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH (wfg) als „Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Soest“ ausgezeichnet. Jetzt wurde die Klinik rezertifiziert.

Ein offenes Ohr für Mitarbeiter/innen

„Work-Life-Balance ist ein großes und wichtiges Thema“, weiß Verwaltungsdirektorin Franziska Lea Reitspieß. „Uns liegt viel an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich Familie und Beruf, beziehungsweise Pflege und Beruf, für alle vereinen lassen.“ Um das zu ermöglichen, bietet die Klinik unter anderem ihren Pflegekräften eine flexible Dienstplangestaltung und ermöglicht auch in leitenden Positionen Teilzeitstellen. „Wir haben immer ein offenes Ohr für unsere Mitarbeiter, bleiben auch während der Elternzeit mit ihnen in Kontakt und führen mit ihnen frühzeitige Gespräche, um ihre individuellen Wünsche nach der Rückkehr besser berücksichtigen zu können“, so Reitspieß.

Auch in Zukunft will die Klinik Möhnesee familienfreundlich bleiben und sich weiterentwickeln: „Wir planen unter anderem, unsere familienfreundlichen Maßnahmen stärker in den Bereichen Küche, Speisesaal und Cafeteria zu etablieren. Die Mitarbeiter aus diesen Bereichen waren zuvor extern angestellt und sind zum Beginn des Jahres in die Klinik Möhnesee übernommen worden. Sie waren natürlich immer schon Kollegen, wurden bisher aber nicht in unsere Strukturen involviert“, so die Verwaltungsdirektorin. „Das wollen wir ändern, sodass auch hier eine bessere Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf entstehen und eine noch stärkere Bindung zum Unternehmen wachsen kann.“

Tolle Bestätigung

Die Rezertifizierung der Klinik als familienfreundliches Unternehmen durch die wfg mache deutlich, dass sich die Klinik Möhnesee auf dem richtigen Weg befindet. „Das ist eine tolle Bestätigung, über die wir uns sehr freuen!“, sagt Reitspieß. Insgesamt 24 Unternehmen erhielten die Urkunde der wfg in diesem Jahr, acht davon zum ersten Mal. Rund 100 Gäste trafen sich im Café Mariengarten Soest zur Zertifikatsverleihung.

Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psychokardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee

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Erfolgreicher Relaunch des Rehaportals – Steigende Nutzerzahlen und Mitgliederzuwachs

Berlin, 10. Juli 2018

Pionierarbeit im Krankenhausportal geleistet. Qualitätskliniken.de fokussiert auf Qualitätsmessung in der Rehabilitation

Mit einer umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Portals ist Qualitätskliniken.de im Januar 2018 erfolgreich gestartet, um Qualitätstransparenz über Leistungen der medizinischen Rehabilitation zu fördern und Patienten umfassend zu informieren. In dem neuen Vergleichsportal für Rehaeinrichtungen wird erstmalig die Qualität in der medizinischen Rehabilitation in den Dimensionen Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Organisationsqualität gemessen und veröffentlicht. Das Portal bietet den Internetznutzern neben der Kliniksuche nun auch die Möglichkeit, sich durch fundierte Fachtexte zu Behandlungen und Erkrankungen sowie rehaspezifischen Themen zu informieren. Dabei bleibt sich Qualitätskliniken.de treu, Einrichtungen zu 100 % objektiv, fair und transparent zu bewerten.

Fokussierung auf Reha – Deutlicher Nutzerzuwachs und neue Mitglieder

Bereits 6 Monate nach dem Relaunch verzeichnet Qualitätskliniken.de 450 % mehr Seitenaufrufe als im Vorjahreszeitraum. Aber nicht nur das Interesse der Internetnutzer steigt stetig. Mit 19 Kliniken und drei Therapiezentren sind die Helios Rehakliniken nun auch Mitglied bei Qualitätskliniken.de und informieren Patienten aktiv über Qualitätsergebnisse und Leistungsangebote.

