5 Renten-Wünsche an eine neue Regierung

Veröffentlicht am 05.12.2017 09:52 von admin

 

Münster, 5. Dezember 2017

Deutsche Rentenversicherung Westfalen spricht Aufgabenstellung für die künftige Politik an

Vorstandsvorsitzender Alfons Eilers präsentierte den Bericht des Vorstandes.

Vorstandsvorsitzender Alfons Eilers präsentierte den Bericht des Vorstandes.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Westfalen gibt einer neuen Bundesregierung gleich 5 Wünsche und Erwartungen mit auf den Weg. Diese Punkte nannte der Vorstandsvorsitzende der DRV Westfalen, Alfons Eilers, heute (5. Dezember) vor der Vertreterversammlung des westfälischen Rentenversicherungsträgers in Münster. Die Vertreterversammlung ist das Parlament der DRV Westfalen. Sie setzt sich paritätisch aus Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber zusammen. Die DRV Westfalen betreut rund 4 Millionen Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung in dieser Region.
Die Entwicklung des Rentenniveaus nannte der Vorstandsvorsitzende in seinem Bericht als erste dieser Anregungen: „Es sollte aus unserer Sicht geprüft werden, ob nicht auf das aktuelle Niveau stabilisiert werden kann und sollte“, sagte Alfons Eilers mit Blick auf das vom Gesetz her vorgesehene Absinken des Niveaus bis zum Jahr 2030.

Eilers plädierte zudem dafür, dass sich die Lebens- und Erwerbsleistung des Einzelnen anschließend in der Rente lohnen müsse. Mit der Anrechnung von Freibeträgen könne ein gangbarer Weg gefunden werden, um die Rentenleistung auskömmlicher zu gestalten. Die gelte insbesondere für diejenigen, die trotz einer vollen Erwerbsleistung über ihr ganzes Arbeitsleben hinweg später nur geringe Rentenansprüche erzielen.

Keine systemfremden Belastungen für die Rentenkasse auf Kosten der Beitragszahler – dieser Punkt hat für die DRV Westfalen grundsätzliche Bedeutung: „Erfüllen Änderungen im Rentenrecht primär staatliche oder gesamtgesellschaftliche Aufgabenstellungen, so sollte primär dafür auch das Steuersäckel und nicht der Beitragszahler aufkommen“, stellte der Vorstandsvorsitzende unmissverständlich den 3. Punkt in Richtung Politik klar. Er zielte dabei konkret auch auf die Überlegungen der Ausweitung der sog. Mütterrente ab. Dieses Vorhaben dürfe ausschließlich nur aus Steuermitteln finanziert werden.

Dennoch sieht die Rentenversicherung auch Verbesserungsbedarf in den Leistungen. Alfons Eilers nannte dabei die Erwerbsminderungsrenten, die für die betroffenen Menschen auskömmlich sein sollten. Allerdings zog er eine klare Grenze: „Weitere Verbesserungen dürfen nicht zu rentenrechtlichen Fehlanreizen durch eine faktische Besserstellung von Erwerbsminderungsrentnern gegenüber Altersrentnern führen“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Als letzten Punkt schlug Alfons Eilers vor, die Untergrenze der Nachhaltigkeitsrücklage anzuheben. Bislang liegt sie bei 0,2 Monatsausgaben und ist damit aus Sicht der Rentenversicherung knapp bemessen. „Die Rentenkasse muss immer liquide bleiben!“, unterstrich Eilers die Notwendigkeit.

Kontakt:

Jörg Grabenschröer
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche Rentenversicherung
Westfalen

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www.deutsche-rentenversicherung-westfalen.de

 

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