Mai, 2018

 

European Stroke Organisation Conference (ESOC): neue Strategien bei Schlaganfall

Schlaganfall-Experten aus aller Welt tagten in Göteborg

***Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)***

Die größte internationale Fachtagung zum Thema Schlaganfall ist die jährliche Konferenz der European Stroke Organisation (ESO). Sie fand im Mai 2018 in Göteborg statt. Dieses Jahr wurden unter wesentlicher deutscher Beteiligung wichtige Studien präsentiert, die Eingang in die klinische Praxis finden werden: Die WAKE-UP-Studie eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die im Schlaf einen Schlaganfall erleiden. „Sie belegt erstmals, dass Patienten auch bei unklarem Zeitpunkt des Schlaganfalls – immerhin circa 15 Prozent aller Schlaganfallpatienten – von einer Thrombolyse profitieren können“, erklärt Professor Dr. med. Armin Grau, 1. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Die POINT-Studie liefert wichtige Daten, welche Medikamente einen erneuten Schlaganfall nach einem leichten Schlaganfall oder einer kurzen Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) am sichersten verhindern. Die MEGASTROKE-Studie brachte bisher unbekannte genetische Risikofaktoren des Schlaganfalls ans Licht.

Schlaganfall mit unbekanntem Zeitpunkt: MRT identifiziert Patienten für die Thrombolyse

In der WAKE-UP-Studie gelang es erstmals, mittels Magnetresonanztomographie (MRT) geeignete Patienten für die Thrombolyse auszuwählen, ohne den Zeitpunkt des Schlaganfalls zu kennen, zum Beispiel wenn der Schlaganfall im Schlaf auftritt. „Bislang können nur Patienten mit einer Thrombolyse behandelt werden, wenn die Schlaganfall-Symptome innerhalb des Zeitfensters von viereinhalb Stunden aufgetreten sind“, sagt Professor Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). In die multizentrische europäische Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Professor Dr. Thomalla und Professor Dr. Gerloff) waren Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall und unbekanntem Zeitpunkt des Symptombeginns eingeschlossen, darunter überwiegend Patienten, die den Schlaganfall im Schlaf erlitten und erst nach dem Aufwachen bemerkt hatten. Mittels spezieller MRT-Untersuchungen erfolgte die Auswahl der Patienten. Insgesamt wurden in der Studie 503 Patienten mittels MRT ausgewählt und entweder mit Thrombolyse oder einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt. Nach 90 Tagen erreichten 53,3 Prozent der mit Thrombolyse behandelten Patienten ein sehr gutes klinisches Ergebnis, während dies nur bei 41,8 Prozent der Patienten in der Placebogruppe der Fall war. Patienten mit Verschlüssen großer Gefäße wurden nicht in die Untersuchung einbezogen, da sie mit der sogenannten mechanischen Thrombektomie behandelt wurden, bei der das Blutgerinnsel, welches das Blutgefäß verschließt, mit Hilfe eines Katheters geborgen und abgesaugt wird. „Die Erkenntnisse der WAKE-Up-Studie in den praktischen Alltag zu übersetzen wird einige Anstrengung erfordern“, kommentiert der DSG-Vorsitzende Grau, „da MRT-Untersuchungen deutschlandweit nicht die primäre Bildgebungsmodalität bei akutem Schlaganfall sind.“

Kombinationstherapie als Prophylaxe nach einem leichten Schlaganfall

Amerikanische Wissenschaftler um Professor Dr. Clay Johnston von der Universität Texas stellten in Göteborg die Ergebnisse der internationalen POINT-Studie vor. An dieser Studie nahmen auch Schlaganfall-Zentren in Deutschland teil. 4881 Patienten mit einem leichten Schlaganfall oder einer kurzen Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) mit rasch zurückgebildeten, aber schwerwiegenden Symptomen wurden für 90 Tage entweder mit einer Kombinationstherapie bestehend aus zwei Thrombozytenfunktionshemmern (Aspirin + Clopidogrel) oder mit einer Einfachtherapie (Aspirin) behandelt. Letztere stellt aktuell den Therapiestandard dar, mit dem alle Patienten nach einem Schlaganfall behandelt werden, insofern sie keine orale Antikoagulation benötigen. Die POINT-Studie zeigte, dass die Kombinationstherapie signifikant weniger Schlaganfälle, Herzinfarkte oder vaskuläre Todesfälle nach 90 Tagen (121 von 2432 Patienten, 5 Prozent) zur Folge hatte, verglichen mit der Einfachtherapie (160 von 2449 Patienten, 6,5 Prozent). Interessanterweise traten die meisten Ereignisse innerhalb der ersten Woche nach dem initialen Schlaganfall/TIA auf. Nicht unerwartet führte die Kombinationstherapie zu mehr als doppelt so vielen schweren Blutungen (23, 0,9 Prozent), verglichen mit der Einfachtherapie (10, 0,4 Prozent). Rechnerisch bedeutet dies, bei 1000 Schlaganfall-Patienten könnten 15 erneute Schlaganfälle mit der Kombinationstherapie verhindert werden, allerdings würden fünf schwere Blutungen neu auftreten. „Die Ergebnisse von POINT kommen nicht unerwartet, bestätigen sie doch eine frühere asiatische Studie, die ganz ähnliche Ergebnisse gezeigt hatte“, erläutert Schäbitz. „Ob die Ergebnisse eins zu eins in den klinischen Alltag übersetzt werden, kann noch nicht beantwortet werden“, kommentiert Professor Dr. med. Hans-Christoph Diener aus Essen, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Leiter der POINT-Studie in Deutschland. „Wahrscheinlich kann auch eine kürzere Dauer der Kombinationstherapie (für circa 30 Tage), mit sukzessive weniger Blutungskomplikationen, wirksam sein“, so Diener.

