Montag, Mai 7th, 2018

 

vdek fordert Ende des Verbots von Online-Sprechstunden

Deutscher Ärztetag 2018

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ruft die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt dazu auf, das sogenannte Fernbehandlungsverbot für Ärzte zu kippen. Online-, Video- und Telefonsprechstunden müssten künftig bundesweit auch ohne vorherigen Praxisbesuch möglich sein. Dies sei ein wichtiger Schritt zu mehr Digitalisierung in der ambulanten Versorgung. „Viele medizinische Probleme können qualifiziert und sicher per Videochat oder Telefon abgeklärt werden. Für die Versicherten bedeutet das: Wartezeiten und Anfahrtswege entfallen. Damit können Fernbehandlungen zu einer merklichen Verbesserung und Modernisierung der Versorgung führen“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek.

Bislang sind Telefon-, Video- und Onlinesprechstunden nur erlaubt, wenn die Patienten die Arztpraxis zuvor bereits aufgesucht haben. Dies sieht die Musterberufsordnung für Ärzte vor.

Elsner unterstrich, dass bei Fernbehandlungen immer der behandelnde Arzt mit seiner Expertise entscheide, ob die Fernbehandlung ausreiche. In Zweifelsfällen hätten Ärzte immer die Möglichkeit, ihren Patienten in die Praxis zu bestellen oder zu einem Kollegen zu schicken.

Bereits seit Längerem wächst auch in der Ärzteschaft die Bereitschaft, das Fernverhandlungsverbot aufzuheben. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hatte Mitte April 2018 beschlossen, das Verbot voraussichtlich im Sommer abzuschaffen. Ebenfalls seit Mitte April 2018 läuft ein Modellprojekt zur Fernbehandlung, an dem sich neben den Ersatzkassen u. a. die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg beteiligt.

Die vdek-Vorstandsvorsitzende unterstrich, dass die Abschaffung des Fernbehandlungsverbots nur ein erster Schritt zu mehr Digitalisierung in der ambulanten Versorgung sein kann. Elsner: „Wenn der Arzt Diagnosen per Telefon oder Video stellt, müssen zeitnah auch das elektronische Rezept (eRezept) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) eingeführt werden. Hier ist die gemeinsame Selbstverwaltung gefordert, die nötigen Schritte einzuleiten.“ Zudem sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen einen elektronischen Terminservice einrichten, über den Versicherte Sprechstundentermine bei einem Facharzt direkt buchen können.

Der Deutsche Ärztetag ist die jährliche Hauptversammlung der Bundesärztekammer. Die 121. Auflage der Tagung findet vom 8. bis 11. Mai 2018 in Erfurt statt.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

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Perspektive der Telemedizin in der Psychotherapie

Pressemitteilung                                                                   07.05.2018

 

MEDIAN Wissenschaftsforum 2018 diskutiert über Möglichkeiten und Grenzen telemedizinischer Anwendungen in der Psychotherapie / Hochkarätig besetztes Forum erwartet Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten aus ganz Deutschland am 13. Juni in der Hörsaalruine der Charité -Universitätsmedizin Berlin

In der Orthopädie und Kardiologie hat die telemedizinische Rehabilitation seit ihrer Erstzulassung 2013 erheblich an Bedeutung gewonnen. In der Reha-Nachsorge wird sie spätestens seit Inkrafttreten des DRV-Rahmenkonzeptes 2016 erfolgreich eingesetzt. Und auch die Psychotherapie als sprechende Medizin hat die rasant voranschreitende Digitalisierung der Medizin längst erreicht. Konsultation per E-Mail oder auch per Videokonferenz sind heute in Krisensituationen eine schnelle Hilfe. Die Telemedizin überbrückt lange Wartezeiten auf eine stationäre oder ambulante Therapie. Beratungsleistungen können auf Internetplattformen teilweise oder sogar ganz online durchgeführt werden.

Aktuelle Entwicklungen
in der fachlichen Diskussion

Doch wohin geht die Entwicklung? Kann das Online-Setting gegenüber dem Face-to-Face-Setting eine qualitativ gleichwertige Beziehung zwischen Therapeut und Patient aufbauen? Welche Möglichkeiten und welche Grenzen haben telemedizinische Anwendungen in der Psychotherapie? Einen aktuellen Überblick können Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten aus ganz Deutschland am 13. Juni beim diesjährigen MEDIAN Wissenschaftsforum gewinnen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Rolf Meermann, dem Medizinisch-Wissenschaftlichen Direktor von MEDIAN, und Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, der Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin, werden führende Fachvertreter aus Psychiatrie, Psychosomatik und Psychologie zu einer richtungweisenden Tagung erwartet.

Überblick und tiefe Einblicke

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen am Vormittag Übersichtsreferate unter anderen aus dem Fachgebiet Psychologie mit Prof. Dr. Harald Baumeister, Leiter der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm und als Fachvertreter der Psychiatrie von PD Dr. Jan Philipp Klein, dem Leitenden Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Am Nachmittag wird es dann in einem Vortrag des neuen Chief Development Officer (CDO) von MEDIAN, Benedikt Simon, um die praktische Anwendung digitaler Entwicklungen bei MEDIAN gehen. Eine Podiumsdiskussion mit den Referenten unter Beteiligung einer Vertreterin des Deutschen Ethikrates, eines Vertreters der Bundeswehr sowie eines Justiziars der Ärztekammer Niedersachsen rundet die Veranstaltung ab.

Anmeldung und Teilnahme

Das Forum richtet sich an Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten, die sich über den aktuellen Stand dieser Ansätze aber auch ihrer kritischen Diskussion informieren wollen. Es ist mit 6 Fortbildungspunkten bei der Ärztekammer/Psychotherapeutenkammer Berlin akkreditiert.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung und Teilnahme finden sich im Internet unter www.median-wissenschaft.de.

Anmeldungen bitte per E-Mail oder telefonisch bis zum 16. Mai an das

Kongress-Sekretariat
Antje Wohlleben
Telefon +49 5281 619623
E-Mail: antje.wohlleben@median-kliniken.de

Die Teilnahme am Wissenschaftsforum ist mit einer Tagungsgebühr von 35,- Euro verbunden. Diese ist bereits im Vorfeld der Veranstaltung zu überweisen. Die zugehörigen Kontoinformationen erhalten Sie unmittelbar nach Ihrer Anmeldung per E-Mail. Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst mit Eingang der Tagungsgebühr gültig wird.

 

Pressekontakt:

MEDIAN Kliniken
Unternehmenszentrale Berlin
Referentin Marketing, Kommunikation & CRM
Mandy Wolf
Franklinstraße 28-29
10587 Berlin
Tel:      +49 (30) 530055-232
E-Mail: Mandy.Wolf@median-kliniken.de
Web:   www.median-kliniken.de

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