Dienstag, Mai 8th, 2018

 

Per App zur strukturierten Behandlung von Atemwegserkrankungen

Richtungsweisendes Telemedizin-Projekt: Per App zur strukturierten Behandlung von Atemwegserkrankungen

Hamburg (ots) – Die medizinische Versorgung von Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen soll besser werden. Dieses Ziel verfolgen das MedTech-Unternehmen vitabook und der Landesverband der Pneumologen in Baden-Württemberg mit einer sogenannten Pneumo-App. Die App soll zudem helfen, Lücken in der ländlichen Versorgung zu schließen. Unterstützt wird das Projekt von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, den Krankenkassen, dem Sozialministerium und dem Ministerium zur Entwicklung des ländlichen Raums sowie vom Gesundheitsnetz Süd.

Etwa 700.000 Menschen in Baden-Württemberg leiden unter Asthma bronchiale, ca. 1 Million Menschen sind an COPD erkrankt – zwei Volkskrankheiten, mit oft chronischem Verlauf, deren Häufigkeit zunimmt. Eine erfolgreiche Behandlung dieser beiden Krankheiten ist nur möglich, wenn neben der exakten und zeitnahen Abklärung des Befundes ein langfristiger Behandlungsplan entwickelt und der Patient kontinuierlich begleitet wird.

Allerdings gibt es in Baden-Württemberg ebenso wie in fast allen anderen Regionen Deutschlands viel zu wenig Pneumologen, die diese enge Begleitung und Kontrolle gewährleisten können. Mit 0,6 Lungenfachärzten pro 100.000 Einwohner ist die Bundesrepublik das Land mit der schlechtesten pneumologischen Abdeckung in der Europäischen Union. Zum Vergleich: In Griechenland kommen auf 100.000 Einwohner 13,2 Lungen-Spezialisten. Schon heute haben viele pneumologische Praxen in Deutschland Einzugsgebiete von 100 Kilometern und mehr. Neue Patienten warten Monate auf einen Abklärungstermin, gleiches gilt für Menschen, deren Zustand eigentlich regelmäßig kontrolliert werden müsste. Hinzu kommen weite Wege zum Facharzt. „Wir stehen vor der Herausforderung, die pneumologische Versorgung gerade in einem ländlich geprägten Bundesland wie Baden-Württemberg neu zu durchdenken und zu organisieren“, erklärt Dr. med. Michael Barczok, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Pneumologen Baden-Württemberg. „Die Digitalisierung eröffnet uns hier ganz neue Möglichkeiten. Gerade bei Asthma und COPD bietet die Telemedizin aufgrund der sehr klaren und eindeutigen Krankheitsbilder enorme Potenziale.“

Medizinische Versorgung neu gedacht

In einem ersten Schritt beteiligen sich ca. 20 Pneumologen an dem Projekt, das am 1. Juli dieses Jahres starten soll. Nach der Diagnose erstellen sie gemeinsam mit dem Patienten im vitabook-Konto einen konkreten Behandlungsplan. Der Patient wird über die elektronische Gesundheitsakte regelmäßig daran erinnert, seine Medikamente einzunehmen und sich an die Therapie zu halten. Er kann selbsterhobene Messungen und andere Daten im vitabook-Konto ergänzen und seinem Pneumologen online zur Ansicht zur Verfügung stellen. Auch Hausarzt und Apotheker vor Ort lassen sich besser in die Therapie einbeziehen. Die Behandelnden sind in der Lage, jederzeit den Verlauf der Erkrankung zu analysieren und schnell auf etwaige Probleme zu reagieren, ohne dass der Patient immer persönlich vorstellig werden muss. Dem Facharzt bleibt somit mehr Zeit für abklärungsbedürftige Neupatienten, der Patient spart Zeit und Wege, der Hausarzt vor Ort ist in den Behandlungsprozess involviert.

„Das mag wenig revolutionär klingen, in der Medizin ist eine solch strukturierte Behandlung aber ein Novum“, sagt Pneumologe Barczok. „Sie erspart dem Patienten zum einen viel Leid. Zum anderen reduzieren sich die Wartezeiten in den Praxen und das Gesundheitswesen spart Kosten.“ So können zum Beispiel Asthmaanfälle bei Pollenallergikern mit einem gezielten Behandlungsplan vermieden werden, wenn der Patient rechtzeitig vor der Pollensaison mit der individuell vereinbarten Therapie beginnt.