Unbekannte Risikofaktoren für Schlaganfall im Erbgut gefunden

Deutsche Experten präsentierten auf der Konferenz eine weitere interessante Studie: MEGASTROKE ist die bislang größte Untersuchung ihrer Art zur genetischen Prädisposition für einen Schlaganfall. Ein internationales Forschungskonsortium um Professor Dr. med. Martin Dichgans, 2. Vorsitzender der DSG, hat nun in einer genomweiten Assoziations-Studie das Erbgut von mehr als 520.000 Individuen auf mögliche genetische Risikofaktoren untersucht. Die Analyse zeigte insgesamt 32 Genorte, die mit einem Schlaganfall in Verbindung stehen – rund dreimal so viele wie bisher bekannt. Die Studie zeigte, dass viele der 32 Genorte in Teilen mit Erbgutabschnitten übereinstimmen, die mit anderen Erkrankungen assoziiert sind, wie zum Beispiel mit Bluthochdruck, der Hyperlipidämie – also dem erhöhten Aufkommen von Cholesterin im Blut, dem Vorhofflimmern oder der koronaren Herzkrankheit. Genvarianten also, die beispielsweise zu Bluthochdruck führen, kommen auch als Auslöser eines Schlaganfalls in Frage. „Überraschend ist jedoch, dass sich für die Hälfte der 22 neu gefundenen Genorte keine Überlappung zu bisher bekannten Risikofaktoren finden lässt“, sagt Professor Dr. Dichgans. Dies deutet auf neue, bislang unbekannte Ursachen hin, die einen Schlaganfall auslösen – und womöglich auf Zielpunkte neuer Therapien. Interessanterweise zeigte die Studie auch gemeinsame genetische Risikofaktoren für die beiden Hauptformen des Schlaganfalls durch Überlappungen der Genorte, die zum Risiko für einen Schlaganfall infolge eines Gefäßverschlusses beitragen, und solchen, die mit dem Riss eines Blutgefäßes assoziiert sind. Dieses deutet auf gemeinsame Entstehungsmechanismen hin, unabhängig von bekannten Risikofaktoren, wie beispielsweise einem Bluthochdruck.

Literatur
Thomalla G., Gerloff C. et al., MRI-Guided Thrombolysis for Stroke with Unknown Time of Onset, New England Journal of Medicine 2018. DOI: 10.1056/NEJMoa1804355

Johnston SC, Easton JD, Farrant M et al. Clopidogrel and Aspirin in Acute Ischemic Stroke and High-Risk TIA. New England Journal of Medicine 2018. DOI: 10.1056/NEJMoa1800410

Malik R, Chauhan G, Traylor M, Sargurupremraj M et al.: Multi-ancestry genome-wide association study of 520,000 subjects identifies 32 loci associated with stroke and stroke subtypes. Nature Genetics 2018 Apr;50(4):524-537. doi: 10.1038/s41588-018-0058-3. Epub 2018 Mar 12.

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz
Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Evangelisches Klinikum Bethel
Klinik für Neurologie
Haus Gilead I | Bethel
Burgsteig 13
33617 Bielefeld
Telefon: +49 (0)521-77278301

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Kontakt für Journalisten:

Pressestelle der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Friederike Gehlenborg
Tel.: +49 (0)711 8931-295, Fax: +49 (0)711 8931-167
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Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München
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E-Mail: presse@dgn.org

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Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 9000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. http://www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin,
Tel.: +49 (0)30 531437930,
E-Mail: info@dgn.org


Weitere Informationen:

http://www.dsg-info.de

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Reha-Messe IRMA in Hamburg vom 22. bis 24. Juni 2018

Sasbachwalden/Hamburg – Messe IRMA präsentiert neueste Hilfsmittel für Menschen mit Handicap.

