Freitag, April 27th, 2018

 

Studie belegt: Alkoholabhängige leiden häufig an ADHS

Pressemitteilung

  1. April 2018

Eine wissenschaftliche Studie der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim belegt erstmals ein sehr häufiges Vorkommen einer im Vorfeld unerkannten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei alkoholabhängigen Patienten in der stationären Entwöhnung. Das Team um Chefarzt Dr. Tillmann Weber lässt die Studienergebnisse direkt in den Klinikalltag einfließen und arbeitet nun erfolgreich mit einer standardisierten ADHS-Diagnostik sowie einer integrierten Therapie.

Umgangssprachlich heißt sie „Zappelphilipp-Leiden“: die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Sie beschreibt ein Syndrom, das mit Störungen der Aufmerksamkeit sowie mit Impulsivität und Hyperaktivität einhergeht. An der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim nahm man sich vor zwei Jahren in einer von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg unterstützten Studie dieses Krankheitsbildes an und untersuchte, ob alkoholabhängige Menschen von ADHS betroffen sind. Von Februar bis November 2016 analysierten Priv.-Doz. Dr. med. Tillmann Weber, Chefarzt der Klinik und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und sein Team die Daten von 415 alkoholabhängigen Patienten, die in die Klinik zur stationären Entwöhnung aufgenommen worden waren. Das Ergebnis, welches bereits in der internationalen Fachzeitschrift „Journal of Attention Disorders“ veröffentlicht wurde, zeigt nun: rund 20 Prozent dieser Patienten weisen eine ADHS-Diagnose auf, jedoch nur bei rund sechs Prozent war die Erkrankung bereits im Vorfeld bekannt.

Therapie berücksichtigt ADHS-Erkrankung
ADHS ist keine reine Kinderkrankheit. Bei ungefähr der Hälfte besteht das ADHS im Erwachsenenalter fort. Die Zahl der Erwachsenen, bei denen ein ADHS vorliegt, liegt bei rund 2,5 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Mit den in der Studie aufgezeigten 20 Prozent bei Alkoholabhängigen liegt die Quote damit weit über dem Durchschnitt. „Eine unbehandelte ADHS-Erkrankung erhöht das Risiko, alkoholabhängig zu werden. ADHS beeinträchtigt darüber hinaus den Behandlungserfolg. „Zum Beispiel brechen Alkoholabhängige, die an ADHS leiden,  ihre Therapien häufiger ab”, erklärt Dr. Weber. Die Studienergebnisse zeigen darüber hinaus, dass Menschen mit ADHS viel früher mit ihrem problematischen Alkoholkonsum beginnen, eine deutlich schwerere Alkoholabhängigkeit entwickeln und häufiger zusätzlich illegale Drogen einnehmen. Umso wichtiger ist eine Therapie, die die ADHS berücksichtigt. „Die Ergebnisse der Studie haben in der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim dazu geführt, dass bei allen Patienten bereits zu Beginn untersucht wird, ob eine ADHS-Erkrankung vorliegt. Wenn dies der Fall ist, wird der Patient – falls dies gewünscht ist – sowohl mit Medikamenten als auch psychotherapeutisch behandelt. „Durch diese integrierte Therapie wird nicht nur die ADHS-Symptomatik gebessert, sondern wir hoffen auch, dass dies den Erfolg der Alkoholbehandlung positiv beeinflusst“ berichtet Dr. Weber.

 

Die MEDIAN Klinik Wilhelmsheim
Die MEDIAN Klinik Wilhelmsheim ist eine Fachklinik zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen wie Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit oder pathologischem Glücksspielen. Sie bietet in Oppenweiler (ca. 40 km von Stuttgart entfernt) 212 stationäre Behandlungsplätze für suchtkranke Frauen und Männer ab 18 Jahren an. Neben den stationären Angeboten steht in der Stuttgarter Innenstadt eine Tagesklinik mit 22 Plätzen im MEDIAN AGZ zur Verfügung.

 

Über MEDIAN
MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit ca. 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.


Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Wilhelmsheim
Kaufmännischer Leiter
Bernd Götze
Wilhelmsheim 11
71570 Oppenweiler
Tel. +49 7193 52-216
E-Mail: bernd.goetze@median-kliniken.de
Web: www.median-kliniken.de

 

Fachliche Nachfragen:
Priv.-Doz. Dr. med. Tillmann Weber
Chefarzt
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Tel. +49 7193 52-215
E-Mail: tillmann.weber@median-kliniken.de

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Schlaganfallexperten fordern: Nach Klinikaufenthalt mit ambulantem Sektor enger zusammenarbeiten

26.04.2018 14:36

Schlaganfallexperten fordern: Nach Klinikaufenthalt mit ambulantem Sektor enger zusammenarbeiten

Medizin – Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

Etwa die Hälfte aller rund 260.000 Patienten, die in Deutschland jährlich einen Schlaganfall erleiden, hat nach dem Hirninfarkt ein bleibendes neurologisches beziehungsweise neuropsychologisches Defizit. Um diese Folgeschäden zu minimieren und um weiteren Komplikationen und Rezidiven vorzubeugen, ist im Anschluss an Akut- und Reha-Behandlung eine umfassende Nachsorge notwendig. Hier gibt es jedoch nach Ansicht von Schlaganfall-Experten Defizite – vor allem weil Regelungen zur Nachsorge fehlen. Eine strukturierte ambulante Nachsorge – bei der die Hausärzte intensiv eingebunden werden – könnte hier für Verbesserungen sorgen.

Wie eine gute Nachsorge gelingen kann, war eines der Schwerpunktthemen des 3. Stroke Unit-Betreiber-Treffens der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) Mitte März in Berlin, an dem insgesamt 175 Schlaganfallexperten aus Deutschland teilnahmen.

Die Versorgung von Menschen mit einem akuten Schlaganfall ist in Deutschland im internationalen Vergleich exzellent. Das System spezialisierter und zertifizierter Stroke Units – derzeit sind es 309 – und die Möglichkeiten beim akuten Schlaganfall neben der intravenösen Lysetherapie in speziellen Fällen katheterbasiert verstopfte Gefäße mithilfe der sogenannten Thrombektomie zu eröffnen, machen dieses hohe Versorgungsniveau möglich. „Wenn es um die Zeit nach der Entlassung aus der Klinik geht, muss man allerdings feststellen, dass sich noch einiges verbessern ließe. Die Hausärzte kümmern sich intensiv um ihre Patienten“, sagt Professor Dr. med. Armin Grau, 1. DSG-Vorsitzender und Direktor der Neurologischen Klinik mit Klinischer Neurophysiologie und Stroke Unit am Klinikum Ludwigshafen. Das Problem besteht allerdings darin, dass es keine Strukturen über die Sektorengrenzen hinaus für die Nachsorge gibt, also die Zusammenarbeit zwischen dem stationären Bereich und der ambulanten Versorgung, die vor allem vom Hausarzt übernommen wird, nicht ausreichend geregelt ist.

Etwa drei bis vier Prozent der hierzulande jährlich etwa 260.000 Schlaganfallpatienten erleiden nach einem Jahr einen weiteren Schlaganfall. Durch eine gute Sekundärprophylaxe sollen solche Rezidivschlaganfälle verhindert werden. Dies beinhaltet neben der Einnahme von Medikamenten zur Blutgerinnungshemmung und zur Senkung von Blutdruck und Cholesterin auch nichtmedikamentöse Strategien. „Lebensstiländerungen, wie sie im Update der S3-Leitlinie Schlaganfall der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) thematisiert werden, sind ausdrücklich zu empfehlen“, sagt Dr. med. Frederik Mader, Hausarzt in Nittendorf und Co-Koordinator des Leitlinien-Vorhabens. Eine Ernährung mit mediterraner Kost, ausreichende Bewegung, Nikotinabstinenz und die optimierte Einstellung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterin gehören dazu.

Das Leben nach dem Schlaganfall erfordert vom Patienten und seinen Angehörigen in vielen Lebensbereichen Veränderungen. „Dafür brauchen die Betroffenen Anleitung und Unterstützung wie sie insbesondere der Hausarzt und sein Team geben können“, betont DSG-Vorsitzender Grau. Die Schlaganfall-Experten fordern daher eine strukturierte ambulante Nachsorge, bei der den Hausärzten, die den Großteil der Patienten betreuen, eine besondere Rolle zukommt. Um jedoch Schlaganfall-Patienten kompetent begleiten zu können, muss der Hausarzt vor allem frühzeitig eingebunden werden. „Bereits vor der Entlassung aus der Akut- oder Rehaklinik muss der Hausarzt informiert werden. Dann kann er zusammen mit den Angehörigen die Weiterversorgung zu Hause planen“, betont Dr. med. Dieter Geis vom Bayerischen Hausärzteverband. Dazu gehören neben Medikamenten auch die Verordnung von Therapien wie Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie sowie bauliche Anpassungen im häuslichen Umfeld – beispielsweise zur Sturzprophylaxe oder die Anschaffung nötiger Hilfsmittel. Für eine gute Nachbetreuung von Schlaganfallbetroffenen kann nach Ansicht des Experten eine Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) eine wichtige Rolle spielen. Solche Assistenzkräfte führen zum Beispiel Hausbesuche durch, überprüfen die Medikation und leisten eine psychosoziale Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen.

