Alkohol – Wenn Genuss zur Sucht wird!

Veröffentlicht am 17.05.2011 15:27 von AHGAllgemeine

Pressemeldung

Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“, die vom 21. bis 29. Mai stattfindet, informieren die Experten der AHG – mit bundesweit 45 Kliniken und Therapiezentren einer der größten Therapieanbieter im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen und Psychosomatik – über den steigenden Behandlungsbedarf, Symptome, moderne Hilfs- und Therapiekonzepte bei Alkoholsucht.

Weltweit belegen die Deutschen im Alkoholkonsum den 5. Platz. Rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren in Deutschland sind alkohol¬abhängig, weit höher ist die Zahl derer, deren Konsum Experten bereits als „schädigend“ einstufen. Die körperlichen und psychischen Symptome von Alkoholmissbrauch sind fatal und belegen bereits heute Platz 3 der häufig¬sten Krankenhausdiagnosen in Deutschland. Etwa 42.000 Todesfälle werden hier jährlich in Zusammenhang mit Alkoholkonsum gebracht. Stehen junge Menschen unter dem Stichwort „Komasaufen“ längst im Blickpunkt der Öffentlichkeit, wird der rapide steigenden Betroffenenrate bei Menschen über 55 bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Das Problem: Alkoholkonsum ist gesellschaftlich anerkannt und gehört bei den meisten Menschen zum täglichen Leben dazu. Der Weg in die Abhängigkeit ist ein schleichender Prozess, der zunächst weder von den Betroffenen noch ihren Angehörigen bemerkt wird. Dabei muss nicht jedes regelmäßige oder riskante Trinkverhalten auf eine Alkoholabhängigkeit hindeuten. Zentrale Merkmale für eine Abhängigkeit sind unter anderem:

  1. ein starker Wunsch oder Zwang zu trinken
  2. häufiges, meist unkontrolliertes Trinken
  3. gesundheitliche / soziale Probleme aufgrund der Alkoholsucht
  4. Erhöhung der Menge, um die gleiche Wirkungen zu erzielen
  5. versuchtes Verbergen der Alkoholabhängigkeit
  6. Entzugserscheinungen / alkoholbedingte Gesundheitsschäden

Die Therapie der seit 1968 als Erkrankung anerkannten Alkoholabhängigkeit teilt sich üblicherweise in verschiedene Schritte: die mehrtägige Entgiftung zur Behandlung der akuten Symptome, eine anschließende mehrmonatige Entwöhnung für eine dauerhafte und vollständige Abstinenz. Danach ebnen weitere Angebote den Weg zurück in den Alltag, falls möglich, in den Beruf. Wichtige Schlüssel für den Behandlungserfolg liegen dabei einerseits in der abgestimmten, nahtlosen Abfolge dieser Schritte, andererseits in einer möglichst individuellen, effizienten Therapie. Und gerade hier setzt die AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft neue Akzente.

Vernetzung, Qualität und Individualität für mehr Behandlungserfolg

Mit ihrer über vier Jahrzehnte gewachsenen Behandlungserfahrung, Begleitforschung und Standortvielfalt gehört die AHG zu den großen deutschen Therapieanbietern in der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankter und der Soziotherapie. Das Therapieangebot umfasst das gesamte Spektrum, von Präventionsmaßnahmen über Rehabilitation und Nachsorge bis zur Rückkehr in den Alltag. Davon profitieren pro Jahr etwa 7.500 alkoholabhängige Patienten. In 11 Bundesländern und mit über 3.000 Beschäftigten schaffen vernetzte Behandlungsformen aus Kliniken und Therapiezentren, stationären und ambulanten Angeboten die Basis für eine möglichst abgestimmte, flexible Behandlung aus einer Hand. Diese weiter zu verbessern ist das Ziel der beiden folgenden innovativen Konzepte:

AHG: Zeichen setzen durch innovative Konzepte

Einer nahtlosen Behandlung steht heute oft die klassische Trennung von Akut- und Reha-Sektor im bundesdeutschen Gesundheitswesen im Wege. Vor zwei Jahren stellte die AHG deshalb das erste sektorübergreifende Konzept vor, zur „Integrierten stationären Behandlung Abhängigkeitskranker“, kurz ISBA. Seitdem verknüpft es mit großem Erfolg Akut- und Reha-Be¬handlung für die Patienten einiger AHG-Kliniken. So bleibt nicht nur den Betroffenen ein Großteil der mit Behandlungspausen verbundenen Rückfälle und Mehrfachbehandlungen erspart. ISBA senkt die Therapiedauer und die Kosten für Krankenhäuser, Rehakliniken, Kostenträger und Arbeitgeber pro Behandlungsfall um mehr als 10.000 Euro.

Mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum erfahren die Klienten der AHG-Soziotherapie, die aufgrund ihres meist jahrzehntelangen Alkohol- und Drogenkonsums und dessen Folgen oft nicht in der Lage sind, in ein eigenständiges Leben zurückzukehren. Ihnen bietet die AHG neben dem stationären Aufenthalt heute maßgeschneiderte ambulante Betreuungsformen an, in denen sie ihre individuellen Fähigkeiten für ein abstinentes und möglichst selbstbestimmtes Dasein trainieren können.

Weitere Informationen und Aktionen gibt es unter www.ahg.de.

Veranstaltungen der AHG während der Aktionswoche

24. Mai 41517 Grevenbroich: Im AHG Therapiezentrum Haus Welchen­berg bietet ein „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit, die stationäre und ambulante Soziotherapie kennenzulernen. Sauerbruchstraße 14.

25. Mai, 40229 Düsseldorf-Eller: „Wer warten kann hat viel mehr Zeit“ – Theateraufführung mit Klienten des AHG Therapiezentrum Haus Eller. Voranmeldung unter (0211) 2 29 05-0. 14.00 Uhr, Ellerkirchstraße 65.

25. Mai, 47051 Duisburg: Die AHG Therapiezentren Haus Werth, Sieg­straße 12, und das AHG Adaptionshaus TPR Duisburg, Fuldastraße 4, öffnen ihre Pforten für Interessierte. 13.00 – 18.00 Uhr.

25. Mai , 41539 Dormagen: AHG Klinik Dormagen, Kurt-Tucholsky-Str. 4,  Unter dem Titel „Zwischen Leber und Milz…“ – Ab wann wird es kritisch?“ beantworten von 9:00 bis 12:00 Uhr Experten Fragen zum Konsum von Alkohol und erläutern Wege im Behandlungs- und Hilfesystem.

25. Mai, 36208 Wildeck-Richelsdorf: In der AHG Klinik Richelsdorf findet das 14. Richelsdorfer Gespräch zum Thema „ADHS und Sucht“ statt. 9.00 – 16.Uhr, Kirchrain 2a.

25. Mai, 71570 Oppenweiler: Im Rahmen einer Telefonaktion beantworten Chefarzt Dr. Werner Kolb unter Tel. (07193) 52-215 und der Leitende Psychologe Dr. Uwe Zemlin, Tel. (07193) 52-233 der AHG Klinik Wilhelmsheim Fragen rund um die stationäre Rehabilitation Alkohol­erkrankter. 14.00 – 16.00 Uhr.

28. Mai, 98631 Römhild: In der AHG Klinik Römhild findet das 11. Ehema­ligentreffen statt. 10.00 – 16.00 Uhr, Am Großen Gleichberg 2.

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