Auf der 7. Internationale Reha- und Mobilitätsmesse für Alle (IRMA) in Hamburg vom 22. – 24. Juni 2018 für Menschen mit Behinderung sowie Pflegebedürftige und Senioren zeigen 125 Aussteller auf knapp 8.900 m² alles, was das Leben und den Alltag mit Behinderung erleichtert. Schwerpunkte sind z.B.: Rollstühle, Scooter, Rollatoren und Zubehör; Kinderreha; Pflegebetten, Pflegeprodukte, Umsetzhilfen, Bett- und Deckenlifter; Treppenliftsysteme; Bauen & Wohnen; Arbeitsplätze; XXL-Reha; Pkw-Umbauten; Reisen; Orthopädie u.v.m.

Wo? Messe Hamburg, Halle A3, Eingang West, Lagerstraße, 20357 Hamburg

Tageskarte 5,00 Euro

Öffnungszeiten
22. Juni 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr
23. Juni 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr
24. Juni 2018 von 10.00 bis 16.00 Uhr

Um auf eine Übersicht der ausstellenden Firmen zu gelangen, klicken Sie hier.

Link zum Presseservice der 7. Internationalen Reha- und Mobilitätsmesse.

Weitere Infos unter: www.irma-messe.de.

 

Kontakt:

IRMA-Messeleitung
Pascal Escales
Tel. 07841 – 684 11 33
info@mobilitaetsmesse.de

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„Wir bringen Sie sicher über den Berg!“ 30 Jahre Waldburg-Zeil-Klinik für Thoraxchirurgie

Wangen – Was haben Bergsteiger und Chirurgen gemeinsam? Dieser Frage gingen PD Dr. Robert Scheubel und Extremkletterer Alexander Huber kürzlich in den Fachkliniken Wangen nach. Die Veranstaltung zum 30. Geburtstag der Klinik für Thoraxchirurgie stellte den Auftakt des diesjährigen Jubiläumsreigens am Vogelherd 14 dar. Denn es stehen in den nächsten Monaten nicht nur das sechzigjährige Jubiläum des Trägers Waldburg-Zeil Kliniken, sondern auch der 25. Jahrestag der Gründung der Klinik für Neurologie und der 90. Geburtstag der Fachkliniken Wangen an.

In seinem Impulsvortrag spannte Alexander Huber – übrigens ausgebildeter Rettungssanitäter – bereits den Bogen vom Extremklettern zur verborgenen Welt der Chirurgie. Bei großen komplexen Projekten könne man gerade, wenn Neuland beschritten wird, nicht mit Sicherheit sagen, ob der eingeschlagene Weg zum Ziel führt. Das gälte für einen Kilometer vertikalen Granit genauso wie für Operationen am Brustkorb. Ständiges Training sei notwendig, um ausreichende Routine zu erlangen. Denn Sicherheit komme am Berg wie am Patienten vom eigenen Können und aus der eigenen Kraft heraus.

Diese Gedanken griff im zweiten Teil der Veranstaltung auch die Expertenrunde, moderiert von Barbara Waldvogel, auf. Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Pflege an der Oberschwabenklinik, Dr. Christian Kugler, Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie und Leiter der Zertifizierungskommission Thoraxchirurgischer Zentren, sowie Patient Ralf Weiss sprachen mit Alexander Huber und dem Gastgeber PD Dr. Robert Scheubel, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, über Risiko, Qualität und Erfahrung in der Chirurgie. Wie bei den Bergsteigern haben die Spezialisten die Allrounder abgelöst, betonten Kugler und Scheubel. Sind es bei jenen Lead, Bouldern oder Speedklettern, haben sich in der Chirurgie zum Beispiel Gefäß- und Thoraxchirurgen auf unterschiedlichen Gebieten vervollkommnet. Zum Wohle der Patienten, die damit immer länger und besser leben können. Trotzdem würden immer noch zu viele thoraxchirurgische Operationen in Kliniken durchgeführt, die zu wenig solcher Eingriffe im Jahr vornähmen, um die nötige Routine und das notwendige Können zu erreichen, mahnte Kugler. Bereits 80 Prozent der Frauen mit Brustkrebs ließen sich in spezialisierten Zentren operieren. Nur ein Drittel der Männer mit Darm- oder Lungenkrebs findet dagegen den Weg in ein geeignetes OP-Zentrum. Diese Patienten seien über die Gefahren von „Gelegenheitschirurgie“ offensichtlich nicht ausreichend informiert. Das habe natürlich ähnliche Konsequenzen für die Überlebenschancen wie eine ungenügend vorbereitete Expedition.

Jan-Ove Faust unterstrich, dass es in seinem Metier wie beim Klettern auf die Wahl des richtigen Teams und eine sinnvolle Arbeitsteilung ankäme. Man habe in der Oberschwabenklinik abgewogen, ob man sich selbst um Thoraxchirurgie kümmern wolle – oder mit kompetentesten Partner in der Region kooperiere. Patienten profitieren, weil man schon lange vertrauensvoll zusammenarbeite. Alle Anwesenden waren sich einig, dass zu einer erfolgreichen „Seilschaft“ in der Medizin nicht nur das Team im OP gehöre, sondern auch die Pflegekräfte, die Patienten nach Operationen betreuen. Hier müsse jetzt unbedingt die Politik die Rahmenbedingungen so gestalten, dass junge Menschen gerne die Ausbildung wählen, Mitarbeiter lange in dieser Profession arbeiten können und Aussteiger vielleicht in ihren einstigen Beruf zurückkehren wollen.

