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Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen

Titelbild "Leben mit der Diagnose Alzheimer" (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Titelbild "Leben mit der Diagnose Alzheimer" (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Titelbild „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Düsseldorf (ots) – Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

Was für den Erkrankten in der Vergangenheit wichtig war, sollte so lange wie möglich in dieser Form aufrechterhalten werden. Denn feste Abläufe – zum Beispiel beim Anziehen – können das Gefühl für Sicherheit und Vertrauen stärken. „Menschen mit Alzheimer sollten ermutigt werden, sich selbst anzukleiden, so lange sie dazu in der Lage sind. Aber da die Wahl der Kleidung und die Reihenfolge beim Anziehen oft schwierig sind, sollten Angehörige die Kleidung vorher zurechtlegen“, empfiehlt die AFI in ihrem Ratgeber.

Komplexere Handlungen sollten möglichst in kleinen Schritten vorbereitet und umgesetzt werden, um nicht für Unruhe zu sorgen. Bei einem stufenweisen Vorgehen behält der Patient eher den Überblick über die Situation und Gefühle der Angst und Panik können vermieden werden. Das kann beispielsweise bei der Körperpflege helfen. Hier ist es das Beste, die Aufmerksamkeit immer auf die aktuelle Aufgabe zu richten.

Bestellinformation: Der Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ kann bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit: https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/wasistalzheimer/

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 230 Forschungsaktivitäten mit über 9,2 Millionen Euro unterstützen und rund 800.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Pressekontakt:

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Dr. Christian Leibinnes
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211 – 86 20 66 27
presse@alzheimer-forschung.de
www.alzheimer-forschung.de/presse

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Die Polizei löst keine Drogenprobleme

Berlin – BKA-Bericht zur Rauschgiftkriminalität stellt polizeiliche Aktivitäten in den Vordergrund. Was Schäden durch Drogenkonsum stattdessen nachhaltig reduzieren könnte, zeigen Fachverbände in einer neuen Handreichung für die Politik: „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundeskriminalamt haben heute mit einer Pressekonferenz in Wiesbaden ihren Bericht zur „Rauschgiftlage“ vorgestellt.

Dazu erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes akzept e.V.:

„Bei allem Respekt für Polizeiarbeit: Drogenprobleme löst man nicht mit strafrechtlicher Verfolgung von Konsumierenden. Der fortgesetzte Anstieg der Delikte spiegelt einen teuren Kampf gegen Windmühlen, der Unsummen verschlingt, ohne das Problem zu lösen: Illegale Substanzen sind heute so leicht und billig zu bekommen wie nie. Es ist Zeit für neue, wissenschaftlich abgesicherte Wege.“

Lösungen für Individuen und die Gesellschaft

Credit: Deutsche AIDS-Hilfe

Wie individuelle und gesellschaftliche Schäden durch Drogen sich eindämmen ließen, skizzieren Fach- und Selbstorganisationen in einer neuen Handreichung für die Politik. Titel: „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“. akzept, die Deutsche AIDS-Hilfe und JES beschreiben in der Broschüre kurz und prägnant evaluierte Strategien und Best-Practice Beispiele aus anderen Ländern. Das thematische Spektrum reicht von Alkohol und Tabak über „Partydrogen“ bis Heroin.

Winfried Holz, Mitglied im Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe betont:

„Wir können mehr Leben retten, die Gesundheit von Drogen Konsumierenden besser schützen und viele Menschen davor bewahren, abhängig zu werden. Zugleich können wir Folgeschäden des Drogenkonsums für die Gesellschaft erheblich reduzieren. Die Erfolge moderner drogenpolitischer Interventionen sind eindeutig. Es gibt keine Rechtfertigung mehr, einfach weiterzumachen wie bisher.“

Marco Jesse vom Vorstand des Selbsthilfe-Netzwerkes JES erklärt:

„Wer Schäden durch Drogen begrenzen will, muss zunächst akzeptieren, dass manche Menschen Drogen konsumieren. Sie brauchen Unterstützung, um ihre Gesundheit zu erhalten. Damit wird nicht Drogenkonsum gefördert, sondern Gesundheit. Die massenhafte Strafverfolgung von Konsumierenden verschärft gesundheitliche Probleme und schneidet Menschen von Prävention und Beratung ab.“

Repression ist erfolglos und teuer

Der Versuch, Drogen durch Repression in den Griff zu bekommen, gilt mittlerweile international in Fachkreisen als gescheitert. Er marginalisiert nicht nur Konsumierende, sondern führt auch zu Schwarzmärkten und verunreinigten Substanzen. Er fördert kriminelle Strukturen statt sie zu zerschlagen. Zugleich verschlingt der Kampf in Polizei, Justiz und Gesundheitssystem enorme Ressourcen, die sich effektiver einsetzen ließen.

Erprobte Maßnahmen, gute Beispiele

Die Broschüre „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“ gibt Impulse, um Kontrolle zu gewinnen. Aus dem Inhalt:

  • BtMG auf den Prüfstand: Das Gesetz verfehlt seinen Zweck, Individuen und Gesellschaft vor Schaden zu bewahren – eine Reform ist überfällig
  • Keine Werbung für Tabak und Alkohol: Beim Konsum der Volksdrogen ist Deutschland Spitzenreiter, bei den Gegenmaßnahmen Entwicklungsland
  • Ein Nasenspray, das Leben rettet: Ein Notfallmedikament könnte die Zahl der Drogentoten drastisch senken
  • Raum für Sicherheit: Drogenkonsumräume retten Leben, verhindern HIV- und Hepatitis-Infektionen und beruhigen Wohnumfelder
  • Sicher durch die Nacht: Im Nachtleben konsumieren nicht nur viele junge Menschen zeitweilig Drogen. „Safer Nightlife“ schützt sie vor Abhängigkeit und Gesundheitsschäden.