Qualitätskliniken.de möchte das Thema Rehabilitation weiter stärken und ausbauen. Dazu werden alle vorhandenen Ressourcen benötigt und entsprechend auf das Rehaportal fokussiert.

Transparente Qualitätsdarstellung seit dem Jahr 2009

Qualitätskliniken.de wurde im Jahr 2009 als eine freiwillige Initiative von öffentlichen, universitären, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäusern gegründet, die sich der Messung, Abbildung und Verbesserung der Behandlungsqualität im Krankenhaus verpflichtet haben.

Mit der Zielsetzung, die Qualität von Krankenhausleistungen messbar, darstellbar und damit vergleichbar zu machen, realisierten sie ein Krankenhausvergleichsportal in dem die Behandlungsqualität in 5 Dimensionen medizinische Ergebnisqualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit, Einweiserzufriedenheit sowie Ethik und Werte für jeden Patienten transparent dargestellt wird. Hierzu werden vorhandene sowie eigens entwickelte Qualitätsindikatoren verwendet und mit den Ergebnissen der externen Qualitätssicherung zu einem Qualitätsergebnis zusammengeführt. Unter Ärzten, Krankenhausmanagern und Patienten-organisationen genießt Qualitätskliniken.de einen ausgezeichneten Ruf. Die Mitgliedskliniken haben in dieser Zeit gelernt, die von ihnen erbrachte Behandlungsqualität mit anderen Kliniken zu vergleichen und zu verbessern.

Pionierarbeit geleistet – Krankenhausportal hat Ziel erreicht

Schon mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung hat der Gesetzgeber 2014 den G-BA beauftragt, ein fachlich unabhängiges, wissenschaftliches Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen zu gründen. Das daraufhin ins Leben gerufene Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) beschäftigt sich seitdem mit der Entwicklung und Durchführung von Verfahren der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung und soll die Ergebnisse in einer für die Allgemeinheit verständlichen Form veröffentlichen.

Bereits im Krankenhausstrukturgesetz war vorgesehen, ein Qualitätsportal zu entwickeln, das auf der Grundlage geeigneter Daten, einrichtungsbezogen vergleichende risikoadjustierte Übersichten über die Qualität in maßgeblichen Bereichen der stationären Versorgung erstellt und in einer für die Allgemeinheit verständlichen Form im Internet veröffentlicht.

Die Gesellschafter von Qualitätskliniken.de stellen zufrieden fest, dass sie mit ihrer Pionierarbeit den Gesetzgeber ermutigen konnten, internetbasierte Qualitätsvergleiche von Krankenhäusern als allgemeinen Standard zu entwickeln. Damit folgt die Bundesregierung dem Beispiel vieler anderer Länder, wie beispielsweise Großbritannien.

Qualitätskliniken.de stellt das Krankenhausportal Ende 2018 ein und ebnet dem G-BA Qualitätsportal den Weg

Nach Auffassung der Gesellschafter von Qualitätskliniken.de bedarf es mit der gesetzlichen Verankerung internetbasierter Gesundheitsinformationen über die Behandlungsqualität des Betriebs eines eigenen Krankenhausvergleichsportals unter der Regie von Qualitätskliniken.de nicht mehr. Die Gesellschafter von Qualitätskliniken.de haben sich daher dazu entschlossen, den Betrieb des Krankenhausportals zum 31.12.2018 zu beenden. Sie werden dem IQTIG die im Laufe der 8-jährigen Tätigkeit gewonnene Expertise über Qualitätsindikatoren und deren Berechnung zur freien Verwendung zur Verfügung stellen.

