Mittwoch, April 11th, 2018

 

Bericht Softsolution Networking-Dinner 2018

 

Beim diesjährigen Softsolution-Networking-Dinner am 26.2.2018 in München kamen Fachkundige aus Deutschland, Finnland und den Niederlanden in einer Podiumsdiskussion zu Wort, vortrefflich moderiert von Hubert Seiter.

Ein Impulsreferat von Prof. Dr. Andreas Kruse (Institut für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) widmete sich der Frage der Erhaltung und Förderung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit älterer Menschen mit Blick auf ihren dringend benötigten weiteren Einsatz im Berufsleben.

Prof. Dr. Kruse, Impulsreferat

Prof. Dr. Kruse, Impulsreferat

Prof. Dr. Kruse zeigte eindrücklich, dass hohe Leistungsfähigkeit in Informationsgeschwindigkeit und Wahrnehmungsgeschwindigkeit erhalten bleibt, wenn sie zusammen mit körperlichem und kognitivem Training geübt werden. Am Arbeitsplatz sollten dafür zum einen Gelegenheiten für Sport und Bewegung geboten werden. Zum andern sollte die kognitive Leistungsfähigkeit und die „neuronale Plastizität“ gefördert werden durch Weiterbildung und die Schaffung von Spielräumen für das hohe Potential erfahrungsbasierter Kreativität für neue Problemlösungsstrategien. Das Problem liege nicht prinzipiell bei der Leistungsfähigkeit, sondern bei der erhöhten Vulnerabilität: Den Risiken der Überforderung sollte durch Gesundheitschecks- und Präventionsmaßnahmen begegnet werden. Dabei sollte das Verantwortungsbewusstsein des älteren Arbeitnehmers gestärkt werden: Ich kann und ich muss selbst etwas für meine Gesundheit tun. Schließlich müsse die Resilienz (Widerstandsfähigkeit bei einschneidenden Veränderungen der Lebenssituation) Beachtung finden. (ausführlich Dinner-Vortrag Prof. Kruse zum Download als PDF)

 

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion sollten Stärken in der Rehabilitation und Prävention in anderen Ländern ausgelotet werden.

v.links: Dr. Freek Lapré, Dr.Minna Kujala, Hubert Seiter, Dr.Helga Seel, Prof. Dr. Kruse

v.links: Dr. Freek Lapré, Dr.Minna Kujala, Hubert Seiter, Dr.Helga Seel, Prof. Dr. Kruse

Dr. Helga Seel (Geschäftsführerin BAR) sieht hinsichtlich der Reha-Maßnahmen zahlreiche Ansätze für die Weiterentwicklung von Prävention und Rehabilitation; gleichzeitig würden dabei aber auch in unserem gegliederten  Sozialleistungssystem mit acht Leistungsträgern Verwerfungen im System deutlich, z.B. bei der Finanzierung. Um die Vernetzung der Akteure zu verbessern, kann die gemeinsame Überzeugung vom Nutzen von Prävention und Rehabilitation die dafür notwendige gemeinsame Arbeit vorantreiben. Umgekehrt  sollten Diskussionen über Zuständigkeiten klein gehalten und Ideen für gemeinsame Finanzierungsmodelle größer geschrieben werden. FlexiG und mehr Augenmerk auf Kinderrehabilitation sind ein wichtiger Schritt nach vorn. Die Ausgaben werden aber steigen, worauf sich die Rentenversicherung schon offen einlässt – und:  Die Ausgaben lohnen sich. (ausführlich hier Diskussionsbeitrag Dr. Seel zum Download als PDF)