„Die breite Unterstützung für das Projekt in Baden-Württemberg durch Ministerien, Kassen und Kassenärztliche Vereinigung sowie dem Gesundheitsnetz Süd belegt, welche Bedeutung ihm beigemessen wird“, sagt Markus Bönig, CEO von vitabook. „Die Digitalisierung bietet dem Gesundheitswesen enorme Chancen, die wir nutzen sollten. Die Pneumo-App ist dafür ein Beispiel. Wir entwickeln die elektronische Gesundheitsakte zum ganz persönlichen Gesundheitsassistenten und bieten individuelle Lösungen für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patienten.“

Über vitabook

vitabook ist ein deutscher Anbieter digitaler Gesundheitskonten. Das Unternehmen bietet Patienten eine Plattform für seine Gesundheitsdaten – ähnlich wie beim Online-Banking können dabei sämtliche medizinischen Daten von Ärzten, Kliniken, Laboren u.v.m. gesammelt sowie selbst verwaltet werden. Die Daten werden stark verschlüsselt und liegen in der Microsoft Cloud Deutschland, also hochgesichert in zwei deutschen Telekom-Rechenzentren. www.vitabook.de

Ansprechpartner für weiterführende Informationen:

vitabook GmbH

Jessica Tittel
Alsterdorfer Markt 6, 22297 Hamburg

Tel.: 040 537 98 1563
E-Mail: jessica.tittel@vitabook.de

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32.Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Hyperthermische Onkologie Berlin mit Patiententag

Hyperthermie im Rahmen multimodaler Behandlungen bei Krebs und Unterleibstumoren

Die Europäische Gesellschaft für Hyperthermische Onkologie (ESHO) und die Deutsche Gesellschaft für Hyperthermie (DGHT) laden ein zur 32. Jahrestagung nach Berlin vom 16. bis 19. Mai 2018. Unterstützt wird der wissenschaftliche Kongress u.a. von der Troisdorfer Oncotherm GmbH. Eine Besonderheit im Sinne des Wissenstransfers und der Nähe zum Patienten: Der wissenschaftliche Kongress öffnet sich für einen „Patiententag“ (Campus Charité Universitätsmedizin Berlin, Hörsaal Innere Medizin, Virchowweg 9, 10.30-12.30 Uhr.) Die Vorträge werden gehalten im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59. Der Kongress findet in Zusammenarbeit statt mit der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) und der Oncotherm GmbH (Stand 10).

Das Schwerpunkt-Thema der Tagung: „Die multimodale Behandlung von Unterleibstumoren im Rahmen einer thermischen Therapie. Potential und Einschränkungen“ . Am 18. 5. 2018 spricht dazu PD Dr. Oliver Szász  über  Oncothermie als modulierte Elektrohyperthermie: „Modulated electrohyperthermia from bench to clinic“. Der Vortrag von Prof. Dr. med. Lars Lindner,  Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik und Poliklinik III, – Hyperthermie -, überschreibt programmatisch die gesamten Kongresstage: „Die Rolle der regionalen Hyperthermie bei der Behandlung von Weichteilsarkomen.

So behandeln Vorträge u.a. Themen wie Nanotechnologie und Hyperthermie induzierte physiologische Veränderungen. In der Klinik-Session wird diskutiert u.a. über Re-Bestrahlung und Hyperthermie nach der Operation bei rezidivierendem Brustkrebs, Re-Bestrahlung plus Hyperthermie bei wiederkehrendem pädiatrischem Sarkom, Re-Bestrahlung in Kombination mit kapazitiver Hyperthermie bei irreversiblem rezidivierendem Brustkrebs. Weitere Themen u.a.: „Regionale Hyperthermie bei lokalisierten Hochrisiko-Weichteilsarkomen im Kindesalter“, „Gebärmutterhalskrebs mit oder ohne assoziierte HIV-Infektion und modulierte Elektro-Hyperthermie in Kombination mit Chemo-Strahlentherapie“, „Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie und Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenen, rezidivierenden oder metastasierten Erkrankungen“. Dazu kommen spezielle Anwendungen wie: „ Hyperthermie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Lebertumoren“ „Präoperative Radiochemotherapie kombiniert mit tiefen- regionaler Hyperthermie bei fortgeschrittenem Rektumkarzinom“ (Mastdarmkrebs), „Hyperthermie bei Gebärmutterhalskrebs“, „Chemotherapie und regionale Hyperthermie bei  rezidivierendem Pankreaskarzinom nach adjuvanter Chemotherapie“ oder „Hyperthermie im Rahmen einer multimodalen Immuntherapie bei Kindern mit DIPG“, einem aggressiven Hirntumor.
Prof. Dr. András Szász, Begründer der loko-regionalen Hyperthermie (Oncothermie): „Die Vorträge unterschiedlichster Disziplinen der Onkologie zeigen die Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten der regionalen Hyperthermie. Die Oncothermie versteht sich  hier  als spezielle Form der Hyperthermie, um Krebs lokal begrenzt mit Wärme und elektrischem Feld anzugreifen. Die Elektro-Hyperthermie ist daher besonders geeignet, um an der Oberfläche begrenzte oder tiefergelegene Tumoren und deren Metastasen zu attackieren, vor allem bei Tumoren in Gehirn, Lunge, Pankreas, Niere.

 

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27. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 26. und 27. September 2018 in Kassel

Die Landschaft der Suchtreha ist derzeit stark in Bewegung. Allein durch das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das auf der Grundlage der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) aktualisiert wurde und am 25.05.2018 in Kraft tritt, sind Anpassungen und Veränderungen erforderlich. Diese und weitere wichtige Einflussfaktoren auf die Arbeit in der Reha und in der Suchthilfe greift der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) bei seiner 27. Management-Tagung am 26. und 27. September 2018 in Kassel auf.