Über Qualitätskliniken.de

Die 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2009 von führenden Krankenhausträgern gegründet. Sie ist Betreiberin des Klinikportals www.qualitaetskliniken.de, in dem mehr als 250 Mitgliedskliniken aus der Akut- und Reha-Versorgung ihre Qualitätsergebnisse veröffentlichen. Die Ergebnisse werden in bis zu fünf Dimensionen in einer Klinikvergleichsliste transparent und für die Öffentlichkeit einsehbar gemacht. Neben medizinischer Qualität werden Kriterien zur Patientensicherheit und die Befragungsergebnisse der Patienten- und Einweiserzufriedenheit in die Bewertung der Kliniken einbezogen. Mit Kriterien zu „Ethik & Werten“ hat Qualitätskliniken.de eine weitere Dimension eingeführt, die Patienten, ihre Angehörigen, einweisende Ärzten und Krankenkassen bei der Suche nach einer für sie passenden Klinik unterstützt.

Das Suchportal von Qualitätskliniken.de:
http://www.qualitaetskliniken.de

Kontakt:
4QD – Qualitätskliniken.de GmbH
Annabelle Neudam
Geschäftsbereichsleitung Rehabilitation
Friedrichstraße 60
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Tel.: +49 (0)30 – 32 50 36 – 50
Fax: +49 (0)30 – 2 40 08 99 – 30
E-Mail: a.neudam@qualitaetskliniken.de

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BDPK kritisiert Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes

  • Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System führt nicht zur Stärkung der Pflege
  • Pflegepersonal in der medizinischen Rehabilitation ebenfalls refinanzieren

Berlin, 9. Juli 2018 – Das geplante Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz ab 1. Januar 2019 sieht vor, die Pflege im Krankenhaus und in der Altenpflege zu stärken. Der BDPK begrüßt die kurzfristigen Maßnahmen zur Stärkung der Pflege ab 2018 wie das Pflegestellenförderprogramm und die Refinanzierung von Tarifsteigerungen.

Die im Gesetzentwurf geplante Ausgliederung der Pflegekosten aus den Fallpauschalen ab 2020 lehnt der BDPK ab. Dazu BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz: „Diese Maßnahme ist ein Schritt in die falsche Richtung, denn es bedeutet die ordnungspolitisch fragwürdige Wiedereinführung des Selbstkostendeckungssystems für die Pflegepersonalkosten. Das DRG-System, das eine gute Balance zwischen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet, wird infrage gestellt, ohne dass dafür auch nur ansatzweise eine sinnvolle Alternative existiert.“

Die Vorstellung der Politik, sich bei der Stärkung der Pflege ausschließlich auf examinierte Pflegekräfte und deren Tätigkeiten unmittelbar am Patienten fokussieren zu können, ist praxisfern und nicht sinnvoll organisierbar. Dadurch besteht die Gefahr, dass examinierte Pflegekräfte künftig wieder mehr gering qualifizierte Tätigkeiten wie Essenausgabe, Bettendesinfektion oder Transportdienste zu Untersuchungen übernehmen müssen. Das stellt den bereits etablierten Personalmix in den Krankenhäusern infrage, der die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Patientenversorgung bietet.

Refinanzierung der Pflegekräfte in Rehabilitationseinrichtungen

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken appelliert in seiner Stellungnahme an die Politik, die rund 30.000 Pflegekräfte in Rehabilitationseinrichtungen in den aktuellen Gesetzgebungsprozess einzubeziehen. „Der geplante Pflegezuschlag für Krankenhäuser und die vorgesehene Anhebung der Gehälter provozieren ein personelles Ausbluten der Reha-Kliniken, wenn sie solche Verbesserungen wegen fehlender Refinanzierungsmöglichkeiten nicht anbieten können. Wenn Krankenhäuser und Pflegeheime ihre zusätzlichen Personalkosten erstattet bekommen, werden sie alles tun, um die guten Pflegekräfte aus den Reha-Kliniken mit Abwerbeprämien und anderen monetären Anreizen in ihre Häuser zu bekommen. Reha-Kliniken fehlt es an finanziellen Mitteln, um dies zu verhindern,“ betont Thomas Bublitz.