Dr. Minna Kujala (Spezialistin für Allgemeinmedizin im Gesundheitszentrum Hollola, Finnland) wies auf die Prävention als traditionelle Stärke im finnischen Gesundheitswesen hin. Prävention ist ein tief verankertes Thema in allen Bereichen der Gesellschaft. Die kontinuierliche medizinische Begleitung vom Kindergarten über die Schule bis zum Berufsleben schafft ein hohes Bewusstsein, auf die Gesundheit zu achten. Prävention wird darum nicht als „Ausnahmezustand bei Krankheit“ empfunden. In diesem Rahmen gehört auch die Pflicht jedes Arbeitgebers, bei Mitarbeitern jeden Alters regelmäßig Gesundheits-Checks durchführen zu lassen, zur Normalität. (Stichpunkte zur Reha in Finnland Diskussionsbeitrag Dr. Kujala zum Download als PDF)

Dr. Freek Lapré, Gesundheitswissenschaftler, Wirtschaftsexperte und Organisationsberater, Niederlande gab Einblicke in Stärken und Schwächen der niederländischen Reha-Versorgung. Reha ist kostengünstig: Überwiegend werden Reha-Patienten in der stationär-medizinischen Reha ambulant versorgt. In der geriatrischen Reha wird das ausgeführt durch Pflegegeheime, zusätzlich gibt es Reha-Hotels mit therapeutischem Angebot. Das Ganze funktioniert gut auf Basis einer funktionierenden integrierten Versorgung, die nicht von einem Leistungserbringer in der Versorgungskette „gemanaged“, sondern von einer „neutralen“ Stelle aus verwaltet wird. Vergütungsbasis ist die Diagnose-Behandlungs-Kombination. Das ist eine festgelegte Summe für die ganze Patientenroute: Diagnose, Behandlung, Pflege und Therapie (bisher ohne Berücksichtigung der häuslichen Reha).

Schwächen gibt es allerdings in der Verkettung der Patienteninformationen, und der (finanziellen) Integration von stationärer Reha und der Reha zu Hause. Logistisch ist in der Kette das Problem, dass Pflegeheime und Rehakliniken Wartelisten haben und somit können Reha-Patienten nicht einfach aus den Krankenhäusern entlassen werden. (Stichpunkte zur Reha in den Niederlanden Diskussionsbeitrag Dr. Freek A.L. Lapré zum Download als PDF)

Für die 240 Teilnehmer bildete die durch Prof. Kruse eigenhändig dargebotene Klaviermusik von Bach und Mozart das Tüpfelchen auf dem „I“.

Unser besonderer Dank gilt Herrn Heiko Schöne, dessen Bericht dieser Zusammenfassung zugrunde liegt.

 

Kontakt und Nachfragen:

Softsolution International Ltd.
Priska Stamm
Ratsumiehenkatu 1
15830 Lahti / FIN
Tel: +358 (0)378 00331
E-Mail: pstamm@softsolution.de
Geschäftsführer: Roland Tolksdorf

 

 

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Hypersomnia ist kein Weltraumdings: DGPPN-Nachwuchsinitiative erkundet die Welt des Schlafes

Kampagnenmotiv Hypersomnia: ESA/Hubble & NASA

 

Kampagnenmotiv Hypersomnia: ESA/Hubble & NASA

Kampagnenmotiv Hypersomnia: ESA/Hubble & NASA

Hypersomnia – was nach Überschallgeschwindigkeit und Warpantrieb klingt, gehört in das Universum der Schlafmedizin. Die neue Kampagne der DGPPN-Nachwuchsinitiative Generation PSY dreht sich um das Thema Schlaf, denn anhaltende Schlafstörungen rauben den Betroffenen eine Menge Energie und können Ursache und Symptom von psychischen oder körperlichen Erkrankungen sein. Als Psychiater gilt es, dieses Mysterium zu entschlüsseln und den Ursachen des gestörten Schlafes auf den Grund zu gehen. Die mittlerweile fünfte Themenkampagne dient dazu, junge Menschen für den Psychiaterberuf zu begeistern, damit die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen auch in Zukunft gesichert ist.

