Alexander Schunicht

 

Einladung zur Fachtagung: „Update – Rentenversicherung: Ergebnisse – Erfahrungen – Meinungen“ für den Sozialdienst und die Reha-Beratung

Bad Driburg. Die Fachtagung wird am 12.06.2018 gemeinsam durch den Sozialdienst der Klinik Berlin und der Knappschafts-Klinik, Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung in Bad Driburg organisiert.

Die Einladung richtet sich an den Sozialdienst sowie das Case-Management im Krankenhaus und in der Rehabilitationsklinik, die Reha-Beratung der Kranken- und Rentenversicherungen sowie an das Reha-Management der Berufsgenossenschaften.

Agenda des „Renten-Update“:

– Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
– RehaFuturReal® – Berufliche Teilhabe integrationsorientiert gestalten
– Rentenberechnung, Erwerbsminderung („Reha vor Rente“)
– Altersrente, Flexirente und Hinzuverdienst

Die Begrüßung der Tagung übernehmen die Ärztlichen Leitungen Frau Dr. Gabriele Augsten (Knappschafts-Klinik) und Herr Dr. Gregor Kosmützky (Klinik Berlin).

Herr Winfried Fockele, Rehabilitationsberater der DRV Bund aus Bielefeld, gibt einen Überblick über die Rehabilitation sowie den Reha-Beratungsdienst. Wenn wegen einer Krankheit oder Behinderung der Job in Gefahr ist oder eine berufliche Neuorientierung ansteht, hilft die berufliche Rehabilitation. Sie umfasst ein sehr weites Spektrum an Leistungen, die von Arbeitsplatzausstattungen über Leistungen an Arbeitgeber bis zu mehrjährigen Umschulungen reichen. Ärztliche Aussagen zum Krankheitsverlauf und aktuellen Gesundheitsstand bilden die Basis der Beurteilung, welche Leistung der Deutschen Rentenversicherung der Patient benötigt. Im Vortrag werden die LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) ausführlich erläutert.

Mit ihrem Modellprojekt RehaFuturReal® startete die DRV Westfalen im Jahr 2013 einen Veränderungsprozess mit dem Ziel, möglichst individualisierte und passgenaue Teilhabeleistungen zu entwickeln. Über das Beratungskonzept für ein strukturiertes Reha-Management informiert Projektleiter Herr Norbert Gödecker-Geenen (Abt. Rehabilitation, DRV Westfalen, Münster).

Wer dauerhaft zu krank zum Arbeiten ist, kann eine Erwerbsminderungsrente beanspruchen. Die Rentenberater der DRV Knappschaft-Bahn-See aus Bochum Frau Sheila Meyer und Herr Guido Rubart stellen die Rentenberechnung und die Erwerbsminderung vor.

Abschließend berichtet Frau Elke Wich, Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV Westfalen in Bielefeld, über die Altersrente, Flexirente und Hinzuverdienst. Mit der Flexirente können Arbeitnehmer flexibler als bisher vom Berufsleben in die Rente wechseln. Für diejenigen, die noch nicht das gesetzliche Rentenalter erreicht haben und vorgezogene Altersrenten oder Teilrenten beziehen, gelten seit Juli 2017 neue Regeln und Hinzuverdienstgrenzen.

Begleitend besteht die Möglichkeit, sich an den verschiedenen Stand-Präsentationen der jeweiligen Rentenversicherungsträger zu informieren und sich auszutauschen.

Nähere Einzelheiten zum Tagungsprogramm (Einladungsschreiben) sind über nachfolgenden Link abrufbar.

https://www.kbs.de/DE/05_medizinisches_netz/2_reha-kliniken/05_bad_driburg/_ueber-uns/veranstaltungen/fachtagung_180612_pdf.html?nn=116778

Sozialdienst in der Reha-Klinik

Information & Anmeldung für die Tagung am 12.06.2018:

– per E-Mail: isabelle.koziol@kbs.de oder
– per Telefon: 05253 83 – 459 oder
– per Fax: 05253 83 – 250

Veranstaltungsort in Bad Driburg:

Knappschafts-Klink Bad Driburg, Georg-Nave-Straße 28, 33014 Bad Driburg
(www.knappschafts-klinik-driburg.de)

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Orientierungshilfe für Bluthochdruckpatienten – Knappschafts-Klinik Bad Driburg als Hypertonie-Zentrum zertifiziert

Bad Driburg. Die Knappschafts-Klinik, eine Fachklinik für kardiologische und angiologische Rehabilitation, darf sich ab sofort „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL®“ (Hypertonie = Bluthochdruck) nennen. Das Zertifikat wurde von der „Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention“ an Chefärztin Dr. Gabriele Augsten überreicht.
Zertifizierte Hypertonie-Zentren sind medizinische Einrichtungen, die nachweislich einen besonders hohen Qualitätsstandard in der Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck einhalten. Um die Versorgungsqualität von Bluthochdruck-Patienten zu verbessern, wurden die einzuhaltenden Standards von der Deutschen Hochdruckliga anhand von Erkenntnissen aus der hypertensiologischen Wissenschaft und der Versorgungsforschung definiert.

Siegel – Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum Deutsche Hochdruckliga

Die Angebote zur Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck sind vielfältig und nehmen stetig zu. Die Vielzahl von Angeboten überfordern Patienten schnell und verunsichern, welche Behandlung die richtige ist. Das Zertifikat der Deutschen Hochdruckliga will Transparenz schaffen und Patienten Orientierung bei der Auswahl des Therapieangebots geben. Ist eine medizinische Einrichtung als „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL®“ ausgezeichnet, weiß der Patient, dass er hier von Spezialisten, also Fachärzten für Innere Medizin mit Tätigkeitsschwerpunkt Hypertensiologie (Hypertensiologen DHL®), fachgerecht versorgt wird. Besondere Fachkenntnisse und hohe medizinische Qualitätsstandards sind damit garantiert. So muss eine zertifizierte Reha-Klinik – wie die Knappschafts-Klinik Bad Driburg -beispielsweise mindestens zwei Ärzte mit der Zusatzqualifikation Hypertensiologie und weitergebildete Pflegekräfte als Hypertonie-Assistenten beschäftigen sowie alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Bereich der Hypertensiologie vorhalten. Erforderlich sind darüber hinaus eine Einrichtung zur nicht-medikamentösen Intervention (Diät- und Ernährungsberatung) und es müssen interdisziplinäre Kooperationen mit anderen medizinischen Fachbereichen wie Endokrinologie, Nephrologie, Neurologie usw. gewährleistet sein.
„Bluthochdruck braucht eine fachgerechte Versorgung, die besondere Fachkenntnisse voraussetzt und hohe medizinische Qualitätsstandards erfüllt. Die Zertifizierung stellt besonders für Patienten einen Mehrwert dar, die Transparenz schafft und somit eine wertvolle Orientierungshilfe bietet.“ lautet das Fazit von Kardiologin Dr. Augsten.