Der vorhersehbare Verlust von Pflegekräften in der Rehabilitation gefährdet in hohem Maße die Anschlussversorgung für Krankenhauspatienten. Diese benötigen häufig aufgrund chirurgischer Eingriffe bei Herzerkrankungen, Schlaganfall, Gelenkersatz oder Krebserkrankungen dringend die Anschlussheilbehandlung in der medizinischen Rehabilitation.

In seiner Stellungnahme fordert der BDPK die Politik auf, Reha-Kliniken die Refinanzierung steigender Pflegepersonalkosten zu ermöglichen. Derzeit begrenzt die Grundlohnrate Preissteigerungen in der Reha. Diese Regelung muss in § 111 SGB V außer Kraft gesetzt werden.

Die Stellungnahme des BDPK vom 6. Juli 2018 zum Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes (PpSG) finden Sie hier als PDF:
BDPK-Stellungnahme_zum_Referentenentwurf_des_Pflegepersonal-Staerkungs-Gesetzes

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30

presse@bdpk.de
http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Nähere Informationen: http://www.bdpk.de

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Strampeln, bis der Arzt kommt

Spinning® Instructor Martin Timmermann bringt Patient/innen und Mitarbeiter/innen der Dr. Becker Klinik Möhnesee tüchtig ins Schwitzen.

Im Rahmen eines klinikeigenen Events hat die Dr. Becker Klinik Möhnesee 16 neue Spinning® Bikes eingeweiht. Auch die Klinikleitung nahm daran teil.

Möhnesee. Erst kürzlich hat die Dr. Becker Klinik Möhnesee rund 15.000 Euro in 16 neue Spinning® Bikes investiert. Um diese einzuweihen, fand am 4. Juli 2018 in der Klinik ein Spinning® Event für die Klinikmitarbeiter/innen und Patienten/innen statt.

Internationaler Spinning® Instructor bringt Chefarzt ins Schwitzen

Für die Veranstaltung hat die Dr. Becker Klinik Möhnesee einen namhaften Referenten eingeladen: Martin Timmermann, Diplom Sportwissenschaftler und internationaler Spinning® Instructor, führte bei sommerlichen Temperaturen und unter freiem Himmel durch die rund 70-minütige schweißtreibende Trainingseinheit, an der auch Dr. Rainer Schubmann, Chefarzt Kardiologie und Psychokardiologie der Klinik, teilnahm. Zuvor hatte er die Teilnehmer/innen bei einem Vortrag zum Thema „Spinning – viele Gründe warum das richtig gut sein kann“ für das Training motiviert.

„Events wie das heutige sind nicht nur gut für Körper und Geist, sondern machen auch noch richtig viel Spaß!“, sagt Schubmann, der kürzlich sein 20-jähriges Dienstjubiläum in der Klinik feierte. „Und so ein intensives Training mit einem namhaften Profi wie Martin Timmermann ist natürlich für alle etwas Besonderes. Künftig werden solche Veranstaltungen regelmäßig stattfinden.“

Optimal für das Herz-Kreislauf-System

„Spinning spricht sämtliche Körpersysteme wie beispielsweise den Stoffwechsel, die Atmung, das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur an“, weiß Ulrich Feldmann, Abteilungsleiter Sporttherapie der Klinik Möhnesee, der das Event mit Martin Timmermann initiiert hatte. “Es ist ein Training, das für sämtliche Zielgruppen zur Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit optimal geeignet ist.“ Bereits seit mehr als 10 Jahren gehört diese Trainingsmethode zum festen Bestandteil der Sporttherapie in der Dr. Becker Klinik Möhnesee. Von leistungsorientierten Soldaten/innen bis hin zu Kardiologiepatienten/innen bietet diese Fitnessmethode ein abwechslungsreiches und effektives Ganzkörpertraining.

Dr. Becker Klinik Möhnesee

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psycho-Kardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee

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