Montag, April 16th, 2018

 

Marburger Bund und bvitg erarbeiten Checkliste zum digitalen Reifegrad der Krankenhäuser

 

Berlin, 16.04.2018: Der Marburger Bund und der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. wollen mit Hilfe einer strukturierten Checkliste den Digitalisierungsgrad von Krankenhäusern bestimmen und dadurch konkrete Verbesserungspotenziale ermitteln. Dies kündigten beide Organisationen heute vor der morgen beginnenden Fachmesse conhIT – Connecting Healthcare IT an, Europas führender Veranstaltung für Gesundheits-IT.

Das Gemeinschaftsprojekt hat zum Ziel, klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten ein handhabbares Online-Befragungstool zur Verfügung zu stellen, mit dem sie die IT-Nutzung, die Nutzbarkeit (Usability) und den praktischen Nutzen von eHealth-Lösungen in klinischen Prozessen erfassen und bewerten können. Nach übereinstimmender Einschätzung beider Kooperationspartner besteht hier erhebliches Verbesserungspotenzial zur Unterstützung der Anwender. Fundierte, belastbare Daten seien in diesem Feld kaum verfügbar, betonen bvitg und Marburger Bund.

Das Ausfüllen der Checkliste soll dem klinischen Anwender eine unmittelbare Möglichkeit zur Selbsteinschätzung und Ableitung von konkreten Handlungsempfehlungen bieten. Gleichzeitig sollen Ärztinnen und Ärzte besser in die Lage versetzt werden, das Nutzenpotenzial von IT im Krankenhaus bewerten zu können. Nach einer Ad hoc-Umfrage des Marburger Bundes im Jahr 2017 unter rund 1.800 angestellten Ärztinnen und Ärzten sind 80 Prozent der Klinikärzte der Meinung, dass durch die Digitalisierung die ärztliche Arbeit im Krankenhaus verbessert werden kann.

„Wir wollen Licht ins Dunkel der Materie bringen und den digitalen Reifegrad der Krankenhäuser aus der Perspektive der Nutzer betrachten. Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern sollen mit der Checkliste die Möglichkeit bekommen, im Detail zu beschreiben, wie die derzeitigen Rahmenbedingungen aussehen und wie klinische Prozesse durch Digitalisierung zum Nutzen von Anwendern und Patienten verbessert werden können“, begründete Dr. Peter Bobbert, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes, die gemeinsame Initiative.

„Als fester Bestandteil in den Abläufen unterstützt IT jeden Tag Ärzte bei ihrer Arbeit. Unser Ziel ist es, ein Instrument zu entwickeln, mit dem der IT- Reifegrad eines Krankenhauses differenziert erhoben werden kann und mit dem auf dieser Grundlage konkrete Empfehlungen für ein Krankenhaus ausgesprochen werden können. Dabei sollen nicht nur Verfügbarkeit („habe ich Zugang?“) und Nutzungsgrad („setze ich die Software ein?“), sondern auch Nutzen („hilft die Lösung mir?“) erhoben werden. Denn: Je besser IT in die jeweiligen Prozesse und Abläufe der Anwender eingebunden ist, umso mehr kann IT an Nutzen entfalten“, erklärt Andreas Kassner, stellvertretender Vorstand des bvitg und zuständiger Vorstand der Arbeitsgruppe Marktforschung des bvitg.

Die Checkliste wird nicht kommerziell genutzt. Gemeinsames Ziel ist es, den Weg für eine moderne digitale Struktur in deutschen Krankenhäusern aufzuzeigen, die die Basis für eine zukunftsfähige, leistungsstarke und auf den Menschen ausgerichtete Medizin darstellt.