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 1.300 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Substanzen. Hinzu kommen rund 75.000 Tote durch Alkohol mehr als 120.000 durch Tabakkonsum.

Der Konsum zahlreicher Substanzen, zum Beispiel Cannabis und Crystal Meth, hat in den letzten Jahren zugenommen.

Bestellung / Download der Handreichung

Cover der Handreichung als Pressebild (Credit: Deutsche AIDS-Hilfe)

Keine Entwarnung bei Drogentodesfällen (Pressemitteilung vom 16.6.2018)

Kontakt:

Holger Wicht (Pressesprecher)
Wilhelmstraße 138
10963 Berlin
Tel. (030) 69 00 87 -16/-65
mobil 0171 274 95 11
presse@dah.aidshilfe.de

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Übergewicht löst Nikotin als Hauptrisiko für Tumorerkrankungen bald ab

Kongress ERNÄHRUNG 2018

  1. Dreiländertagung der DGEM, AKE und GESKES, Jahrestagung des VDOE, 19. Jahrestagung des BDEM
  2. bis 23. Juni 2018, Kongress Palais Kassel

 

Mit ausgewogener Ernährung und körperlicher Aktivität Krebs vorbeugen

 

Kassel, Juni 2018 – Mehr als ein Drittel aller Tumorerkrankungen ist nach Schätzungen der WHO auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen: Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko für viele Krebserkrankungen. Dagegen beugen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität Tumorerkrankungen vor und wirken positiv auf Therapie, Überleben und Lebensqualität von Krebspatienten. Wie sich Ernährung und Krebs gegenseitig beeinflussen, erläutern Experten auf der Pressekonferenz im Rahmen des Ernährungskongresses 2018, die am 21. Juni 2018 in Kassel stattfindet.

 

Studien haben gezeigt, dass ein zu hohes Gewicht und geringe körperliche Aktivität Risikofaktoren für viele Krebserkrankungen sind. Bestimmte Tumorarten wie beispielsweise Brustkrebs nach den Wechseljahren, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs aber auch Dickdarm- und Prostatakrebs treten bei übergewichtigen Menschen verstärkt auf. „Zu viel Essen, zu wenig Bewegung und daraus resultierendes Übergewicht haben einen größeren Einfluss auf die Entstehung und das Voranschreiten von Tumorerkrankungen als Nikotinkonsum“, erklärt Professor Dr. med. Hartmut Bertz, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I (Hämatologie/Onkologie/Stammzelltransplantation) am Universitätsklinikum Freiburg und Sektionsleiter Ernährungsmedizin und Diätetik. „Gewichtszunahme könnte Rauchen als Hauptrisikofaktor für Krebs bald ablösen“, gibt Bertz zu bedenken. So ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken für stark übergewichtige Frauen – mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 35 – um ungefähr 90 Prozent erhöht.

 

Übergewicht steigert zudem das Risiko für Rezidive, also für das erneute Auftreten von Tumoren. Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert dagegen die Gefahr, Krebs zu bekommen oder dass ein Tumor wiedererscheint. Experten empfehlen fünf bis sieben Stunden moderat anstrengende körperliche Tätigkeit pro Woche, zum Beispiel Fahrradfahren oder zügiges Spazierengehen. „Dass Übergewicht und Bewegungsmangel schlecht für Herz und Kreislauf sind, ist allgemein bekannt“, so Bertz. „Wir wollen die bekannten negativen Auswirkungen auf Tumorerkrankungen aber noch stärker in das Bewusstsein von Ärzten und Bevölkerung bringen“, betont der Experte für Ernährung in der Onkologie.

 

Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, verlieren oft dramatisch an Gewicht. Dabei handelt es sich vor allem um den Abbau von Muskelmasse, nicht von Fettgewebe. Für Tumorpatienten können Mangelernährung und Gewichtsverlust schwerwiegende Folgen haben: Sie schwächen den Patienten und wirken sich negativ auf Operationserfolg, Chemotherapie, Prognose und nicht zuletzt die Lebensqualität aus. „Jährlich sterben allein 20 bis 30 Prozent aller Krebspatienten nicht an ihrer Grunderkrankung, sondern an den Folgen ihrer Mangelernährung“, betont DGEM-Kongresspräsident Professor Dr. med. Christian Löser, Chefarzt der Medizinischen Klinik der DRK-Kliniken Nordhessen und Experte für Mangelernährung. Die Experten sind sich einig: „Hier müssen wir mit etablierten ernährungsmedizinischen und ernährungstherapeutischen Maßnahmen intensiv gegensteuern.“ Tumorpatienten können von einer individuellen ernährungsmedizinischen Betreuung und bewegungstherapeutischen Maßnahmen enorm profitieren. „Wichtig ist, dass diese Maßnahmen bereits frühzeitig starten und nicht erst dann, wenn sich der Patient bereits in einem Stadium des Auszehrsyndroms (Kachexie) befindet“, ergänzt Bertz. „Sowohl in der Klinik als auch in der ambulanten Betreuung sollte eine individuelle Ernährungstherapie eine Selbstverständlichkeit sein“, fordert Ingrid Acker, VDOE-Kongresspräsidentin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE).