Am Ende offenbarten alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion ihre Liebe zu den Bergen, als Extremkletterer, Skifahrer oder Wanderer von Kindesbeinen an. Das sei nicht zuletzt ein Zugpferd für Bewerber schmunzelte Gastgeber Robert Scheubel: „Wangen ist das beste Basislager, das es für Freizeitsportler gibt …“

 

BU Präzision, Leidenschaft, Teamgeist, Respekt vor der gewählten Aufgabe und eine überlegte Wahl der Hilfsmittel –

das haben Extremkletterer genauso wie Thoraxchirurgen im Blick. An der Podiumsdiskussion nahmen teil (v.l.):

PD Dr. Robert Scheubel, Alexander Huber, Dr. Jan-Ove Faust, Dr. Christian Kugler, Ralf Weiss und Moderatorin Barbara Waldvogel.

 

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Bundesweiter Tag der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken

Frankfurt (ots)Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt für Organspendeausweis: “Organspender sind Lebensretter”

Am 2. Juni, dem Tag der Organspende, dreht sich wieder alles um den kleinen Ausweis, der Großes bewirken kann: Leben retten. In den letzten 55 Jahren konnten allein in Deutschland insgesamt 132.386 Organe erfolgreich transplantiert werden und so schwerkranken Patienten ein neues Leben ermöglichen. “Organspender sind Lebensretter”, bringt es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf den Punkt. “Ein Ausweis stellt sicher, dass die eigenen Wünsche umgesetzt werden: Klarheit in EC-Karten-Größe”, so der Bundesgesundheitsminister.

Immer mehr Menschen in Deutschland treffen diese selbstbestimmte Entscheidung und haben einen Organspendeausweis ausgefüllt – aber es sind längst noch nicht alle. Für die einen ist die Organspende gelebte Solidarität und Nächstenliebe, für andere ist es eher eine Belastung, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Für die einen bedeutet sie Tod und Trauer, vielleicht auch Trost, für die anderen Hoffnung, Liebe und Dankbarkeit. Für die einen ist es eine Herzensaufgabe voller Engagement, für die anderen mitunter eine zusätzliche Last im Klinikalltag. “Kaum ein Thema löst so viele Emotionen aus wie die Organspende”, erklärt Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. “Organspende ist ein freiwilliges und selbstloses Geschenk, man kann Organspenden nicht verordnen. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder zu Lebzeiten gut informiert und möglichst unbelastet treffen sollte. Das bedeutet auch eine Erleichterung für die Angehörigen, die ansonsten im Ernstfall entscheiden müssen. Jeder von uns kann in die Situation geraten, selbst auf ein neues Organ angewiesen zu sein oder als Organspender in Frage zu kommen”, betont der Mediziner.

Seit nunmehr 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni vor allem auch ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen. Organempfänger in ganz Deutschland erinnern sich an den Tag ihrer Transplantation. Sie danken dem unbekannten Spender für die geschenkten Lebensjahre, für die Freude und die neue Lebensqualität, die sie dank der Organspende erleben dürfen. Stefan Mroncz, stellvertretender Vorsitzender im Bundesverband Niere e.V., und selbst am 2. Juni auf den Tag genau 15 Jahre nierentransplantiert, wünscht sich mehr Anerkennung für Organspender und deren Familien. “Eine offizielle gesellschaftliche Würdigung wäre ein Zeichen der Wertschätzung für die Menschen, die selbstlos ihre Organe spenden – einfach, weil sie anderen helfen wollen.”

Gleichzeitig ist der Tag der Organspende ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen. Für Ärzte und Pflegekräfte ist es eine Aufforderung, sich in den Krankenhäusern dafür einzusetzen.

Am Tag der Organspende geht es um Aufklärung und es geht darum, Vorurteile zu entkräften und persönliche Schicksale sprechen zu lassen. Die Organspende hat viele Gesichter: Wartepatienten, Organempfänger und Angehörige von Organspendern.

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende kommt am 2. Juni 2018 nach Saarbrücken und steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes, Tobias Hans. Im Sinne des ureigenen Mottos der Saarländer “Großes entsteht immer im Kleinen” hat das Saarland im letzten Jahr mit 16,1 Spendern pro eine Million Einwohner eine der höchsten Spenderraten erreicht. Der Bundesdurchschnitt lag bei 9,7. So kann auch eine Kultur der Organspende nur in kleinen Schritten und in einem gesamtgesellschaftlichen Konsens entstehen. Sie lässt das Darandenken und die Frage nach einer Organspende am Lebensende zu einer Selbstverständlichkeit werden.