Im Schlaf vergessen wir Zeit und Raum und verarbeiten gleichzeitig neue Informationen, die über Nacht zu Gedächtnisinhalten werden. Dass Schlaf sich unmittelbar auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit auswirkt und eine Rolle bei der Emotionsregulation spielt, ist nicht ganz neu. Dennoch sind seine Funktionen noch immer ein Mysterium, das erst teilweise erforscht ist.

Mit dem Start der fünften Kampagne zeigt Generation PSY pünktlich zum Semesterbeginn, dass das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie alles andere als müde Themen zu bieten hat. Auf den ersten Blick scheint eine Anziehungskraft zwischen psychischen Erkrankungen und Schlafstörungen zu existieren. Psychiater müssen besonders wachsam sein, um den Ursachen des gestörten Schlafes auf den Grund gehen. Hier setzt das neue Themenspecial auf dem Onlineportal www.generation-psy.de an, das sich insbesondere an Medizinstudierende und Assistenzärzte richtet. Das Logbuch mit geballtem Hintergrundwissen ist dort ab sofort geöffnet: Schlafexpertin Kneginja Richter gibt spannende Einblicke in die unendlichen Weiten eines Schlaflabors und Anna Westermair von der Generation PSY erzählt unter anderem, wie sie ihre erste Nachtschicht überstanden hat und wie sie die Psychiatrie der Zukunft sieht.

„Mit der neuen Kampagne wollen wir zeigen, dass Schlafmedizin eine große Schnittmenge mit dem Fach Psychiatrie und Psychotherapie hat. Wer also von einem aufregenden und vielseitigen Tätigkeitsfeld träumt, sollte unbedingt Kurs auf den Psychiaterberuf nehmen“, sagt DGPPN-Präsident Professor Arno Deister. Die neue Kampagne ist ab sofort online, das Kampagnenmotiv ziert als Poster auch Uni- und Klinikwände und liegt als Postkarte zum Mitnehmen aus.

Hintergrund
Mit der Initiative Generation PSY und dem Aufruf „Unsere Gesellschaft braucht junge Psychiater“ wirbt die Fachgesellschaft seit dem Frühjahr 2016 intensiv um Nachwuchs, denn es besteht akuter Handlungsbedarf: Psychische Erkrankungen gehören heute zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen in Deutschland, immer mehr Betroffene nehmen medizinisch-therapeutische Hilfe in Anspruch. Doch in bestimmten Regionen, z. B. auf dem Land, zeigen sich bereits Versorgungsengpässe. Gleichzeitig sind über die Hälfte aller Psychiater zwischen 50 und 65 Jahre alt oder älter. Das Fachgebiet braucht dringend Nachwuchskräfte, damit es in Zukunft zu keinen schwerwiegenden Lücken in der Versorgung kommt. Gleichzeitig ranken sich um den Beruf des Psychiaters noch viele Vorurteile und Klischees. Generation PSY räumt damit auf und zeigt, dass es sich um eine der spannendsten Disziplinen der Medizin handelt. Herzstück der Nachwuchsinitiative ist das Portal www.generation-psy.de. Es richtet sich an Medizinstudierende sowie an Assistenzärzte und klärt mit lebendiger, bildhafter Sprache über alles Wissenswerte sowie Aktuelles aus dem Bereich Psychiatrie und Psychotherapie auf.

Kontakt

DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de

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Berufsförderungswerk schickt „Info-Mobil“ auf die Straße

Das Info-Mobil mit BFW-Geschäftsführer Günther Renaltner.

PRESSEMITTEILUNG vom 11. April 2018 – Text und Bild frei zur Veröffentlichung

 

 

 

Das Info-Mobil mit BFW-Geschäftsführer Günther Renaltner.

Das Info-Mobil mit BFW-Geschäftsführer Günther Renaltner.