Chefärztin und Kardiologin Dr. med. Gabriele Augsten, Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Bluthochdruck:
Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit und kann jeden treffen. In Deutschland leidet etwa jeder dritte Erwachsene darunter. Männer sind in jüngeren Jahren häufiger davon betroffen als Frauen. Bluthochdruck bleibt oft unerkannt, da lange Zeit keine Symptome auftreten. Zu hohe Blutdruckwerte schaden auf Dauer jedoch dem Körper. Oft wird die Diagnose auf die leichte Schulter genommen. Treten Folgeschäden an Herz oder Nieren auf, ist die Erkrankung meist schon sehr weit fortgeschritten. Der Blutdruck sollte über längere Zeit die Grenzwerte von 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) nicht übersteigen.
Risikofaktoren wie zu wenig Bewegung, ungesunde und salzreiche Ernährung, zu viel Alkohol, Rauchen, Übergewicht und Stress tragen ganz wesentlich zu einem hohen Blutdruck bei. Rund die Hälfte aller Schlaganfälle oder Herzinfarkte könnten durch einen gut eingestellten Blutdruck verhindert werden.
Ziel der Knappschafts-Klinik Bad Driburg ist es, die Patienten ausführlich mit den Möglichkeiten zur Erkennung der Erkrankung, den möglichen Ursachen sowie den Behandlungsmöglichkeiten vertraut zu machen. Grundlage ist die aktuelle Leitlinie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie der Deutschen Hochdruckliga. Die Patienten sollen ermutigt werden, bei der Behandlung des arteriellen Hypertonus aktiv mitzuwirken und im Gespräch mit ihrem Arzt die „richtigen“ Fragen stellen zu können.

 

Informationen zum Thema:

www.hochdruckliga.de/zertifiziertes-hypertonie-zentrum.html

www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Weltdiabetestag 2017 – Vortrag über Behandlung und Therapie von Diabetes und Herzinsuffizienz

Bad Driburg. Der Weltdiabetestag macht seit 1991 jedes Jahr auf die immer stärkere Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam. Diabetes mellitus Typ 2 hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. In Deutschland gibt es laut Deutscher Diabetes Gesellschaft über 6 Millionen Patienten mit der Diagnose Diabetes mellitus, dabei weiß rund ein Viertel nichts von der Erkrankung. Jährlich kommen ca. 300.000 Patienten hinzu.

Bei einem Stimmgabeltest überprüft der Arzt die Empfindlichkeit der Füße (Untersuchung nach Stoffwechselstörungen wie Diabetes).

Der Vortrag „Diabetes und Herzinsuffizienz“ am 14.11.2017 um 16:00 Uhr in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Reha- und AHB-Klinik für Kardiologie und Angiologie, soll dazu anregen, sich mit Vorbeugung und Therapie des Diabetes zu befassen. Referent ist Professor Dr. Andreas Holstein vom Klinikum Lippe Detmold, unterstützt wird er durch Dr. Martin Hohmann, Oberarzt und Diabetologe der Knappschafts-Klinik.

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Begleiterkrankungen bei Diabetikern. Fast jeder zweite Patient mit einem Typ-2-Diabetes leidet auch an einer Herzinsuffizienz („Herzschäche“).

„Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 treten die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Übergewicht häufiger auf als bei Nichtdiabetikern.“ berichtet Dr. Martin Hohmann, Diabetologe der Knappschafts-Klinik Bad Driburg und ergänzt, dass auch Faktoren wie höheres Alter, Insulintherapie, schlechte Durchblutung des Herzmuskels das Auftreten einer Herzinsuffizienz begünstigen können.

Bei der Herzinsuffizienz sind zwei Formen zu unterscheiden, die jeweils isoliert, aber auch zusammen auftreten können. Bei der systolischen Herzinsuffizienz handelt es sich um eine Pumpschwäche. Bei der diastolischen Herzinsuffizienz ist die Füllung des Herzens in der Entspannungsphase vermindert.

Herzschwäche verursacht keine Beschwerden zu Beginn der Erkrankung, daher wird Herzinsuffizienz häufig übersehen oder zu spät erkannt. Unscheinbare Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Atemnot nach einer Aktivität oder sogar bereits in der Phase der Ruhe sollten ernst genommen werden und dem Hausarzt mitgeteilt werden. Durch rechtzeitiges Erkennen der Herzschwäche und eine abgestimmte Behandlung können Lebenserwartung und Lebensqualität verbessert werden. Untersuchungen wie Elektrokardiogramm, Echokardiografie und Laborparameter zur Bestimmung von Herzinsuffizienz ermöglichen, die Herzschwäche in einem frühen Stadium zu erkennen und dann zu behandeln. Die Therapie des Diabetes mellitus erfolgt durch eine gute Blutzuckereinstellung, Blutdruckeinstellung, Blutfetteinstellung sowie regelmäßiger Bewegung, einer Gewichtsreduzierung und gesunde Ernährung. Die medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz erfolgt häufig mit ACE-Hemmer, Betablocker, Blutverdünner und wassertreibendem Mittel. Diese Medikamente stellen die Grundlagentherapie dar.

Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gibt es am 14.11.2017 bereits ab 14:00 Uhr in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg ein zusätzliches Programm mit Blutdruckmessung, Blutzuckermessung und Tests zur Bestimmung der Durchblutung der Beine, des Vibrationsempfindens zum Ausschluss einer Nervenstörung bei Diabetes mellitus und die Möglichkeit einer individuellen Ernährungsberatung.

Weitere Informationen: www.weltdiabetestag.de und www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz – Knappschafts-Klinik Bad Driburg beteiligt sich an Herzwoche 2017

Bad Driburg. Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche und Arteriosklerose sind in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen, unausgewogene Ernährung und Übergewicht.  Das schwache Herz lautet das diesjährige Motto im Rahmen der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung mit dem Thema Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz.