Der Tag der Organspende beginnt mit einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Ludwigskirche. Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes, und Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, eröffnen das Bühnenprogramm mit prominenten Künstlern wie Fools Garden, José Valdes, Claudia Jung und Detlev Schönauer. Gespräche auf der Bühne mit ARD-Moderator Dennis Wilms, aufmerksamkeitsstarke Präsentationen wie die “Geschenkten Lebensjahre”, begehbare Organmodelle und viele spannende Aktionen in den Themenzelten runden das Informationsangebot ab.

Alle Infos zur zentralen Veranstaltung zum Tag der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken

Der Tag der Organspende will beides: danken und aufklären. Mit Vorurteilen aufräumen und ganz unmittelbar zeigen, wie viel Glück ein kleines Kreuz im Organspendeausweis bewirken kann.

Schirmherrschaft: Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes

Motto: “Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.” Wo: Tbilisser Platz Wann: 10 bis 18 Uhr

Was: Ökumenischer Dankgottesdienst in der Ludwigskirche Bühnenprogramm mit Musik und Gesprächen Info-Pavillons Aktionen

Wer: Bundesverband der Organtransplantierten e.V., Bundesverband Niere e.V., Lebertransplantierte Deutschland e.V., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche Stiftung Organtransplantation, Deutsche Transplantationsgesellschaft.

Infotelefon Organspende

Alle, die noch Fragen zur Organspende und Transplantation haben, erhalten auch am Samstag, den 2. Juni, von 9 Uhr bis 15 Uhr individuelle Antworten über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/90 40 400.

Das Infotelefon Organspende ist ansonsten von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 18 Uhr erreichbar. Ein qualifiziertes Team beantwortet Fragen zur Organspende und Transplantation. Der Organspendeausweis sowie kostenlose Informationsmaterialien können beim Infotelefon telefonisch oder per E-Mail an infotelefon@organspende.de bestellt werden.

Pressekontakt:

Tag der Organspende Saarbrücken
c/o Deutsche Stiftung Organtransplantation
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation
Nadine Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 677 328 9401, Fax: +49 69 677 328 9409,
Mobil: +49 170 5724503
E-Mail: birgit.blome@dso.de, presse@dso.de, Internet: www.dso.de

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Darauf kann man aufbauen.

Sechs von neun Teilnehmenden der Qualifizierung zum Bauhelfer auf dem Weg in Arbeit

Im August 2017 startete eine Gruppe junger Menschen mit Migrationshintergrund diese neun Monate dauernde und vom Jobcenter geförderte Qualifizierung am INN-tegrativ Berufsförderungswerk in Goslar.

Während drei Teilnehmende aus unterschiedlichen Gründen zum Jahreswechsel die Qualifizierung beenden mussten, konnten die übrigen sechs in eine Festanstellung wechseln oder haben Ihren Arbeitsvertrag bereits in der Tasche. Ein sehr gutes Ergebnis.

Fast 70% der von uns im Vorfeld befragten 98 Unternehmen der Bauwirtschaft zeigten Interesse, diese fachlich-technisch und sprachlich geschulten sowie motivierten Geflüchteten einzustellen. Nachfragen von Baufirmen bestätigen dies. Der Bedarf an Bauhelfer ist weiterhin groß. Dieses Projekt der INN-tegrativ gGmbH wurde in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft durchgeführt.

 

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Deutsche Leberstiftung startet Aufruf zum Tag der Organspende: Lebertest kann lebenswichtig sein

HannoverSeit 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni in Deutschland der Organspende-Aktionstag. Auch am 2. Juni 2018 stehen am „Tag der Organspende“ auf der zentralen Veranstaltung in Saarbrücken der Dank an die Organspender und die Aufklärung über das vieldiskutierte Thema im Vordergrund. Der Tbilisser Platz der saarländischen Hauptstadt bietet am Aktionstag unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ die Plattform für Bühnenprogramme, Aktionen, Info-Pavillons und Gespräche rund um die Themen Organspende, Transplantation und Organspende-Ausweis. Anlässlich des „Tages der Organspende“ und dem Negativtrend bei der Zahl der Organspenden weist die Deutsche Leberstiftung auf die Bedeutung des lebenswichtigen Organs Leber hin. Eine Lebertransplantation kann notwendig werden, wenn therapeutische Maßnahmen den Verlauf einer Lebererkrankung nicht mehr aufhalten können.
Deutschland befindet sich aktuell im europäischen Vergleich bei der Zahl der Organspender auf einem der letzten Plätze. Im Jahresbericht 2017 belegt die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit den Zahlen zur bundesweiten und regionalen Entwicklung der Organspende und Transplantation das historische Tief.Auch beim lebenswichtigen Organ Leber, dessen Funktionen – im Gegensatz zu Herz und Nieren – durch technische Geräte nicht über einen längeren Zeitraum ausreichend ersetzt werden können, gibt es trotz langer Wartelisten immer weniger Transplantationen. Der seit einigen Jahren bestehende Rückgang der Anzahl der Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende setzte sich auch im Jahr 2017 in Deutschland fort: Nur 760 Menschen konnten mit einer Spenderleber neue Lebensjahre geschenkt werden.

