Donnerstag, April 12th, 2018

 

Bestmögliche Betreuung für Diabetes-Patienten – Rehaklinik Ob der Tauber erfolgreich rezertifiziert

Diabetes ist mit über sechs Millionen Betroffenen die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Eine fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken oder Praxen ist für diese Patienten unerlässlich. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Einrichtungen, die die hohen definierten Anforderungen erfüllen. Die Rehaklinik Ob der Tauber in Bad Mergentheim hat nun erneut das Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ erhalten.

Diabetes mellitus ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichen Ausprägungen. Man unterscheidet Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2 und andere Diabetestypen. Vor allem die Zahl der Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, steigt in Deutschland rasant an. Diese Erkrankung verursacht häufig zunächst keine Beschwerden, führt unbehandelt aber in vielen Fällen zu ernsten Folgeerkrankungen. Denn ein erhöhter Blutzucker schädigt die großen und kleinen Gefäße. Mögliche Folgen sind u.a. Schlaganfall oder Herzinfarkt, Nierenleiden, Amputationen oder Erblindung. Vermeiden lassen sich diese Folgeerkrankungen durch eine gute medizinische Versorgung.

Dr. med. Sylvia Zipse, Chefärztin der Rehaklinik Ob der Tauber, erläutert: „Die Zertifizierung der DDG zeigt uns und unseren Patienten, dass die Behandlung in unserer Klinik in allen Bereichen – Therapie, Beratung und Schulung – den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Dies bringt unseren Patienten Sicherheit und ist für uns und unser Team eine Bestätigung und Anerkennung für die Arbeit, die wir tagtäglich leisten.“

In den Leitlinien von Fachgesellschaften wie der DDG sind wissenschaftlich fundiert die aktuellen Empfehlungen für die Behandlung von Diabetes in Klinik und Praxis festgehalten. Aus diesen Leitlinien hat die DDG auch die Richtlinien für die Zertifizierung der spezialisierten Behandlungseinrichtungen für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 abgeleitet. Erhält eine Einrichtung ein Zertifikat der DDG, können Patienten sicher sein, dass sie in dieser Klinik optimal, sprich: leitliniengerecht, behandelt werden. Die Zertifizierung ist damit ein Qualitätssiegel und dient der Orientierung auf der Suche nach geeigneten Behandlern.

Die Chefärztin Dr. Sylvia Zipse betont nochmals die herausragende Bedeutung einer optimalen Patientenversorgung: „Diabetes können wir zwar nicht im klassischen Sinn heilen – aber richtig eingestellt und mit einer entsprechenden Schulung kann jeder Patient mit Diabetes gut und ohne große Einschränkungen leben. Dabei helfen wir.“

Zertifizierung durch die DDG
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) unterscheidet zwei Kategorien: „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ und „Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“. Um zertifiziert zu werden, muss die Klinik Erfahrung nachweisen, d.h. im Jahr mindestens 200 Menschen mit Diabetes Typ 2 und mindestens 50 Menschen mit Diabetes Typ 1 leitliniengerecht behandeln. Seit 2005 vergibt die DDG diese Zertifizierung für Diabetesbehandlungseinrichtungen in Klinik und Praxis. Bislang wurden 353 Einrichtungen in Deutschland als „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ und 102 Einrichtungen als „Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“ anerkannt.

Rehaklinik Ob der Tauber
Die 1962 gegründete Rehaklinik Ob der Tauber ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Stoffwechsel- und Magen-Darm-Erkrankungen einschließlich Tumoren des Gastroentestinaltraktes. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, die 2007 aus dem Zusammenschluss der der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

www.rehaklinik-odt.de

Kontakt
RehaZentren Baden-Württemberg:
Jörg Skupin, PR-Referent
Tel.: 0711. 6994 639 20
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de


APS legt Handlungsempfehlung für ambulante Gesundheitseinrichtungen vor

Handeln bevor etwas passiert:

APS legt Handlungsempfehlung für ambulante Gesundheitseinrichtungen vor

 

Das APS empfiehlt Berichts- und Lernsysteme im ambulanten Bereich einzuführen und aktiv zu nutzen

 

Berlin – „Hinterher ist man immer schlauer“ und „aus Fehlern lernt man“ – solche Volksweisheiten gelten im Gesundheitswesen nicht automatisch. Damit Ärzte und Pflegepersonal aus kritischen Ereignissen lernen und Fehler in Zukunft vermeiden können, empfehlen Experten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) Berichts- und Lernsysteme (CIRS) in Gesundheitseinrichtungen einzuführen. Für den Ausbau dieser Systeme in der ambulanten Versorgung hat das APS nun eine Handlungsempfehlung herausgegeben. Diese wird in einem Test in bis zu 400 Praxen erprobt. Interessierte Einrichtungen können sich noch bewerben.

