8. Gesundheitspflege-Kongress: Pflegeausbildung – Orientierung am Arbeitsmarkt

Veröffentlicht am 30.08.2010 08:33 von redaktion

Pressemitteilung

(BERLIN/HAMBURG, 29. August 2010) – Die Akademisierung der Pflegeausbildung – der einzige Weg zur Professionalisierung? Diese Frage wird auf dem 8. Gesundheitspflege-Kongress am 19. und 20. November in Hamburg zur Diskussion stehen. „Der Vorschlag, die Pflegeausbildung an den Hochschulen anzusiedeln, ist wenig am Arbeitsmarkt orientiert“, kritisiert Gerd Dielmann, Bereichsleiter Berufspolitik bei der Gewerkschaft Verdi, anlässlich des Kongresses. „Ein solches Vorhaben entspringt vielmehr den Bestrebungen des Berufsstandes nach Professionalisierung und dem Interesse der Hochschulen, entsprechende Studiengänge anzubieten.“ Auf dem Kongress, den das Pflegemagazin Heilberufe in Kooperation unter anderem mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V. veranstaltet, wird es im Rahmen einer Podiumsdiskussion Gelegenheit geben, Pro & Contra Akademisierung in der Pflege zu beleuchten.

Den Arbeitsmarkt sollte man nicht aus dem Blick verlieren, warnt Dielmann, selber ausgebildeter Krankenpfleger. Es stelle sich die Frage, was die Absolventen mit dem Abschluss anfangen können. So sei nicht transparent, welche besonderen Qualifikationen eine Pflegende mit einem Bachelor of Nursing gegenüber einem herkömmlich ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpfleger habe. „Studiengänge wie Pflegemanagement, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft sind zweifelsfrei sinnvoll“, so Dielmann weiter. „Doch Basis sollte die dreijährige betrieblich-schulische Ausbildung bleiben, die die Absolventen berufsfähig macht und vor ungeregelten Praktikumsverhältnissen schützt.“

Dielmann weist darauf hin, dass sich eine Unterbewertung beruflicher gegenüber akademischer Ausbildung auch beim Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) wiederfindet. Der EQR bzw. DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen als Umsetzung der europäischen Empfehlungen) soll durch europaweite, einheitliche Zuordnung der Bildungsabschlüsse zu einer Niveaustufe – Niveau eins bis acht – die Mobilität der Arbeitskräfte in Europa erhöhen. „Es besteht die Gefahr, dass eine langgediente Intensivschwester nicht über das Niveau fünf hinauskommt, während ein junger Mensch mit einem Bachelor of Nursing gleich dem Niveau sechs zugeordnet wird“, berichtet Dielmann. Doch positiv sei, dass die Experten beim DQR daran arbeiten, dass man auch als Nicht-Akademiker durch beruflich erworbene Kompetenzen das höchste Niveau erreichen kann. Ende 2012 soll der DQR in Kraft treten.

Neben der Pflegeausbildung wird auf dem 8. Gesundheitspflege-Kongress das Thema Primary Nursing in Zeiten knapper Kassen ein weiterer Schwerpunkt sein. Die Amerikanerin Marie Manthey, Begründerin dieses Pflegesystems, wird auf dem Kongress einen Vortrag halten und einen Workshop leiten – für eine Simultanübersetzung ist gesorgt. Zum Pflegekongress gehört auch ein Schülerkongress am 20. November, gestaltet von Auszubildenden für Auszubildende.

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