Das Thema „Geschenkte Lebensjahre“ wird auch in diesem Jahr wieder mit einer Aktion auf der zentralen Veranstaltung in Saarbrücken eindrucksvoll in Szene gesetzt. Organempfängerinnen und Organempfänger werden mit großen „Lebensjahren-Plakaten“ auf die Aktionsbühne gehen und ihre individuelle Anzahl der geschenkten Lebensjahre präsentieren. Mitorganisator der Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ und Aktionsteilnehmer wird Egbert Trowe, stellvertretender Vorsitzender „Lebertransplantierte Deutschland e. V.“, sein.

Trowe wurde 2002 im Alter von 57 Jahren eine Spenderleber transplantiert, nachdem eine unerkannte Virushepatitis seine Leber so stark unumkehrbar geschädigt hatte, dass sie ihre lebenswichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen konnte. Trowe kennt aus seiner eigenen Krankheits- und Transplantationserfahrung die Relevanz des Themas Organspende. „Aus meiner persönlichen Erfahrung als Lebertransplantierter und auch als stellvertretender Vorsitzender des bundesweit tätigen Patientenverbandes ‚Lebertransplantierte Deutschland e. V.‘ weiß ich, wie wichtig das Engagement jedes Einzelnen ist. Deswegen gefällt mir auch das ureigene saarländische Motto ‚Großes entsteht immer im Kleinen‘, das die zentrale Veranstaltung zum diesjährigen ‚Tag der Organspende‘ in Saarbrücken zusätzlich zum Hauptmotto des Aktionstages ‚Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.‘ begleitet“, sagt Egbert Trowe und ergänzt: „Ich wünsche mir, dass der Aktionstag auch dazu beiträgt, dass in allen Krankenhäusern mit Intensivstationen die Voraussetzungen optimiert werden, um die Identifizierung und Betreuung potenzieller Organspender gemäß der bestehenden Meldepflicht noch besser zu organisieren.“

Neben der Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit von Kliniken mit der DSO bei der Meldung von Patienten auf Intensivstationen, die nach ärztlicher Beurteilung als Organspender in Frage kommen könnten, gibt es auch einen Appell an Haus- und Fachärzte zur Früherkennung von Lebererkrankungen und somit zur Vermeidung von Lebertransplantationen: „Erkrankungen der Leber werden oft zu spät erkannt. Wir empfehlen deshalb eine Bestimmung der ‚Leberwerte‘ im Blut. Die einfache Untersuchung hilft nicht nur, Lebererkrankungen zu erkennen, sondern auch Diabetes sowie Herz- und Gefäßkrankheiten. Besonders aussagekräftig ist dabei der GPT-Wert“, erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und bestätigt: „Wird eine Lebererkrankung früh diagnostiziert, kann sie häufig gut behandelt werden. Daher ist die Früherkennung durch einen Bluttest der erste Schritt, um eine Transplantation verzichtbar zu machen.“

Die Deutsche Leberstiftung bietet ein Informationsfaltblatt zum Thema „Leber und Transplantation“ an. Bestellmöglichkeiten und Download auf der Serviceseite unter www.deutsche-leberstiftung.de.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in dritter, aktualisierter und erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-899-9, 16,99 Euro. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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RehaKongress 2018: “Herausforderung Zivilisationskrankheiten. Neue Strategien in Prävention und Rehabilitation”

Im Juli feiert der RehaKongress der RehaZentren Baden-Württemberg seinen ersten runden Geburtstag. In den vergangenen Jahren hat sich der RehaKongress zu einem festen Termin für Mediziner, Psychotherapeuten, Physio- und Sporttherapeuten, Pflegemitarbeitende aber auch Kostenträger und politische Entscheidungsträger entwickelt. Neun Kongresse, in denen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Disziplinen der Rehamedizin aber auch sektorenübergreifend nicht nur gefördert und unterstützt, sondern aktiv gelebt wurden.

Eine lebendige Tradition, die nun in 2018 ins nächste Jahrzehnt startet. Auch in diesem Jahr erwarten die RehaZentren als Veranstalter wieder zahlreiche renommierte Referentinnen und Referenten aus der Rehabilitations- und Akutmedizin sowie den Trainings- und Ernährungswissenschaften.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten zwei intensive Tage mit hochkarätigen Vorträgen und praxisorientierten Workshops rund um das zentrale Thema: Herausforderung Zivilisationskrankheiten. Neue Strategien in Prävention und Reha”.