Herzschwäche ist eine ernste Krankheit, die im fortgeschrittenen Stadium zu schweren Beschwerden bei den Betroffenen führt, ihren Alltag stark beeinträchtigt und das Leben der Patienten bedroht. Die statistischen Zahlen zu Herzschwäche sind alarmierend: In Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Herzschwäche auf 2-3 Millionen geschätzt. Hierzulande ist diese Erkrankung der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt, rund 450.000 Patienten wurden in 2015 laut Herzbericht 2016 der Herzstiftung mit diesem Krankheitsbild stationär behandelt.
Die Herzinsuffizienz ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. Sie äußert sich anfangs in unspektakulären Beschwerden und Symptomen wie Atemnot, allgemeiner Leistungsabfall und geschwollenen Beinen. Die wichtigsten Ursachen sind die koronare Herzkrankheit (Erkrankung der Herzkranzgefäße) und ein zu hoher Blutdruck. Aber auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen oder angeborene Herzfehler sind Ursachen der Herzschwäche.

„Eine Herzschwäche führt zur Beeinträchtigung des Alltags und kann im fortgeschrittenen Stadium zum Tode führen. Die Therapiemöglichkeiten werden oftmals nicht ausreichend genutzt, da viele Patienten gar nicht wissen, dass ein schwaches Herz behandelbar ist.„ berichtet Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten und ergänzt, dass Diagnose und Therapie daher von großer Bedeutung sind, um das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern. Inzwischen sind große Fortschritte erzielt worden, und die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig. Vor jeder Therapie steht eine sorgfältige Diagnostik, um gezielt behandeln zu können. Deshalb sollten Patienten, die über eine verminderte Leistungsfähigkeit, Luftnot, Müdigkeit und Appetitlosigkeit klagen oder vermehrt Herzrhythmusstörungen verspüren, den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob eine Herzschwäche die Ursache ist, denn je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen.
Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg als überregional anerkannte Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation, beteiligt sich mit einem medizinischen Vortrag und einer Reanimationsschulung an der bundesweiten Aufklärungskampagne und zeigt unter dem Motto „Das schwache Herz“ Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Herzwochen 2017 „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz“

Herzwochen 2017 „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz“
Veranstaltungen am 08.11.2017 (Die Teilnahme ist kostenfrei!)

Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Georg-Nave-Straße 28, 33014 Bad Driburg, Tel. (0 52 53 / 83-1)
Klinikinfos unter: www.knappschafts-klinik-driburg.de

Folgende Fragen werden u.a. beantwortet: Wie zeigt sich eine Herzschwäche, und welche Auswirkungen hat sie auf den Organismus? Was sind die Ursachen für Herzinsuffizienz? Was kann man dagegen tun? Wann bin ich besonders gefährdet? Wie wird Herzschwäche diagnostiziert? Welche Untersuchungen sind nötig? Wie sieht das Therapiekonzept aus? Was erreichen Medikamente? Wann kommt der Einbau eines Defibrillators in Betracht? Ist der herzinsuffiziente Patient flug- und reisefähig? Wie meistert man als Betroffener den Alltag und kann man einer Herzschwäche vorbeugen?

Mittwoch, 08.11.2017
„Herzinsuffizienz-Therapie – Was gibt es Neues?“
(Arztvortrag)
Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h), Referentin: Frau Dr. Gabriele Augsten (Chefärztin, Kardiologin)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert, dass der Herz-Kreislauf-Stillstand in Deutschland nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes von 2015 am häufigsten durch eine Herzerkrankung verursacht wird. Als Ursache dafür werden Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, akuter Herzinfarkt und Herzschwäche genannt. Wenn mehr Menschen unverzüglich Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten würden, könnten sich die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten verdoppeln bis verdreifachen. In den letzten Jahren haben immer mehr Laien bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand reanimiert. Dennoch greifen immer noch zu wenige Menschen im Notfall ein. Im Jahr 2016 wurde nur bei knapp 37 Prozent aller Herz-Kreislauf-Stillstände eine Reanimation durch Laien begonnen. Wenn Passanten oder Angehörige im Ernstfall sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden, könnten jedes Jahr in Deutschland 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden (Infos unter www.einlebenretten.de, www.wiederbelebung.de)

„Herz-Lungen-Wiederbelegung – Erste Hilfe bei Notfällen und richtiges Verhalten bei einem Herzstillstand“
(Kurs)
Beginn: 17:00 Uhr (Dauer ca. 1h), Referent: Herr Dr. Ismail Civelek (Stationsarzt)

Reanimationsschulung durch Dr. Ismael Civelek, Stationsarzt, Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Vor den v. g. Veranstaltungen besteht die Möglichkeit der Blutdruck- und Blutzuckermessung. Die Referenten stehen nach den Vorträgen für individuelle Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema: www.herzstiftung.de

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Erneute Auszeichnung für „Essen mit gutem Gefühl“ – 10 Jahre RAL GÜTEZEICHEN Kompetenz richtig Essen

Bad Driburg. Die Knappschafts-Klinik, Fachklinik für kardiologische und angiologische Rehabilitation, hat erneut die externe RAL Regelprüfung mit Erfolg bestanden und ist seit 2007 berechtigt, das vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. anerkannte und durch Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützte Gütezeichen zu führen. Das RAL-Institut ist einer der bekanntesten und ältesten Zertifizierer Deutschlands.

RAL GÜTEZEICHEN „Kompetenz richtig Essen“ der RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.V.

Durch die Auszeichnung mit dem RAL GÜTEZEICHEN „Kompetenz richtig Essen“ ist ein sehr hoher Qualitätsanspruch an das Speisenangebot und die Ernährungsberatung nachweislich belegt. Denn nur Betrieben, die den vielfältigen Anforderungen der RAL-Gütekriterien gerecht werden, wird das Gütezeichen verliehen.  Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.V. gehört zum RAL Dachverband Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. und unterstützt bereits seit über 50 Jahren zuverlässig und objektiv ihre Mitgliedsbetriebe, beispielsweise Gesundheitsreinrichtungen wie Reha-Kliniken, in der Einhaltung der strengen Gütestandards im Bereich Ernährung.

Die Unternehmen, die sich diesen strikten Anforderungen stellen, werden im 2-Jahres Turnus durch unabhängige Sachverständige geprüft. Dabei wird der gesamte Produktionsprozess systematisch überprüft. Dies beinhaltet die gezielte Lieferantenauswahl, einen kontrollierten Wareneingang, die optimale Lebensmittellagerung sowie eine hygienische und temperaturoptimierte Speisenproduktion. Weitere Prüfkriterien sind die Sicherstellung der empfohlenen Nährwerte sowie eine gesetzeskonforme Deklaration und Kennzeichnung der ausgegebenen Speisen. Die Klinik erfüllt damit auch die Kriterien einer fach- und sachgerechten Beratung zu unterschiedlichen Kostformen und Diäten.