Die über die Checkliste ermöglichte Datenerhebung wird von Anfang an anonymisiert erfolgen, so dass keine Rückverfolgung auf die beteiligten Kliniken oder auf die ausfüllenden Personen möglich ist. Die Ergebnisse der Befragung sollen zudem wissenschaftlich aufbereitet werden. Perspektivisch soll auf Grundlage der Erhebung ein umfassendes Benchmarking-Modell für die Gesundheits-IT in Krankenhäusern entstehen.

Der Startschuss zum gemeinsamen Projekt wird morgen auf der conhIT gegeben, wenn bvitg und Marburger Bund ihre Kooperation zur Entwicklung der Checkliste schriftlich besiegeln. Die Arbeiten an der Checkliste sollen bis Herbst 2018 abgeschlossen sein, um danach in die Phase der Befragung eintreten zu können.

Kontakt:

Natalie Gladkov

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bereich Politik & Kommunikation

T +49 (0) 30 206 22 58 – 18

F +49 (0) 30 206 22 58 – 69

M +49 (0) 170 5521 798

natalie.gladkov@bvitg.de

__________________________________

 

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Friedrichstraße 200 | D – 10117 Berlin

www.bvitg.de

www.health-it-portal.de

www.conhit.de

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„Unternehmensprozesse und Digitalisierung“ – Dr. Becker Klinikgruppe schafft neuen Geschäftsleitungsbereich

Michael Schiffgen verantwortet bei der Dr. Becker Klinikgruppe den neu geschaffenen Bereich „Unternehmensprozesse und Digitalisierung“.


Michael Schiffgen verantwortet bei der Dr. Becker Klinikgruppe den neu geschaffenen Bereich „Unternehmensprozesse und Digitalisierung“.

Michael Schiffgen verantwortet bei der Dr. Becker Klinikgruppe den neu geschaffenen Bereich „Unternehmensprozesse und Digitalisierung“.

Köln. Die Dr. Becker Klinikgruppe hat ihre Geschäftsleitung erweitert. Seit März verantwortet Michael Schiffgen den vom Unternehmen neu geschaffenen Bereich „Unternehmensprozesse und Digitalisierung“. „Wir wollen die Reha von morgen mit gestalten“, sagt Schiffgen. „Die neuen Technologien ermöglichen es uns in Teilen, interne Prozesse zu optimieren. Es braucht aber jemanden, der solche Veränderungen plant und auch bewertet. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt immer ein Ziel. Zum Beispiel die Entlastung der Mitarbeiter oder aber die Intensivierung der Therapie für den Patienten.“

Die ersten konkreten Aufgaben hat sich Schiffgen bereits gesteckt. „Wir wollen die elektronische Patientenakte unternehmensweit vorantreiben, um effizienter interdisziplinär arbeiten zu können. Darüber hinaus entwickeln wir gerade eine App, die uns die mobile und digitale Darstellung der Therapiepläne ermöglicht“, sagt der 37-Jährige. „Grundsätzlich werde ich darauf achten, dass Patienten und Mitarbeiter den Sinn solcher Veränderungen immer als positiv erleben. Kommunikation spielt also eine zentrale Rolle für meinen Geschäftsbereich.“

Michael Schiffgen ist bereits seit 2004 im Unternehmen tätig. Seit rund drei Jahren leitet er die auf psychosomatische Reha spezialisierte Dr. Becker Burg-Klinik im thüringischen Stadtlengsfeld. Dieser Tätigkeit wird er, neben seiner neuen Rolle, auch in Zukunft weiterhin nachgehen.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die   Dr.   Becker   Klinikgruppe   ist   ein   inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen   mit Hauptsitz  in  Köln.  Deutschlandweit  betreiben  die  beiden  Schwestern  Dr.  Petra  Becker  und  Dr.  Ursula Becker  neun  Rehabilitationskliniken  mit  den  Indikationen  Orthopädie,  Neurologie,  Kardiologie  und Psychosomatik sowie drei ambulanten Therapiezentren. Rund 1.300 Mitarbeiter betreuen jährlich 19.000  stationäre und 700 ambulante Patienten. Die Unternehmensvision der Dr. Becker Klinikgruppe ist es, die Reha des 21. Jahrhunderts zu gestalten. Weitere Informationen unter www.dbkg.de

Kontakt:

Dr. Becker Klinikgruppe
Redakteurin Kim Ernst
Parkstraße 10
50968 Köln
Tel.: (+49)  221-934647 -0 Fax: -40
kernst@dbkg.de
http://www.dbkg.de
www.dr-becker-karriere.de

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Was haben Kaffee, Tee und Mineralwasser mit einer Umschulung am BFW Leipzig zu tun?