 

Auch in der Nachsorge bleibt das Thema Ernährung aktuell: „Ehemalige Patienten können durch ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung die Folgen der Erkrankung oder Therapie lindern, ihre Widerstandskraft steigern und ihre Lebensqualität verbessern“, so Bertz. Eine aktuelle im Journal of the American Medical Association erschienene Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und der Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten das Sterberisiko um fast 50 Prozent reduzieren. „Beobachtungsstudien belegen für viele Krebserkrankungen, dass ein gesunder Lebensstil mit ausreichend körperlicher Aktivität das Wiederauftreten von Krebs deutlich reduzieren kann“, betont Löser.

 

Welchen Stellenwert die Ernährung in der Krebsprävention und -therapie einnimmt, erklärt Professor Bertz auf der Kongress-Pressekonferenz am 21. Juni 2018. Die Tagung ERNÄHRUNG 2018, die unter dem Motto „Ernährung ist Therapie und Prävention“ steht, findet vom 21. bis 23. Juni 2018 im Kongress Palais Kassel statt.

 

Quellen:

World Health Organization (2018): Cancer Key Facts. http://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/cancer

Arends J.: Ernährung bei Krebs: geeignet zur Vorbeugung und Therapie? Aktuel Ernahrungsmed 2018; 43: 86–91, DOI https://doi.org/10.1055/a-0596-5804

Nunez C., Bauman A., Egger S., Sitas F., Nair-Shalliker V.: Obesity, physical activity and cancer risks: Results from the Cancer, Lifestyle and Evaluation of Risk Study (CLEAR). Cancer Epidemiol. 2017 Apr;47: 56-63.

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. S3-Leitlinie: Klinische Ernährung in der Onkologie.  http://www.dgem.de/sites/default/files/PDFs/Leitlinien/S3-Leitlinien/073-006l_S3_Klin_Ern%C3%A4hrung_in_der_Onkologie_2015-10.pdf

Van Blarigan E. L., Fuchs C. S. Niedzwiecki D. et al.: Association of Survival With Adherence to the American Cancer Society Nutrition and Physical Activity Guidelines for Cancer Survivors After Colon Cancer. JAMA Oncol. 2018 Apr, DOI: 10.1001/jamaoncol.2018.0126

 

 

Terminhinweise:

Kongress ERNÄHRUNG 2018

Termin: 21. bis 23. Juni 2018

Ort: Kongress Palais Kassel

Anschrift: Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

 

Kongress-Pressekonferenz

Termin: Donnerstag, 21. Juni 2018, 11.00 bis 12.00 Uhr

Ort: Kongress Palais Kassel, Aschrottsaal

Anschrift: Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

 

Vorläufige Themen und Referenten: 

 

Risiko-/Kostenfaktor Mangelernährung – Ernährungsscreening und -therapie reduzieren nachhaltig gesundheitliche Folgen und entlasten das Gesundheitssystem

Professor Dr. med. Christian Löser, Kongresspräsident DGEM, Chefarzt der Medizinischen Klinik der DRK-Kliniken Nordhessen, Kassel

 

Herausforderung Adipositas: Das Verhalten ändern oder die Verhältnisse? Wie können wir Adipositas erfolgreich bekämpfen?

Professor Dr. med. Johannes Georg Wechsler, Kongresspräsident BDEM, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM), München

 

Krebsprävention und -therapie: Tumorerkrankungen mit der richtigen Ernährung vorbeugen und behandeln

Professor Dr. med. Hartmut Bertz, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I (Hämatologie/Onkologie/Stammzelltransplantation) und Sektionsleiter Ernährungsmedizin und Diätetik am Universitätsklinikum Freiburg

 

Ernährungsversorgung 2030: individuell integriert – ganzheitlich

Ingrid Acker, Kongresspräsidentin VDOE, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BerufsVerbands Oecotrophologie (VDOE), Bonn

 

Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie als wichtiger Teil der Patientenversorgung – was sich noch ändern muss 

Professor Dr. med. Johann Ockenga, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), Bremen

 

 

Ihr Kontakt für Rückfragen/zur Akkreditierung:

ERNÄHRUNG 2018

Pressestelle

Stephanie Balz

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Telefon: 0711 8931-168

Telefax: 0711 8931-167

E-Mail: balz@medizinkommunikation.org

www.ernaehrung2018.de

 

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Krankenkassen trocknen medizinische Reha aus!

PRESSEMITTEILUNG

AG MedReha veröffentlicht Gutachten zum Finanzbedarf der medizinischen Rehabilitationseinrichtungen und fordert auf Basis der Vorgaben der Krankenkassen erneut eine ausreichende Vergütung durch die Krankenkassen. Es wurde überprüft, welche Vergütungssätze notwendig sind, um die strukturellen und qualitativen Vorgaben zu erfüllen.