„Unseren Patienten, Gästen und Mitarbeitern garantiert das RAL Gütezeichen ein genussvolles und gesundes Essen einschließlich krankheitsbezogener Spezialdiäten, mehr Lebensqualität und kompetente Beratung.“ informiert Diabetes- und Ernährungsberaterin Hildegard Claes und ergänzt, dass für die Verleihung des RAL Gütezeichens eine hygienische und nährstoffschonende Zubereitung hochwertiger Lebensmittel eine Grundvoraussetzung ist.
Damit garantiert dieses Gütezeichen den kardiologischen Patienten der Knappschafts-Klinik Bad Driburg eine abwechslungsreiche und insbesondere herzgesunde Kost. Dies bedeutet vor allem: viel Salat, viel Gemüse, Obst, bevorzugt Vollkornprodukte, gesunde Fette, so das für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen und essentiellen Fettsäuren gesorgt ist.

 

„Essen mit gutem Gefühl“, Praktische Umsetzung durch Schulung in der Lehrküche, Diätassistentin Renate Zawatzki (1. von links), Diabetesberaterin Hildegard Claes (3. von links), Ernährungsexperten der Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Die Klinik versorgt täglich rund 210 Essensteilnehmer. Über die Speisenversorgung hinaus bieten anerkannte Ernährungsfachkräfte Patienten und Mitarbeitern Beratungs- und Trainingsveranstaltungen für gesunde Ernährung – und zwar stets unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Vorlieben und nicht zuletzt mit Spaß am Genuss.

„Qualität schafft Vertrauen, und gerade das ist uns in der Ernährungs- und Diätberatung sehr wichtig! Wir garantieren jeden Tag dieses hohe Niveau und kreieren immer wieder aufs Neue ein gesundheitsbetontes Geschmackserlebnis, damit „Essen mit gutem Gefühl“ für unsere Gäste alltäglich ist.“, berichtet Diätassistentin Renate Zawadzki über das Anliegen der Klinik.

 

 

Weitere Informationen:

www.gek-ev.de

www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Neuregelung zum Entlassmanagement für Kliniken im Fokus – Soziarbeitertagung informierte über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Gesundheitswesen

Tagung für Sozialarbeit und Rehaberatung

Bad Driburg. Bereits zum fünften Mal fand in der Knappschafts-Klinik eine Jahrestagung für Sozialdienste aus Krankenhäusern und Reha-Kliniken statt. Das umfangreiche Vortragsprogramm und die Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch machen die Tagung zu einer in Fachkreisen anerkannten Informationsveranstaltung und Netzwerk für soziale Arbeit im Gesundheitswesen.

Moderiert wurde die Tagung durch den Sozialdienst der Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation mit Isabelle Koziol und Angelika Dick. Nach der Begrüßung der 85 Teilnehmer durch die Klinikleitung mit Chefärztin Dr. Gabriele Augsten und Verwaltungsleiter Alexander Schunicht informierte zu Beginn Hans-Hermann Scheipers von der KNAPPSCHAFT über Entwicklungen in der Gesundheitspolitik aus Sicht einer Krankenversicherung.
Er ging auf den morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) verantwortlich für die Höhe der Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds für die gesetzlichen Krankenkassen, dem 2. Pflegestärkungsgesetz mit grundlegende Veränderungen und Verbesserungen im Pflegesystem für Pflegebedürftige, Angehörige sowie Pflegekräfte, der Einrichtung von Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen schnellen Termin bei einem Facharzt sowie das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz mit Stärkung der Qualität der Hilfsmittelversorgung und finanziellen Aufwertung der Heilmittelerbringung, ein.

Anschließend berichtete Sibylle Kraus, Vorstandmitglied in der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), Leiterin Sozialdienst und Case-Management Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin, über die weitreichenden rechtlichen Änderungen zum Entlassmanagement für Krankenhäuser, die ab 1.10.2017 verpflichtend in Kraft treten und welche Auswirkung diese auf dem klinischen Sozialdienst haben.
Im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes hat der Gesetzgeber eine Neuregelung zum Entlassmanagement vorgenommen. Die Krankenhausbehandlung umfasst damit ein Entlassmanagement zur Unterstützung einer sektorenübergreifenden Versorgung der Versicherten nach der Entlassung. Versorgungslücken beim Übertritt von der stationären in die ambulante Versorgung zu schließen ist das Ziel. „Für Patienten eines Krankenhauses soll je nach individuellen Erfordernissen die Anschlussversorgung verlässlicher sichergestellt werden. Dazu gehören dann z. B. auch verbindlich ein Entlassbrief und ein Medikationsplan. Außerdem kann der Krankenhausarzt bei Bedarf Arzneimittel, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnen.“ berichtete Sibylle Kraus und ergänzte, dass das Gesetz außerdem vorsieht, dass ein Rahmenvertrag zum Entlassmanagement geschlossen werden soll, der die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen regelt.  GKV-Spitzenverband, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sind die Vertragspartner. Schnittstellen zwischen stationärem und ambulantem Bereich überwinden, eine bedarfsgerechte und lückenlose Versorgung der Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt sicherstellen und den versorgungsrelevanten Informationsfluss strukturieren, sind inhaltliche Zielsetzungen im Rahmenvertrag.

Susanne Tyll, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW und freiberufliche Expertin für Wohnraumberatung, informierte über Maßnahmen der Nachsorge und gab Tipps und Tricks für eine altersgerechte Wohnungsanpassung und barrierefreie Wohnungen. Sie ging auf technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung von Küche, Bad, Flur, Treppe, Rampe und Außenanlagen ein und zeigte anhand von Praxisbeispielen die Finanzierung von Wohnungsanpassungen auf.
Dr. Anna Lena Rademaker, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie an der Katholischen Hochschule NRW Paderborn, ging in ihrem Vortrag über die Zukunft der klinischen Sozialarbeit auf die Berufsperspektiven ein. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen ist ein attraktives Arbeitsgebiet, das künftig an Bedeutung gewinnen wird. In Deutschland steigt der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften in den Bereichen Pflege und Soziale Arbeit angesichts von sozialem Wandel, sozialen Problemen und dem daraus entstehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Steuerungsbedürfnissen. Bereits heute sind rund 25 % aller Absolventen mit Studium „Sozialale Arbeit“ im Gesundheitswesen tätig.

