Ärzte sollen wieder Reha verordnen dürfen!

Veröffentlicht am 23.08.2013 17:40 von redaktion

In der aktuellen Berichterstattung wird die Begutachtungspraxis des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) kritisch bewertet. Diese ist nach Auffassung des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK) für die rückläufige Leistungserbringung in der Rehabilitation verantwortlich. 39 % aller begutachteten Anträge werden abgelehnt. Rehabilitationsleistungen für Patienten, die zuvor nicht im Krankenhaus waren, gehen massiv zurück: Seit dem Jahr 1999 hat sich die Zahl dieser Rehabilitationsleistungen von 460.000 auf 178.000 mehr als halbiert.

„Diese Ergebnisse sind besorgniserregend“, so Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken, „denn die Begutachtung erfolgt nur nach Aktenlage ohne persönliche Untersuchung des Patienten durch den Gutachter des MDK. Damit wird die Einschätzung des behandelnden niedergelassenen Arztes zur medizinischen Notwendigkeit einer Rehabilitationsleistung auf den Kopf gestellt.“ Dies führt zu erheblicher Frustration bei niedergelassenen Ärzten. Im Regelfall findet noch nicht einmal ein direktes Gespräch über die Gründe der abweichenden medizinischen Einschätzungen zwischen ärztlichem Gutachter und behandelndem Arzt statt. „Dringend notwendig ist deshalb, dass die Verordnung des behandelnden Arztes die rechtliche Grundlage für die Leistungserbringung der Krankenkasse wird“, so Bublitz.

Das bedeutet, dass die nach 1999 eingeführten bürokratischen Hürden, nach denen Ärzte zur Stellung eines „Antrages auf Erteilung ein Antragsformulars“ und einer speziellen Zusatzqualifikation zur Verordnungsberechtigung verpflichtet wurden, abgeschafft werden. Alle bisherigen Versuche, ein bedarfsgerechtes Verordnungsverfahren einzuführen, sind im dafür zuständigen Gemeinsamen Bundesausschuss am Veto der Krankenkassen gescheitert.

Von dieser Situation besonders betroffen sind vor allem ältere Menschen, bei denen der Eintritt von Pflegebedürftigkeit droht. Statt ungewollt ins Pflegeheim zu müssen, können Rehabilitationsleistungen Selbstständigkeit wiederherstellen. „Der gesetzlich verankerte Grundsatz Reha vor Pflege muss endlich umgesetzt werden“, so Bublitz.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Mobil: 0172- 1595202
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
thomas.bublitz@bdpk.de
www.bdpk.de

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