Wie eine strukturierte ambulante Nachsorge die Versorgung der Patienten verbessern kann, zeigt das Projekt der Schlaganfall-Lotsen im nordrhein-westfälischen Ostwestfalen-Lippe (OWL). Mit bereits laufenden Modellprojekten wollen die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und ihre Partner diese Versorgung fest etablieren. Ein Schlaganfall-Lotse kümmert sich in der Region um den Patienten – von der Aufnahme in der Akutklinik bis zu einem Jahr nach dem Schlaganfall. Er dokumentiert alle Behandlungen, sorgt für die Information aller Dienstleister, informiert und berät den Patienten und seine Angehörigen, vermittelt ihm Hilfeangebote und motiviert ihn zu einer gezielten Sekundärprävention. Ein weiteres Nachsorge-Projekt folgt bald: Im Sommer 2018 startet das Projekt „Strukturierte ambulante Nachsorge nach Schlaganfall (SANO)“, das wie auch das Lotsen-Projekt der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird. In 15 Regionen wird um eine Stroke Unit herum ein Netzwerk aus Hausärzten, Fachärzten, Therapeuten, Pflegenden, Sportvereinen und anderen Leistungsanbietern entstehen, das ein Schlaganfall-Koordinator aufbauen wird. Die Patienten werden durch die Hausärzte und die Klinik ein Jahr lang intensiv betreut. Komplikationen wie Depressionen und Stürze sollen dadurch möglichst vermieden beziehungsweise frühzeitig erkannt werden. „Die enge Zusammenarbeit von Klinik und Hausarzt steht im Mittelpunkt des Projekts“, so Grau, Ansprechpartner von SANO. Mit den Ergebnissen der Studie wird nach drei Jahren gerechnet.

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz
Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Evangelisches Klinikum Bethel
Klinik für Neurologie
Haus Gilead I | Bethel
Burgsteig 13
33617 Bielefeld
Telefon: 0521/77278301

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Friederike Gehlenborg
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 8931-295
Fax: +49 (0)711 8931-167
E-Mail: gehlenborg@medizinkommunikation.org
http://www.dsg-info.de


Weitere Informationen:

gehlenborg@medizinkommunikation.org
http://www.dsg-info.de

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Neue Migräne-Leitlinie veröffentlicht: Patienten in Deutschland müssen besser versorgt werden

26.04.2018

Frank A. Miltner Pressestelle der DGN
Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) haben heute neue Empfehlungen für die Therapie der Migräneattacke und die Prophylaxe der Migräne vorgelegt

„Migränepatienten sind in Deutschland nicht ausreichend versorgt. Die Behandlungsmöglichkeiten werden derzeit nicht bei allen Patienten ausgeschöpft“, so Professor Hans-Christoph Diener, Kopfschmerzexperte der DGN, der die Leitlinienarbeit gemeinsam mit PD Dr. Charly Gaul und Professor Peter Kropp, beide von der DMKG, koordiniert hat.

Die neue Leitlinie soll die Versorgungssituation für Kinder und Erwachsene mit Migräne verbessern. Sie gibt Ärzten und Patienten einen umfassenden Überblick, was nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Medizin akut und vorbeugend gegen die häufige Kopfschmerzerkrankung hilft – und was nicht. Das knapp 100 Seiten umfassende Nachschlagewerk gewichtet medikamentöse, nicht medikamentöse und interventionelle Verfahren und nimmt Stellung zu Therapien ohne Wirksamkeitsnachweis. Die Leitlinie, die auch Sondersituationen wie Migräne in der Schwangerschaft beleuchtet, ist auf der Webseite der DGN (http://www.dgn.org/leitlinien) sowie unter http://www.dmkg.de und http://www.awmf.org frei zugänglich.

Migräne ist die häufigste neurologische Erkrankung, an der in Deutschland etwa acht bis zehn Prozent der Männer und zehn bis 25 Prozent aller Frauen leiden. Die Kopfschmerzerkrankung kann das Leben enorm beeinträchtigen, wie die „Global Burden of Disease“-Erhebung belegt. Sie misst die Beeinträchtigung durch eine Erkrankung nach dem Parameter „Years lived with disability“. In der Altersgruppe der 15–49-Jährigen nimmt die Migräne unter allen neurologischen Krankheiten Platz eins ein.