Die Psychologische Psychotherapeutin und Mitarbeiterin der Knappschafts-Klinik, Anneke Rösler, widmete sich dem Thema Psychohygiene und seelischer Gesundheit im beruflichen Kontext. Dabei geht um den achtvollen Umgang des Menschen in Bezug auf seine Gedanken und Gefühle, körperliche und emotionale Stresssignale rechtzeitig wahrzunehmen und konstruktiv mit eigenen Emotionen und negativen Gedanken umzugehen. Die Psychotherapeutin zeigte auf, welche Möglichkeiten und Handlungsoptionen es gibt, bewusster mit sich umzugehen und Achtsamkeitsübungen in den Berufsalltag und in die Beratungssituation zu integrieren. Eigene Ressourcen sichtbar zu machen, um Freiräume zu schaffen, in denen sich Freude und Kreativität entfalten können.

Begleitend fand eine Ausstellung von verschiedenen Selbsthilfegruppen unter Einbezug des Selbsthilfe-Büros Kreis Höxter statt. Das Büro informiert über Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen in der Region und fördert den Erfahrungsaustausch der Selbsthilfegruppen untereinander.

Tagung für Sozialarbeit und Rehaberatung

Foto: Fachtagung und Netzwerk für soziale Arbeit  – Referenten mit Sozialdienst & Leitung Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Von links:
Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Sybille Kraus, Leitung Sozialdienst u. Case-Management Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin,
Vorstandsmitglied Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
Dr. Gabriele Augsten, Chefärztin, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Susanne Tyll, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW, Beraterin
Hans-Herrmann Scheipers, Fachbereichs- und Abteilungsleiter, KNAPPSCHAFT, Bochum
Anneke Rösler, Psychologische Psychotherapeutin, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Dr. Anna Lena Rademaker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits-
forschung und Soziale Psychiatrie an der Katholischen Hochschule NRW Paderborn
Angelika Dick, Sozialdienst, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Isabelle Koziol, Sozialdienst, Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Klinikinformationen unter

www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Medizinische Exzellenz seit 40 Jahren: Knappschafts-Klinik Bad Driburg ist für die Zukunft gut aufgestellt.

Bad Driburg. Im Rahmen eines Festaktes beging die Knappschafts-Klinik am 27.01.2017 ihr Klinikjubiläum. Die Begrüßung der rd. 80 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheitswesen erfolgte durch Bettina am Orde, die Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (kurz: DRV KBS). Die effektive Arbeit, die in der Klink als eine der ältesten Einrichtungen geleistet werde, stellte Bettina am Orde heraus und lobte die sektorenübergreifende Zusammenarbeit mit den akutkardiologischen Abteilungen zuweisender Krankenhäuser. Sie dankte allen Mitarbeitern und der Klinikleitung „Sie haben dieses Flaggschiff nicht nur auf Kurs gehalten, sondern darüber hinaus Flexibilität und Innovationsbereitschaft bewiesen.“
Moderiert wurde der Festakt durch Matthias Veit, Pressesprecher des Sozialverbandes NRW und davor für den WDR tätig. Die Paderborner Gruppe „moreclassic“ bezauberte die Gäste zwischen den Festreden mit klassischen Werken und bekannter Filmmusik.
„Nun können wir auf 40 Jahre gewissenhafte, verantwortungsvolle und engagierte aller Mitarbeiter zum Wohle der Patienten zurückschauen.“ sagte Ludwig Ladzinski, Vorsitzender des Ausschusses für Eigenbetriebe der DRV KBS, als einer der ersten Gratulanten. Die moderne Rehabilitationsklinik für kardiologische Rehabilitation habe in den vergangenen Jahrzehnten Maßstäbe gesetzt, so Ladzinski.
Weitere Grußworte erfolgten durch Landrat Friedhelm Spieker und Bürgermeister Burkhard Deppe, die die Bedeutung des Kreises Höxter und des Moor- und Mineralheilbades Bad Driburg als Gesundheitsstandort hervorhoben. „Wer baut, schafft Zukunft.“ zitierte Landrat Spieker eine Spruchweisheit. Die Knappschafts-Klinik habe dies nach dem Bau der Klinik vor 40 Jahren eindrucksvoll bewiesen. „Der hohe Qualitätsanspruch gehört zu den Markenzeichen der Klinik.“ lobte der Landrat. „Es ist ein Glück für Bad Driburg, eine solche Einrichtung in der Stadt zu haben. Die Leistungsdaten der Knappschafts-Klinik seien mehr als beeindruckend.“, sagte Bürgermeister Deppe.

„Quasi als Nachbar“ gratulierte Prof. Dr. Stephan Gielen, Chefarzt des Klinikums Lippe, Detmold und zugleich Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Herzstiftung. Er ging auf die Zukunft der Reha ein. „Die Vernetzung von stationärer und poststationärer Reha wird zukünftig an Bedeutung gewinnen.“, berichtete Prof. Gielen.

In seinem Festvortrag zur Evidenz der kardiologischen Reha stellte Prof. Dr. Bernhard Schwaab fest, dass Reha ohne Zweifel wirkt, aber nur etwa 50 Prozent der Patienten den Weg dorthin finden. Der Chefarzt der Curschmann-Klinik am Timmendorfer Strand überbrachte zu diesem Jubiläum den Glückwunsch des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR). Wie wirksam kardiologische Reha heute sein kann und wie sie dafür angelegt sein muss, untermauerte der Mediziner an aktuellen Ergebnissen zahlreicher Untersuchungen aus Deutschland und den USA.

Bei der Festveranstaltung zum 40. Geburtstag der Klinik am 27. Januar (v.l.) Bürgermeister Burkhard Deppe, Landrat Friedhelm Spieker, Klinikleiter Alexander Schunicht, Chefärztin Dr. Gabriele Augsten, Pressesprecher Sozialverband NRW Matthias Veit, Erste Direktorin der KBS Bettina am Orde, Vorsitzender des Ausschusses für Eigenbetriebe der KBS Ludwig Ladzinski, Prof. Dr. Stephan Gielen, Prof. Dr. Bernhard Schwaab

Einen Blick auf die Geschichte der Klinik warfen Chefärztin Dr. Gabriele Augsten und Verwaltungsleiter Alexander Schunicht. Dieser zeigte den Originalsparten mit dem am 31. Januar 1975 der erste Spatenstich für den Neubau durch Rudolf Nickels, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Bundesknappschaft, erfolgte. Weitere Namen von damals beteiligten Personen sind auf dem Blatt des Spatens eingraviert, u.a. die vom Landtagsabgeordneten und Oberkreisdirektor Paul Sellmann.