Kirchseeon – Mit einem auffälligen „Info-Mobil“ wird das Berufsförderungswerk München ab sofort über das Thema „Berufliche Rehabilitation“ aufklären. Das Fahrzeug wird auf Messen, Straßenfesten und anderen Großereignissen in ganz Südbayern eingesetzt, um Menschen über die Möglichkeiten der Wiedereingliederung in den Beruf zu informieren.

 

Der auf dem Auto abgebildete „Biber mit Arbeitsunfall“ symbolisiert auf humorvolle Art den ernsten Hintergrund der Arbeit im Berufsförderungswerk München: Menschen mit angeborener oder erst im Arbeitsleben erworbener Behinderung werden wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Wer durch eine medizinische oder psychische Einschränkung seinen Arbeitsplatz bedroht sieht und sich vom Slogan „Stecken Sie fest?“ angesprochen fühlt, ist beim Berufsförderungswerk München für eine Beratung richtig.

 

Seinen ersten Einsatz hat das „Info-Mobil“ des Berufsförderungswerks am 14. April im Rahmen des „Forstenrieder Volkslaufs“ im Münchner Süden. Danach steht es vom 4. bis 6. Mai auf der Verbrauchermesse MIR in Memmingen. Und am 10. Juni wird es beim Ebersberger Stadtlauf zum Einsatz kommen.

 

 

Hintergrund:

 

Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe.

 

 

Kontakt:

André Stiefenhofer
Teamleiter Marketing
Tel.: 08091/51-1159
Fax: 08091/51-3303

Mail: a.stiefenhofer@bfw-muenchen.de
www.bfw-muenchen.de
Berufsförderungswerk München gemeinnützige GmbH

Moosacher Str. 31

85614 Kirchseeon

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US-Studie: Frisör und Apotheker helfen bei der Blutdruckkontrolle

Einmal Haare schneiden, föhnen und Blutdruck senken, bitte

 

 

Heidelberg – Der Besuch beim Frisör könnte eine gute Gelegenheit sein, in entspannter Atomsphäre über die Gesundheit zu reden und dabei auch den Blutdruck kontrollieren zu lassen. Der Erfolg einer US-Studie sollte nach Ansicht der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® Anlass sein, über ähnliche Modelle auch in Deutschland nachzudenken.

In keiner Bevölkerungsgruppe ist der Bluthochdruck in den USA so weit verbreitet wie bei Männern mit schwarzer Hautfarbe. Die meisten wissen nichts von ihrer Gefährdung, da sie selten zum Arzt gehen und ein zu hoher Blutdruck in der Regel keine Beschwerden verursacht. Der Besuch eines Barbershops gehört hingegen zum Lebensstil. Er ist Gelegenheit, Freunde zu treffen und über Gott und die Welt zu reden.

Eine Studie aus Kalifornien zeigt jetzt, dass der soziale Treffpunkt Barbershop genutzt werden kann, um die Blutdruckkontrolle in dieser Hochrisikogruppe zu verbessern. „Die Frisöre wurden angehalten, mit den Männern über das Problem Bluthochdruck zu reden und zu einem Treffen mit dem Apotheker einzuladen“, berichtet Professor Dr. med. Bernhard Krämer, Direktor der V. Medizinischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. „Der Apotheker suchte einmal im Monat den Barbershop auf, um den Kunden den Blutdruck zu messen und Medikamente zu verteilen. Die Erlaubnis dazu hatte der Apotheker von den Hausärzten erhalten, die hierzu einen Vertrag mit dem Apotheker abgeschlossen hatten.“ Der Einbezug von Frisören erscheint etwas naheliegender wenn man weiß, dass Barbiere ja seit dem Mittelalter in die Gesundheitsversorgung einbezogen waren und Aderlässe und Zahnextraktionen vorgenommen hatten.