Eine aktuelle Repräsentativbefragung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in Deutschland zeigt, dass die Prophylaxe-Möglichkeiten kaum ausgeschöpft werden. Weniger als die Hälfte (43 Prozent) der Migränepatienten werden beim Hausarzt oder Internisten zu vorbeugenden Maßnahmen beraten; selbst beim Facharzt bekommen zu wenige Patienten (57 Prozent) entsprechende Informationen. „Nur 22 Prozent der Migränepatienten, die von einer Prophylaxe profitieren könnten, erhalten auch vorbeugende Medikamente oder Maßnahmen“, erläutert PD Dr. Charly Gaul, Generalsekretär und Pressesprecher der DMKG. „Dass auch nicht medikamentöse Maßnahmen in der Migränebehandlung eingesetzt werden können, wissen viele Patienten gar nicht.“

Aktueller umfassender Therapieleitfaden

„Die neue Migräne-Leitlinie ist eine Fortentwicklung von sechs deutschen und internationalen Leitlinien und derzeit der aktuellste Leitfaden zur Migränebehandlung“, sagt Professor Diener. Die Publikation, an der 23 Neurologinnen und Neurologen, Verhaltenspsychologinnen und Verhaltenspsychologen im Auftrag der DGN und der DMKG mitgearbeitet haben, ist für Hausärzte und Internisten ebenso relevant wie für Neurologen, Nervenärzte und Schmerztherapeuten. Auch Nichtmediziner können die frei zugängliche Leitlinie online abrufen.

Neue Erkenntnisse zur medikamentösen Therapie

Die Leitlinie gibt dezidierte Empfehlungen zu allen in der Akuttherapie und Prophylaxe eingesetzten Medikamenten. Neu ist die Erkenntnis, dass bei chronischer Migräne und mit oder ohne Gebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln Topiramat und Onabotulinumtoxin A wirksam sind. Zur Migräneprophylaxe bei Kindern konnte angesichts einer sehr hohen Placeborate keine therapeutische Überlegenheit von Valproinsäure, Topiramat oder Amitriptylin gezeigt werden. Bei der Akuttherapie der Migräneattacken sind nach wie vor die Triptane am besten wirksam mit einem sehr guten Sicherheitsprofil. Die Wirksamkeit der Betablocker Metoprolol und Propranolol, des Kalziumantagonisten Flunarizin, der Antikonvulsiva Topiramat und Valproinsäure und des trizyklischen Antidepressivums Amitriptylin sind in der Migräneprophylaxe am besten durch randomisierte Studien belegt.

Nicht medikamentöse Verfahren haben einen hohen Stellenwert

Die medikamentöse Therapie sollte durch nicht medikamentöse Verfahren ergänzt werden. „Regelmäßiger Ausdauersport hilft, Migräneattacken vorzubeugen. Auch Entspannungsverfahren und Stressmanagement haben sich in der Prophylaxe als wirksam erwiesen“, sagt Professor Peter Kropp, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Rostock. „Die nicht medikamentösen Verfahren aus der Verhaltenstherapie sind so wirksam, dass sie als Alternative zur medikamentösen Prophylaxe eingesetzt werden können.“

Quelle
Diener H.-C. et al. S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. 2018. In: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Hrsg. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: http://www.dgn.org/leitlinien und http://www.awmf.org und http://www.dmkg.de

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener
Seniorprofessor für klinische Neurowissenschaften
Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen,
Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 (0)201 723 6540,
E-Mail: hans.diener@uk-essen.de

Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul
Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein
Ölmühlweg 31, 61462 Königstein im Taunus
Tel.: +49 (0)6174-29040
E-Mail: info@dmkg.de
http://www.dmkg.de

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München
Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0)89 46148625
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen
E-Mail: presse@dgn.org

Die Leitlinien der DGN
Die Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Christoph Diener (Essen) und Prof. Dr. Christian Gerloff (Hamburg) bringt mit ihren circa 80 medizinischen Leitlinien neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in die therapeutische Praxis und damit an die Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Leitlinien spielen damit eine wichtige Rolle für die schnelle und kompetente Verbreitung von Forschungsergebnissen. Verfasst werden die Leitlinien für Diagnostik und Therapie von ausgewiesenen Experten auf dem jeweiligen Gebiet, unter Beteiligung von österreichischen und Schweizer Neurologen, teilweise auch unter Beteiligung von Therapeuten und Patientenvertretern. Wichtig ist die bestmögliche Objektivität der ausgesprochenen Empfehlungen. Aus diesem Grund erfolgen die Zusammenstellung der Leitliniengruppe und die Konsensfindung bei Empfehlungen nach klaren Vorgaben auf Basis des Regelwerks der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Alle Leitlinien der DGN sind auf www.dgn.org frei zugänglich publiziert.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 9.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
http://www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

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