Berlin, 23.05.2018 – Die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha) hat ein Gutachten über den Vergütungsbedarf von Rehabilitationsleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt. Das Ergebnis: Das aktuelle Vergütungsniveau liegt deutlich unter dem, was zur Erfüllung der Strukturanforderungen der Krankenkassen notwendig ist. Die in der AG MedReha vertretenen Leistungserbringerverbände beklagen deshalb ein Austrocknen der medizinischen Reha und fordern die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung zur Änderung ihrer Vergütungspraxis auf.

Das aktuelle Gutachten „Was kostet die Rehabilitationsleistung? – Kostenberechnung auf Basis struktureller Anforderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ der aktiva – Beratung im Gesundheitswesen GmbH im Auftrag der AG MedReha geht von den Strukturanforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) aus, die die Verbände der Krankenkassen mit anderen Rehabilitationsträgern gemeinsam beschlossen haben und die etwa für die Personalausstattung in den Reha-Einrichtungen maßgeblich sind. Auf dieser Basis berechnen die Gutachter die notwendigen Tagessätze exemplarisch für die medizinische Rehabilitation orthopädischer, kardiologischer und geriatrischer Patienten. Für die stationäre orthopädische Rehabilitation kalkulieren die Gutachter einen Vergütungssatz von 164 EUR pro Belegungstag. Der kalkulierte Vergütungssatz für die kardiologische Rehabilitation beträgt 157 EUR und für die stationäre geriatrische Rehabilitation 265 EUR pro Belegungstag. Die Gutachter bewerten die Ergebnisse auch für andere, im Rahmen der Studie nicht untersuchte Indikationen, als richtungsweisend.

Die heute im Markt realisierbaren Vergütungssätze im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung liegen aber bis zu 30% unter den im Gutachten ermittelten Werten. Damit wird deutlich, dass sich die Rehabilitationseinrichtungen in einer chronischen Unterfinanzierung befinden. Rehabilitationseinrichtungen müssen im Gegensatz zu Krankenhäusern sämtliche Kosten aus dem Vergütungssatz refinanzieren. Nur wenn die Leistungserlöse die tatsächlichen Personal-, Sach- und Investitionskosten abdecken, können die Rehabilitationskliniken langfristig ihre Aufgaben erfüllen und so den Rechtsanspruch der Versicherten auf medizinische Rehabilitation flächendeckend sichern.

Die AG MedReha fordert daher zum Erhalt der notwendigen Reha-Struktur eine zügige Anpassung der Vergütungssätze in der Rehabilitation, um die notwendige Versorgungsstruktur langfristig und in der geforderten Qualität zu sichern. Durch ihre bisherige Vergütungspolitik trocknen die Krankenkassen die Reha stattdessen aus und riskieren den Abbau notwendiger Angebotsstrukturen. Aktuell zehren die Kliniken ihre Substanz immer weiter aus oder sind gezwungen, die Leistungen zu subventionieren. Erste Klinikschließungen sind bereits erfolgt bzw. Anbieter reduzieren ihre Anzahl an Rehabilitationsplätzen. Die medizinische Rehabilitation wird im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Hier spielt vor allem die demografische Entwicklung und die wachsende Anzahl älterer Menschen eine entscheidende Rolle, beispielsweise im Bereich „Reha vor Pflege“ bzw. bei der sachgerechten Anschlussversorgung bei immer kürzeren Krankenhausverweildauern.

Das Gutachten und den Text dieser Pressemitteilung finden Sie auch auf der Homepage der AG MedReha: www.agmedreha.de

Die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha SGB IX) ist ein Zusammenschluss von maßgeblichen, bundesweit tätigen Spitzenverbänden der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation. Die Mitglieder der AG MedReha vertreten die Interessen von rund 800 Rehabilitations-Einrichtungen mit mehr als 80 000 Betten/Behandlungsplätzen.

Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren e.V. (BamR), Berlin

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), Berlin

Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss), Kassel

Bundesverband Geriatrie e.V., Berlin

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED), Berlin

Fachverband Sucht (FVS), Bonn

 

Kontakt / Weitere Informationen:

Antonia Walch
Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX GbR
Friedrichstrasse 60
10117 Berlin

Tel: 030-2400899-0
Fax: 030-2400899-30
info@agmedreha.de
www.agmedreha.de

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13. Abschlussprüfung der „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“

Pressemitteilung 5-2018 (15.05.2018)

 

Zum 13. Mal haben am 3. und 4. Mai 2018 die Abschlussprüfungen für die „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“ stattgefunden. Von insgesamt 37 Teilnehmern des bundesweiten Lehrgangs haben 31 Teilnehmer die Prüfungen zur „ZERCUR Pflegefachkraft Geriatrie“ absolviert.

 

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werden geriatriespezifisches Fachwissen sowie Fortbildungsangebote immer wichtiger. Die vom Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit dem Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf entwickelte „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“ hat sich als Fortbildung etabliert und wird von der Zielgruppe der Pflegenden sehr gut angenommen.

Seit 2010 haben insgesamt 285 Teilnehmer diese 520 Stunden umfassende Fachweiterbildung durchlaufen und die abschließenden Prüfungen erfolgreich bestanden. Durch die flexible Dauer von maximal fünf Jahren und die modularisierte Struktur lässt sich die Fortbildung sehr gut in den Berufsalltag der Pflegefachkräfte integrieren. Das Programm ermöglicht dem in einem interdisziplinären Team arbeitenden Pflegepersonal, die hohen Qualitätsstandards in der Geriatrie zu gewährleisten. Die Abschlussprüfungen finden zweimal jährlich in Berlin statt.

