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Plan Gesundheit – Ein bundesweit einmaliges Präventionsprojekt

03.01.12 (Allgemein, Ambulante Rehabilitation, Berufliche Rehabilitation, Deutschland, Innovationen, Leistungsträger, Nordrhein-Westfalen, Projekte, Prävention, Rentenversicherung, Therapiekonzepte)

Eine große Herausforderung der Zukunft stellen der demographische Wandel, der zunehmende Fachkräftemangel und die immer älter werdenden Beschäftigten dar. Damit nicht auch der Krankenstand mit zunehmendem Alter steigt, heißt es: präventiv aktiv werden. Das bringt vor allem den Arbeitnehmern ein großes Stück Lebensqualität, aber auch den Unternehmen Vorteile.

Das Präventionsprojekt „Plan Gesundheit“ ist in seiner nachhaltigen Form in Deutschland einzigartig: In Kooperation zwischen der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, der Krankenkasse und dem Arbeitgeber werden über einen Zeitraum von fünf Jahren Arbeitnehmer darin geschult, ihren privaten und beruflichen Alltag dauerhaft gesund zu gestalten.

Denn „Plan Gesundheit“ verfolgt das Ziel, private oder berufliche Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Hilfen zu finden, bevor eine Rehabilitation notwendig wird. Die Präventionsleistung soll also zu einer Stabilisierung der Gesundheit führen und somit auch die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nachhaltig positiv beeinflussen.

Die Rentenversicherung möchte erreichen, dass auch bei steigender Lebensarbeitszeit die Lebensqualität und Arbeitskraft erhalten bleibt.

In einem Pilotprojekt wird das Präventionsprogramm seit 2011 getestet. Dafür sind rund 60 Mitarbeiter ausgewählt worden, die hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind.

Für Arbeitgeber, die sich beteiligen möchten, hat die Deutsche Rentenversicherng Rheinland eine telefonische Hotline eingerichet. 01802 932732 (6 Cent/Gespräch).

So funktioniert „Plan Gesundheit“

Während der gesamten Laufzeit betreuen Präventionsmanager die Mitarbeiterinnen oder den Mitarbeiter. Sie helfen, beraten und fördern mit dem Ziel, die Betroffenen dabei zu unterstützen, bewusst die Verantwortung für eine notwendige Veränderung im Lebensstil zu übernehmen. Dies geschieht durch Einzel- und Gruppentermine, aber auch telefonisch oder per E-Mail.

Das aktive Handeln der Teilnehmer nach dem sogenannten Setting-Ansatz (Gesundheit im alltäglichen Lebensraum schaffen) fördert positive gruppendynamische Prozesse und ermöglicht eine Wechselwirkung von Präventionsprogramm und Arbeitswelt. Dabei ist der Betriebsarzt mit Einverständnis der Betroffenen zu festgelegten Zeitpunkten immer wieder eingebunden.

Der vorgesehene Fünf-Jahres-Zeitraum gliedert sich wie folgt:

Vorbereitungsphase

Am Anfang des Präventionsprogramms stehen die Information und Motivation zum „Plan Gesundheit“. Bei wem es zum Einsatz kommen kann, wird durch arbeits-medizinische Befunde, eine Basisdiagnostik und durch die Dokumentation der Arbeitsplatzanforderungen herausgearbeitet – unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils des jeweiligen Teilnehmers.

Initialphase (3 Tage):

Am Ende der Initialphase erhält jeder Teilnehmer einen individuellen Motivations- und Präventionskompass mit seinen persönlichen Zielen für die gesamte Laufzeit. Regelmäßige Überprüfungen der allgemeinen und persönlichen Ziele, Verhältnis- und Verhaltensprävention erfolgen kontinuierlich.

Trainingsphase (4 Monate):

In dieser Zeit erfolgt die berufsbegleitende Teilnahme in der Gruppe an einem 16-wöchigen physiotherapeutischen Trainingsprogramm. Es wird ergänzt durch Kurse zur Gesundheitsbildung und Motivation an jeweils zwei Terminen je Woche in einer ambulanten Reha-Einrichtung.

Bestätigungsphase (20 Monate):

Bis zum Ende des zweiten Programmjahres erfolgt im ersten Teil (8 Monate) eine hochfrequente Begleitung durch den Präventionsmanager in Einzel- und Gruppenterminen mit dem Ziel, das in der Trainingsphase vermittelte Basiswissen im Alltag umzusetzen. Die gruppendynamischen Effekte sollen in dieser Phase verstärkt werden. Im zweiten Teil (12 Monate) ist mindestens ein Kontakt im Monat vorgesehen.

Eigenverantwortungsphase (36 Monate):

Die Teilnehmer führen das Präventionsprogramm mit zunehmender Eigenverantwortung fort. Präventionsmanager unterstützen sie hierbei.



Verantwortlich für diesen Beitrag :
Deutschen Rentenversicherung Rheinland
Referat Presse und Information
Ltg.: Jochen Müller

Königsallee 71
40215 Düsseldorf
Sekretariat
Tel.: 0211 937-2065
Fax: 0211 937-3094
E-Mail: presse@drv-rheinland.de
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