Chefärztin Dr. Gabriele Augsten mit ihren Vorgängern Dr. Jürgen Schmalbeck und Dr. Wolfgang Küstner (rechts)

1977 wurde die Knappschafts-Klinik als Kurklinik für Patienten mit rheumatischen Beschwerden, Stoffwechsel-, Herz- und Kreislauferkrankungen eröffnet. Bad Driburg hat als Standort einer knappschaftlichen Reha-Einrichtung eine längere Tradition. Von 1924-1976 betrieb die damalige Ruhr- und dann Bundesknappschaft das Kurheim „Hermann Linke“ mit 57 Betten als Vorläufer der bestehenden Klinik.
Die ersten Patienten wurden am 04.01.1977 im Neubau der Klinik mit 241 Betten aufgenommen. “ Vier Jahrzehnte Knappschafts-Klinik Bad Driburg stehen für eine stetige Entwicklung medizinischer Rehabilitation, von den Kneippgüssen und Wannenbädern damals hin zu hoch spezialisierter Therapie von Herzpatienten.“ informierte Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die medizinische Ausrichtung. Es entstand ein überregional anerkanntes kardiologisches Kompetenzzentrum für die stationäre Rehabilitation mit 177 Betten.
Der Therapieschwerpunkt ist die erfolgreiche Rehabilitation von Patienten mit Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, nach Herzinfarkt und Herzoperationen (Bypass- und Herzklappenoperationen). Weitere Schwerpunkte sind Erkrankungen der Gefäße (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und Zustand nach Operationen am arteriellen Gefäßsystem. Zudem werden typische Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz mit behandelt.

Die Klinik ist Vertragsklinik und Belegungspartner aller Rentenversicherungsträger und Krankenkassen. Ein vielseitiges Angebot von Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen runden das Programm der Klinik ab, die ihre Behandlungsangebote an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und zugleich einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Auch ambulante Patienten aus der Region haben die Möglichkeit, vom Know-how des Therapiezentrums zu profitieren und Therapien wohnortnah durchzuführen.

„Meilensteine in der 40-jährigen Geschichte waren die Neuausrichtung der Klinik in Folge vermehrter Behandlungen nach Herz- und Gefäßoperationen und nach Herzinfarkt und die damit verbundene grundlegende Modernisierung und Umgestaltung bei laufendem Betrieb in den Jahren 1996-2001. Heute kommen rund 75 % aller Patienten im Rahmen einer Anschlussrehabilitation bzw. Anschlussheilbehandlung (AHB) unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt in die Knappschafts-Klinik.“ berichtete Verwaltungsleiter Schunicht und ergänzte, dass die Klinik mit vielen Einrichtungen, Institutionen, Bildungsträgern und Interessengruppen mit Bezug zum Gesundheitswesen partnerschaftlich verbunden ist. Alle diese Netzwerkpartner unterstützen die Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation bei ihrem gesellschaftlichen Auftrag einer optimalen Patientenversorgung. Unabdingbar für den Erfolg der Klinik und für eine umfassende Patientenversorgung ist die Kooperation mit Selbsthilfeverbänden, medizinischen Fachgesellschaften, zuweisenden Krankenhäusern, Nachsorgeeinrichtungen sowie den Rentenversicherungen und Krankenkassen als Kostenträger.
Die Klinik nimmt an verschiedenen Verfahren zur Qualitätssicherung teil und wurde mehrfach für ihre Qualität ausgezeichnet (RAL Gütezeichen Speisenvielfalt und Diäten für ausgezeichnete Speisen- und Beratungsqualität, AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker, Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik etc.).

Die Klinikentwicklung war in den zurückliegenden Jahren durchweg positiv. So wurden in 2016 rd. 3.000 Patienten stationär behandelt. Zur Reha kommen die Patienten schwerpunktmäßig aus einem Umkreis von 300 km bzw. aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen. In den zurückliegenden 40 Jahren wurden rd. 105.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Dabei wurden 2.800.000 Behandlungstage geleistet. Die durchschnittliche Verweildauer ging von 35 Tagen (1977) aufgrund von Reformen, dem medizinischen Fortschritt im Gesundheitswesen und einer sektorenübergreifenden Versorgungskette auf 21 Tage (2016) zurück.
Für den Erfolg stehen alle 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sorgen dafür, dass sich schwerkranke Herzpatienten, weg von zu Hause, nach herzchirurgischen Eingriffen, mit oftmals erheblichen Funktionseinschränkungen, wohl und geborgen fühlen. „Gezieltes, bedarfsgerechtes Training, ganzheitliche Information, engagiertes Zusammenwirken aller am Behandlungsprozess Beteiligter verbunden mit liebevoller Zuwendung für die Patienten“ nannte Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten als Erfolgsrezept für die Rehabilitation.

Ein Faktor, der zukünftig neue Herausforderungen an die Reha-Klinik stellen wird, ist die demographische Entwicklung in Deutschland. Die geburtenstarken Jahrgänge erreichen das Rentenalter. Die Patienten werden im statistischen Durchschnitt immer älter und immer häufiger dominieren Mehrfacherkrankungen den Behandlungsbedarf. Chronische Erkrankungen nehmen zu. Der medizinische Fortschritt und mehr Operationen im höheren Lebensalter durch verbesserte Techniken werden zu höheren Kosten im Gesundheitswesen und Zuwächsen bei Anschlussrehabilitationen in der Reha-Klinik führen. Weitere Herausforderungen sind die anhaltend niedrige Geburtenrate, veränderte Anforderungen in der Arbeitswelt, Rückgang der Erwerbstätigenzahl in Verbindung mit einem Fachkräftemangel und dies insbesondere in Pflege- und Therapieberufen trotz erhöhter Zuwanderung.

Die Rehabilitation wird allgemein an Bedeutung gewinnen mit dem Zielen die körperliche, berufliche und soziale Leistungsfähigkeit zu erhalten, die individuelle Fähigkeiten und Möglichketen zur Krankheits- und Lebensbewältigung zu stärken.
Zukunftspläne hat die Knappschafts-Klinik Bad Driburg bereits geschmiedet, so werden in den nächsten Jahren die Patientenzimmer modernisiert, Therapiebereiche erneuert und die Diagnostik erweitert. Damit wird die Klinik zukünftig in der Lage sein, sich auf die Versorgung schwerer betroffener, risikoreicherer Herzpatienten aufgrund kürzerer Verweildauern im Krankenhaus und dank der Fortschritte in der Kardiologie einzurichten.
Das medizinische Profil wird weiter geschärft und um klinikspezifische Angebote im Bereich der Kardiologie erweitert (u.a. Reha für Patienten mit Herzunterstützungssystemen).