 

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Weiterqualifizierung zum 1. Januar 2017 um eine Fachweiterbildung für Therapeuten im Bereich der Geriatrie erweitert. Die „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Therapeuten“ ist ebenfalls modular aufgebaut und setzt gleichfalls auf den ZERCUR Basiskurs auf. Im Januar 2018 wurde das ZERCUR Programm durch die Weiterbildung „ZERCUR GERIATRIE Pflegehelfer“ ergänzt. Sie richtet sich an Pflegehelfer mit ein- oder zweijähriger Ausbildung.

 

Nähere Informationen zum „ZERCUR GERIATRIE Basiskurs“ sowie zu den darauf aufbauenden Programmen „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“, „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Therapeuten“ und „ZERCUR GERIATRIE Pflegehelfer“ finden sich auch auf der Webseite des Bundesverbands Geriatrie e.V.: http://bv-geriatrie.de/verbandsarbeit/zercur-geriatrie/ueber-zercur

 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

 

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Bundesweiter Suchtkongress „Sucht und Komorbidität – Sucht als Komorbidität“

Bundesweiter Suchtkongress „Sucht und Komorbidität – Sucht als Komorbidität“ vom 20. bis 22. Juni 2018 in der Stadthalle Heidelberg

 

Der 31. Bundeskongress des Fachverbandes Sucht e.V. findet vom 20. bis 22. Juni 2018 im Kongresshaus Stadthalle in Heidelberg statt. Thema des diesjährigen Kongresses sind komorbide Störungen in Verbindung mit Abhängigkeitserkrankungen.

Suchtkranke Menschen leiden deutlich häufiger als die Allgemeinbevölkerung an psychiatrischen Diagnosen, wie Angsterkrankungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolge-Störungen. Aber auch somatische Diagnosen, wie etwa Stoffwechselkrankheiten, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, des Verdauungs- oder Kreislaufsystems, kommen häufiger bei ihnen vor. Hieraus ergeben sich zwei zentrale Themenstellungen, mit denen sich der Kongress befassen wird:

Zum einen geht es um die Frage, inwieweit im Vorfeld bzw. auch während der Behandlung neben der Suchterkrankung auch komorbide Störungen diagnostiziert werden und diese auch Eingang in der Behandlung finden. Die vielfältigen Interdependenzen zwischen dem Substanzmittelkonsum und vorhandenen komorbiden Störungen erfordern integrierte Behandlungsmodelle. Diese stellen jedoch vielfältige Herausforderungen an die Behandler, da die mehrdimensionalen Problembereiche der komorbiden Patientinnen und Patienten bei der Therapiezielplanung und der Gestaltung des gesamten Behandlungsprozesses zu berücksichtigen sind.

Zum anderen kann eine Suchterkrankung im Kontext der Behandlung einer somatischen oder psychischen Störung selbst als Komorbidität auftreten. Eine zusätzliche Suchterkrankung wird jedoch häufig übersehen bzw. nicht ausreichend berücksichtigt. Hier stellt sich die Herausforderung, durch die Entwicklung einer „Kultur des Hinschauens“ im Verlauf der weiteren Diagnostik und Behandlungsplanung die Aufmerksamkeit auch auf die Suchterkrankung zu lenken und die Patientin oder den Patienten zur Inanspruchnahme entsprechender suchtspezifischer Beratungs- und Behandlungseinrichtungen sowie Selbsthilfegruppenangebote zu motivieren

Es erwartet uns ein spannender Kongress, der Orientierung bieten soll und bei dem in Form von Plenumsvorträgen, neun Foren, sieben Workshops und Posterbeiträgen u. a. folgende Themen behandelt werden:

  • Alkohol-/substanzbezogene Störungen, somatische Komorbidität und Frühintervention
  • Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen unter besonderer Berücksichtigung von Angsterkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen – Überblick über Diagnostik, Behandlungsmethoden und -techniken
  • Depression und Suizidalität bei Suchterkrankungen
  • Psychopharmaka und Suchtbehandlung
  • Return to Work – unter Berücksichtigung psychischer und substanzbezogener Störungen
  • Behandlung psychischer und somatischer Erkrankungen in der Suchttherapie
  • Komorbide Erkrankungen in der Behandlung Drogenabhängiger sowie bei pathologischem Glücksspiel und pathologischem PC-/Internetgebrauch
  • Komorbidität und Sucht: Rahmenbedingungen, Anforderungen und deren Finanzierung
  • Sucht und Komorbidität – Sucht als Komorbidität: Erfordernisse aus Sicht der Leistungsträger und Behandler

Auf der Homepage des Fachverbandes Sucht e.V. (http://www.sucht.de) finden Sie unter der Rubrik „Fachpublikum/Veranstaltungen/Kongresse des FVS“ Informationen u. a. zur Anmeldung sowie Hinweise zur Organisation, Unterkunft und Zertifizierung.

Das Kongressprogramm ist dort ebenfalls verfügbar oder kann direkt unter dem nachfolgenden Link heruntergeladen werden:

http://www.sucht.de/files/pdf/veranstaltungen/31.%20Heidelberger%20Kongress/28752%20FVS%20Kongressprogramm%202018.pdf

 

Das Programmheft zum Kongress kann ebenfalls als Broschüre bei der Geschäftsstelle des Fachverbandes Sucht e.V. bestellt werden. Dorthin können Sie sich auch gerne bei Rückfragen wenden:

 

FACHVERBAND SUCHT e.V.

