Arbeitslosigkeit behinderter Menschen noch immer dramatisch hoch

Veröffentlicht am 04.08.2010 14:48 von Redaktion RehaNews24

BDH fordert offensive Förderung beruflicher Integration von Menschen mit Behinderung

Bonn, 04. August 2010. Zur aktuellen beruflichen Situation von Menschen mit Behinderung und der weiteren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erklärt der Bundesgeschäftsführer des BDH Bundesverband Rehabilitation, Josef Bauer:

“Wir betrachten die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt mit großer Sorge. Mit einer Arbeitslosenquote von 14,6 Prozent sind schwerbehinderte Menschen im Vergleich zum Durchschnitt doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Dabei handelt es sich um ein vielschichtiges Problem. Für uns ist es wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Politik endlich erkennen muss, welch hohen Stellenwert generelle Chancengleichheit bei der Ausbildung und faire Startchancen im beruflichen Alltag für behinderte Menschen besitzen.

Ein einfacher Zugang zu Bildungseinrichtungen und Qualifizierungsmaßnahmen und die behindertengerechte, zeitnahe Beratung, ist für Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland die Grundvoraussetzung für ein Leben in freier Selbstbestimmung. Hier sind öffentliche Stellen genauso in die Verantwortung zu nehmen, wie die Privatwirtschaft, die die Rahmenbedingungen zur beruflichen Integration behinderter Menschen als einen Beitrag zum sozialen Engagement und zur Identifikation der Menschen mit ihrem Unternehmen betrachten sollte.

Die bisherige Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik greift zu kurz.

Der branchenübergreifende Fachkräftemangel bedroht unsere Volkswirtschaft bereits heute und wird sich in den kommenden Jahren unter Umständen dramatisch auf die Wachstumspotenziale unserer Wirtschaft auswirken.

Für unser Land ist es entscheidend, die Potenziale und Fähigkeiten aller Menschen in den Wirtschaftsprozess einzubringen. Die Erfahrung zeigt, dass gerade Menschen mit Behinderung in aller Regel besondere Fähigkeiten wie Flexibilität und außergewöhnliches Durchhaltevermögen aufgrund ihrer Behinderung in den Arbeitsprozess einbringen. Das Problem ist allgemein bekannt, jetzt muss die richtige Akzentuierung mit einer deutlichen Aufstockung der Mittel zur beruflichen Integration her.”

— Ende der Pressemitteilung —

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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Eifelstr. 7, 53119 Bonn

tel 0228-96984-0

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