Neue Wege in der orthopädischen Rehabilitation: Argentalklinik stellt MBOR-Konzept vor

Veröffentlicht am 26.10.2012 12:43 von Claudia Beltz

Vertreter von Sozialdiensten der Krankenhäuser und Rehakliniken haben jüngst ihre diesjährige Fachtagung in Neutrauchburg abgehalten. Die Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen (DVSG) hatte in den Schlossgasthof Sonne geladen. Hauptthema der Veranstaltung war die Konzeption der Deutschen Rentenversicherung zur berufsbezogenen Ausrichtung in der medizinischen orthopädischen Rehabilitation.

Dr. Christof Neukirch, Chefarzt der Argentalklinik, referierte dabei über Eckpunkte, Verbindlichkeit und wirtschaftliche Auswirkungen für die vertraglich gebundenen Rehakliniken bei der Umsetzung dieses Programmes: „Jede Rehabilitation muss sich an der Leistungsfähigkeit der Patienten orientieren. Die Hauptforderung auf der beruflichen Ebene liegt dabei auf dem Begriff der Teilhabe“. Dem Patienten müsse klar sein, dass seine Wiedereingliederung in die Arbeitswelt im Vordergrund seiner Rehabilitation stehe.

„Das Konzept der medizinisch beruflich orientierten Rehabilitation, kurz MBOR, wird von der Deutschen Rentenversicherung gesteuert, laufend überarbeitet und nachgebessert. Die Umsetzung bedeutet für die Rehakliniken eine große organisatorische Herausforderung,“ erläuterte Neukirch. Ärzte, Sozialarbeiter und Therapeuten werden in geschlossenen Therapiegruppen zu einer Mannschaft geformt, in der eine funktionierende Kommunikation Grundvoraussetzung für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit ist.

Die Kliniken schaffen aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen Modellarbeitsplätze, an denen Therapeuten Patienten auf den Wiedereintritt ins Berufsleben unterweisen und vorbereiten. So gibt es etwa Modellarbeitsplätze für Handwerker und Techniker sowie Schreibtischarbeitsplätze für kaufmännische Berufe.

In der Argentalklinik, so Neukirch, würden mittlerweile Patienten zu Kooperationspartnern wie dem Stephanuswerk gebracht, um eine praktische berufliche Belastungsprobe durchzuführen. Derartige Kooperationen übertreffen schon heute die von der Deutschen Rentenversicherung geforderten Standards bei dieser Art der Rehabilitation, die als Basis- und Kernniveau umschrieben werden. Die Deutsche Rentenversicherung Bund verlangt von ihren orthopädischen Vertragskliniken verbindlich ein Konzept zur Umsetzung der MBOR Verfahren bis zum 31.Oktober 2012.

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Claudia Beltz

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