 

Jeden Tag werden hunderttausende Patienten in Deutschland ambulant behandelt, be­raten und gepflegt. Die Versorgung ist oft komplex und meist sind zahlreiche Personen über diverse Schnittstellen hinweg beteiligt. „In der Regel verläuft die Versorgung nach Plan. Dennoch passieren manchmal Dinge, die nicht hätten passieren sollen und die, unter an­deren Umständen, hätten vermieden werden können“, sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des APS. Solche Ereignisse treten zum Beispiel auf, wenn Ärzte Medikamente oder Medizin-produkte für einen Patienten falsch dokumentieren. Auch bei der Kommunikation mit den Erkrankten oder bei der Durchführung von Untersuchungen können Fehler auftreten. Damit Mitarbeiter in ambulanten Einrichtungen aus solchen kritischen Situationen lernen, hat das APS nun eine neue Handlungsempfehlung herausgegeben. Sie richtet sich an Führungskräfte und interessierte Mitarbeiter in ambulanten Einrichtungen[1] – beispielsweise in Einzel- und Gemeinschaftspraxen –, die die Patientensicherheit stärken wollen. Die Empfehlung soll die Personen dabei unterstützen, ein internes Berichts- und Lernsystem einzuführen und zu betreiben.

 

Die Folgen von kritischen Situationen in Gesundheitseinrichtungen sind in den meisten Fällen harmlos. Manchmal erleiden Patienten dabei aber auch einen Schaden – und dann können die Konsequenzen dramatisch sein. „Nicht nur die Betroffenen und deren Angehörige haben die Folgen zu tragen, sondern auch die an der Behandlung beteiligten Personen. Sie haben dann häufig Versagensängste oder werden sogar bestraft“, so Müller. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass in den allermeisten Fällen nicht eine einzelne Person, sondern die Verkettung unglücklicher Umstände und das Versagen von Sicherheitsbarrieren zu dem unerwünschten Ereignis geführt haben. Wenn sich jedoch am Ablauf nichts ändert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich das Ereignis in gleicher oder ähnlicher Weise wiederholt. „Deshalb ist es wichtig, solche Ereignisse zu erkennen und ihre Ursachen mit Berichts- und Lernsystemen zu analysieren“, meint Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Wenn die Gründe bekannt sind, können gezielte Maßnahmen aus solchen Situationen abgeleitet werden, die die Wahrscheinlichkeit verringern, dass das gleiche Problem in Zukunft noch einmal auftritt.“

 

Genau hier setzen Berichts- und Lernsysteme (CIRS) an. Mit Hilfe von Mitarbeiterberichten zielen sie darauf ab, Risiken, Fehler und kritische Ereignisse und deren Ursachen zu erkennen und gemeinschaftlich daraus zu lernen. Solche Systeme sind – auch international – bewährt und als integrativer Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements in Einrichtungen des Gesundheitswesens anerkannt.

 

Die neue Handlungsempfehlung des APS wurde im Rahmen eines vom Innovationsfonds geförderten Projektes entwickelt und steht allen Interessierten im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung. Zur Erläuterung gibt es einen Videoclip, in dem der bekannte „Online Arzt“ Dr. Johannes die Motivation zur Teilnahme an Berichts- und Lernsystemen (CIRS) erklärt. „Wir erstellen unsere Empfehlungen nach von uns festgelegten Qualitätskriterien – und nach dem Motto aus der ‚Praxis für die Praxis‘“, so François-Kettner abschließend.

 

Weiterführendende Informationen

Die Handlungsempfehlung, Arbeitsmaterialien, Informationen zum Film und Möglichkeiten zur Teilnahme an der Praxisphase stehen unter http://www.aps-ev.de/Projekte/cirsforte/ zur Verfügung.

 

Information zum APS

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es hat heute 700 Mitglieder aus allen Bereichen des Gesundheitswesens. Das Bündnis finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und durch Projektfinanzierungen. Das APS setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein – und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden.

 

 

 

[1] Ambulante Einrichtungen erbringen Behandlungsleistungen außerhalb von Krankenhäusern; dazu zählen z. B. Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen, Praxisgemeinschaften, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), aber auch Praxisnetze oder andere Verbünde von Ärzten, Psychotherapeuten und Zahnärzten; Ambulante Pflegedienste; Apotheken und Praxen von Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.