– Geschäftsstelle –

Walramstraße 3

53175 Bonn

Tel.: 0228 – 26 15 55

Fax: 0228 – 21 58 85

E-Mail: sucht@sucht.de

Internet: http://www.sucht.de

 

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Verband stellt sich neu auf – Zukunft der beruflichen Reha ist digital

Pressemitteilung                                                                            Berlin, 17. Mai 2018

 

BAG Berufsbildungswerke wählt Tobias Schmidt zum neuen Vorsitzenden

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e. V. (BAG BBW) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 16./17. Mai 2018 in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. An der Spitze des Verbands steht für die kommenden vier Jahre der Leipziger Tobias Schmidt. Er folgt auf Michael Breitsameter, der seit 2011 die Interessen der BAG BBW als Vorstandsvorsitzender vertreten hatte.

„In den vergangenen sieben Jahren meiner Arbeit haben wir gemeinsam das Netzwerk für die Berufsbildungswerke in Deutschland intensiv gepflegt und ausgebaut. Es ist uns gelungen, die Rahmenbedingungen für die Berufsbildungswerke auf zukunftssichere Fundamente zu stellen. Dazu gehört der neue Rahmenvertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, die tarifliche Absicherung unserer Mitarbeiter zur Sicherung der Qualität unserer Leistungen und diese messbar und transparent zu machen“, zieht Breitsameter Bilanz. „Zusammen haben wir viel bewegt, um Jugendliche mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten und nachhaltig erfolgreich zu vermitteln. Und dass mit einer im Verhältnis zu ihrer Mitgliederzahl kleinen, aber sehr schlagfähigen Truppe. Ich wünsche mir, dass uns das auch weiterhin gelingt“, so Breitsameter. Der Verband entwickle sich stetig weiter. Dies möchte der 57-Jährige auch in Zukunft fördern und begleiten. Daher wählten ihn die Delegierten erneut als Mitglied in den Vorstand.

Der neue Vorsitzende Tobias Schmidt möchte die Zukunft der beruflichen Rehabilitation aktiv mitgestalten: „Das neue Bundesteilhabegesetz stellt uns als Leistungserbringer vor viele Aufgaben, die wir mit unserer Praxiserfahrung gemeinsam mit der Politik angehen werden. Vor allem der digitale Wandel hat für die Berufsbildungswerke erhebliche Folgen, die schon heute spürbar sind. Neue Berufsbilder, die Qualifikation der Mitarbeiter und sich wandelnde Lernprozesse werden künftig darüber entscheiden, wie wettbewerbsfähig Berufsbildungswerke sind und bleiben. Auch in Zukunft wollen wir jungen Menschen mit Behinderungen optimale und an ihren individuellen Bedarfen ausgerichtete Leistungen anbieten. Dafür stellen wir in den kommenden Jahren die Weichen“, kündigte der 40-Jährige vor den Delegierten an.

Hintergrund

Die BAG Berufsbildungswerke e.V. ist ein Zusammenschluss von bundesweit 51 Berufsbildungswerken. Sie sind Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen nach § 51 Sozialgesetzbuch, Neuntes Buch (SGB IX). Die Geschäftsstelle der BAG Berufsbildungswerke ist in Berlin.

Im neuen Vorstand sind neben dem Vorsitzenden folgende Mitglieder vertreten:

Samuel Breisacher (CJD), Michael Breitsameter (KJF Augsburg), Roman Hanle (BBW Waiblingen), Walter Krug (BBW Abensberg), Georg Kruse (Christophorus-Werk Lingen), Herbert Lüdtke (BBW Ravensburg), Manfred Schulte (Josefs-Gesellschaft Köln), Kerstin Stoye (BBW Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin), Dr. Thorsten Hinz (Caritasverband), Jürgen Wonn (Deutsches-Rotes-Kreuz)

Kontakt:

Tanja Ergin
Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V.
Oranienburger Straße 13/14
10178 Berlin
Fon 030 2639809-90
Fax 030 2639809-99
info@bagbbw.de
www.bagbbw.de

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Zehn Jahre im Einsatz für abhängige Menschen

MEDIAN Klinik Dormagen feiert zehnjähriges Bestehen mit einer Fachtagung und zahlreichen geladenen Gästen / Außergewöhnliche therapeutische Behandlungsansätze für suchtkranke Menschen zeichnen Fachklinik aus

Gruppenbild anlässlich der Jubiläums-Fachtagung mit (v.l.) Oberärztin Dr. (C) Laycen  Chuey- Ferrer, Stellvertretender Bürgermeister Michael Dries, Chefarzt Günther K. Mainusch, Geschäftsführer des Fachverbands Sucht e.V. Dr. Volker Weissinger, MEDIAN Geschäftsbereichsleiter Andreas Finkel, Dezernatsleiter der Deutschen Rentenversicherung Bund Andreas Petermann, Prof. Dr. phil. Johannes Michalak von der Universität Witten/Herdecke, Kaufmännischer Leiter Martin Pieper,  Leitende Psychologin Christina Rohde und der Leiter des EMDR-Instituts Deutschland Dr. med. Arne Hoffmann.

