25 Jahre im Dienst der medizinischen Versorgung betagter Menschen

Veröffentlicht am 19.03.2018 15:24 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung 03-2018 (19.03.2018)

 

Im Jahr 2018 feiert der Bundesverband Geriatrie (BVG) sein 25. Gründungsjubiläum und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, in denen sich der bundesweit tätige Spitzenverband kontinuierlich für die qualitativ hochwertige Versorgung geriatrischer Patienten eingesetzt hat. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat der BVG viel bewirkt und sich zur größten Verbandsvertretung ambulanter und stationärer geriatrischer Einrichtungen in Deutschland entwickelt. Eine Festveranstaltung im Juni bildet das Highlight im Jubiläumsjahr.

Unter dem Namen „Bundesarbeitsgemeinschaft der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen e.V.“ wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung der BVG von zunächst 19 Mitgliedseinrichtungen gegründet. 1997 wurde der Verein in „Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen“ umbenannt, um der engen Verzahnung zwischen Akutgeriatrie und geriatrischer Rehabilitation gerecht zu werden. Durch diesen Zusammenschluss der Klinikträger wurden spezifische Versorgungsstrukturen gezielt gefördert. Heute zählt der BVG rund 370 Mitgliedseinrichtungen mit weiter stark steigender Tendenz.

Seine besondere Aufgabe sieht der BVG in der Förderung der Zusammenarbeit sowie dem Erfahrungsaustausch der Mitgliedseinrichtungen untereinander. Dabei steht die Schaffung einheitlicher Qualitätsstandards für die geriatrische Versorgung sowie der bedarfsgerechte Auf- und Ausbau geriatriespezifischer Versorgungsstrukturen im Fokus. Seit 2008 agiert die zentrale politische Vertretung der Mitgliedseinrichtungen als „Bundesverband Geriatrie e.V.“. Diese verschiedenen Umbenennungen machen deutlich, dass sich die Geriatrie als Spezialdisziplin in der Medizin stetig weiterentwickelt.

Strenge Aufnahmekriterien sichern Qualität der Mitgliedseinrichtungen

Die Aufnahme neuer Mitgliedseinrichtungen bindet der BVG an klar definierte Qualitätskriterien. Das Aufnahmeverfahren sieht eine rund 20-seitige Selbstbewertung der Einrichtung vor. Im Anschluss findet eine Überprüfung vor Ort statt. Werden die geforderten Voraussetzungen nicht erfüllt, kann der BVG eine Mitgliedschaft ablehnen. Das bedeutet, dass bereits die Mitgliedschaft im BVG ein klarer Beleg für eine qualitätsorientierte Patientenversorgung darstellt.

Fachgerechte Versorgung bleibt Herausforderung für die Zukunft

Der BVG will sich auch im Jubiläumsjahr den wachsenden Herausforderungen des demografischen Wandels stellen: „25 Jahre Bundesverband Geriatrie sind für uns ein wichtiger Meilenstein, zugleich aber auch Ansporn und ein Versprechen, weiter daran zu arbeiten, eine flächendeckende, fachgerechte altersmedizinische Versorgung sicherzustellen“, erklärte Ansgar Veer, Vorstandsvorsitzender des Verbandes. Während 2014 4,5 Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland lebten, wird ihre Anzahl 2050 auf rund 9 Millionen steigen. „Damit ist die fachgerechte Versorgung älterer Menschen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich nicht allein die Einrichtungen, sondern auch die Politik, Kostenträger und Kommunen, stellen müssen“, erklärte Veer.

Meilensteine der Verbandsgeschichte

Die Etablierung von Versorgungskonzepten, wie zum Beispiel dem Zertifizierungsverfahren atz® – Alterstraumatisches Zentrum“ zur Sicherung und Förderung der Versorgungsqualität alterstraumatologischer Patienten in der stationären Versorgung und das Qualitätssiegel Geriatrie, ein spezielles Qualitätsmanagementverfahren für geriatrische Einrichtungen, zählen ebenso zur erfolgreichen Verbandsarbeit, wie die Entwicklung des Fort- und Weiterbildungssystems „ZERCUR Geriatrie®“ für die Mitglieder des interprofessionellen Behandlungsteams. Mit dem Weißbuch Geriatrie hat der BVG im Jahr 2010 erstmalig eine umfassende Aufbereitung der Versorgungssituation bzw. -bedarfs geriatrischer Patienten in Deutschland veröffentlicht und seit September 2017 ist der BVG in das wissenschaftliche Projekt TIGER – Transsektorales Interventionsprogramm zur Verbesserung der Geriatrischen Versorgung in Regensburg eingebunden, das durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert wird.

Auf diese und andere Meilensteine der Verbandsgeschichte wird der BVG auf einer Jubiläumsfeier Mitte des Jahres in Berlin, zusammen mit seinen Mitgliedern und geladenen Gästen, zurückblicken.

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

 

Pressekontakt

Daniela Goldscheck – Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 030 / 339 88 76 – 27

E-Mail: daniela.goldscheck@bv-geriatrie.de

Internet: http://www.bv-geriatrie.de

 

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern die rund 370 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über zirka 22.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -Konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes. Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen. Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu GEMIDAS Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

 

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