Aufklärungsarbeit des Müttergenesungswerkes: Informationsdefizit bei Kuren für Mütter

Veröffentlicht am 02.09.2013 13:36 von Redaktion RehaNews24

Pressemitteilung

 

Berlin, 2. September 2013. Das Müttergenesungswerk (MGW) startet am 2. September eine bundesweite Informations- und Beratungsoffensive für Mütter, um sie umfassend über die Möglichkeiten und das gesundheitsfördernde Potential von Mütterkuren und Mutter-Kind-Kuren zu informieren. Ein Kurtest auf der Internetseite der gemeinnützigen Stiftung kann jeder Mutter zeigen, ob eine Kurmaßnahme für sie in Frage kommen könnte. Betroffene Mütter können sich dann in den rund 1.300 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im Müttergenesungswerk informieren.

„Das Informationsdefizit bei diesen Kurmaßnahmen ist immer noch riesig. Viele Mütter wissen, dass es die Kurmaßnahmen für Mutter und Kind gibt, aber viele wissen schon nicht, dass es auch Mütterkuren gibt, kennen die Voraussetzungen nicht bzw. den Weg dorthin“, stellte Petra Gerstkamp, stellv. Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin fest. „Mütter in vom MGW anerkannten Kliniken erfahren zu 30% von Freundinnen oder Bekannten von den Kurmaßnahmen, je 22% wurden von ihrer Ärztin/ihrem Arzt oder unseren Beratungsstellen über die Möglichkeiten informiert. Nur knapp 8% erhielten diesen Hinweis von ihrer Krankenkasse. Wir wollen Informationslücken schließen.“

Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sind hochwertige Gesundheitsleistungen, deren Kosten als Pflichtleistung von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Der Kurerfolg ist wesentlich beeinflusst von der aktiven Mitwirkung der Mutter. Interdisziplinäre Teams aus ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen, PsychotherapeutInnen, PädagogInnen und andere SpezialistInnen arbeiten mit den Müttern. Es geht darum, die Gesundheit ganzheitlich zu stärken. Parallel zu den medizinischen und physiotherapeutischen Behandlungen wird intensiv an der Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung gearbeitet, die leidet, wenn Mütter krank sind. Die Lebenssituation der Mutter in der Familie ist Ausgangspunkt der mütterspezifischen und ganzheitlichen Therapien.

„2,1 Mio Mütter sind kurbedürftig, nur 5% nehmen die Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren in Anspruch“, so Gerstkamp weiter. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass Mütter, die das Beratungsangebot wahrnahmen, besser vorbereitet in die Kurmaßnahmen fahren und einen noch größeren Nutzen daraus ziehen konnten. Dann sind auch die Nachsorgeangebote der Beratungsstellen noch wirksamer.“

Die Wohlfahrtsverbände im Müttergenesungswerk Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz, Ev. Fachverband für Frauengesundheit (Diakonie), Kath. Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung (Caritas) und der Paritätische Wohlfahrtsverband bieten die Kurberatung für Mütter kostenlos an.

Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen, die Beratungsstellen in der Nähe und den aktuellen Kurtest unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29

 

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14

presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

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