Gruppenbild anlässlich der Jubiläums-Fachtagung mit (v.l.) Oberärztin Dr. (C) Laycen Chuey- Ferrer, Stellvertretender Bürgermeister Michael Dries, Chefarzt Günther K. Mainusch, Geschäftsführer des Fachverbands Sucht e.V. Dr. Volker Weissinger, MEDIAN Geschäftsbereichsleiter Andreas Finkel, Dezernatsleiter der Deutschen Rentenversicherung Bund Andreas Petermann, Prof. Dr. phil. Johannes Michalak von der Universität Witten/Herdecke, Kaufmännischer Leiter Martin Pieper, Leitende Psychologin Christina Rohde und der Leiter des EMDR-Instituts Deutschland Dr. med. Arne Hoffmann.

Die MEDIAN Klinik Dormagen feierte am 16. Mai ihr zehnjähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums hatte die Klinik zu einer Fachtagung unter dem Titel „10 Jahre Komorbiditätsbehandlung im Rheinland” eingeladen. Unter den rund 100 Gästen waren auch Vertreter von Kostenträgern und Verbänden, wie Andreas Petermann, Dezernatsleiter der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin und Dr. Volker Weissinger, Geschäftsführer des Fachverbandes Sucht e.V. Von der Stadt Dormagen war deren stellvertretender Bürgermeister Michael Dries der Einladung gefolgt. Zu Beginn der Veranstaltung zog Chefarzt Günther K. Mainusch eine positive Bilanz der vergangenen Jahre. Die Klinik habe sich durch ihre Expertise insbesondere in der Trauma- und Depressionsbehandlung einen Namen gemacht und sei heute hervorragend positioniert und gut belegt.

Außergewöhnliche Initiative

Mainusch hatte im Jahr 2008 selbst die Initiative ergriffen, die Klinik in Dormagen aufzubauen. Der innovative Ansatz war damals, eine Spezialeinrichtung für Entwöhnungsbehandlungen bei alkoholabhängigen und medikamentenabhängigen Männern und Frauen mit einer wohnortnahen stationären Behandlung in einer Region mit hoher Bevölkerungsdichte zu verwirklichen. Neu im therapeutischen Konzept war, sich auch mit komorbiden Störungen, also Neben- und Begleiterkrankungen bei suchtkranken Menschen zu beschäftigten. Diese sind nach heutigem Wissensstand eher die Regel als die Ausnahme. So leiden Suchtkranke häufiger auch unter Angsterkrankungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen. Auch somatische Diagnosen, wie etwa Stoffwechselkrankheiten, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, des Verdauungssystems oder Kreislaufsystems, kommen häufiger bei ihnen vor.

Therapeutisches Neuland beschritten

Maßgeblich beteiligt an der therapeutischen Konzeption war seinerzeit auch Oberärztin Dr. (C) Laycen Chuey-Ferrer, die schon zu Beginn ihrer Arbeit in Dormagen einen Schwerpunkt auf die Traumabehandlung und die EMDR Methode legte. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf Deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung). Die Psychotherapieform zur Behandlung von Traumafolgestörungen wurde Ende der 1980er Jahre in den USA entwickelt. Ein zentrales Element ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung unter Nutzung bilateraler Stimulation: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Diese Stimulation unterstützt nachweislich das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten. In Deutschland wird EMDR etwa seit 1991 angewendet.

 

Hochkarätige Fachvorträge

Folgerichtig lagen auch die Themen der Fachbeiträge am Jubiläumstag rund um diesen therapeutischen Schwerpunkt. So hatte die Klinik Prof. Dr. phil. Johannes Michalak vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie II der Universität Witten/Herdecke gewinnen können, der zum Thema „Achtsamkeit, Depression und der Körper“ sprach. Auf besonderes Interesse stieß auch der Fachvortrag von Dr. med. Arne Hoffmann, dem Leiter des EMDR-Instituts Deutschland. Er sprach zum Thema „EMDR als moderner Behandlungsansatz in der stationären Psychotherapie“. „Wir freuen uns, dass wir unseren Gästen zum Jubiläum ein so hochkarätiges Programm anbieten konnten und dass wir als hochspezialisierte Klinik hier in Dormagen stark gefragt sind“, freute sich der kaufmännische Leiter Martin Pieper. „Die MEDIAN Klinik Dormagen ist nicht nur in der Region sondern auch in der Fachwelt anerkannt. Das sind gute Voraussetzungen für die nächsten zehn Jahre.“

 

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen und ca. 15.000 Beschäftigten in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe.

Kontakt und Nachfragen:

NEDIAN Klinik Dormagen
Kaufmännischer Leiter Martin Pieper
Kurt-Tucholsky-Str. 4 · 41539 Dormagen
Telefon +49 (0)2133 2660-0
E-Mail: Martin.Pieper@median-kliniken.de
www.median-kliniken.de

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Noch ein Jahr bis zur 20. REHAB

+ Viele Keyplayer haben bereits Standflächen gebucht. Foto: Messe Karlsruhe

Noch ein Jahr bis zur 20. REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion

Am 16. Mai 2019 startet die 20. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) in der Messe Karlsruhe. Bereits jetzt ist die Hälfte der verfügbaren Standflächen belegt: Branchengrößen wie AAT Alber Antriebstechnik GmbH, Burmeier GmbH & Co. KG, Otto Bock Healthcare GmbH und Schuchmann GmbH & Co. KG haben sich ihren Stand frühzeitig gesichert.