 

 

 

Pressestelle:

Friederike Gehlenborg

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Telefon: 0711 8931-295

Telefax: 0711 8931-167

gehlenborg@medizinkommunikation.org

www.aps-ev.de

[1] Ambulante Einrichtungen erbringen Behandlungsleistungen außerhalb von Krankenhäusern; dazu zählen z. B. Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen, Praxisgemeinschaften, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), aber auch Praxisnetze oder andere Verbünde von Ärzten, Psychotherapeuten und Zahnärzten; Ambulante Pflegedienste; Apotheken und Praxen von Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.


Expertenchat der Deutschen Parkinson Vereinigung zum Welt-Parkinson-Tag 2018

Expertenchat der Deutschen Parkinson Vereinigung zum Welt-Parkinson-Tag 2018 / Parkinson mit 40? Behandlungsstrategien, Therapieoptionen, Perspektiven / Logo Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. / Quellenangabe: "obs/Deutsche Parkinson Vereinigung e.V."

Expertenchat der Deutschen Parkinson Vereinigung zum Welt-Parkinson-Tag 2018
Parkinson mit 40?
Behandlungsstrategien, Therapieoptionen, Perspektiven

Expertenchat der Deutschen Parkinson Vereinigung zum Welt-Parkinson-Tag 2018 / Parkinson mit 40? Behandlungsstrategien, Therapieoptionen, Perspektiven / Logo Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. / Quellenangabe: "obs/Deutsche Parkinson Vereinigung e.V."

Expertenchat der Deutschen Parkinson Vereinigung zum Welt-Parkinson-Tag 2018 / Parkinson mit 40? Behandlungsstrategien, Therapieoptionen, Perspektiven / Logo Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. / Quellenangabe: „obs/Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.“

Neuss (ots) – Die meisten Menschen halten Parkinson für eine Erkrankung des Alters. Doch von den aktuell rund 450.000 Parkinson-Patienten in Deutschland hat jeder Zehnte die Diagnose bereits vor seinem 40. Lebensjahr erhalten. Für die Betroffenen bedeutet das: Die Erkrankung wird sie die nächsten 30, 40 oder mehr Jahre begleiten. Es gilt also, sich bestmöglich auf die gesundheitlichen, physischen, psychischen und sozialen Folgen einzustellen, die Parkinson mit sich bringen kann. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags 2018 bietet die Deutsche Parkinson Vereinigung Betroffenen die Gelegenheit, sich mit Parkinson-Experten im Chat auszutauschen.

Herausforderung Langzeit-Therapie

Die Symptome und Begleiterscheinungen von Parkinson lassen sich über viele Jahre hinweg kontrollieren und beeinflussen. Voraussetzung ist eine Therapie, die von Beginn an auf die bestmögliche Kombination aus Langzeitwirkung und Langzeitverträglichkeit abzielt. Welche Medikamente wann eingesetzt werden sollten, hängt sowohl vom Alter und dem Beschwerdebild ab als auch von der Lebenssituation des Patienten, seiner Einstellung zu seiner Erkrankung sowie von seinen Erwartungen an die Therapie.

Mehr als Medikamente

Parkinson wirkt sich auf Körper, Seele und Geist aus – die Notwendigkeit ganzheitlich ausgerichteter Therapien liegt also auf der Hand. Hinzu kommt, dass die Medikamente besonders bei Langzeitanwendung Auswirkungen mit sich bringen können, die therapeutisch behandelt werden müssen. Physiotherapie, Ergotherapie, Sprech- und Sprachtherapie, Psychotherapie und neuropsychologische Verfahren finden sich in den Behandlungsleitlinien ebenso wieder wie die psychosoziale und sozialrechtliche Beratung.

Expertenrat zur Therapie bei Juvenilem Parkinson
   
   - Welche Therapiebausteine stehen zur Verfügung? 
   - Wie und wie lange wirken die Medikamente? 
   - Ab wann ist eine Kombinationstherapie mit L-Dopa sinnvoll?
   - Wann kommen operative Maßnahmen in Betracht? 
   - Was leisten unterstützende Therapien? 
   - Wie gehe ich auf Dauer mit der psychischen Belastung um?

Antworten auf alle Fragen rund um die Parkinsontherapie gibt am Donnerstag, den 12. April von 17 bis 19 Uhr unter www.sprechstunde.chat bei diesen Experten:

   - Priv.-Doz. Dr. med. Lothar Burghaus, Facharzt für Neurologie, 
     Chefarzt der Klinik für Neurologie am Heilig Geist-Krankenhaus 
     Köln
   - Prof. Dr. med. Stephan Klebe, Facharzt für Neurologie, Leitender
     Oberarzt der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen

Übrigens: Expertenrat zur Parkinsontherapie gibt es am 12. April auch telefonisch – von 10 bis 14 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 5 33 22 11.

Pressekontakt:

Volker Klein
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Ulrich & Klein GbR
Schanzenstraße 22
51063 Köln

Tel 0221 788 887 88
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