Ein gefragter Beruf: Steuerfachangestellte. Die Umschulung bietet das BFW Leipzig an. © monkeybusinessimages/Thinkstockphotos

In Deutschland gelten Kaffee und Tee steuerrechtlich als Grundnahrungsmittel, Mineralwasser jedoch nicht. Mit diesen und vielen weiteren Details aus dem deutschen und europäischen Steuerrecht haben sich Steuerfachangestellte auseinanderzusetzen. Der Beruf wird im Rahmen einer Umschulung am Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) angeboten.

Ein gefragter Beruf: Steuerfachangestellte. Die Umschulung bietet das BFW Leipzig an. © monkeybusinessimages/Thinkstockphotos

Ein gefragter Beruf: Steuerfachangestellte. Die Umschulung bietet das BFW Leipzig an. © monkeybusinessimages/Thinkstockphotos

Diese Spitzfindigkeiten um Kaffee, Tee und Mineralwasser werden während der Umschulung zum Steuerfachangestellten am BFW Leipzig vermittelt. Jedoch erwerben die Teilnehmer hauptsächlich Kenntnisse über allgemeine Wirtschaftslehre, die Steuerlehre, das Rechnungswesen sowie integrierte Datenverarbeitung vermittelt. Zusätzlich können anerkannte Zertifikate, wie DATEV, erworben werden.

Allgemein wird der Beruf des Steuerfachangestellten nicht als kreativ bewertet. Der Berufsalltag gestaltet sich aber doch sehr abwechslungsreich. Mit Grips und Hintergrundwissen findet der Steuerfachangestellte bei der Anwendung von Gesetzen Spielräume und Zusammenhänge, die seine Arbeit kreativ und herausfordernd machen. Doch nicht nur deshalb wird die Arbeit in einer Steuerkanzlei nie langweilig. Gesetzliche Regelungen unterliegen einem ständigen Wandel und kein Mandant gleicht dem anderen.

Darauf werden die Teilnehmer in einer sehr praxisorientierten Umschulung vorbereitet. Nach einer kurzen Startphase wird die Umschulung im Wechsel zwischen BFW Leipzig und betrieblichen Lernphasen in einer Steuerkanzlei fortgesetzt. Dadurch lernen die Teilnehmer von Beginn an ihren potentiellen Arbeitgeber kennen.

Der Mangel an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt stellt zudem eine hohe Übernahmemöglichkeit dar. Derzeit sind mehr als 50 freie Stellen für Steuerfachangestellte in der Region rund um und in Leipzig ausgeschrieben.

Die Umschulung zum Steuerfachangestellten steht offen für Menschen, die durch Krankheit oder Unfall ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können, aber auch für Arbeitssuchende mit Bildungsgutschein. Die Bildungsgutscheine können beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit erfragt und im BFW Leipzig eingereicht werden.

Die Kammer hat einen Vorbereitungskurs für alle Teilnehmer vorgeschrieben. Dieser beginnt bereits am 7. Mai 2018 für Rehabilitanden und 22. Mai 2018 für Bildungsgutscheinberechtigte, die 24-monatige Umschulung schließt sich ab dem 19. Juni 2018 an.

Die Umschulung endet mit der Prüfung vor der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Umschulung Bildungsgutschein, Steuerfachangestellte, Steuerkanzlei, Finanzen

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

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