 

 +  Viele Keyplayer haben bereits Standflächen gebucht. Foto: Messe Karlsruhe

Viele Keyplayer haben bereits Standflächen gebucht. Foto: Messe Karlsruhe

Ebenso konnten für den Marktplatz Homecare & Pflege neben bereits teilnehmenden Ausstellern wie den Firmen Mölnlycke Health Care GmbH und Börgel GmbH, zahlreiche Neu-Aussteller wie das Unternehmen Manfred Sauer GmbH hinzugewonnen werden. „Für die Jubiläumsausgabe schmieden wir derzeit an neuen Ideen mit unseren Netzwerk-Partnern und auch der Standflächenverkauf hat schon gut Fahrt aufgenommen“, so Projektleiterin Annika Gehrmeyer. Erstmalig wird das Reha-Netzwerk ROLLETS für das Rahmenprogramm eine Seminarreihe zur komplexen Hilfsmittelversorgung für Therapie- und Pflegeberufe sowie weitere Leistungserbringer und Kostenträger anbieten. Die 4. Pflegeregionalkonferenz des Pflegebündnisses der TechnologieRegion Karlsruhe mit rund 300 erwarteten Teilnehmern und die 43. Fortbildungstagung der Bobath-Therapeuten Deutschland e.V. mit rund 250 erwarteten Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden im Konferenz Center der Messe Karlsruhe begleitend zur REHAB statt.

REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. Nähere Informationen unter www.rehab-karlsruhe.de

Kontakt Presse:

Pressereferentin
Marion Künstel
Telefon +49 (0) 721 3720 2307
Fax +49 (0) 721 3720 99 2307
E-Mail marion.kuenstel@messe-karlsruhe.de

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Gesundheit fängt mit Lesen an

Pressemitteilung

Mainz / Berlin – Neues Projekt von Stiftung Lesen und AOK-Bundesverband: HEAL – Health Literacy im Kontext von Alphabetisierung und Grundbildung / Förderung durch Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Stiftung Lesen und der AOK-Bundesverband starten mit „HEAL – Health Literacy im Kontext von Alphabetisierung und Grundbildung“ ein neues Kooperationsprojekt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schnittstellen auszuloten und Handlungsempfehlungen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu entwickeln. Denn mehr als 7,5 Millionen Menschen in Deutschland sind funktionale Analphabeten. Sie können Texte nicht oder nur schwer lesen. Das hat oft auch Folgen für die Gesundheit.

Auf zwei Tagungen bündeln die Initiatoren gemeinsam mit Experten aus Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Medien das Wissen aus den Bereichen Gesundheits- und Schriftsprachkompetenz. Der Auftakt fand heute in Berlin zum Thema „Health Literacy“ statt, die kommende Veranstaltung im November nimmt „Food Literacy“ in den Blick. HEAL läuft bis April 2019 und wird im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Mit dem Projekt bauen Stiftung Lesen und der AOK-Bundesverband ihre Zusammenarbeit aus. Bereits seit 2011 engagiert sich die AOK beim bundesweiten Vorlesetag.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, erklärt: „Lesen spielt in allen Lebensbereichen eine entscheidende Rolle. Wenn Akteure der Lese- und Gesundheitsförderung über den eigenen Tellerrand hinausschauen, wird die Gesellschaft in beiden Bereichen profitieren. Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die großzügige Förderung des innovativen Projekts.“

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, bestärkt: „Wer Beipackzettel nicht verstehen, Medikamente nicht richtig dosieren oder Hygienevorschriften nicht befolgen kann, gefährdet sein körperliches Wohlbefinden. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch: Eine Verbesserung der Schriftsprachkompetenz aller Menschen in Deutschland wirkt sich positiv auf deren Gesundheit aus. Da die meisten Menschen im Krankheitsfall Ärzte oder Apotheker aufsuchen, sollten funktionale Analphabeten dort – innerhalb des Gesundheitssystems – geeignete Unterstützung erhalten.“

Thomas Bartelt, Referent in der Abteilung Weiterbildung, Arbeitsmarkt, ESF im Bundesministerium für Bildung und Forschung betont: „Wer in der Lage ist, sich über Ernährung, Prävention und Behandlung zu informieren, lebt gesünder. HEAL schafft die Grundlagen, um das Leben vieler Menschen in Deutschland zu verbessern. Daher unterstützen wir sehr gern die gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und des AOK-Bundesverbandes.“

Die Stiftung Lesen arbeitet dafür, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Denn Lesefreude und Lesekompetenz sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen breitenwirksame Programme sowie Forschungs- und Modellprojekte durch. Dazu zählen der „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt. Mehr unter www.stiftunglesen.de

Der AOK-Bundesverband ist der dienstleistungsorientierte Interessenvertreter der AOK-Gemeinschaft. Die Gesundheitskasse versichert in elf verschiedenen AOKs bundesweit mehr als 26 Millionen Menschen – fast ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Kernaufgabe des AOK-Bundesverbandes ist es, die Interessen des AOK-Systems gegenüber der Bundes- und Europapolitik, dem GKV-Spitzenverband und den Vertragspartnern der AOK zu vertreten. Hier engagiert sich der Bundesverband für eine qualitativ gute und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung der AOK-Versicherten.

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