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Bundesweites Projekt KLIK-Klimamanager für Kliniken – Bad Driburger Reha-Kliniken senken CO2-Emissionen und Betriebskosten

Bad Driburg. Krankenhäuser und Reha-Kliniken sind große Energieverbraucher mit hohem Einsparpotenzial. Die Initiative „Klimamanager für Kliniken“ (kurz: KLIK) wurde von den Projektinitiatoren Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Stiftung viamedica in 2014 ins Leben gerufen.
Das Ziel ist die Qualifizierung von Beschäftigten für den Klimaschutz und das Heben von Energiesparpotentialen unter Berücksichtigung von knappen finanziellen Ressourcen bzw. Budgets. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

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Das KLIK-Projekt unterstützte im Projektzeitraum 2014-2016 bundesweit 51 Kliniken dabei 48 Beschäftigte zu Klimamanagern weiterzubilden, die klinikspezifische umweltrelevante Maßnahmen planen und umsetzen. Die Ausbildung zum Klimamanager dauerte zwei Jahre und bestand aus Schulungen, Workshops und telefonische Betreuung durch fachkundige Experten. Die Klinikangestellten wurden darin geschult, sich in ihren Häusern für Klimaschutz durch mehr Energieeffizienz einzusetzen. Der Schwerpunkt lag in der Umsetzung nicht- oder geringinvestiver Energieeffizienzmaßnahmen und in der Anleitung zu einem ökologischen Nutzverhalten. Dabei wurde sich auf Maßnahmen konzentriert, die nicht mit kapitalintensiven Umbauten oder Anschaffungen verbunden waren.

 

In vier Regionalgruppen wurden im Rahmen des Projekts Klimamanagerinnen und Klimamanager aus 51 Kliniken qualifiziert. Am Projekt beteiligt waren die Klinik Berlin, Knappschafts-Klinik und Klinik Rosenberg aus Bad Driburg mit ihrem gemeinsamen technischen Leiter Alexander Beumling, der die Aufgabe des Klimamanagers und damit des zentralen Ansprechpartners für Fragen des Energiesparens bzw. Experten im Energiesparen in den drei Reha-Kliniken übernahm.
„Mit wenig Aufwand haben wir KLIK-Klimamanager in unseren Kliniken Energiekosten vermieden und gleichzeitig das Klima geschützt.“, berichtete der technische Leiter Beumling aus Bad Driburg.
Offizieller Auftakt des Projekts war am 14. Oktober 2014 im Universitätsklinikum Jena. In der Uniklinik wurde ein Projekt zur Bewusstseinsschärfung der Mitarbeiter im Umgang mit der Energie gestartet. Die Veränderung des Nutzerverhaltens trägt erheblich zur Energieeinsparung bei.

Neben Schulungen und drei Workshops gehörten eine telefonische Beratung während der Projektlaufzeit und die Vermittlung an ein Netzwerk von Fachleuten zum Angebot. Zum Ende des Projektes im November 2016 entstand ein Leitfaden, der die wesentlichen Erkenntnisse berücksichtigt, die die Klimamanager im Lauf der Zeit sammeln konnten. Die Best-Practice-Beispiele wurden in einer frei zugänglichen Datenbank hinterlegt, um Anregungen für eigene Maßnahmen abzurufen und um die Vernetzung zwischen den Einrichtungen zu fördern.

Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 9. November 2016 wurden durch Frau Annegret Dickhoff vom BUND die Projektergebnisse und gewinnbringende Klimaschutzstrategien in Kliniken der Öffentlichkeit präsentiert. Weitere Referenten waren u.a. Herr Ralf Heyder, Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika und Schirmherr von KLIK sowie Herr Dr. Adrian Saupe vom Bundesumweltministerium.
Insgesamt konnten die Energiekosten um rd. 10 % gesenkt werden und es werden rd. 3,034 Mio. Euro pro Jahr in den 51 Kliniken eingespart. Die CO2 -Emission wurde um 11.504 t pro Jahr reduziert. Die Einsparungen wurden schwerpunktmäßig in den Bereichen Lüftung, Kühlung, Heizung und Beleuchtung erzielt. Maßnahmen waren u.a. die Anbringung von Präsenzmeldern und Lichtsteuerungen in öffentlich zugänglichen Räumen, eine verbesserte Wärmerückgewinnung und die Optimierung von Laufzeiten an Lüftungsanlagen, Steigerung des Wirkungsgrads der Heizungsanlagen durch hydraulischen Abgleich und Laufzeitoptimierung, sowie die Nachrüstung von Volumenspeichern an Kälteanlagen.
„Die Klimamanager im KLIK-Projekt haben bewiesen, dass sie mit wenig Aufwand Energiekosten vermeiden. Mit den eingesparten klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen die Betriebskosten gesenkt werden, das Klima geschützt und der Einrichtung eine sehr positive Außenwirkung verliehen bekommt.“ resümierte KLIK-Projektleiterin Annegret Dickhoff.

Fest steht, dass das äußerst erfolgreiche Projekt „KLIK-Klimamanager für Kliniken“ ab Januar 2017 in die zweite Runde geht.

Weitere Informationen:
www.klik-krankenhaus.de
www.energiesparendes-krankenhaus.de

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– Foto „Impulse geben und Potentiale nutzen. Klimaschutz in Kliniken stärken.“ dafür setzt sich der Klimamanager für Kliniken ein.
von links:

Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter, Knappschafts-Klinik
Annegret Dickhoff, Projektleitung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Alexander Beumling, Technischer Leiter und Klimamanager, Rehabilitationszentrum
Bad Driburg der Deutschen Rentenversicherung
Norbert Schäfer, Kaufmännischer Direktor, Klinik Berlin

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Tagung „Fit 4 Future – Perspektiven für Kliniken“ mit Fachausstellung

 

Fit4Future - Tagung für Kliniken

Die Veranstaltung findet am 27.10.2016 (9:30 – ca. 15:30 Uhr) in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg statt. Nachdem Grußwort von Dr. Josef Düllings, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), folgen Fachvorträge, Praxiserfahrungen und Best-Practice Beispiele namhafter Branchenexperten zu den Themen Führung, Strategie, Planen und Bauen.