Daten:
RehaKongress 2018
02. und 03. Juli
Edwins-Scharff-Haus – Kultur- und Tagungszentrum
Silcherstr. 40
89231 Neu-Ulm

Weitere Informationen und Programm:
www.rehakongress.de

Einadungsflyer RehaKongress 2018

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“Aktionstag gegen den Schmerz” – Veranstaltung in der Rehaklinik Sonnhalde am 05. Juni

Bis zu 16 Millionen Menschen in Deutschland klagen über chronische Schmerzen. Mit dem bundesweiten “Aktionstag gegen den Schmerz” am 5. Juni 2018 weist die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. auf die lückenhafte Versorgung der Menschen hin, die an chronischen Schmerzen leiden. Auch die Rehaklinik Sonnhalde nimmt mit einem Vortrag von Chefarzt Martin Vierl daran teil. Schmerzpatienten und ihre Angehörigen können sich am Dienstag, 05. Juni ab 16:00 Uhr gezielt über den aktuellen wissenschaftlichen Stand und die neusten Behandlungsmöglichkeiten informieren.
„Der Leidensweg unserer Patienten beginnt oft mit akuten Schmerzen aufgrund einer Verletzung oder Krankheit. Aus ihnen können sich mit der Zeit chronische Schmerzen entwickeln, die auch nach Heilung der auslösenden Erkrankung oder Schädigung bestehen bleibt“, erklärt Martin Vierl, Chefarzt der Rehaklinik Sonnhalde. Als chronisch werden Schmerzen bezeichnet, die seit mindestens drei bis sechs Monaten permanent anhalten oder regelmäßig auftreten. Auslöser des Schmerzsyndroms, können sowohl psychische Vorbelastungen als auch unzureichende Schmerzbehandlungen oder das ständige ignorieren von individuellen Belastungsgrenzen sein. Am weitesten verbreitet sind dabei Rücken- und Kopfschmerzen, gefolgt von Nervenschmerzen.

Den Auswirkungen chronischer Schmerzen auf das Berufsleben ging das Marktforschungsinstitut InSites Consulting auf den Grund: In der Untersuchung gaben 50% der befragten Personen an, dass ihr chronischer Schmerz direkte Auswirkungen auf ihr Berufsleben hat. Rund 18% sind nicht in der Lage aufgrund ihres Gesundheitszustands zu arbeiten. 42% räumten ein, das Gefühl zu haben, ihre Arbeit schlechter zu erledigen.

Doch, schmerzt der Rücken, der Nacken oder ein Gelenk, sind nicht immer Muskeln, Gelenke, Sehnen oder Knochen schuld. Die Ursache des Problems kann z.B. auch in schadhaften Faszien liegen. Unter Faszien versteht man ein Netzwerk dünner Bindegewebsschichten direkt unter dem Unterhautfettgewebe. Sie umhüllen Muskeln, Organe, Blutgefäße, Gelenke und Knochen. Unser Lebensstil, insbesondere Bewegungsmangel, kann die Faszien schädigen und Schmerzen verursachen.

Mangelnde Bewegung oder Überanstrengung schaden den Faszien und führen zu Verklebungen und Entzündungen. Diese Veränderungen können Schmerzen bei Belastung auslösen.

Um diesen Problemen zu begegnen, rät Chefarzt Martin Vierl zu vielfältiger Bewegung, ausreichender Wasserzufuhr und einer basenreichen Ernährung. In seinem Vortrag am Dienstag, 05. Juni werden zusätzlich Faszientrainings vorgestellt, die den Betroffenen aufzeigen, wie man die Risikofaktoren minimieren oder gar ausschalten kann.

Als Extra-Service stehen unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 18 18 120 am 5. Juni 2018 zwischen 9.00 und 18.00 Uhr mehrere Dutzend renommierte Schmerzexperten aus ganz Deutschland für Fragen zur Verfügung.

Vortrag mit Chefarzt Martin Vierl rund um das Thema „chronischer Schmerz“
Termin:
Dienstag, 05. Juni 2018 16.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Rehaklinik Sonnhalde
Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin
Am Schellenberg 1
78166 Donaueschingen
www.rehaklinik-sonnhalde.de

Rehaklinik Sonnhalde
Die Rehaklinik Sonnhalde ist eine Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg
Jörg Skupin, Referent Public Relations
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de Tel.: 0711. 6994 639 20

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RehaZentren Baden-Württemberg unterstützen die “German Cancer Survivors”

Unter dem Motto “Zurück im Leben” findet am 07. Juni im Berliner Sony Center am Potsdamer Platz der German Cancer Survivors Day statt. Von 11.30 bis 18.00 Uhr stehen Betroffene im Mittelpunkt, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen schildern – in Interviews und im Gespräch mit den Experten, die sie unterstützen, und Politikern. Sie möchten damit Mut machen, mit der Krankheit Krebs selbstbewusst umzugehen und die Erkrankung als Lebenssituation in den Alltag zu integrieren. Eine wichtige Stütze ist hierbei die medizinische Rehabilitation. Dementsprechend unterstützen die RehaZentren Baden-Württemberg die Initiative “German Cancer Survivors”.
Heilungschancen, Langzeitüberleben und Lebensqualität nehmen für Betroffene mit Krebserkrankungen kontinuierlich zu. Ein zentraler Baustein in der Behandlungskette ist die medizinische Rehabilitation.

