Ambulante und stationäre Patientenversorgung müssen enger kooperieren –

Veröffentlicht am 24.11.2017 16:11 von Redaktion RehaNews24.de

 Sozialdienstmitarbeiter bilden sich fort.

 

Bad Bocklet, 24.11.2017

 

Das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet lud am 15.11.2017 bereits zum 7. mal zur Fachtagung für Sozialdienstmitarbeiter in Krankenhäusern ein. Als Leitthema wurde das neue Entlassungsmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V gewählt. Der Gesetzgeber rief mit der Gesetzesänderung alle am Behandlungsprozess Beteiligte auf, im Rahmen des Entlassungsmanagements die Versorgung der Patienten zu verbessern. Insbesondere sollen die verschiedenen Leistungserbringer stärker miteinander Kooperieren. Hierzu einigten sich die beteiligten Verbände am 16. Juni 2017 auf den entsprechenden Rahmen, der bis zum 01. Oktober umzusetzen war. Aus diesen Neuerungen ergab sich reichlich Abstimmungsbedarf für die tägliche Arbeit, sodass das Leitthema brandaktuell war.

Für die fachlichen Hintergründe referierte Frau Sibylle Kraus, Leiterin Sozialdienst und Case Management, Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin. Frau Kraus ist weiterhin Vorstandsmitglied des „Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V.“ und konnte den Anwesenden daher auch die unterschiedlichen Verhandlungspositionen erläutern.

 

Aus der Praxis – für die Praxis berichtet Frau Kraus über den Umsetzungsprozess des neuen Entlassungsmanagements im Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin. Hierzu gab Sie wertvolle Tipps, wie der nachstationäre Unterstützungsbedarf ermittelt und umgesetzt wird. Detailliert ging sie auch auf die neuen Leistungen, wie zum Beispiel die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, Medikamenten oder Feststellungen von Arbeitsunfähigkeiten ein und zeigte auch die praktischen Probleme auf, die sich aus den Geboten medizinischer Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit ergeben.

Ihr Fazit viel daher sehr differenziert aus und hob positiv die Festigung und Stärkung der klinischen Sozialarbeit hervor und hofft gleichzeitig, dass zum Wohle der Patienten künftig weitere bürokratische Barrieren abgebaut werden können.

Im weiteren Tagesverlauf unterrichtete Herr Steve Metz, Geschäftsführer des VdK Schweinfurt, über die praktischen Fallstricke im Behindertenrecht nach einem operativen Eingriff. Häufig könnten körperliche Einschränkungen erst im Zeitablauf objektiv Beurteilt werden, sodass eine Antragstellung, insbesondere auf eine Erhöhung des GdB (Grad der Behinderung), besser nicht vom Krankenhaussozialdienst zu stellen sei.

Als Rückblick auf die letztjährige Tagung stand uns Frau Ulrike Wittemann vom MdK Bayern zur Verfügung und referierte über die ersten praktischen Erkenntnisse mit dem neuen Begutachtungsassessment. Seit Jahresbeginn werden die Leistungen der Pflegeversicherungen nicht mehr nach drei Pflegestufen sondern nach fünf Pflegegraden kategorisiert. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieses neue Verfahren die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen besser widerspiegelt. Die Teilnehmer nutzten die sich bietende Gelegenheit, aus erster Hand einige Verständnisfragen beantwortet zu bekommen.

Abgerundet wurde die Tagung durch Frau Prof. Reuss-Borst, die als ärztliche Gesamtkoordinatorin der Kliniken Bad Bocklet AG gemeinsam mit Herrn Boschmann und Herrn Dr. Brückl das interdisziplinäre Behandlungskonzept im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet präsentierte. Dies wurde anhand eines Beispielfalles für orthopädische und internistische Erkrankungen dargelegt, dessen Patient zudem noch psychotherapeutischer Begleitung bedurfte. Mit seinen Fachkliniken für Orthopädie, Innere Medizin, Urologie, Psychosomatik und Geriatrie nimmt das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet für interdisziplinäre Behandlungen eine Vorreiterstellung ein.

Die Tagungspausen wurden für intensiven kollegialen Austausch genutzt und während eines Klinikrundganges wurden die Therapieabteilungen des Hauses besichtigt. Insbesondere die frisch renovierte Balneotherapie sowie die Schneekabine innerhalb der neuen Saunalandschaft fanden unter den Teilnehmern großen Anklang.

 

 

Kontakt:

Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet

 

Sebastian Pleick

Kliniken Bad Bocklet AG

Referent des Vorstandes

Frankenstr. 36

97708 Bad Bocklet

Tel. 09708/ 79-3438

Fax. 09708/ 79-3435

info@rehazentrum-bb.de

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