Eröffnet wird die Tagung mit einem Einblick in die Lebenswelten von Jugendlichen, basierend auf der aktuellen Jugendstudie der SINUS:akademie. Neue gesetzliche Regelungen zum Datenschutz werden sowohl in einem Vortrag als auch in einer Arbeitsgruppe behandelt, damit ausreichend Gelegenheit zur Diskussion praktischer Umsetzungsfragen besteht. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Analyse des deutschen Reha-Marktes und der Zukunftsperspektiven in diesem Bereich aus Sicht einer großen privaten Klinikgruppe.

Weitere Themen in den Arbeitsgruppen sind: Erfahrungen mit dem ‚Nahtlosverfahren‘, Integration in den Arbeitsmarkt, Praxisbeispiele zur Umsetzung der BORA-Empfehlungen, Besonderheiten der Adaptionsbehandlung sowie die Auswirkungen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in den Einrichtungen.

Den Schwerpunkt am zweiten Tag bildet der Themenkomplex Vergütung und Vergabe. Es werden die Ergebnisse der jüngst erschienenen Studie zur leistungsgerechten Vergütung in der Rehabilitation vorgestellt. Ein weiterer Vortrag berichtet über verschiedene aktuelle Gutachten der aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH, z. B. zu Investitionen, zur Kostenübernahme der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie zu Kosten- und Vergütungssteigerungen. Ein Vertreter der DRV wird den aktuellen Stand zur transparenten Vergabe und Vergütung von Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung darstellen. Dieses Thema wird in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referent/innen vertieft.

Programm und Einladung folgen im Juli 2018 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

buss, 8. Mai 2018

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Infomobiltour zur beruflichen Reha startet in Borna

Corinna Schulze und Steffen Gonsior beraten am weißen BARKAS vor Ort zur beruflichen Rehabilitation. Auto: A. Starke, BFW Leipzig

Corinna Schulze und Steffen Gonsior beraten am weißen BARKAS vor Ort zur beruflichen Rehabilitation. Auto: A. Starke, BFW Leipzig

Am 17. Mai startet die diesjährige Tour des weißen BARKAS des Berufsförderungswerks Leipzig (BFW Leipzig) durch Mitteldeutschland. Die erste Station ist der Marktplatz in Borna. Das Team des BFW Leipzig berät Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, um ihnen neue Wege in Arbeit durch eine Umschulung bzw. Qualifizierung aufzuzeigen.

Von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr beraten Corinna Schulze und Steffen Gonsior aus dem BFW Leipzig Interessenten zur beruflichen Rehabilitation. „Unser Informationsangebot richtet sich an Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können“, erläutert Corinna Schulze. „Die Infomobiltour ist eine Erweiterung unseres Beratungsangebotes während der Sommermonate. Wir sind vor Ort für Interessenten, die nicht zu der monatlichen Informationsveranstaltung nach Leipzig oder zur Beratung in eine unserer fünf Außenstellen kommen können.“ Gezielt könne man dann auch auf einzelne Fälle eingehen. „Wir erklären Zugangswege zur beruflichen Rehabilitation und Chancen, um durch einen neuen Beruf wieder in Arbeit kommen zu können.“

Im kaufmännischen oder gewerblich-technischen Bereich werden zusammen mit Vermittlungsmaßnahmen über 45 Qualifizierungen und Weiterbildungen angeboten. „Um dieses breite Angebot nutzen zu können, ist wichtig, dass wir unserem Gesprächspartner die Zugangsvoraussetzungen erläutern“, ergänzt Steffen Gonsior.

Die berufliche Rehabilitation bietet für alle Seiten positive Aspekte. „Zum einen erhalten betroffene Menschen eine zweite Chance auf einen Neubeginn im Arbeitsleben. Zum anderen könnten Unternehmen besonders auf diese Menschen bauen, die hoch motiviert die berufliche Qualifizierung absolvieren“, so Steffen Gonsior weiter. Es gehöre viel Willen und Engagement dazu, trotz gesundheitlicher Einschränkungen wieder ins Arbeitsleben einsteigen zu wollen. Diese Bereitschaft und die Lebenserfahrung aus dem ersten Beruf sind wichtige Argumente, um schnell in ein Unternehmen integriert zu werden. Die Erfahrungen zeigen, dass viele Unternehmenslenker genau auf diese Werte bei ihrer Suche nach qualifizierten Fachkräften bauen.

Grimma wird am 1. Juni 2018 die nächste Station der Infomobiltour sein. In den Frühjahrs- und Sommermonaten fährt der weiße BARKAS insgesamt 7 Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt an. Interessenten können vorab die Termine auf www.bfw-leipzig.de/angebote/beratung/infomobiltour einsehen.

Seit sieben Jahren ist so der weiße BARKAS als Infomobil in der Region Mitteldeutschland unterwegs, um Betroffene vor Ort zu beraten.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Infomobiltour, BARKAS, Beratung, Borna

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

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