Dr. Arno Schimpf
Psychologe/Sportwissenschaftler, seit 30 Jahren erfolgreicher Coach im Spitzensport:
Olympia-Mentalcoach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Psychologe des Goldmedaillen-Herrenhockey-Nationalteams (2008), Psychologe der Frauenfußball-Nationalmannschaft (2008-2011), Trainercoach in der Fußball-Bundesliga

Martin Schleicher
Online-Marketing-Spezialist bei der Paul Gerhardt Diakonie in Berlin sowie Experte für Online-Marketing und Social-Media-Kommunikation in der Gesundheitswirtschaft. Er bloggt unter www.der-gesundheitswirt.de.

Prof. Stephan Wehrig
Professur an der FH Lübeck seit 2013, davor viele Jahre Leiter Entwurfsabteilung in einem großen Architekturbüro, sein Spezialgebiet: Krankenhausplanung vom Zentralklinikum über Fachkliniken bis zur Spezialklinik

Matthias Grünhagen
Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Grünhagen in Berlin, Kanzlei für öffentliche Aufträge – führende Vergaberechtskanzlei
Die Experten schildern ihre Erfolgsfaktoren und Herausforderungen mit einer Fülle von Praxisbeispielen. Den Teilnehmern bietet sich die Möglichkeit der Vernetzung und des Erfahrungsaustausches.

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Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm und allen Referenten entnehmen Sie dem anliegenden Flyer oder nachfolgendem Link:

http://www.derungslicht.com/derungs-media/file/ff8081813cd31c2c013cd422fe1502d1.de.0/einladung_fit4future.pdf

Organisator ist CareTRIALOG, die Anmeldung erfolgt per Mail (kommegerne@caretrialog.de).

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Teilhabe ohne Barrieren im Fokus – MdB Hubert Hüppe im Gespräch mit Netzwerk Barrierefreier Kreis Höxter

Höxter. Teilhabe ohne Barrieren in unserer Gesellschaft – Wunsch oder Wirklichkeit? Dieser Frage ging das Netzwerk Barrierefreier Kreis Höxter bei seiner Veranstaltung in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg nach.
2009 hat Deutschland die UN Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Doch was ist seit dem passiert? Im Gespräch mit MdB Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung 2010-2014, stellte das Netzwerk die Umsetzung nun auf den Prüfstand. „Schaut man auf die vergangene Zeit zurück, so lassen sich erste Schritte der Verbesserung erkennen“, so Inge Paare-Renkhoff vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, Kontaktstelle Höxter. „Dennoch sind viele weitere Schritte notwendig, um endlich volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Dabei geht es nicht nur um bauliche Barrieren, sondern auch um Barrieren in den Köpfen der Menschen“, so Paare-Renkhoff.

Teilhabe ohne Barrieren im Fokus - MdB Hubert Hüppe im Gespräch mit Netzwerk Barrierefreier Kreis Höxter

Teilhabe ohne Barrieren im Fokus – MdB Hubert Hüppe im Gespräch mit Netzwerk Barrierefreier Kreis Höxter

MdB Hubert Hüppe stellt Teilhabe als grundlegendes Menschenrecht dar, hierbei handele es sich nicht um eine Speziallösung für Menschen mit Behinderung. „Wer Inklusion will sucht Wege, wer Sie verhindern will Begründungen“, so fasst Hüppe seine Erfahrung zusammen. Hüppe fordert, dass eine Wertung gesetzlicher Regelungen erfolgen muss, damit der Mensch vor Denkmalschutz und Bauordnungen im Fokus steht. Ebenso fordert er den Abbau von Bürokratie: „Unterstützung muss dem Menschen folgen, nicht der Mensch hinter der Unterstützung herlaufen“, so Hüppe zu seiner Vision.
„Barrierefreiheit scheint manchmal als Herausforderung, die viele Hürden zu überwinden hat“, so Martin Kölczer, Baudezernent der Stadt Bad Driburg. „Doch wer nicht mit ersten Schritten beginnt, der wird sein Ziel nicht erreichen“, so ermutigt Köczer, bauliche Barrieren nach und nach zu beseitigen und hierbei die Erfahrung der Menschen mit Behinderung als Experten einzubeziehen.

Hubert Hüppe, MdB und ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung

Hubert Hüppe, MdB und ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung

„Barrierefreiheit ist für gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen unverzichtbar. Dennoch ist gelebte Inklusion immer noch vor viele Hindernisse gestellt “, so Kathrin Jäger, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Kreis Höxter. „Es braucht Menschen, die immer wieder ihre Stimme für diese Teilhabe erheben, die den Fokus auf dieses Thema legen und sensibilisieren!“, ruft Jäger auf. Sie dankte den ehrenamtlichen Mitgliedern des Netzwerkes „Barrierefreier Kreis Höxter“ herzlich für ihr jahreslanges Engagement.
Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter der Knappschafts-Klinik Bad Driburg stellte fest, dass Inklusion auch Rehabilitation und damit Wege zur Teilhabe braucht. In einer Gesellschaft, in der Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen leben, werden professionelle, fachlich qualifizierte, unterstützende und Kompetenzen fördernde Dienstleistungsangebote bezogen auf die Anforderungen der Inklusion, Teilhabe und Partizipation, wie sie auch Rehabilitationseinrichtungen anbieten, mehr denn je benötigt. Bei schweren Behinderungen können bei betroffenen Menschen sehr komplexe Problemlagen entstehen. Es ist für Betroffene dann von Vorteil, wenn die erforderlichen medizinischen, rehabilitativen und sozialen Leistungen rechtzeitig zur Verfügung stehen und ineinandergreifen, damit eine Inklusion in die Gemeinschaft und in das Arbeitsleben gelingt.
Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Wanderausstellung „Warum eigentlich nicht? Barrierefreiheit zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Mehr als zwei Jahre hat sie an verschiedenen Standorten im Kreis Höxter inklusive Einblicke gegeben. Die Ausstellung stellte Barrieren in verschiedenen Lebensbereichen dar und lädt zur Auseinandersetzung ein, wie der Weg zur Barrierefreiheit gelingen kann. Interaktive Ausstellungsmodule zeigten das Thema Barrierefreiheit im Kreis Höxter aus verschiedenen Perspektiven.

Wanderausstellung „Warum eigentlich nicht? – Barrierefreiheit zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

Wanderausstellung „Warum eigentlich nicht? – Barrierefreiheit zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

Weitere Informationen sind beim Paritätischen im Kreis Höxter unter 05271-38 00 42 oder hoexter@paritaet-nrw.org erhältlich.

 

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