Rehabilitation hilft, ein sinnvolles und wertvolles Leben für viele Krebserkrankte, ob geheilt oder auch mit einer kontrollierten, stabilen Erkrankung bei hoher Lebensqualität zu erreichen. Ausgerichtet auf die Betreuung eines breiten onkologischen Spektrums – Tumorerkrankungen der Atmungsorgane, des Gastrointestinaltraktes, gynäkologische und urologische Krebserkrankungen und hämatologische Systemerkrankungen wie Leukämien und Lymphknotenkrebs, sowie die Nachsorge nach allogener und autologer Blutstammzelltransplantation oder von Knochen- und Weichteilsarkomen – bieten die Einrichtungen der RehaZentren Baden-Württemberg individuelle Behandlungskonzepte an. Diese unterstützen Betroffene dabei, physische und psychische Ressourcen und Kräfte zu finden und zu wecken, sich mit der Krankheit auseinander zu setzen, Angst und Verzweiflung zu überwinden und letztendlich Selbständigkeit im Alltag und den Weg zurück in das familiär-soziale und berufliche Umfeld zu bewältigen.

Krebspatienten sind häufig emotional bis an ihre Grenzen belastet, Wut und Trauer trüben den Alltag. “Diese Belastungen aufzulösen ist eines der wichtigsten Ziele der Rehabilitation”, erklärt Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg. Und weiter: “Gerade hier ist die Initiative der German Cancer Survivors eine wichtige Stütze. Sie zeigt den Betroffenen, dass sie nicht alleine sind sondern dass es viele Menschen in einer ähnlichen Situation gibt. Sie zeigt ihnen aber auch, dass ihre Krebserkrankung besiegbar ist und dass es sich lohnt, den Kampf aufzunehmen! Uns als RehaZentren Baden-Württemberg ist es daher ein Herzensanliegen, diese wegweisende Initiative aktiv zu unterstützen!”

German Cancer Survivors
German Cancer Survivors (GCS) ist Deutschlands erstes krebsunabhängiges und videobasiertes Informationsangebot, das in Kooperation mit der Deutschen Krebsstiftung (DKS) im Rahmen des Deutschen Krebskongresses 2018 veröffentlicht wurde.
Inhaltlich fokussiert die Plattform dabei auf Alltagsfragen und nicht-medizinische Inhalte, mit denen sich die meisten Krebspatienten sowie deren Umfeld (unabhängig von der Krebsart) während und nach der Erkrankung konfrontiert sehen.
Ausführliche Informationen unter: www.german-cancer-survivors.de

German Cancer Survivors Day 2018
Termin:
Donnerstag, 07. Juni 2018, 11.30 – 18.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Sony Center am Potsdamer Platz, Berlin
Weitere Informationen:
www.deutsche-krebsstiftung.de
Informationsflyer
Download Programm-Flyer GCSD2018

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.
www.rehazentren-bw.de

Kontakt:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH
Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel.: 0711 6994 639 20

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Noch Plätze frei: Fortbildung für Fachkräfte zu rechtlichen Grundlagen der beruflichen Rehabilitation und arbeitsmedizinischem Fachwissen im Kompaktseminar

Das Seminar behandelt zum einen die grundlegenden Rechtsvorschriften für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die relevanten Sozialgesetzbücher und Besonderheiten der beruflichen Rehabilitation werden besprochen. Wichtige Begriffe wie die (Schwer-)Behinderung werden geklärt und Fälle aus der Arbeitspraxis diskutiert. Der zweite Teil des Seminars soll für die Menschen sensibilisieren, die möglicherweise Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben benötigen. Ziel ist es, diese im Berufsalltag sicher zu identifizieren. Deshalb zeigt das Seminar auf, wie Informationen für die Entscheidungsfindung gewonnen werden können und unter welchen Voraussetzungen ein medizinisches/psychologisches Gutachten erforderlich ist. Außerdem werden häufig auftauchende Begriffe in Gutachten und die arbeitsmedizinischen Grundlagen des Mensch-Arbeits-Systems erläutert. Weiter werden Anforderungsprofile zu verschiedenen Berufen vorgestellt.

Zielgruppen: Fallmanagement in Jobcentern, Sozialdienst in Reha-Kliniken, Disability Management
Zeiten: 1. Tag 09:30 – 16:00 Uhr | 2. Tag 08:30 – 15:00 Uhr
Termine: 19.06. – 20.06.2018 im INN-tegrativ Berufsförderungswerk Weser-Ems in Bookholzberg

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