Wie erfolgreich diese Strategie sein kann, zeigen die Ergebnisse, die Ronald G. Victor vom Smidt Heart Institute in Los Angeles und weitere Mitarbeiter jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht haben. Die Wissenschaftler hatten an 52 Frisörsalons 319 afroamerikanische Männer kontaktiert, bei denen der obere systolische Blutdruckwert zu Beginn im Durchschnitt bei 152,8 mmHg lag und die deshalb ein hohes Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall hatten. Sechs Monate später war der Blutdruck im Durchschnitt auf 128 mmHg gesunken. Professor Krämer erläutert: „Knapp 90 Prozent der Männer hatten einen systolischen Blutdruck von unter 140 mmHg, der heute als normal eingestuft wird, weil er langfristig das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Hochdruckkranken vermindert.“

In einer zweiten Gruppe hatten die Frisöre ihre Kunden nur über die Risiken informiert und sie dringend ermahnt, ihren zu hohen Blutdruck vom Hausarzt behandeln zu lassen. Auch in dieser Gruppe wurde der Blutdruck nach sechs Monaten gesenkt, allerdings nicht so stark. Der durchschnittliche Wert lag nach sechs Monaten bei 145,4 mmHg. Nur ein Drittel hatten einen Normalwert von unter 140 mmHg erreicht.

Für Professor Hoyer, Direktor der Klinik für Nephrologie am Universitätsklinikum Marburg zeigt die Studie, dass es wichtig ist, die Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung anzusprechen und einen niedrigschwelligen Zugang zur Blutdruckkontrolle zu ermöglichen. „Durch das Gespräch mit dem Frisör wird der Bluthochdruck zu einem Thema im Alltag und die Betreuung durch den Apotheker hat sicherlich die Bereitschaft gefördert, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und die Medikamente einzunehmen, obwohl man sich eigentlich gesund fühlt“, sagt der Experte.

Ähnliche Modelle kann sich die Deutsche Hochdruckliga durchaus auch für Deutschland vorstellen. „Auch hier gibt es Betroffene, die nichts von ihrem Bluthochdruck wissen und selten zum Hausarzt gehen“, sagt Professor Hoyer. „Häufiger kommen viele jedoch an einer Apotheke vorbei oder sind beim Betriebsmediziner“, so der Experte. „Diese Kontakte sollten für eine vermehrte Aufklärung über die Gefahren von unerkanntem Bluthochdruck und seiner möglichen Behandlung durch einen Arzt genutzt werden.“ Anders als in den USA dürfen Apotheker in Deutschland zwar den Blutdruck messen, aber eigenständig keine Blutdruckmedikamente ausgeben, könnten jedoch den Patienten an seinen Hausarzt verweisen.

 

 

Quelle:

Ronald G. Victor, M.D., Kathleen Lynch, Pharm.D., Ning Li, Ph.D., Ciantel Blyler, Pharm.D., Eric Muhammad, B.A., Joel Handler, M.D., Jeffrey Brettler, M.D., Mohamad Rashid, M.B., Ch.B., Brent Hsu, B.S., Davontae Foxx-Drew, B.A., Norma Moy, B.A., Anthony E. Reid, M.D., et al. A Cluster-Randomized Trial of Blood-Pressure Reduction in Black Barbershops. New England Journal of Medicine 2018; doi: 10.1056/NEJMoa1717250

Abstract der Studie

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1717250

  

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Über die Deutsche Hochdruckliga DHL®– Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® bündelt die Expertise zur arteriellen Hypertonie in Deutschland. Gegründet 1974, engagiert sie sich seitdem für eine bessere Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck. Weltweit bleibt Bluthochdruck die größte Gefahr für die Gesundheit. Deshalb verfolgt die DHL® das Ziel „30-50-80“: Jeder Mensch ab 30 Jahren sollte seinen Blutdruck kennen. Ab 50 sollte der Blutdruck bei jedem kontrolliert und gut eingestellt sein. Menschen mit 80 sollten nicht an Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schlaganfall oder Herzinfarkt leiden.

 

 

Pressekontakt für Rückfragen:

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®

Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

Stephanie Priester

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Tel.: 0711 8931-605

Fax: 0711 8931-167

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