3. D-A-CH Reha-Managemant-Intensivseminar Deutschland, Schweiz und Österreich am 20.10.2014 in Zürich

Veröffentlicht am 20.11.2014 13:56 von Softsolution International Ltd.

Die länderübergreifende Veranstaltung „D-A-CH Reha-Management“ wurde im Oktober in Zürich durchgeführt. Teilnehmer waren Vertreter von Klinik-Management und Kostenträgern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzierungsmodelle, Sorgen, Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Umsetzung von Reha in den verschiedenen Ländern wurden kompetent und engagiert präsentiert und in der Teilnehmerrunde rege diskutiert. Dieser multinationale Blick „über den Tellerrand“ wurde von allen Teilnehmern als gewinnbringende Besonderheit dieser Veranstaltung hervorgehoben.

Prof. Dr. Rüdiger Blau fasst die Thematik folgendermaßen zusammen:

Gleiche Sorgen in drei Ländern
In allen drei Ländern, Deutschland, Österreich und der Schweiz, soll Rehabilitation helfen Erwerbsminderungsrenten oder Pflegebedürftigkeit zu verhindern.
Dafür muss u. a. eine verstärkte Arbeitsmarktintegration von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen, ein längeres Arbeiten und Verbleiben im Job und eine entsprechend spätere Berentung erreicht werden.
Dies soll auch zur Gegensteuerung bezüglich des Fachkräftemangels dienen, Beispiele aus den drei Ländern zeigen wie das funktioniert.
Ausführlich wurde die Wirkung pauschalierter Entgeltsysteme im akutstationären Bereich auf die Versorgungskette und insbesondere die Rehabilitation diskutiert und so beschrieben:
Die politisch gewollte Ökonomisierung des Gesundheitswesens führe zu einer Machtverschiebung und Verlagerung des finanziellen Risikos auf die Anbieter, zu einer Verbetrieblichung der medizinischen Arbeit und zu einer Entwicklung von Instrumenten zum betrieblichen Management der Arzt-Patienten-Beziehung. Das bedeute, so Oggier, dass das Verhältnis zwischen Arzt und Patient in einen zunehmend monetarisierten und bürokratischen Kontext integriert werde. „Daraus entsteht Kommerzialisierung.“
Gemeinsame gesundheitsökonomische Bewertungen der Versorgungssysteme sollen den beteiligten Ländern in Zukunft Reserven und Verbesserungsmöglichkeiten ihrer Systeme aufzeigen.

Bei Interesse schicken wir Ihnen den Link zu den Vorträgen gerne zu.

DACH-Bericht 2014_Softsolution_Reha NEWS 24

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